Dienstag, 16. Januar 2007

Jesus - Endlich, das Geheimnis seiner Herkunft

Jesus – Endlich, das Geheimnis seiner Herkunft! Klingt spannend oder?

Im "Welt der Wunder" – Magazin, der gedruckten Variante der TV – Serie "Welt der Wunder" Ausgabe 12/06. War wieder mal, wie schon in vergleichbaren PM – Magazin und anderen diversen mal mehr oder weniger wissenschaftlich anspruchsvollen Magazinen, war also wieder mal die Rede von der Beweisbarkeit der Herkunft von Jesus Christus.

Die Wissenschaftler vieler Länder insbesondere die Genforscher, Biologen, Metallurgen, Archäologen usw. usw. versuchen seit vielen Jahren die diversen Reliquien des Christentums zu untersuchen. Sie wollen unbedingt beweisen das entweder Jesus ein Spinner war und der Glaube an ihn, als Sohn "des" Gottes Firlefanz. Manche wollen vielleicht auch die "Göttlichkeit" Jesu beweisen. Einige sind nur neugierig, wieder andere suchen Ruhm. Wie auch immer, welche Beweggründe auch immer vorliegen, es wird krampfhaft versucht das Eine oder das Andere zu beweisen.

In besagtem Artikel ging es mal wieder um die Genforschung. Die Frage die sich aus dem Kontext des Artikels andeutungsweise heraus kristallisierte war. Ist im Genetisch Code von Jesus der Code Gottes zu finden?

Die Vertreter der diversen wissenschaftlichen Fachbereiche, und vor allem die Genforscher suchen an den Reliquien die insbesondere unter dem Schutz der kath. Kirche stehen, dran zu kommen. Turiner Leichentuch, Veronicas Schweißtuch und welche Heiligtümer, Reliquien sonst irgendwie mit Jesus in direktem Kontakt waren und genetisches Erbmaterial aufweisen könnte.

Mehrere Ziele werden hier verfolgt. Zum ersten will man den Genetischen Code eben jenes Mannes ermitteln der vor etwa 2000 Jahren in Palästina unter dem Namen Jesus Christus lebte. Zum zweiten will man anhand von Vergleichen mit möglicherweise verwandtem Genmaterial aus einer Grabstätte die angeblich die des Jakobus ist, dem leibl. Bruder des Jesus. Zum dritten will man dann wohl in weiteren Nachforschungen feststellen ob sich dort allein menschliches Genmaterial befindet oder ob die "Verwandtschaft mit Gott" also ob so Gott selbst vorhanden ist.

Das wird aber nicht funktionieren. Warum nicht? Man muss um auch nur ansatzweise eine haltbare Aussage zu machen folgende Dinge zweifelsfrei vorweisen.

Eindeutig sicheres Genmaterial von drei Personen. Josef, Maria, Jesus und als Vergleichsstudie noch das Genmaterial von Jakobus dem Bruder von Jesus. Doch was könnte man damit beweisen? Gott oder nicht Gott?

Also; könnte folgendes zweifelsfrei beweisen werden?

1. ob seine leibliche Mutter Maria war! Was ja nicht mal zur Diskussion gestellt wird
2. ob Jakobus sein leiblicher Bruder war! Was auch nicht zur Diskussion gestellt wird
3. ob Josef sein leiblicher Vater (und hier wird es interessant) war!
4. ob fremdes Genmaterial vorhanden ist!
5. ob möglicherweise "göttliches" Genmaterial nachgewiesen werden kann!

Punkt 1 – 4 ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nachweisbar dann zweifelsfrei nachweisbar!


Wenn eben das Genmaterial zweifelsfrei mit den jeweiligen Personen identifiziert werden kann und man das Alter des Genmaterials ausser Acht lässt.


Es muss aber auch bedacht werden, das lt. Bibel zumindest Josef und Maria aus dem selben Stamme sind und David als gemeinsamen Vorfahren haben. Das also auch Josefs Genmaterial in dem von Jesus zumindest minimal anteilig vorhanden sein kann.


Und was beweist Pkt. 4? Angenommen es findet sich fremdes Erbmaterial in Jesus? Genmaterial das weder Maria noch Josef zu zuordnen ist? Wäre das ein beweis für Gott? Nein sicher nicht. Es würde die Möglichkeit eröffnen das Maria fremd gegangen ist oder zumindest eben nicht als Jungfrau in die Ehe und die jungfräuliche Geburt eben nur ein Mythos ist.


Würde das aber ausschließen das Gott "seine Finger" im Spiel hatte? Nein! Gut die Wahrscheinlichkeit das dann irgendwas von der Jesu – Geschichte so zutrifft wie aufgezeichnet wäre dann nachweislich in Zweifel zu ziehen aber immer noch nicht völlig ausgeschlossen.
Und Pkt. 5 darüber zu debattieren ist nun wirklich lächerlich. Das würde ja beweisen das Gott einen Gencode hat also selbst abhängig ist von bestimmten Gegebenheiten des irdischen Lebens. Was ihn allenfalls zu einem höher entwickelten Menschen macht nicht aber zu einem Gott. Im besten Falle wäre es dann der Generalcode des Lebens überhaupt. Nun solcherlei Betrachtung überlasse ich dann doch den Esoterikern das ist mir dann doch zu "abgespacet" wie es heute Neu – deutsch heißt.


Man kann, nein, der Mensch wird niemals in der Lage sein die Existenz welchen Gottes auch immer anhand wissenschaftlicher Daten zu beweisen oder zu widerlegen. Allenfalls bestimmte menschliche Vorstellungen wie denn die Götter zu sein haben, die mag man ab und an widerlegen können. Und so ganz nebenbei bemerkt. Ein weiser Mann sagte mal


Wer seinen Glauben beweisen will oder meint beweisen zu müssen. Dessen Glaube ist schwächer als ein in der Wüstensonne durch und durch ausgetrocknetes Stück Pergament. Die leiseste Berührung lässt es zerbröseln!

Freitag, 5. Januar 2007

Die Selbstverständlichkeit des Glaubens

Glauben, der Glauben ist jedem anders zu eigen, einen Glauben zu haben bedeutet nicht automatisch dasselbe Glaubensverständnis zu haben wie Angehörige anderer Glauben.

Ich verstehe meinen Glauben nicht als Abstrakt dem ich mein Leben anpasse. Ich glaube nicht daran das ich mein Leben wider meines Wesens einem Glauben anpassen muss. Gebote befolgen oder eine bestimmte Anzahl an Gebeten verrichten muss, das alles ist mir fremd. Ich glaube nicht das der Mensch von den Göttern getrennt lebt in seinem Wesen sondern nur räumlich. Nicht gute Taten sondern allein Aufrichtigkeit dem Selbst und den Seinen gegenüber bringen auch in der zukünftigen Welt die Verdienste die man sich erhoffen mag.

Mir ist mein Glaube eine Selbstverständlichkeit des Lebens. Ich sehe keinerlei Möglichkeit meinen Glauben mit dem eines Christen eines Moslem oder gar Hindi zu vergleichen auch die Philosophie des Buddhismus bleibt mir vom Glaubensverständnis doch im entscheidenden verschlossen. Immer unabhängig von zufälligen Ähnlichkeiten und tatsächlichen Gemeinsamkeiten.

Ich frage nicht an welchen Gott glaubst du... ich frage eher, welchen Göttern opferst du? Das beinhaltet die Selbstverständlichkeit der göttlichen Existenz und des Glaubens an sich. In diesem Sinne ist mein Glauben nicht der Gefahr des Glaubensverlust ausgesetzt das wäre ja ein Verlust der Überzeugung des Existenziellen. Die Aufgabe aller Werte aller Erkenntnis ja die Aufgabe des Lebens an sich.

Insgesamt haben sich alle meine Fragen, meine Glaubensfragen auch beantworten können und der Blog findet hier wohl im Grundsätzlichen sein Ende. Was aber nicht bedeutet das nicht gelegentlich mal was dazu kommt. Erlebnisberichte von Ereignissen oder ähnliches. Aber das Grundsätzliche ist abgehandelt.

Ich habe meine Gedanken niedergelegt und auch seine Schlüsse die ich daraus für mich zog. Anfangs dachte ich noch in den Bahnen den Glauben an sich begreifen zu müssen um ihn zu leben. Aber heute weis ich. Das der Glaube die Selbstverständlichkeit der Existenz der meinen wie die der Götter in Selbstverständlicher Harmonie, im Einklang bringt.

Wer immer diese Artikel studiert dem mögen die Götter den Weg weisen sich selbst und seinen Glauben zu finden.

Donnerstag, 4. Januar 2007

Rituale

Unser Leben wird bestimmt von Ritualen. Von persönlichen, erdachten und sich ergebenen. Von spirituellen und religiösen. Aber auch von uns aufgezwungenen. Manche üben wir ganz bewusst aus andere völlig unbewußt. Einige sind nützlich und zweckbestimmt uns das Leben zu erleichtern. Andere gesellschaftsrelevant wieder andere mögen einen Selbstzweck haben der dann wieder einen Zweck hat ... sonst irgend einen Sinn erfüllt. Nicht immer ist jedes Ritual ersichtlich und logisch insbesondere für den Außenstehenden.

Beschränken will ich mich hier nicht auf die Rituale des Alltags, ob ich die Zähne, sofern vorhanden, vor dem Morgenkaffee putze oder danach. Sondern auf die Rituale des Glaubensleben.

Brauchen wir im Glaubensleben überhaupt Rituale? Welchen Zweck erfüllen diese eigentlich? Und engen Rituale den Glauben nicht ein?

Die wohl meisten Rituale hat wohl die katholische Kirche in ihrer fast 1700jährigen Geschichte entwickelt. Vom Abendmahl bis zum Zölibat ihrer Priester. Aber auch die verschiedenen andren christlichen Varianten haben ihre Rituale. Ebenso die Islamischen oder Jüdischen Religionen verfügen über ein Vielzahl von Ritualen. Auch die Unzähligen heidnischen Religionen haben ihre Rituale. Es scheint also das Rituale in allen Religionen gegeben sind.

Was bezwecken diese Rituale? In erster Linie sind sie wohl Wege des Ausdruckes, des Glaubens, Möglichkeiten dessen was man glaubt, dessen was man lebt was das Leben erfüllt zu bezeugen und zu intensivieren in seiner Anwendung. Das ist ein Ritual lebendig gestalten. Viele dieser Rituale laufen aber Gefahr sich zu verselbständigen. Wenn das Ritual sich über Generationen nicht verändert und der Ablauf selbst zur unumstößlichen Gesetzmäßigkeit wird. Dann ist es nicht mehr Zeugnis oder Glaubenszweck sondern Selbstszweck. Bei den Landeskirchen die Kindstaufe sehe ich als ein solches Ritual.

Ich selbst halte es für mich so daß, wenn ich ein Blot (eine Opfer) für die Götter halte denen ich Ehre gebe das ich dies mittels sich jedesmal ändernden Wortlaut (Reime) tue. In der Heiligung, Reinigung, in der Anrufung, im Abschluss.

Rituale sollen mir Mittel sein meinen Glauben zu leben. Nicht aber bestimmen die Rituale den Glauben und engt ihn damit ein.

Montag, 1. Januar 2007

Gedankenspreu

Wenn unterschiedliches Rechtsempfinden in Gut oder Schlecht. In Richtig oder Falsch unterteilt werden kann, und dieses Rechtsbewußtsein religiöse Grundlagen hat. Dann unterscheidet man Religionen auch in Gut und Böse.

Wenn die Schöpfung oder die Evolution beweisbar wären, wäre damit die Existenz des Göttlichen bewiesen respektive widerlegt? Oder würde sich nur die Sichtweise auf das Göttliche ändern?

Wie definiert man Gott, Götter, das Göttliche?

Die Religion braucht Regeln, der Glaube auch?

Sind Reliquien heilig oder nur "Erinnerungsstücke"?

Es ist ein Unterschied zwischen dem Weltbild eines Glaubens und dem Absolutheitsanspruch einer Religion?

Ist ein Erlebnis, das als Wunder definiert wird, immer auch solches?

Sind Moralwerte und Glaubenswerte identisch?

Sind Rituale Selbstzweck oder Sinn bezogen?