Freitag, 27. April 2007

Die ethischen Werte unserer Gesellschaft und ihr Ursprung

Vorab: Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf akribisch wissenschaftliche Forschung. Alle Inhalte sind die Wiedergabe einer Annahme, die beruht auf persönliche und somit rein subjektive Erfahrungswerte. Dennoch nehme ich eine weitreichende Richtigkeit der Behauptungen an.

Gesellschaftliche Werte, wie immer diese auch gestaltet sind. Persönliche Werte, wie immer diese auch gestaltet sind. Werte die unser Leben im Allgemeinen wie im Besonderen gestalten haben immer ein Entwicklungsgeschichte. Werte entstehen nicht über Nacht. Auch ändern sie sich nicht von einem Tag zum Anderen.

Thema sind nicht Urinstinkte die uns bestimmte Werte vermitteln sondern schon differenzierte Wertvorstellungen.

Diese Wertvorstellungen sind in Jahrhunderten gewachsen und beruhen auf den dominanten Einflüssen die eben über lange Zeiten vorherrschten.

Aus der Geschichte wissen wir das die Kirche, insbesondere die katholische Kirche sehr dominant die Geschicke der Menschen beeinflußte. Von der Geburt über die Ehe bis zur Bahre. Arbeit, Freizeit, Gesundheit, Bildung alles bestimmte die Kirche und natürlich besonders streng die Glaubensinhalte und den Ablauf religiöser Aktivitäten.

Die Kirche kontrollierte nahezu alle Bereiche des Lebens und stand Jahrhundertelang außerhalb jeder ernst zunehmenden Kritik. Alles was nicht ins Weltbild paßte wurden verbrannt, geschunden, geschliffen, zerstört, eingesperrt, getötet eben zum Schweigen gebracht. Über duzende von Genrationen hinaus.

Die Folge daraus waren so gut wie keine Vergleichsmöglichkeiten. Die alten Werte aus früheren Zeiten, bevor die Kirche diese Macht ausübte, waren in der Bevölkerung weitgehend vergessen. Die Monoistische Gottessicht. Das Selbstverständnis der Religion lies auch nichts anderes zu.
Diese Umstände schufen den Boden einer Wertvorstellung die über Generationen beibehalten und verfestigt wurde.

Der Humanismus ist wenn auch nicht offensichtlich eine direkte Folge daraus. Auch wenn man meint das der Humanismus nichts mit Gott zu tun hat.

Wie alle Geschichte irgendwann eine Änderung erfährt im Laufe der Zeit so auch die der kirchlichen Geschichte.

Erst kam Luther der entscheidende Veränderungen herbeiführte. Wohlgemerkt nicht an Glaubensinhalten sondern nur am "Verwaltungs- und Ablaufsystem". Aber es ebnete den Weg zur Kritik und auch das es möglich wurde vergleiche an zu stellen. Gepflogenheiten zu hinterfragen.

Dadurch das eben über mehr als 10 Jahrhunderten allein die Kirche bestimmte was Gut und Böse, Recht und Unrecht, Anstand und Perversion ist hat sich in den Menschen, in der menschlichen Gesellschaft, im sozialen Miteinander ein Wertesystem festgelegt das auf den Grundlagen kirchlich – christlicher Ethik beruht.

Auch heute noch sind viele Werte immer noch Grundlage dieser Ethik unabhängig davon ob ich an den Gott der Bibel glaube, ob ich Atheist oder Buddhist oder sonst eines Glaubens bin. Vielfach werden diese Werte auch in den jeweils "neuen" den "anderen" Glauben eingebracht.
Selbst die Satanisten haben in nicht unerheblicher Stärke christliche Werte. Wobei ich Satanisten in ihrer Logik eh nicht ganz folgen kann.

Aber auch in anderen Glaubens und philosophischen Weltsichten haben die christlichen Werte einen hohen Stellenwert. Weil eben diese Werte weit mehr uns in Fleisch und Blut übergegangen sind als wir uns bewusst zu machen vermögen.

Daraus ergibt sich nun die Frage: Ja können wir überhaupt eine Wertüberprüfung bei uns selbst durchführen und gegebenenfalls auch verändern?

Ja, das ist möglich. Und da kommen auch wieder Urinstinkte ins Spiel. Inwieweit und in welcher Form welche Instinkte mit welchen Wertvorstellungen, Alte und neue Ideale miteinander interagieren vermag ich nicht mal ansatzweise zu erläutern. Aber ich bin felsenfest der Überzeugung.

Wenn wir wissen welche Grundlagen unsere Werte haben können wir diese Grundlagen bei bedarf auch ändern und damit unsere Werte. Wir vermögen unsere Werte aber nicht wirklich zu ändern wenn wir ihre Grundlage beibehalten. Sondern allenfalls etwas liberalisieren und das nennt sich dann im besten Falle Humanismus und im schlimmsten Falle, nach meiner Ansicht, Esoterik.

Wenn ich mir also bewusst mache welche Grundlage meine bisherigen Werte haben, dann vermag ich sie zu überprüfen und andere Grundlagen ab zu klopfen ob diese andere Werte ermöglichen, vermitteln. Und ob diese dann mir Wert sind oder eben nicht.

Beispiel: In einem Internetforum machte jemand die Aussage das in der Vergangenheit er die Ansicht vertrat das Spiritualität und Sexualität nicht miteinander vereinbar seien.

Sinngemäß, wie ich es verstanden hatte, enthielt sich diese Person jeder Sexualität um spirituell zu wachsen.

Wie kommt man nun zu solch einer Erkenntnis? Ich glaube aufgrund eingerosteter Wertvorstellungen.

Spiritualität = Reinheit = suche nach dem Göttlichen in welcher Form auch immer.
Sexualität = Unreinheit = suche nach Erfüllung niederer Instinkte
Ergebnis = Sexualität = Sünde = Teil kirchlich – christlicher Werte.

Die betreffende Person änderte später diese Einstellung. Ich glaube weil ihr bewusst oder unbewußt klar war das sie christliche Wertsysteme anlegte die aber im Gegensatz zum "Mutter Erde Glauben" stand. Für den diese Person wohl steht.

In welchem Zusammenhang christliche Werte im eigenen Wertmaß eine Rolle spielen, und ich meine ausdrücklich nicht bewusst entschlossenes Annehmen dieser Werte, sondern anerzogene, angelernte, aufgeschnappte Werte, eine Rolle spielen muss ein jeder für sich, also individuell entscheiden, ebenso ob er das überhaupt berücksichtigen will.

Doch in einem bin ich felsenfest überzeugt und es ist meines Erachtens ein Faktum das die Grundlage unseres Wertesystems in Europa die kirchlich – christlichen Vorgaben als Ursprung haben. Und wenn ich das erkannt habe, erst dann bin ich fähig mich selbst zu überprüfen und habe eine Tür geöffnet auf dem weg zu meiner pers. Spiritualität.

Mittwoch, 18. April 2007

Segenswünsche

Was genau sind Segnungen?

Sind das eigene Willensbekundungen? Oder die Herbeirufung und Weihung eines höheren Wesens über eine bestimmte Sache, Person oder Ereignisses? Ist das Gegenteil einer Segnung das Verfluchen? Oder ist das nur eine Phrase?

Ein Segen ist zuerst einmal eine Reinigung. Wenn man einen Segenswunsch äußert meint man...

Im christlichen das einen Gott von üblem reinige.
Im Islam wird’s dasselbe sein.
Im heidnischen ist das meiner Ansicht anders geartet. Hier ist auch die Wortwahl eine andere: "Mögen die Götter dich schützen".

Wenn ich also im christlichen sage: "Gott segne dich" dann meine ich im besten Falle: "Gott halte dich rein von jeder Sünde" im schlechtesten Falle: "Gott reinige dich von all deinen Sünden" warum im schlechtesten Falle? Nun ja wenn ich das als Verabschiedungformel gebrauche, oder sollte ich sagen missbrauche? Dann gehe ich ja immer davon aus das derjenige sündigt das es raucht *schmunzel*

Ich bevorzuge doch da das heidnische "Mögen die Götter dich schützen" wenn überhaupt. Denn tatsächlich finde ich es nicht berauschend einen Segen zu einer Grußformel zu degradieren. Ich, für meinen Teil empfinde einen Segensspruch sollte immer Ursachen bezogen sein. Wenn ich jemanden das Wohlwollen der Götter wünsche. Dann ist das ein Herzenswunsch, ein Bedürfnis ihn gutes zukommen zu lassen. Benutze ich es aber als Grußformel, negiere ich den Segen zur Alltäglichkeit. Ich habe neulich einen Segensspruch formuliert (Grundsätzlich formuliere ich einen persönlichen Segensspruch jedesmal neu und individuell) zur Geburt eines Kindes weil ich deren Großmutter sehr zu schätzen weiss. Und die Hoffnung hege das sie dem jungen Leben im Laufe der Jahre vieles nahe bringt was auch ich Wert schätze. Halten kann es natürlich jeder wie er will. Ich tue es ja auch wie ich will.

Freitag, 13. April 2007

(Der 50. Artikel) Deine Wahrheit meine Wahrheit

Manchmal nimmt es mich Wunder wie mit sogenannten Toleranzen oder "Achtung neue Wortschöpfung" Toleranzweisheiten umgegangen wird.

"Jeder hat seine Wahrheiten" Das ist so ein Spruch, Was soll der aussagen? Wenn ich diese Aussage so treffe, dann würde das beinhalten das jedes "Ding" von dem ich überzeugt bin es ist Wahrheit, auch Wahrheit sein. Das aber beinhaltet das ich mich niemals irre. Denn was Wahr ist kann ja nicht plötzlich Lüge sein, ich hab mich also geirrt das , was ich als wahr erkannte wahr ein Irrtum, war eben nicht wahr.

Nein ich glaube viel eher das es in dieser unserer Realität nur eine Wahrheit gibt. Aber das wir Menschen, je nach Herkunft, sozialem Umfeld, Charakter, Bildung, und anderer Komponenten haben unsere eigene Sicht unsere eigene WAHRNEHMUNG der Wahrheit aber eben nicht verschiedene Wahrheiten.

Es stellt sich also die Frage was ist Wahrheit? Und warum haben Menschen nur eine beschränkte und individuelle Sicht auf die Wahrheit?

Es gibt einige einfache grundlegende Wahrheiten das sind unter anderem die Naturgesetze. Das Gesetz der Schwerkraft besagt, vereinfacht.. wenn ich etwas fallen lasse fällt es nach unten solange ich mich im Schwerkraftfeld der Erde befinde. Diese Wahrheit ist immer und für alle die gleiche. Ich kann diese Wahrheit überbrücken. Kann sie durch bestimmte Einflußnahme an ihrem natürlichen Ablauf hindern. Beispielsweise durch einen entsprechenden Luftsog oder Gegenmagnetismus am fallen hindern oder sogar zum aufsteigen veranlassen. Aber ich kann sie nicht verändern oder an sich aufheben.

In einer anderen Existenzebene mag dieses Gesetz vielleicht nicht gelten aber das zu erfahren ist uns, in unserer Realität nicht wirklich möglich.

Die Seele ist die Verbindung zur eigenen Göttlichkeit. Was für ein Spruch. Ausser Acht lassend jedweder Toleranz auf eine eigene Meinung nenne ich solche "Sprüche" Die Produktion verträumter Trottel die sich irgendwo ein Pseudo. –intellektuelles und –spirituelles Wissen angelesen haben.

Aber es wird ja heute fast alles "spiritualisiert" was irgend möglich ist. Hierzu ein Tip einer Page die das Thema sehr nett auf den Arm nimmt (http://freenet-homepage.de/hexe-tee-ei/) angefangen von Wellnessurlaub bis hin zum einfachen Wassertrinken nur das Kacken, das wurde noch nicht entdeckt als "biosprituelle" Reinigung.

Aber sich echauffieren über Menschen die einfach einen Glauben haben. Menschen die in sich gefestigt ihren Göttern opfern und die Werte ihres Glaubens leben ohne anderen diesen als einzig erkannte Wahrheit zu propagieren.

Ich kenne eine Christin die einen für sich einfachen und ihr selbstverständlichen Glauben lebt, in ihrer Gemeinde wie auch außerhalb. Sie versteht sich weder als vollkommen noch perfekt noch wahre Wissende. Nein sie ist einfach nur was sie ist. Mensch Ehefrau Gemeindemitglied die auf Ansprache jederzeit ihren Glauben bekennt und such ein Zeugnis zu sein ihres Glaubens nicht andern unbedingt zeigen müssend wie unrecht sie doch haben und sie die Inhaberin der einzig geltenden Wahren Gläubigkeit ist.

Sie ist diesbezüglich mir, einem zutiefst Gläubigen Heiden sehr ähnlich. Denn ich sehe das in der Glaubens-Lebens-Führung nicht anders.

Ein weiser Mann sagte mal: "Spiritualität ist wohl in allem und jedem aber es ist nicht alles spirituell!"

Was bedeutet das? Ganz einfach Existenzebenen Wahrheiten Welten was auch immer alles berührt einander und hat fließende Grenzen. Wäre dem nicht so gäbe es keine Spiritualität. Auch wenn die Natur insgesamt viele Verbindungen haben mag zu anderen Existenzebenen. Bleibt ein Kieselstein doch nur ein Kieselstein und ein mystisch wirkender Sonnenuntergang mit einen unbeschreiblichen Lichtspiel fast immer nichts weiter als ein wundervolles optisches Erlebnis das Emotionen auslöst.

Ich kann für mich und an die Adresse jedes anderen nur sagen. Seid vorsichtig mit dem was ihr von euch gebt... Vermutungen sind keine Wahrheiten und Wahrheit erhebt nicht immer, aber fast immer einen Ausschliesslichkeitsanspruch. Es gibt nicht deine Wahrheit und meine Wahrheit. Es gibt auch nicht meine Realität und deine Realität. Wir leben alle in derselben Realität. Wir haben nur verschiedene Wahrnehmungen derselben Realität und eben eine stückhafte Sicht auf die Wahrheit. Diese Wahrnehmung bestimmt was wir glauben. Woran wir glauben. Wie wir diesen Glauben leben das aber liegt in unserem Umfeld in unserem Charakter und anderen Komponenten.

Mittwoch, 4. April 2007

Wenn der Glaube den Charakter formt - oder - wenn die Religion den Charakter nachhaltig beeinflusst

Wenn der Glaube den Charakter formt oder wenn die Religion den Charakter nachhaltig beeinflusst.
Zwei Formulierungen die unterschiedliche Betrachtungsweisen derselben Sache darstellen. Ist das wirklich so? Oder liegen hier zwei Grundverschiedene Aussagen vor zu zwei unterschiedlichen Dingen? Wie so oft, ist beides richtig und in einander fließend.

Erstmal sind beide Aussagen, insbesondere gemeinsam getroffen sehr suggestiv, soll heißen... sie wurden von einem bestimmten Standpunkt aus getroffen. Und sie sind auch so gemeint.

Einen Glauben zu haben ist ja grundsätzlich nicht schlecht sondern gut, weil dem Menschen hilfreich die Welt zu verstehen. Es ist seine persönliche Beziehung zu dem was er göttlich nennt. Wenn sich aus diesem Glauben auch charakterliche Stärke, was unter anderem bedeutet.. Kontinuität im Leben, entwickelt so ist das m. E. etwas erstrebenswertes. Gläubige Menschen sind nicht selten bescheiden in ihrem Wesen, versuchen nicht viel zu gelten vor den Massen. Gehen mit ihrem Glauben nicht hausieren und bieten ihn feil wie Marktschreier.

Der Glaube allein schafft keinen Charakter. Das halte ich für ausgeschlossen. Doch er kann die Charaktereigenschaften potenzieren oder ausgraben. Er kann die negativen helfen zu kontrollieren und zu kanalisieren.

Bei der Religion ist das anders gelagert. Glaube ist ja, wie ich schon verschiedentlich festgehalten habein anderen Artikeln dieses Blogs, die persönliche Bindung zu dem was man göttlich nennt. Während Religion in gemeinschaftliche Zwänge geführter Glaube ist.

Charakter der aus der Religion geformt ist will eben diese Religion propagieren, vorantreiben einsetzen inthronisieren oder was auch immer. Er dient allein ihren Zielen. Schafft also eine Art Sklavencharakter. Aber auch gleichzeitig erhebt er sich selbst dabei zur eigenen Göttlichkeit.

Dieses Phänomen ist in allen Religionen an zu treffen. Von den Buddhisten bis zu den Zeugen, ob Buddhisten, Christen, Heiden, Hindus, Juden oder Moslems.

Wobei ich allerdings sagen muss das bei den Heiden ich das nur von wenigen und nur vom Hörensagen kenne.

Bei den Buddhisten und Hindus ist es eine reine Vermutung meinerseits, bin mir aber sicher daß es das auch unter denen geben mag. Bei den Anhängern des Islam ist es anhand bestimmter Verhaltensweisen einiger Mullahs die sich besonders gerne hervortun aber auch einiger einfacher Anhänger einfach offensichtlich.

Real erlebt habe ich es nur bei Christen oder solchen die sich als Christen benannten. Das nun zu werten ist meine Sache nicht. Aber, Ich habe eben einige unter einigen Christen erlebt die in einer Charakterform sich präsentierten die verachtender nicht sein kann.

Ursache ist ein Denkfehler der mir in einem Zeitraum von mehr als 25 Jahren immer wieder begegnete.

Jene die ich meine gehen davon aus das der Gott der Bibel der einzige Gott ist, bis hierhin o.K., auch wenn ich was anderes glaube. Wenn sie sich zu ihrem Gott bekennen, ihn als ihren Herrn annehmen werden sie vor ihm gerecht, gerechtfertigt, Vergebung ihrer Schuld usw.. für mich seltsam, aber o.K., auch das ist eine Sache was man unter Glauben zuordnen kann. Aber, und hier kommt m.E. ein massiver Denkfehler.. Wenn ich nun gerecht bin vor Gott, dann müssen ja alle die nicht dasselbe glauben wie ich, vor Gott nicht gerecht sein... und, wenn ich das weiter denke .. nicht Kinder Gottes nicht reinen Herzens ...immer noch in Sünde lebend.. verloren des Satans Beute *Schmunzel* aber so denken die tatsächlich. Und wenn man dann das mit bestimmten Bibelsprüchen identifiziert wie zum Beispiel.. "Laßt die Toten ihre Toten begraben" wer aber die Liebe (die liebe Gottes ist hier gemeint) nicht hat der ist wie ein tönendes Gefäß....." Dann wird nachvollziehbar das diese sich als Auserwählte und allen anderen Überlegen ansehen. Denn keiner vermag die Bibel zu verstehen als die, die im Geiste leben. Diese billige Ausrede wird dann gern hin zu gezogen wenn du ihnen anhand der Bibel persönliche Fehler nachweisen kannst. Und ich meine nachweisen, nicht nur eine Meinung äußern.

Dieses Prinzip ist aber nicht allein bestimmten Religionen vorbehalten bei weitem nicht. Es ist eine rein menschliche Erscheinung der eigenen Selbstüberschätzung.

Es gibt das bei allen radikalen seien sie religiös oder auch politisch oder philosophisch orientiert.
Das alles findet sich wunderbar wider in einem Schulbuch der 10. Klasse der ehemaligen Ostzone.

Dort fand ich den Spruch: "Der Sozialismus ist vollkommen weil er Wahr ist " oder man kann auch sagen ich kenne Gottes Willen weil ich ja ihm gehorsam bin, oder ich kann auch sagen ich bin ein Gott weil ich das glaube. *Schmunzel* Wunschdenken, Realität, und die Möglichkeiten Realitäten zu schaffen sind drei verschiedene Dinge aber das ist ein anderes Thema.

Jedenfalls auf Grund dieses Denkfehlers legen diese Leute eine Menschenverachtende Arroganz an den Tag die narzisstischer nicht sein könnte.

Ein weiser Mann umschrieb das mal wie folgt.

Die Religion sollte niemals den Charakter formen, sie sollte bestenfalls die Bedingungen schaffen das der Glaube den Charakter zu stärken vermag.

Montag, 2. April 2007

Konkurrenzkampf der Religionen oder Odin statt Jesus

Die Landeskirchen verlieren Mitglieder. Werbung tut not. Die radikalen Christen, Moslems, gewinnen an Zulauf, Aufklärung tut not.

Die Buddhisten verbreiten sich seit Jahren über Europa. Sogar die Heiden gewinnen an Einfluss. Ein Konkurrenzkampf um die Seelen der Menschen ist ausgebrochen. Ist dem wirklich so? Kämpfen die Religionen um die Seelen der Menschen oder um Mitglieder? Diesen Kampf um die Seelen kämpfen jedoch nur zwei die Christen und die Moslems.

Gibt es diesen Konkurrenzkampf der Religionen überhaupt? Der Auffassung der "Seelenjäger" nach sieht es danach aus. Ich für meinen Teil finde das allenfalls amüsant. Es hat schon etwas tragische Komik wenn "Hölle und Schwefelprediger" oder "wahre Glückseeligkeitsversprecher" auftreten und die wildesten Szenerien kreieren um die Leute auf ihren "einzig wahren Weg" zu ziehen.

Ein moslemischer Missionar ist mir zwar nie begegnet, aber die christlichen unterschiedlicher Ausrichtung dafür Zuhauf.

Diesen angeblichen Konkurrenzkampf der Religionen ist allein ein Kampf der real konkurrierenden Buchreligionen der Christen und Moslems. Die anderen Religionen haben damit nichts zu schaffen und wollen dies auch nicht.

Wer sich dem Asatru zurechnet der sieht im christlichen Glauben nicht mal den Ansatz einer Konkurrenz. Warum auch. Die Ansätze, die Inhalte, die Ziele sind völlig anders. Auch wenn von der Schöpfung bis zum Ende der Welt etliche vergleichbare Ereignisse existent sind. So ist doch die Gewichtung, die Wertung eine völlig andere.

Odin statt Jesus wie ich diesen Spruch hasse!

Diesen Spruch findet man gelegentlich auf T-Shirts, Aufnähern, in Spruch- und Bildform (Adler schlägt Fisch)

Vorzugsweise aus der politisch rechten Szene wird dies propagiert. Aber leider auch Heiden tragen dergleichen gelegentlich zur Schau. Doch warum ist das nun verwerflich?

Zum ersten ist das eine ganz billige Provokation der Christen die in Ihrer Wirkung allenfalls belächelt wird.

Zum zweiten ist es ein Gleichstellen Odins mit Jesus. Ist Jesus, aus heidnischer Sicht, ein Mensch, von einer Frau geborener Mann mit dem Walvater in Vergleich zu stellen? Nur weil er als der Sohn Gottes von seinen Anhängern benannt wird? Wenn dann wäre er aus heidnischer Sicht man gerade ein Halbgott vergleichbar dem Herkules. Und den Spruch Herkules statt Jesus hab ich noch nie gesehen. Warum nicht? Weil so ein Vergleich albern ist, weil es keinerlei Bezug hat zueinander. Der Spruch Odin statt Jesus der beleidigt mich als Heide aber keinen Christen.

Zum dritten stehen die Glauben in keiner Konkurrenz. Denn der christliche Glaube ist aus heidnischer Sicht voller Zwänge, Gesetze, Reglements. Ge- und Verbote. Aus christlicher Sicht beten die Heiden tote Götzen an die die Menschen nicht erretten können.

Es existiert, zumindest aus heidnischer / asatruer Sicht keinerlei Ansatz eines Konkurrenzkampfes der Religionen. Ein T-Shirt also mit einem solch dummen Spruch ist allenfalls ein Eigentor.

Die Wertigkeiten des heidnischen, des Asatru Glaubens, die darin enthaltenen Verhältnismässigkeiten zwischen Göttern und Menschen sind in keinerlei Vergleich zu bringen zu den Christlichen Werten.

Ob die Christen ihren Jesus nun als das Nonplusultra ansehen oder nicht sollte doch dem Asatru völlig Banane sein.

Also kein Shirt mit ... Odin satt Jesus ... sondern wenn dann ... Asatru der Glaube zur Freiheit und Natürlichkeit.