Samstag, 30. April 2011

Glaubenssache - Gartenarbeit

Asatru – Traum und Wirklichkeit


Oder, Ein Asatru ist auch nur ein Mensch

Oder, Auch ein Asatru muss selber arbeiten, lernen, erfahren.

Sehr häufig kommt es vor das Menschen die in einen *neuen*, in einen anderen Glauben konvertieren denken, von nun an geht alles von alleine. Man wird gesund, ist automatsch klüger, weiß alles besser. Ein Christ sündigt nicht mehr, ein Moslem findet nur noch Frauen schön die weit möglichst verschleiert sind. Ein Buddhist schlägt nicht mehr nach einer Mücke die ihn ärgert. Und ein Asatru weiß augenblicklich alles über die Natur und die Magie.


Tja – das gibt ein böses Erwachen


Wenn ich konvertiere, einen anderen Glauben annehme dann drückt das aus, das ich meine Überzeugungen berichtige, einige auswechsle aber sicher bedeutet es nicht das ich klüger, besser, weiser, sauberer, heiliger, natürlicher, oder sonst irgendwas bin. Nein, es bedeutet das ich meinem Leben neue Werte hinzufüge alte behalte oder entsprechend anpasse, und einige entferne. Es bedeutet ich will an mir arbeiten. Und das bedeutet eben Arbeit. Ich muss die Dinge inhaltlich lernen die mir Wert und Wichtig geworden sind.


Auch ein Christ kann eine gesunde Einstellung zur Natur haben und eine Tulpe in der Wüste zum blühen zu bringen. Auch wenn die Bibel lehrt die Natur sei dem Menschen untertan, was dem Asatru als Blödsinn erscheint und doch ist es möglich das dieser eine Rose nicht von einem Gänseblümchen zu unterscheiden vermag.


Ich wuchs in Berlin auf meine Kontakte zur Natur bestanden im Fussball spielen auf dem Rasen, Baden am Wannsee und Ein Platz für Tiere, einer TV – Natur Dokumentation mit Prof. Dr. Grimzschek . Achja und mit 8 Jahren ein Urlaub auf dem Bauernhof.


Als ich mit etwa 40 Jahren bewusst war, ich bin Anhänger der alten Sitte wusste ich nichts von Natur Pflanzen, Ernten, Sähen, von saurer Erde, Mutterboden usw.

Als ich mir Ende April 2009 einen Garten zulegte war das immer noch dasselbe Wissen. Zwar hatte ich schon mal ein Amulett geweiht, zwar hatte ich schon lange Wege zu Fuß und mit dem Rad hinter mir durch Wald und Wiesen geführte Straßen. Zwar hatte ich einiges über die germanischen Ahnen gelesen und viele Dinge gelernt die für so manchen Asatru Bedeutung haben. Doc h von Flora und Fauna, auch in unseren Landen wusste ich immer noch wenig. Weder wusste ich Was, Wann, Wo, Wie zu pflanzen zu pflegen zu ernten ist. Noch hatte ich eine Ahnung wie schwer die dazugehörigen Arbeiten sind. Nicht mal einen Hauch von Ahnung hatte ich.

Ich bin jetzt im dritten Jahr meines Gartens. Ich weiß immer noch sehr, sehr wenig. Ich lerne immer noch täglich dazu. Ich musste etliche Ideen verschieben oder verwerfen weil sie einfach so nicht funktionieren wie ich mir das dachte. Und was die körperliche Arbeit betrifft kann diese die ganz schön beanspruchen wenn du bereits über 50 bist und eben die Zipperlein durch frühere berufliche Tätigkeiten eben keine Zipperlein mehr sind. Dennoch die Freude etwas wachsen zu sehen, etwas zu hegen, zu pflegen und zu ernten was man selbst zur Aussaat brachte oder pflanzte. Diese Freude ist durch nichts zu ersetzen. Sie hebt die Anstrengung nicht auf. Sie macht sie uch nicht weniger aber sie gibt eben der Anstrengung weit mehr als nur einen Sinn.


Das geschieht nicht weil man Asatru ist. Nein das geschieht auch wenn du Christ, Moslem, Buddhist bist. Als Asatru siehst du das nur verstärkter in der Sinnigkeit ein Teil dessen zu sein was du tust. Und die Verbindung zu den Göttern wird dir vielleicht auch über diesen Weg bewusst.

Wenn ich im Garten umgrabe, verfluche ich meinen geschändeten Rücken, ärgere mich über Blasen an den Händen, seufze wenn ich mich verletze, schimpfe wenn mich Insekten beißen oder stechen, wenn Werkzeuge brechen. Ich genieße es wenn ich auf der Gartenterrasse sitze ein Rataskör vom Baum durch den Garten flitzt auf dem Weg zum baum des Nachbargartens oder Schmetterlinge auf meinen Blumen landen oder wie dieses Jahr erstmals ein Entenpaar auf meinem Gartenteich landen indem auch Frösche ihren Nachwuchs zeugen. Dann, genau dann spüre ich eins zu sein mit der Natur auch wenn ich dabei auf der Terrasse sitze meinen Kaffee schlürfe und zum Wasserlassen ein WC benutze.

Ein Asatru sein macht dich weder zu einem besseren Menschen, noch befähigt es dich Magie an zu wenden (ein Umstand den Esoteriker gerne verbreiten wenn man nur an die Esoterik glaubt) und ebenso macht es dich nicht zum Fachmann für Natur oder gar altes Wissen über Pflanzen aller Art. Deine Einstellungen werden dadurch unterstützt der Wille sich darauf zu konzentrieren das mag alles sein. Jedenfalls war das ein Verstärker, ein Motivator für mich. Doch lernen musste und muss ich immer noch durch lesen ausprobieren erfahren. Und während ich hier sitze und schreibe entspannt sich mein Rücken und der Schmerz verschwindet und ich werde gleich wieder mich dem umgraben widmen immer in dem Bewusstsein das Leben das mich durchfließt auch in dem Boden ist den ich bearbeite. Und das wir beide Teile der Schöpfung sind die durch die Götter in welcher Form auch immer Frucht zu tragen in der Lage ist.

Fragen, Auffälligkeiten, Missverständnisse, Ungereimtheiten – im zum über den Quran.

1. 2.Die Kuh (Al-Baqarah).


2) Dies ist (ganz gewiß) das Buch (Allahs), das keinen Anlaß zum Zweifel gibt, (es ist) eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen.


Dies ist eine gewichtige These. Denn warum sollte ich oder ein anderer glauben das dies ganz gewiss und ohne Zweifel das Buch Allahs ist? Wenn dem so ist, warum glauben es dann nicht alle Menschen die vorurteilsfrei Gott suchen? Oder die bis dato einen anderen Glauben anhangen und das auch nach dem Lesen des Koran weiter tun?


6.Wahrlich, denen, die ungläubig sind, ist es gleich, ob du sie warnst oder nicht warnst: sie glauben nicht. 7.Versiegelt hat Allah ihre Herzen und ihr Gehör; und über ihren Augen liegt ein Schleier; ihnen wird eine gewaltige Strafe zuteil sein.


Also, Allah verschließt einigen oder auch vielen das Herz, verschleiert ihren Blick… dann wenn ihre Zeit gekommen werden sie hart bestraft? Dann ist dieser Gott ein ungerechter Gott? Und das hat nichts mit mangelndem Verstehen göttlicher Weisheit zu tun. Wenn ich einem Kinde die Nahrung verweigere derer es bedarf und es dann schlage weil es nicht isst, dann ist das zutiefst böse und niederträchtig. Wie kann ich einen Gott, allmächtig oder barmherzig und vergebend heissen wenn er die einen glauben lässt und belohnt und die anderen den glauben verwehrt und dafür noch bestraft. Gerecht wäre es wenn die bestraft werden die den Gott erkennen der sich ihnen offenbart und dennoch nicht glauben. Ist Allah also ungerecht?


23.Und wenn ihr im Zweifel seid über das, was Wir auf Unseren Diener herabgesandt haben, so bringt doch eine Sura gleicher Art herbei und beruft euch auf eure Zeugen außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid.


Hier ist das Missverständnis noch größer. Wenn ich Zweifel hege an einem Teil des Quran oder sogar an der Richtigkeit des Ganzen, wie kann ich dann eine Sure gleicher Art zum Beweis bringen? Eine Sure gleicher Art bestätigt doch dann allenfalls die Richtigkeit der Bezweifelten ich müsste also eine völlig andere Sure bringen. Desweiteren kann ich auch Zweifel haben ohne das ich deswegen auch gleich was Gegenteiliges behaupten kann. Ich kann doch auch die Schuld einen Angeklagten bezweifeln ohne einen anderen Verdächtigen nachweisen zu können.

137.wenn sie so glauben, wie ihr glaubt, dann werden sie rechtgeleitet sein; wenn sie sich aber abwenden, so sind sie nur in Abspaltung geraten. Doch Allah wird dir wider sie genügen, und Er ist der Allhörende, der Allwissende.
138.Dies ist die Weisung Allahs, und wer hat eine schönere Weisung als Allah! Und Ihm dienen wir.


139.Sprich: "Wollt ihr etwa mit uns über Allah streiten, wo Er unser Herr und euer Herr ist? Doch wir haben unsere Taten und ihr habt eure Taten, und Ihm sind wir aufrichtig zugetan.


Hier wird unterschwellig ausgesagt das vorangegangen nur wahrhaft glauben wenn sie so glauben wie Mohammed es lehrt. Somit erhebt Mohammed sich über alle seine Vorgänger er der des Lesens nicht kundig war und sich darauf verlassen musste was andere ihm vorlasen.


Und streiten nicht auch die Muslime über die Worte Mohammeds? Wie viel mehr also streiten Christen mit Muslime und Muslime mit Juden und Juden mit Christen.


158.Wahrlich, As Safa und Al-Marwa gehören zu den Kultstätten Allahs; und wer zu dem Hause pilgert oder die `Umra vollzieht, für den ist es kein Vergehen, wenn er zwischen beiden hin- und herschreitet. Und wenn einer freiwillig Gutes tut, so ist Allah Erkenntlich, Allwissend.


Braucht ein allmächtiger allwissender Gott der mit seiner Schöpfung nicht gemein ist der angeblich ohne Ort ist und ohne Zeit brauch der feste Kultstätten? Das mutet etwas seltsam an. Wird denn das Gebet nur gehört wenn sich der betende gen Osten neigt?


Wie die Bibel erhebt auch der Koran den Anspruch das ultimative Wort Gottes zu sein. Mit dem Unterschied das die Christliche Bibel keine Zweifel an den Texten der Thora hegt sondern sich bewusst auf diese beruft. Der Quran verwirft die Mehrheit der Textlichen Überlieferungen aus Bibel und Thora und beruft sich auf diese nur tendenziell nicht aber auf das Wort an sich.

Dieser Anspruch leitet sich vor allem aus dem absolutistischen Anspruch ab die wahre Religion des alleinigen Gottes zu sein.

Für mich ist es nicht nachvollziehbar an jenen Allah an jenen absoluten einzigen Gott zu glauben der ohne Ort und ohne Zeit existiert und unvergleichbar ist.

Die Anderen

In unserer Zeit der Verfügbarkeit von Informationen unabhängig von Zeit und Ort und wenn man sowieso Interesse hat sich mit dem Anderen auseinander zu setzen und das dann auch tut, bildet sich natürlich auch eine Meinung, ein Urteil, eine Bewertung. Ich interessiere mich für die Anderen, für Christen, für Muslime, für Buddhisten, Hindi und andere Glauben. Nicht weil ich an dem meinen Glauben zweifle, oder ich damit nicht zufrieden wäre, oder sonst irgendwie meine das mich zu verändern suche. Nein, ich interessiere mich für den Glauben Anderer um zu sehen welche Gründe sie haben, was ihnen ihr Glaube bedeutet. Warum sie glauben was sie glauben. Auch was die Inhalte dieses Glaubens sind. Warum? Weil durch die Sichtweisen Anderer sich die eignen Sichtweisen erweitern können. Oder, simpel ausgedrückt – über den eignen Tellerrand schauen -


Die Anderen – Das Christentum
Das Christentum ist ja nicht nur der christliche Glaube des Einzelnen, sondern auch eine Religion. Und eine Religion hat natürlich auch eine Religionsgeschichte die wiederum nicht immer Identisch sein muss mit den Anforderungen und Inhalten des Glaubens.


Die christliche Religionsgeschichte ist, wie bekannt eine Geschichte von Gewalt, Sex, Folter und anderen exzessiven Machtdemonstrationen. Angefangen von der Missionierung durch das Schwert und die Kreuzzüge, über die Zeit der Hexenverbrennung und dem sogenannten 30- jährigen Krieg.

Ignoranz, Missbrauch, Unterdrückung sind feste Bestandteile dieser Religionsgeschichte. Insgesamt ist die christliche Religionsgeschichte bis in die Zeit der Aufklärung, mit wenigen Ausnahmen aus heutiger Erkenntnis durchweg negativer Art.

Aber ist die Religionsgeschichte einer Religion gleichbedeutend mit den Inhalten des Glaubens? Pauschal, sicher nicht. Geschichte wird von Menschen gemacht, Menschen die innerhalb einer bestimmten Organisation arbeiten und die Ziele dieser Organisation vertreten. Menschen aber sind Irrungen unterworfen, aber auch Emotionen und ihren eignen Vorstellungen von Gut und Böse von Richtig und Falsch.


Inhalte eines Glaubens aber werden von ihren Gründern, sofern vorhanden, weitgehend festgelegt. Das Heidentum hat im Allgemeinen keinen zeitlich begrenzten Gründer sondern seine Komplexität entstand aus den Erfahrungen einzelner Gläubiger über Jahrtausende.


Anders das Christentum. Hier gibt es eine direkte Bezugsperson Jesus, in vorderster Front dazu seine Apostel die Gefährten des Jesus von Nazareth. Sie sind die Begründer der Inhalte des Christentums. Ob diese Inhalte heute noch so wider gegeben sind wie sie ursprünglich waren steht nach dem Stand heutiger Forschungen und archäologischen Funden zumindest in Zweifel. Aber an irgendwas muss man sich ja halten um sich eine Meinung zu bilden. Und so halte ich mich an die Inhalte wie sie auf dem Konzil von Nicäa fest gelegt wurden. Denn diese galten als Grundlage der Inhalte mit welchen die Missionare ihren Weg gingen.

Als biblische Quelle nutze ich verschiedene Bibelübersetzungen Elberfelder, Luther, Menge, Schlachter so wie sie um 1980 allgemein üblich waren. Sonstige Quellen werde ich bei Bedarf benennen.


Der christliche Glaube stellt bestimmte Absolute Thesen/Bedingungen auf die ich mal mehr, mal weniger nach vollziehen kann. Etwas nach zu vollziehen bedeutet aber nicht diese Bedingung oder Sichtweise auch zu teilen. Es sind etliche Punkte in der christlichen Religion und im christlichen Glauben die heute einander widersprechen ausser das sie auch noch mit Wissenschaft und Forschung im direkten Konflikt stehen. Die Abweichung und Umdeutung einer absoluten These löst aber das Problem nicht sondern verdrängt oder verwässert es allenfalls ein wenig.

Absolute Thesen des Christentums –


Alle Menschen leben von Geburt an in der Sünde

Vergebung ist nur möglich durch Jesus Christus

Alle Sünden werden vergeben, außer die welche wider den heiligen Geist sind

Es ist im Prinzip egal welcher christlichen Gemeinschaft man angehört, solange eben die Absoluten Thesen des Christentums nicht gebeugt oder ignoriert werden.


Vorbehalte untereinander sind immer von den Menschen geschaffen und betreffen meist weniger entscheidende Punkte von Ablauffolgen Umsetzungen liturgischer Handhabungen. Obwohl die Betroffenen das meist wesentlich gravierender Ansehen. Nicht umsonst gab es soviele gewalttätige Auseinandersetzungen, Aggressionen und massive Gewalt auch unter den christlichen G0emeinschaften im Äußeren aber auch im Inneren. Siehe die Vielzahl christlicher Gemeinschaften die sich einander ihre Zurechnung leugnen. Obwohl nicht selten die Unterschiede nur Kleinigkeiten ausmachen.

Zwar gibt es auch welche die sich durch klare Aspekte des Glaubens unterscheiden, doch bei fast Eintausend verschiedenen christlichen Gemeinschaften allein in Deutschland sind die Unterscheidungen oft nur minimal. Vielleicht liegt es auch an der absolutistischen Glaubenshaltung das anders gestrickte Gemeinschaften schlicht und einfach verteufelt werden.


Das allein kann einen Menschen schon abstoßen, aber das ist m. E. nicht die Hauptsache warum Menschen dem Christentum den Rücken kehren. Vielmehr ist es ein wachsendes Zweifeln an der Einzigartigkeit des Christentums, an den Anspruch der Bibel als DAS WORT GOTTES.


Durch die Kenntnisse neu gefundener Evangelien, aber auch Erzählungen bisher nicht so sehr erforschter Völker und eben nicht röm. kath. Schriften hat sich das Bild von Jesus und seiner Bedeutung doch verändert. Aber eben auch die Wertigkeit der sog. Heiligen Schrift, die bis vor wenigen Jahrzehnten noch als das unfehlbare Wort Gottes galt. Inzwischen weiss man das Noah seine Sintflut vom Gilgamesch - Epos abgekupfert hat. Man weiss das eben etliches im Widerspruch zur realen Ereignissen steht. Und das selbst Daten ganz einfach zeitlich oder inhaltlich falsch wider gegeben wurden. Was eben bei einem Absoluten Wort Gottes prakt. Auszuschließen wäre.


Etliche Christen gehen trotz oder sogar trotzig weiter davon aus, dass die Bücher der sog. Heiligen Schrift das unverfälschte Wort Gottes ist was auch wortwörtlich so zu nehmen ist, es sei denn es ist darauf hingewiesen das es sich um ein Gleichnis oder ähnliches Metapher handelt. In dem Falle lassen auch diese einen gewissen aber immer noch recht engen Interpretationsspielraum zu. Mit solchen ist auch nicht wirklich ein Austausch möglich weil einfach die Sicht der Grundlagen zu verschieden ist.


Wird die Bibel als grundlegender Leitfaden gesehen in den der eigene Glaube integrierbar ist, dann lässt dies auch Irrtümer zu und was wichtiger ist, es sind Korrekturen möglich, denn kein Mensch ist ja, wirklich vollkommen. Steht übrigens auch in der Bibel.


Eine Beurteilung (Dies kann immer nur eine für sich selbst getroffene Beurteilung, Meinung, These, was auch immer, sein. Sie ist niemals für andere, selbst für ähnlich denkende übertragbar.) Eine solche Beurteilung habe ich vor vielen Jahren getroffen, die ich auch gelegentlich überprüfe, auch hier nur für mich. Diese Beurteilung setzt sich zusammen


Aus den Inhalten wie sie die Bibel verkündet


Die Selbstdarstellung christlicher Menschen


Die Selbstdarstellung unterschiedlicher christlicher Vereinigungen

Die Geschichte, die christlich geprägte Religionsgeschichte in der Weltgeschichte.

Die Inhalte sind in der Hauptsache die oben genannten Thesen die unterstützt aus verschiedenen Textstellen wenig Raum zur Interpretation lassen.


Alle Menschen sind Sünder – 1. Mose 3. 1 – 19 / Psalm 14. 1 – 3 / Römer 3. 9 – 20


Wenn man sich nun diesem Wortwörtlich anschließt, die Auslegung des Paulus also als Wort Gottes nimmt Dann sind alle Menschen vor Gott Sünder. Eine Interpretation die anders lautet wäre ja nicht zulässig. Wäre sie zulässig – aber dazu später mehr

Die zweite These lautet

Vergebung ist nur möglich durch Jesus Christus – Johannes 14. 6


Diese Bibelstelle lässt wirklich absolut keinen Spielraum für irgendeine Interpretation auch und im Besonderen, zum Bezug zur voran gegangenen These. Selbst bei der liberalmöglichsten Bemühung bleibt diese Textstelle allein für sich der ultimative Kasus Knacktus christlicher Fundamente. Und dies im Zusammenhang insbesondere mit Paulus wüsten Ansprüchen nicht mehr zu negieren.


Nehme ich allerdings die Bibeltexte nicht mehr als das ultimative Wort Gottes, sondern allenfalls als eine Inspiration einer Glaubensvorstellung und gestehe zu das dort auch sicher Fehler nieder gelegt sind. Dann verliert die These das nur Jesus der Weg zu dem einzig wahren Gott ist an Richtigkeit und Sinn. Denn dann gibt es viele Wege zu vielen Göttern oder keinen Weg zu garkeinem Gott. Letzteres wäre der Glaube der Atheisten. Das vorherige stellt jede Religion jeden Glauben auf eine Stufe, auf Augenhöhe zu jedem anderen Glauben. Dann wäre auch der missionsauftrag lediglich eine Nebensache deren Umsetzung wie sie aber geschehen ist eine Sünde wider allem Anderen für was der christliche Glaube zu stehen behauptet.


Weitere Stellen der Bibel respektive des NT


Matth. 10. 34 – 39


Ist es den nicht hat ein Zeichen von niederem Beweggrund wenn ein Lehrer, Prophet der sich der Retter vor der Sünde heißt sich selbst vor Vater und Mutter vor die Kinder setzt und den verdammt der seine Kinder mehr liebt als den Retter? Wo kann Rettung vor Sünde sein wenn ich den Retter mehr lieben soll als die meinen? Mit welchem Recht beansprucht Jesus die Vorwegnahme seiner Person vor den Meinen (Vater, Mutter, Kinder, Ehepartner?) Er der im selben Abschnitt sagt. Ich bin nicht gekommen Frieden zu bringen sondern das Schwert? Nun wer das Schwert bringt der fällt durch das Schwert.


Matth. 10. 5 – 15 und speziell 5+6

Die 12 Apostel hatten also eindeutige Anweisungen NICHT zu den Heiden zu gehen allein in den Städten Israels sollten sie ihr Werk verrichten.


Ja es wird sogar gesagt sie werden nicht fertig werden in Israel bis Jesus wieder käme. Wie verträgt sich das dann eigentlich mit…

Matth. 28. 16 – 20


Hier ändert sich der Missionsbefehl wieder und wird erweitert auf alle Völker. Widerruft also Jesus seine eignen Befehle? Denn zuvor sagte er ja das sie, die Jünger, ausschließlich zu den Städten Israels gehen sollen und keinesfalls zu den der Heiden.


Zusammenfassung
Nehme ich also den Jesus den die Bibel seit nahezu 2000 Jahren beschreibt und dessen von ihm beschriebenen Wesen und Selbstverständnis dann sage ich NEIN, nein danke denn meines Erachtens ist dieser beschriebene Jesus ein engstirniger egozentrischer sich selbst Verherrlichender Mensch mit niederen Beweggründen. Da ich aber glaube das dieser Jesus ein anderer war als das Bild das die Bibel wiedergibt halte ich Jesus für einen Rufer in der Wüste oder einen Juden der in Anbetracht römischer Herrschaft einen Ausweg suchte ohne militärischen Einsatz sein Volk zu befreien von römischer Knechtschaft und es zurück zu führen zu einem dem Volke Israels eignen Gottesverständnis mit möglicherweise neuen Herangehensweisen.


Alles andere Sohn Gottes, Retter von der Erbsünde einziger Weg für alle Menschen, das halte ich für Dichtung und Erfindung. Ebenso wie die Bibel nicht das Wort des einzigen Gottes ist sondern allenfalls inspirierter Leitfaden.
Doch wie erwähnt sind die obigen Erkenntnisse nur für mich geltend, man mag sie teilen oder nicht. Ich glaube mich in der Richtigkeit meiner Schlussfolgerungen.

Der Islam


Der Islam ist etwa 400 Jahre jünger als das Christentum und doch ist seine Entstehung im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Christentum zu sehen. Sein Begründer Mohammed wuchs auf in einem Umfeld vieler verschiedener heidnischer Religionen und Götter aber auch im Umfeld des jüdischen sowie auch des christlichen Glaubens mit all ihren Queroleinen gegen- und untereinander

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Ebenso wie ich die Bibel (AT und NT) als allenfalls inspirierter Leitfaden sehe, so sehe ich auch den Quran das Wort Gottes der Muslime als Menschenwerk an, mit dem Unterschied das die wesentlichen Inhalte von nur einem einzigen Mann, eben Mohammed festgelegt und da er des Schreibens nicht kundig seinen Gefährten verfasst wurden.

Auch hier findet sich der absolutistische Anspruch des alleinigen Besitzes der Wahrheit des Wortes Gottes respektive Allahs und Mohammed als letzter und abschließender Prophet.

Grundsätzlich greift hier für mich dieselbe Schlussfolgerung wie beim Christentum die auch mit einem Satz zusammenfassbar ist. –

Wer von sich behauptet im Besitz der einzig gültigen Wahrheit zu sein die für alle Menschen zu gelten habe. Wer das von sich behauptet ist des Zuhörens nicht Wert.

Denn keinem Menschen ist gegeben was selbst Götter nicht wissen. Alle Dinge Wahrheit von Anbeginn bis zum Ende allen Seins.

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