Samstag, 5. Januar 2008

Der germanische Götterglaube überholtes Relikt vergangener Zeiten?


Der germanische Götterglaube .....


..... langst überholt von der Realität?
..... überarbeitet auf esoterischem Level?
..... überarbeitet und durch christliche und buddhistische Variablen
naher an der Realitat?


Viele Bücher der letzten 20 Jahre die sich mit dem germanischen Götterglauben auseinandersetzen gehen von einer der genannten oder ahnlichen Theorien aus wenn sie vom Neuheidentum oder vom Neopaganismus sprechen.


Und es ist auch oft so, daß sehr viele dieser Neuheiden tatsächlich das eine oder andere involviert haben. Es würde ja zu blöde aussehen glaubte man wirklich an die personifizierten Götter wie sie in der Edda und anderen Mythen, Legenden, Erzählungen, Fabeln und Märchen auftauchen. Oder nicht?


Ist das so?


Nein, ist es nicht! Es gibt sie tatsächlich diese skurrilen Typen, die wirkliche, an real existierende Götter glauben, die tatsachlich glauben das Tyr, Thor, Wotan, Freyr, Freya, Frigg, Sif, Iduna, einzelne existierende Personen, Götter sind. Das eben nicht die vielen Gotter alles nur Aspekte eines Urgottes oder gar einer göttlichen Energie sind.


Ich selbst bin einer dieser Menschen die an die Existenz dieser Götter glauben. Sicher gibt es auch Namen und Charaktere die dem gleichen Gott zu zuordnen sind wie bei Wotan der in vielen Formen erscheint als Grimnir, Oski, und viele mehr. Ich weis auch nicht ob manche der Götter die zu den Asen oder Vanen gerechnet werden. Nicht Aspekte eines bestimmten Gottes sind. Grundsätzlich glaube ich aber, wie einst die Menschen vor uber 1200 Jahren im Norddt. Raum an die gleichen Götter als tatsachlich existierend.


Naturlich treibt das viele Christen auf die Palme, gibt es doch nur einen existierenden "wahren" Gott und alle anderen sind Dämonen und Satans Diener. Ebenso die Esoteriker aller Couleur ob sie nun an freifliegende göttliche Energie oder an eine einzige existierende Urgottheit glauben die sich in allen Gottformen ( von Aton bis Seth, von Allah bis Zebaoth, von Odin bis Zeus, von Krishna bis was weis ich) niederschlagen.


Der wirkliche Glaube an eine Vielzahl von Göttern wird selbst von Neuheiden oft als suspekt betrachtet. Bei einigen mag es so sein das sie einfach Angst haben unglaubwurdig zu erscheinen. Bei anderen ist das christliche "Ein Gott denken" zu tief verankert so das sie es sich nicht vor stellen konnen das die alten Götter existieren. Aber denen sei gesagt das selbst in der Bibel die Rede ist von anderen Göttern. Nicht Dämonen, gefallene Engel, sondern von anderen Göttern ist.


Nur ist es eben das christliche Gottesbild das meint das ein Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit existiert, daß ein Gott durch nichts getötet werden kann das er absolut alles weis was war, was ist, was sein wird, dieser Gott wusste bereits Millionen Jahre bevor er die Erde ersachaffen haben soll das "dat Schantall - Schackeline Kaselowski aus Berlin - Hohenschönhausen auf einer Weg zu ihrem Freund Kawien Schastin in Berlin Mahzan sich das Bein bricht, auf einer Bananenschale ausrutschend, sich den Kopp am Bordstein anditscht und eine Vision hat die sie zu einem Auftritt bei der Bohlenshow DSDS bringt in der sie dann gnadenlos runter geputzt wird." Alleine dies anzunehmen ist schon eine Lästerung des Begriffes Gott in meinen Augen.


Und solche Leute wollen mir dann erzählen meine Götter sind Märchen und Phantasiegeschichten archaischer, barbarischer und primitiver Ureinwohner in Germanischen Gefilden? Oder mir erzählen wollen das göttliche ist das Selbst des Seins in mir und der kosmische Orgasmus blablabla. Diese Liste leerer intellektuell zusammen geschraubter Worthülsen aus den religiosen und philosophischen Erkenntnissen von Yogis, Schamanen, Priestern, Gurus, Predigern und was weis ich noch alles, deren tatsachlichen, sicherlich auch in sich stimmigen Aussagen, aber eben zusammengewürfelt sinnlos werdend nur noch toll klingend aber leere Sprüche sind können mir nichts erzahlen, denn ich bin ihnen in der Komplexitat meines Pantheons weit, weit überlegen.


Das ist durchaus keine Selbstüberschatzung sondern Ergebnis einer simplen Überlegung die so einfach ist das Fehler darin selbst fur den dümmsten Menschen sofort erkennbar wären.


Wenn ein komplexer Glaube (Schöpfung bis Untergang) dummes archaisches und primitives Zeug ist. Was ist dann wohl die Zusammenlegung verschiedener Thesen aus völlig autarken und verschiedenen Glaubenswelten zu einer neuen Glaubenswelt die sich allein in einer angenehmen positiv erscheinenden, aber vollig abstrakten Gutmensch Philosophie positioniert? Die Antwort darauf ist ja wohl fur jedermann offensichtlich.


Auch wenn es selbst unter Neuheiden oft skeptisch betrachtet wird das jemand tatsachlich heute noch an die alten Götter glaubt. Das er diese Gotter als reale sich selbst bewußte individuelle Lebewesen sieht und auch so wahr nimmt. Es gibt sie dennoch.


Mein Glaube ist kein Ersatz fur Enttäuschungen aus einem christlichen Gottesbild. Es ist ein klomplexer und in sich geschlossener Glaube mit einem sich daraus rekrutierendem Weltbild und eben solchen Auffassungen von Recht und Unrecht von Gut und Böse, gelegt eben auf diesem Glaubensfundament



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Dies war vorerst der letzte Artikel zum Thema Glauben und wird auch wie die anderen 79 Artikel dieses Blogs Eingang in das Buch finden das ich zur Zeit erarbeite.