Donnerstag, 22. Februar 2007

Die Sinnlosigkeit es Glaubens

Immer wieder mal kommt man mit Atheisten ins Gespräch. Ich meine jetzt nicht jene die mal eben den "üblichen" Bibelgott ablehnen weil der Glaube den "sexuelle Ausschweifungen", " den "täglichen kleinen Lügen und Selbstlügen", den "Bequemlichkeiten des Lebens" widerspricht, sondern jenen die eben an einen, aus ihrer Sicht begründeten Atheismus "glauben".

Immer, wenn ich diese Aussage vernehme: "Ich bin Atheist" meist wird sie mit demselben Stolz skandiert wie: "Ich bin Christ", "Ich bin Heide", "Ich bin Buddhist", "Ich bin" ... was auch immer. Immer dann ist mein erster Gedanke: Oh, das tut mir leid! Nicht, weil ich einen Atheisten für krank halte, oder für dumm oder sonstwie benachteiligt im Bezug auf körperliche oder intellektuelle Fähigkeiten. Nein, sondern dieser Gedanke des Mitleids ergibt sich aus einem anderen Gedanken. Ein Mensch ohne Glauben ß Glauben im spirituellen/religiösen Sinne muss ein sehr armer Mensch sein ohne Grundlage für irgendwelche Werte. Das ist natürlich Humbug. Aber doch baut sich dieser Gedanke jedesmal auf.

Der (aktiv)Gläubige Mensch baut seine Werte Ideale Ziele auf der Grundlage seines Glaubens. Der (passiv)Gläubige, ß Menschen die in einem Glauben erzogen wurden ihn aktiv aber nicht ausüben, baut diese ebenso auf einer Glaubensgrundlage auf. Die, die ihm anerzogen wurde.

Was macht nun der Atheist? Ist er ohne jede Moral? Ohne jedes Wertesystem? Ist denn, wenn es keine Götter gibt alles nur Gelaber? Moral Ethik Sitte Anstand ja selbst Gerechtigkeit, ist Ordnung und Gesetz alles für die Katz? Wenn dem so wäre, dann müssten alle Atheisten ja selbstgerechte gewissenlose Menschen sein bar jeder Grenze der oben genannten Werte. Tatsache jedoch ist das es mehr böse und ruchlose Taten gab im Namen diverser Glauben und Götter

Als von bekennenden Atheisten. Wer also die Existenz, das Vorhandensein aller Gottesformen ablehnt ist nicht automatisch unmoralisch gewissenlos und was weis ich noch.

Nur warum ist das nicht so? Wenn ich doch glauben ich werde geboren und nach etwa 75 Jahren sterbe ich. Davor war nichts Danach wird nichts sein. Warum versuche ich dann nicht mit allen Mitteln zulässigen und unzulässigen das bestmöglichste Ergebnis für mich rauszuholen? Wenn es kein Danach gibt dann gibt es auch keine Belohnung oder Strafe keine Rechtfertigung in welcher Form auch immer. Und müssten, wenn es ans Sterben geht nicht alle Atheisten schreien und wehklagen? Denn für sie ist ja nach ihrwer Überzeugung Schluss, Aus, Vorbei.

In Ausnahmefällen mag es sich so tatsächlich zutragen. Aber es ist bei weitem nicht die Regel. Man könnte nun meinen. Sie, die Atheisten, haben sich mit dieser Konsequenz abgefunden, kapituliert. Aber nein. Beinahe alle Atheisten haben feste moralische Werte, Gewissensentscheidungen, ein ausgeprägtes Rechtsbewusstsein. Ja es gibt sogar fanatische Kämpfer und Streiter für den Atheismus wider jedweden Glaubens.

Einige der Religionen haben ihre Zielsetzung allein im "Überirdischen" das hat der Atheist nun sicher nicht. Und doch zeigt er Wertschätzungen für Dinge die vor seiner Geburt lagen und auch nach seinem Ableben weiter vorhanden sein werden.

In meinem Glauben gibt es auch ein Danach aber auch ein Hier und jetzt und ein Davor. Und ich weis mich auch mite einigen Atheisten gemein in der Fragestellung...

Nicht was nehme ich mit aus diesem Leben. Sondern was lasse ich hier in diesem Leben?

Selig ist, der sich erwirbt
Lob und guten Leumund.
Unser Eigentum ist doch ungewiss
In des andern Brust.
Havamal 8

Das Vieh stirbt, die Freunde sterben,
Endlich stirbt man selbst;
Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
Welcher sich guten gewann.
Havamal 75

Die Vorstellung, die Überlegung, war mein Leben Gott gefällig? Die ficht mich nicht an. Jedoch hab ich nach bestem Wissen und Gewissen gelebt? Mein Leben nicht weggeworfen? Was bleibt? Das ist die Frage die mich weit, weit mehr bewegt.

Und genau das, ist es auch was so den einen oder anderen Atheisten bewegt seine Moral, seine Werte zu leben... Sein Erbe, seine Spuren zu hinterlassen. Das mag sicher nicht für alle gelten aber doch für einige unter den Atheisten.

Woher nimmt der Atheist nun diese Werte?

Naja, etwas übertrieben könnte man sagen da wird der Atheist zum Glaubensschmarotzer ß Scherz. Er bildet seine Werte nach den Gesellschaftlich gewachsenen Werten seiner Umwelt und... seinem Glauben an die Nicht-Existenz des Göttlichen. Denn auch der Atheismus ist ja ein Glaube denn zwar sind die Götter nicht beweisbar aber eben auch nicht das Gegenteil.

Warum also denke ich jedesmal, wenn mir einer versichert er sei Atheist: "Oh, das tut mir Leid!"? Einzig und Allein weil der Atheist gezwungen ist wenn er auf eine Zukunft hofft, nicht für sich, sondern für die Menschheit und deren fortbestehen, er einzig und allein auf sein Vertrauen in die Menschheit angewiesen ist. Ich hingegen habe noch Hoffnung auf ein Danach Einen Glauben der mir mehr gibt als "nur" die Gemeinschaft der Menschen, der mir Gemeinschaft gibt mit den Göttern. Der Glaube ist also alles andere als sinnlos. Wo er mir doch soviel mehr gibt was dem Atheisten nicht gegeben ist. Und da soll er mir nicht Leid tun?

Es wird einem Gläubigen, einem (aktiv)Gläubigen Menschen, wohl ewig verschlossen bleiben wie ein Atheist das alles empfindet. Ebenso wird wohl ein Atheist nicht wirklich nachvollziehen können was es bedeutet einen Glauben zu haben.

In meiner Vorstellung werde ich wohl Atheismus immer als große Einsamkeit sehen.

Dienstag, 20. Februar 2007

Ökumene zwischen den Religionen

Ist das überhaupt eine mögliche Option? Kann es die sog. große Ökumene überhaupt geben? Wäre eine solche überhaupt wünschenswert? Was bringt eine Ökumene zwischen den Religionen?

Ökumene ist in erster Linie eine Wortbeschreibung innerchristlicher Aktivitäten unterschiedlicher christlicher Glaubensgemeinschaften die ein Stück weit, einen gemeinsamen Weg beschreiten, aus der Not, aus Mitgliederschwund, aus betriebswirtschaftlichen Gründen, zu Verbreitungszwecken, wozu auch immer. Das findet sich genauer in der Bezeichnung innere Ökumene.

Es gibt aber auch die seltenere äussere Ökumene. Diese bezeichnet wohl eher die Suche eines möglichen Konsens zwischen den Religionen. Diese Bestrebungen unter eben dem Begriff Ökumene gehen immer dann von den Vertretern der offiziellen Christlichen Kirche aus wenn diese Ihre Felle davon schwimmen sehen.

Der Absolutheitsanspruch der Buchreligionen, in West-, Süd-, und Nordeuropa vornehmlich der Christlichen Religion schliessen aber eine äussere Ökumene in der tatsächlichen Umsetzung aus. Wenn also die Vertreter jener Kirchen sich mit den Vertretern des Islam (einer ebenso absolutistischen Religion) unter dem Begriff Ökumenische Gespräche zusammensetzen. Dann ist das eine simple Augenwischerei. Denn hier wird nichts anderes versucht als die eigenen Pfründe zu sichern. Um es mal Sarkastisch aus zu drücken, "zwei Herdenführer markieren ihre Gebiete".

Unter Berücksichtigung des Hintergrundes der Ökonomie, nämlich der Weltmissionskonferenz in Edinburgh 1910, sowie dem Absolutheitsanspruch der christlichen Lehre, und insbesondere der eingefahrenen Strukturen kirchlichen Machtstatus ist es ausgesprochen naiv anzunehmen die Kirche suche den Konsens Eine ökumenische Basis mit anderen Religionen, sei es nun mit dem Islam, dem Buddhismus oder gar den heidnischen Gruppierungen in Deutschland respektive Mitteleuropa wäre irgendwie im Interesse der Kirchen. Das ist es mit Sicherheit nicht.

Aber .....

Das ist kein Grund Christen auf der "untersten" auf der Ebene menschlicher Begegnungen des Alltags nun zu meiden, zu bekämpfen oder sich zu sonstigen "Märtyrischer Heldentaten" hinreissen zu lassen.

Denn das Christen Moslems Heiden Buddhisten tatsächlich miteinander auskommen können und im Alltag oft auch müssen. Das hat die Geschichte schon bewiesen. Leider immer nur solange bis sich ein "Führer" aus einer der Gemeinschaften herausbildete der meinte die seinen nun in Vormachtstellung bringen zu müssen.

Ich selbst bin oft in einem Internetchat in der sich allerlei "Glaubensvolk" rumtreibt vom Atheisten bis zum Zeugen.. gelegentlich knirscht es auch mal. Aber richtig heftig das passiert nur wenn sich ein "Berufener" aufschwingt seine allumfassenden Wahrheiten anderen als über allem anderen stehend unterbreiten zu müssen. Das geht hin bis zur Volksverhetzung und rassistischen Äusserungen. Diese Radikalen kommen aus allen Ecken. Darunter sind mal Atheisten, Neonazis, Klerikalfaschisten, sog. Talibanchristen, Eso-phantasten, Mode-heiden Eben alle möglichen und unmöglichen Subjekte mit seltsamen Missionsaufträgen.

Donnerstag, 15. Februar 2007

Glauben und Politik

Erstmal vorab: "ich bin der Ansicht das jeder Mensch unabhängig welchen Glaubens, sei er nun Atheist, Buddhist, Christ, Esoteriker, Heide, Hindu, Jude, Moslem, oder glaubt Gott sei ein Elefant, was auch immer, selbst die Verantwortung für sein politisches Handeln trägt.

Wenn er oder sie, dieses Handeln auf der Grundlage seines Glaubens stellt, ist trotzdem er selbst verantwortlich zu machen und nicht sein Gott. Denn es wird immer Leute des selben Glaubens geben die politisch völlig andere Sichtweisen vertreten, die sie auch auf die Grundlage ihres Glaubens zu stellen vermögen. Soviel vorweg!

In unserer Welt existieren etliche Varianten von eigentlich nur zwei Systemen
  1. pluralistischen Demokratie
  2. Totalitäre Hierarchien.

Die Grenzen sind dabei durchaus schwimmend.

Ob nun parlamentarische Demokratie, konstitutionelle Monarchien, Kommunistische Volksrepubliken, Faschistische oder Religiöse Gewaltherrscher. Im Prinzip läuft es immer auf diese zwei Systeme hinaus.


Der "Gottesstaat" als Ideal
Ein "Gottesstaat" ist im Prinzip ein Widerspruch in sich selbst. Sei er nun Islamisch, Christlich, Buddhistisch, Heidnisch, Hindu, oder was auch immer. Allerdings spricht man im allgemeinen nur von den Buchreligionen wenn man von sog. Gottesstaaten spricht. Was soll das eigentlich sein, so ein Gottesstaat?

Bei den meisten Menschen löst der begriff "Gottesstaat" eher ein Gefühl des Unbehagens, denn freudige Hoffnung aus. Vordergründig mag das an Menschen wie Ajatollah Khomeni liegen. Der einst aus der Monarchie Persien die Islamische Republik Iran machte, Ein Staat, der nach seinem Dafür halten und dem seiner Anhänger ein Staat auf den Grundlagen des Koran darstellte. Eben einen Gottesstaat.

Aus der Christlichen Ecke gibt es ähnliche Bestrebungen. Die Fundamentalistischen Christen, vorzugsweise aus den USA auch als Taliban-Christen oder Klerikalfaschisten bezeichnet streben vergleichbares an. So gibt es bereits Gemeinden und kleinere Städte im mittleren Westen der USA die regelrecht gezielte Diskriminierungen ja sogar vor Einschüchterungsversuchen bis hin zu seltenen aber vorgekommenen Gewaltanwendungen nicht zurück schrecken um Andersgläubige, oder eben Unangepasste entweder auf Linie zu bringen oder zu vertreiben. Solche Dinge legen die Vermutung nahe das eben ein Gottesstaat nicht gerade das Ideal ist menschlichen Zusammenlebens.

Ist die jeweilige Religion, und das sind nun mal die beiden größten Islam und Christentum in seiner Lehre absolut. (Er, Gott respektive Allah, ist der einzige Gott) dann duldet auch ein solcher Gottesstaat natürlich keine andere Form des Glaubens er wird also zu einem Absolutistischen Staat. Das liegt einfach in der Natur derer die einen solchen Staat propagieren.
Die freiheitliche Demokratie der Vielfalt als Staatsform von Nationalstaaten bis kontinentale Unionsstaaten durchaus auch auf den Glauben begründet.

Die pluralistischen, föderativen, Demokratien, die Staaten Europas, Nordamerikas, Teile Süd- und Mittelamerikas, Teile Afrikas und Asiens beruhen ebenso wie die Grundlagen der UNO auf allg. Werten der Völkergemeinschaft. Was bedeutet hier ist ein Arrangement verschiedener Ideale und Wertesysteme die auch, und sogar größtenteils auf Glaubenswerte beruht.

Der Grundgedanke der einst in der französischen Revolution Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Als Abkehr von der herrschenden totalitären Monarchie ist so eine Zusammenfassung die sich später, meist weniger und in späteren Jahrzehnten teilweise gar nicht mehr blutig. (Russische Revolution unter Gorbatschow) immer weiter verbreitete. Die eben heute seinen vorläufigen Gipfel in den interkontinentalen Organisationen sich wider spiegelt. Alle die propagierten und Inhaltlichen Werte, was nicht immer identisch sein mag, finden ihre Grundlage irgendwie immer in diesen drei Werten der französischen Revolution. Die damals aber auch nicht neu waren, sondern nur erstmalig wirklich erfolgreich.

Viele der Initiatoren solcher Wertbesinnungen, Werte - Raum – Schaffende, berufen sich auf ihren Glauben. Und das sind Menschen völlig unterschiedlichsten Glaubens. Von Atheisten über Katholiken über Shintoisten bis zu Zeugen Jehovas. Auch wenn sie die Werte unterschiedlich deuten benennen tun sie dieselben. Aber ebenso ihre radikalen Glaubensgenossen berufen sich auf eben ihren Glauben als Rechtfertigung von Überzeugungen und Taten die der "Normalbürger" nicht nach zu vollziehen vermag.

Ich kann natürlich daher gehen und behaupten, ich führe ein Gott gefälliges Leben, mein leben ist diesem oder jenem Gott geweiht, usw. usw. usw. Darum ist auch meine politische Ansicht Gott gefällig. Tja, da wären wir wieder beim Gottesstaat. Und bei aller Meinungsfreiheit, Toleranz, Fairness oder welcher begriff hier angebracht sein mag. Da gibt es keine Diskussion mehr. Da gibt es nur eines "Ordentlich wat uffe Schnüss" Aber das ist nur meine persönliche Meinung und keine Aufforderung. Denn mein Wertesystem lässt das durchaus zu.

Aber genug der Weltpolitik, Internationaler Organisationen und Zusammenhänge. "Bleibe im Lande und nähre dich redlich" Bleiben wir also im Lande und überdenken unseren Staat.

Glauben und Politik in unseren Gefilden. Das Grundgesetz findet seine Wurzeln wo? In der Bibel, respektive in der Auslegung der Bibel durch eben die Christliche Historie im Raum der heutigen BRD sowie mit Einfluss regionaler und überregionaler Ereignisse und Geschichte des Deutschen Reiches. Natürlich ist dies nur im Kontext sichtbar denn Deutschland ist ja kein Gottesstaat, aber es ist durchaus sichtbar. Allerdings eben in der Form wie die christlichen Grundlagen vor 50 Jahren gedeutet wurden. Und unter Einbeziehung möglichst vieler halbwegs kompatibler Varianten.

Doch bevor ich mich jetzt verrenne in die Feinheiten und Variablen von Bundepolitischen Prozessen und der inhaltlichen Entstehung des GG will ich zum Thema zurückkehren.

In einem sind Glauben und Politik eins, sie streben nach höherem besserem. Das aber ist nur der Idealfall und doch ist's auch im Negativen gleich. Viele bedienen sich des Glaubens und noch mehr der Politik einzig und allein ihr bestreben nach Macht zu befriedigen (sexuell, finanziell, Individuell). Aber auch das ist nicht Thema. Aber welche Motivationen treibt einen Menschen politisch etwas erreichen zu wollen? Sein "Ideal einer besseren Welt" Worauf begründet sich das? Weil er an die Möglichkeit einer besseren Welt glaubt. Sind nun alle Politiker, nein.. alle politisch tätigen Menschen Eigeninteressen-Vertreter oder idealisierte Weltverbesserer? Sicher nicht obwohl auch diese eben vorkommen ist es bei... so hoffe ich, aber bezweifle ich ... den meisten eine Kombination aus Eigeninteresse – Vorstellung eines Ideals – Der Wille aktiv etwas auf diesem Wege zu tun. Und was ist die Grundlage solcher Menschen? Natürlich das woran sie Glauben.... In allen Parteien gab es zu allen Zeiten diverse Anhänger unterschiedlichster Glaubensrichtungen.... bei den Nazis gab es Christen und Heiden, <- beides sehr minimal. Es gab Esoteriker, Atheisten und was weiß ich noch alles. Genau das gab es auch bei den Kommunisten. Sollte es bei den demokratischen Parteien anders sein?

Nein, sicher nicht. Es gibt Atheisten, Buddhisten, Christen, Heiden, Moslems bei der FDP,SPD,CDU den Grünen... gut.. bei den kleineren Parteien insbesondere Sparten-Parteien wird das anders aussehen. Den in der Partei Bibeltreuer Christen werden sich kaum Heiden oder Moslems oder Atheisten finden. und in der Dt. Sex Partei wohl keine Baptisten, ja ja unmöglich ist garnix.

Es ist also offensichtlich. Der Glaube bestimmt nicht die politische Richtung, Er bestimmt nicht die Parteizugehörigkeit. Er ist allenfalls ein Richtpfeiler meiner Art wie ich meine polit. Ziele zu verwirklichen suche. Eben die Grundlage meines Wertesystems. In einem früheren Artikel erwähnte ich mal sinngemäß. Der Glaube ist eine persönliche Sache zwischen mir und meinen Göttern, die Religion ist die Organisation des Glaubens in Gemeinschaftsrichtlinien. Hier sehe ich das ganz genau so. Der Glaube ist die Grundlage meines Wesens, die Politik die ich propagiere dient der möglichen Gesellschaftlichen Reglementierung. Sprüche wie Politik ist ein Hure usw. bedarf keiner weiteren Erwähnung da sie erstens jeder kennt und zweitens wie alle Metaphern hinkt auch diese

Übrigens ich selbst rechne mich den Asatru zu und bin als solcher heidnischen Glaubens. Politisch bin ich Anarchist. Nein kein Bombenleger nicht mal ein Sympathisant, Ich bin nur auf der Grundlage meines Glaubens gegen jede Form staatlicher Bevormundung. Und ich weiß mit Sicherheit das es Atheisten, Buddhisten und Christen gibt die das ebenso sehen.

Dienstag, 13. Februar 2007

Die Definition Gottes

Der Begriff!
1. Seinen Ursprung hat der Begriff Gott im indogermanischen Sprachschatz. Got / Guth / Gud = guda = Anrufung ursprünglich nicht mit der oder die sondern sachlichem Artikel versehen da es männl. Und weibl. Gottheiten umfaßt.

2. Im allgemeinen Sinne umschreibt dieser Begriff alles was die erfahrbare Welt übersteigt sprich nicht den Naturgesetzen unserer Existenz unterliegt.
3. Ist also individuell zuweisbar im Eigenverständnis des "Gottgläubigen" selbst. Wer, oder was Gott ist, ob ein einziger, ob mehrere, ob Er, Sie, Es, ob nicht personifizierte Energie, ist immer abhängig vom Glauben dessen der diesen Begriff benutzt.

Gott in Person
Überall auf dieser Welt, solange wir wissen gab es, und gibt es bist heute den Glauben und Religionen an einen oder mehrere personifizierte Götter. Manche männlich, manche weiblich, einige zwei – geschlechtlich, oder auch geschlechtslos.

Schenkt uns jemand also ein "Grüß Gott" ist es nicht unangebracht zu fragen, Ja gerne, welchen denn?.. Was natürlich aber ein Scherz ist da ja allgemein bekannt ist das dies ein typischer süddt./katholischer Gruß ist... so wie das norddt. MoinMoin, oder das Schweizer Pfürti.

Im Bezug auf personifizierte Gottheiten gibt es mehr Unterschiede als man zu meinen glaubt. In den Vordergrund drängt sich natürlich die Unterscheidungen in Monotheistischer und Polytheistischer Religion. Monotheistisch, dazu gehören vor allem die Buchreligionen Judentum, Christentum, Islam sowie Enchnaton. Auch einige wenige eher regional beschränkte Religionen habe nur einen Gott. Die meisten Religionen jedoch kennen viele Götter die nicht nur personifiziert sondern auch im Wesen teilweise differenziert sind. Die meisten Götter finden sich wohl im koreanischen Schamanismus wo die Unterscheidung zwischen Göttern und Geister teilweise sehr schwimmend ist. Man spricht dort von bis zu 10.000 Götter und Geister, so viele das niemand wirklich einen kompletten Überblick hat wieviel es genau sind. Auch weil es Verschmelzungen mit dem chinesischen Konfuziuismus, und dem Buddhismus gibt.

In den sog. Buch - Religionen zeichnet sich Gott als über allem stehendes absolutes Wesen aus. Unfehlbar, Allwissend, Allmächtig, Ewig, Unendlich, oder wie es die Bibel beschreibt.. von Ewigkeit zu Ewigkeit. ... wobei ich diese Formulierung lächerlich finde weil von einer Ewigkeit zu anderen impliziert ja die Begrenzungen von Ewigkeiten. Aber das soll hier nicht Thema sein. In diesen Religionen wird Gott als ein Wesen definiert das so hoch über allem steht daß, das Wesen Gottes nicht mehr wirklich definiert werden kann. Allenfalls spricht man dann von der absoluten Liebe als Definition, als Wesensart Gottes. Zu der ich auch eine andere Sichtweise haben, aber auch das spielt hier keine Rolle.

In diesem Sinne unterscheiden sich die drei Judentum, Christentum und Islam nicht. Alle drei sehen Gott als absolutes und einzigartiges Wesen an. Die Setzung des Artikels "Der Gott" und Vater also die Verleihung des männlichen Attributs ist bei einer solchen Gottesdarstellung des Absoluten eigentlich unsinnig, mag aber viele Ursachen im menschlichen Verständnis haben.

Die Polytheistischen Religionen haben meist Götter männliche oder weibliche oder beiderlei Attribute. In seltenen Fällen auch gar keine geschlechtsspezifischen. Der Glauben, die Religionen, des alten Pfades, ß Rückbesinnung auf das ursprüngliche, hat keine allgemein gültige Form männlicher oder weiblicher Gott – Wesens – Art. Nur in den Buchreligionen wird betont differenziert, in der Schöpfungslehre sowie in der Glaubenslehre der männliche und die weibliche Unterscheidung, wo meines Erachtens die Frau ziemlich schlecht wegkommt. Zwar gibt es in vielen Gesellschaften deren Religion keine der, aus dem mosaischen Glauben hervor gegangene ist, patriarchische Gesellschaftssysteme doch haben/hatten diese durchaus vorkommende weibl. Gottheiten als höchste Gottheit. Oder gar Geschlechtslose.

Es scheint also unsinnig darüber zu debattieren ob es nun Der Gott, Die Göttin, Das Gott heißt. Man sollte dies allenfalls als umgangsprachliches Hilfsattribut ansehen. Zumindest wenn man an einen absoluten Gott glaubt, unabhängig welchen Glaubens man sich zurechnet. Die Besonderheit im Umgang mit "meinen" Göttern und deren männlich respektive weibliche Attributs – Zuweisung liegt in der Sichtweise wie die Asatru ihre Götter sehen.

Die Götter der Asatru sind unterschiedlich in ihrer Macht und in ihrem Wirkungsbereich. Sie haben teilweise feste Zuordnungen in denen sie uneingeschränkt verantwortlich sind. Sie sind nicht alle allwissend, vollkommen, unendlich und sie sind auch nicht ewig, und doch nennen wir sie Götter denn sie sind aus dem Geschlecht er Götter. Jener Götter die das mächtige Asgard schufen. Also jene Welt die wir heute Erde nennen.

Die Macht, die Fähigkeiten, das Wesen der Götter ist in den Polytheisitschen Glaubenswelten ebenso unterschiedlich wie das der Menschen untereinander. Sie reichen in der Definition vom absoluten und allmächtigen und einzigartigem Wesen, mit allen menschlichen Verklärtheiten bis zur reinen Energieform das sich unter anderem in der Esoterik wider spiegelt.

Wie die Götter / Gott tatsächlich nun zu definieren ist? Das bleibt wohl den Göttern selbst ihre Sache. Wer jedoch sich hinstellt und meint zu sagen.. Gottes Wille ist dies, Gott erwartet jenes, Gott liebt dieses und er haßt solches. Der entmündigt seinen "eigenen" Gott und erhebt sich selbst zu seinesgleichen, zum Gott, oder aber revidiert diesen Gott auf den menschlichen Geist und seine beschränkten Möglichkeiten.

Ich glaube an meine Götter, denen ich opfere, und denen ich ihre Definition selbst überlasse, was ich mir vorstellen kann, was ich für wahrscheinlich halte wie die Götter für mich definiere, ist die definition meines Glaubens nicht die Definition der Götter.

Donnerstag, 8. Februar 2007

Gute und Böse Gläubige

Je nach dem welchen Glauben einer hat, und auch Glaubensübergreifend hat man schon mal gehört:

"das ist ein guter Christ!", "das ist eine gute Muslima!", "das ist ein schlechter aber auch schon mal böser Christ, böser Moslem, böser ---"was auch immer"

Gibt es denn gute und schlechte oder gar böse Gläubige?

Ist dann der Glaube Gut oder Böse?

Kann ein Glauben überhaupt nach Gut und Böse sortiert werden?

Inwiefern spielen die Aspekte Gut und Böse bezogen auf den Gläubigen überhaupt eine Rolle im Glauben?

Was zeichnet den "guten" Christen, Moslem, Buddhisten, Heiden, Gläubigen, Menschen aus?
Was zeichnet den "bösen" aus?

Es ist wohl so das dieses Guter Gläubiger und böser Gläubiger seine Ursprünge allein im Christentum hat oder möglicherweise in allen drei Buchreligionen. Aber in sonst keiner. Weder im Buddhismus noch in Hinduismus noch in sonst einer/einem Religion/Glauben ist dieser Begriff vom guten und bösen Gläubigen so ausgeprägt.

Religionen die von Gesetzmäßigkeiten ( du sollst nicht... / du sollst.... ) geprägt sind unterteilen natürlich in gut und schlecht, in gute Nachfolger und schlechte Nachfolger. Es gibt in solchen Fällen wohl einfach zwangsmäßige Anforderungen ein "guter" Glaubensanhänger zu sein. Aber das ist weniger das Problem. Mehr verwirrend finde ich die Differenzierung in guter Gläubiger und böser Gläubiger. Was soll das sein?

Ist ein guter Gläubiger einer der anderen ihre moralischen ethischen religiösen Werte lässt? Und ein böser der alle andersgläubigen notfalls mit Selbstmord weg bombt? Oder ist es genau anders herum? Ist der Selbstmordattentäter ein guter Gläubiger und der, der Andere zulässt ein böser? Ist der Taliban ein guter Gläubiger wenn er den amerik. Jeep mit den 5 US – Soldaten in die Luft sprengt. Oder ist der etwas dickliche Priester einer bayrischen Kirchengemeinde der stets in seiner vollen Kirche seinen Gottesdienst ableistet und Niemanden böses tut? Oder ist es der buddhistische Mönch der immer so vorsichtig sich bewegt das er nicht mal eine Ameise zertritt und gänzlich ohne Vermögen sein Leben lebt nur genährt von Almosen und Gebet?

Keiner von denen ist ein guter oder ein böser Gläubiger... allein das Tun des Menschen ist je nach angelegten Werten in Gut und in Böse zu unterteilen. Unerheblich welchen Glaubens er ist oder ob sein Handeln sich in seinem Glaubensverständnis begründet.

Was du tust mußt du vor den jeweiligen Gesetzen des Landes verantworten in dem du agierst wenn du diese verletzt mußt du halt auch die Konsequenzen daraus tragen.

Eine Ansicht die gut und böse Gläubige stützt, die stützt dann auch gut und böse Glauben. Und das kann es ja wohl nicht sein.

Ein weiser Mann sagte mal: "Nicht dein Glaube bestimmt deinen Wert sondern du bestimmst den Wert deines Glaubens.