Donnerstag, 30. November 2006

Angemerkt

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Wenn der Ordensbruder in der dumpfen Zelle hoggt
und mit großem Fleiße bloggt

um seine Gedanken euch zu zeigen,
und hofft euch in Erinnerung zu bleiben

und dann sieht da bleibt was über,
ja dann freut sich der Ordensbruder drüber

Mittwoch, 29. November 2006

Träume Hoffnungen Wünsche

Im Leben, in unserem Leben haben wir Hoffnungen, Wünsche, Träume von ganz kleinen bis hin zu die Welt verbessernden Ideen nach unserem Gusto. Der Eine träumt von einer beruflichen Karriere, der Andere von einer Familie mit Haus Garten Frau und Kinder. Wieder ein Anderer will mit politischen Ideen oder Idealen für Alle das Beste.

Im Laufe unseres Lebens mögen sich die Hoffnungen, Wünsche, Träume ändern .. einige sich erfüllen, neue entstehen, andere verworfen oder eben ausgewechselt... doch woher kommen diese Träume und Hoffnungen?

die kleinen persönlichen Wünsche, Hoffnungen und Träume mögen eine gewisses soziales Sicherheitsbedürfnis zur Grundlage haben. Da im Menschen bestimmte Instinkte seid vielen Jahrtausenden verankert sind. Dazu gehören ein Heim ausreichend zu Essen und Gesellschaft, respektive Familie die in sich Geborgenheit gibt. Doch haben wie auch Wünsche, Hoffnungen,

Manche Menschen haben ein überzogenes Besitzdenken. sie suchen Reichtum in allen Variationen und unter zur Hilfenahme legaler und illegaler Mittel. Warum? Ich vermute zum einen das es eine Form der Kompensation ist die Kontrolle zu gewinnen, Macht auszuüben. Die oft geäußerte Vermutung dies werde getan um Mittel zu haben möglichst lange zu leben halte ich für nicht stimmig.. da dieses Denken sich erst bildet, wenn bereits sehr viele Güter geschaffen wurden. Ebenso die abstrakte Hoffnung etwas irgendwie mit zu nehmen bildet sich erst im Laufe der Reichtum Gewinnung. Es ist wie ich vermute viel einfacher. Macht, Macht ist in gewisser Weise eine sexuelle Erlebnisform. Sie schafft das Gefühl der Kontrolle über alles im Umfeld vom Morgenkaffee bis zum Abendessen, was es gibt, wann es das gibt, in welcher Form, und wer es zubereitet und serviert. Und eben alles was dazwischen liegt. Macht ist erotisch, auch für andere... zu finden auch in der einer banalen "Küchenweisheit" Geld macht sexy.

Es ist also nicht ein Versuch relativ ewig zu leben, wenn jemand Besitz anhäuft und einige dabei sprichwörtlich über Leichen gehen. Sondern wohl eher einfach nur das "erregende" Gefühl der absoluten Kontrolle.

Die Sehnsucht, das Verlangen der Unsterblichkeit, des ewigen Lebens einer Erfüllung nahe zu bringen hat glaube ich ganz andere Wege beschritten.

Dem Menschen ist durchaus bewusst das er in seiner jetzigen Form innerhalb der Dimension in der er hier geboren wird nicht ewig, sondern vergänglich ist.

Nur zwei Dinge sind es die uns in einer gewissen Art und Weise das Gefühl vermitteln ewig zu leben Das Eine können wir "erschaffen" das Andere ist der Glaube.

Beim Ersteren geht es also nicht darum was wir mitnehmen können... sondern was wir zurücklassen. Im Grunde genommen haben wir die Sehnsucht nicht vergessen zu werden. Das machen sich jedoch nur die wenigsten bewusst. Es gibt zwei Wege etwas zu hinterlassen. Das eine ist ein von der Natur eingerichteter Weg. Der, der Nachkommenschaft. In unseren Kindern leben wir weiter. geben weiter was wir sind, leben in ihnen fort. Indem wir Nachkommen schaffen, leben wir in gewisser Weise biologisch gesehen ewig. Dieser Weg, steht mit Ausnahmen, jedem offen unabhängig von Geld Einfluss Fähigkeiten Herkunft Religion sozialem Umfeld. Ein anderer Weg etwas zu hinterlassen ist etwas von relativer Ewigkeit zu schaffen. Ein Bauwerk, eine Lehre, eine Erfindung.

Menschen wie Edison, Goethe, Leonardo daVinci, Gutenberg, Cäsar, Sokrates und viele andere Menschen haben auf ihren Gebieten etwas geschaffen, etwas erreicht das sie nahezu ewig leben lässt. einige von ihnen sind mehr als 2000 Jahre tot und doch kennt sie nahezu jeder. Sie leben in ihren Werken und in unseren Erinnerungen fort.

Der zweite Weg ist immateriell. Es ist der Weg des Glaubens. Alle Religionen der Welt haben in irgendeiner Form auch das Thema Ewigkeit. Das geht von der Suche nach dem Nirwana bis zu einem ewigen Leben der Vollkommenen Glückseeligkeit.

Für mich hat sich daraus ergeben das ich zwei Ziele habe. zum Einen mein Leben so gestalten das ich, wenn es zu Ende geht, sagen kann ... Es war ein gutes Leben ich bereue mein Leben nicht, ich hab es nicht weggeworfen. ... Und zum Zweiten suche ich etwas zu hinterlassen um nicht von heut auf morgen vergessen zu sein. Die Vorstellung im Jahre 2080 wo bereits alle schon verschieden sind die mich kannten, findet jemand z.B. eine schriftliche Aufzeichnung einiger meiner Gedanken und sagt sich ... hm, interessanter Gedankengang den dieser XXX hatte. oder viel banaler ein Dachdecker repariert im Jahre 2080 ein Dach und hebt dabei einen Dachziegel auf dessen Unterseite mit meinem Namen und das Jahr der Verlegung verzeichnet ist... Dieser Gedanke hat was relativ Ewiges. Es geht dabei nichtmal um ein möglichst langes Gedenken. Nur das man eben nicht vergessen wird.

ich versuche das mal an einem Beispiel zu erklären. Durch Bekannte im Internet erfuhr ich von einer Frau die dem keltischen Glauben zugehörig bereits fast 2 Jahre zuvor verstorben war. Durch die Erzählungen meiner Bekannten über das Leben dieser Frau und dem Studium ihrer Hompage die von einem der Internetbekannten noch immer gepflegt wird wurde ich ein Freund dieser Frau die doch schon zwei Jahre tot ist. Die fortlebt in dem was sie dachte sagte schrieb, die weiter lebt in dem, wofür sie stand.

Und das ist es was die meisten Menschen sich wünschen. Sie wollen nicht völlig spurlos aus dieser Welt verschwinden. Das beschäftigt sie wesentlich mehr als die Frage nach der Ewigkeit. Nur bewusst ist es den wenigsten.

Desweiteren ergibt sich für mich. meine biologischen Überreste fließen zurück in den Kreislauf der Natur. Körperlich verlasse ich dies Welt also nicht, sondern in anderer Form (Asche) fließt in den Boden und wird Teil desselben aus der sich Pflanzen bilden. Meine Seele, mein Ich, mein Wesen geht an den Ort der durch meinen Glauben definiert ist.

Ich tue also meinen Teil dazu diese beiden Ziele zu erreichen und das ist.. der Friede den ich suche und auch weitgehend gefunden habe.

Ich bin dankbar das es mir gegeben ist, soweit mein Leben zu gestalten das ich diese Ziele zu Erreichen vermag.....

Für dich zum Segen deinen Göttern zu Ehren, lebe dein Leben




Sonntag, 26. November 2006

Gedankenspiele

4 Fragen des Lebens ...

1. Woher komme ich?
2. Wohin gehe ich?
3. Wer bin ich?
4. Warum bin ich?

Eine mögliche Antwortgruppe wäre ...

1. aus dem Bauch deiner Mutter
2. in die Kiste
3. ein Mensch
4. um zu leben

das sind recht banale und zu recht unbefriedigende Antworten .... es sind wohl die Antworten eines Menschen der an Nichts glaubt. Nichts erwartet. Nichts hofft.

Eine mögliche Antwortgruppe wäre ...

1. aus der vollkommenen Göttlichkeit des Seins
2. in die vollkommene Göttlichkeit des Seins
3. ein Funke der vollkommenen Göttlichkeit des Seins
4. um ein Teil zu sein der vollkommenen Göttlichkeit des Seins

das hört sich ja toll an so mystisch weise. ... Wirklich? ich finde das arm. das ganze Leben
mit all seiner Fülle an gutem und Schlechtem alles nur um als ein winziges Teil des Ganzen zu sein?

Eine mögliche Antwortgruppe wäre ...

1. aus der Schöpfung Gottes nach seinem Willen
2. in Gottes Arme.. oder in das ewige Leiden
3. ein Geschöpf Gottes
4. zu Ehre Gottes

Das finde ich wirklich arm.. ich bin also nichts weiter als der Wille Gottes zu seiner Ehre. Ich würde mich empfinden wie ein Sklave der Gnade eines höheren Wesens ... man gut das meine Schweissdrüsen keinen eigenen Willen haben und sich nicht willentlich gegen mich entscheiden können.

Es gibt sicherlich viel mögliche Antwortgruppen. mehr oder weniger sinnig. Gibt es denn aber auch die "wahre" die wirklich "richtige" Antwortengruppe?

Ja, die gibt es meiner Meinung. Sie lautet...

1. Finde es für dich heraus biologisch ist es einfach. geistig? musst du deine Antwort finden.
2. Finde es für dich heraus biologisch ist es einfach. geistig? musst du deine Antwort finden.
3. Finde es für dich heraus biologisch ist es einfach. geistig? musst du deine Antwort finden.
4. Auch das musst du für dich allein bestimmen. Wer nun meint das für dich beantworten zu
können der spricht nur von sich selber.

Ich habe diese 4 Fragen für mich beantwortet. daraus, nein unter anderem daraus, hab ich mit mir meinen Frieden, was bedeutet.. ich bin der Zufriedenheit fähig, auch wenn ich sie gelegentlich mal verliere, niemand ist vollkommen. Aber ich kann sie immer wieder finden, mich immer wieder darauf besinnen. Ich muss sie nicht mehr suchen. denn sie ist in mir.

Wie meine Antworten lauten? Spielt das eine Rolle? Nein, den sind meine Antworten .. nicht "Die" Antworten. Auch nicht "meine" Wahrheiten, sondern meine Sicht dessen was ich, für mich als Wahrheit erkannte. keine Vermutungen, sondern Findungen meiner Suche gestützt durch die Überzeugung aus meinen Glauben.

Freitag, 24. November 2006

Erstaunliches aus dem Buchhandel

Erlebnisbericht

Eines Tages im Oktober besuchte ich einen bekannten Buchhandel in Hannover der sich über mehrere Etagen erstreckt und ein breites und tiefes Sortiment an Büchern aller Art aufweist. Der Trend geht ja allgemein zum Zweitbuch wieder. Wie einige so im Scherz zu bemerken pflegen. Dort fand ich mich wieder in der Abt. Religion.. dort befand sich, wie zu vermuten war, die Bibel und angrenzende christliche Literatur, auch einen Koran konnte man in dieser Abteilung erstehen.

In einem anderen vergleichbar gut sortierten Buchladen waren auch in derselben Abteilung Bücher des Buddhismus und sogar Hinduismus zu finden. In unmittelbarer Nachbarschaft meist befand sich die Abteilung Esoterik in der entsprechende Schriften zu dem Thema und Bekenntnisse zu diesem Glauben zu bewundern waren. Nicht alle diese Bücher in den jeweiligen Abteilungen waren Grundlagenbücher des Glaubens wie Bibel, Koran, vedische Schriften. Einige waren auch nur Betrachtungen zu den jeweiligen Glauben. Ich finde ein solch reichhaltiges Angebot dieser Schriften zu den unterschiedlichen Glauben eine gute Sache. Jeder gleich welchen Glaubens findet seinen Bedarf an geistlichen Schriften in einem gut sortierten Buchladen in der angemessenen Abteilung... Es wäre ja auch ein Unding wenn ein Christ seine Bibel unter pornographische Schriften finden würde nur weil die Töchter der Lot im AT den Beischlaf mit ihrem Vater suchten. Weil Salomon im Hohelied eine recht sexuell orientierte Sprachprosa verwendete. Ebenso wäre es ein Unding den Koran unter Krimis ein zu ordnen weil einige fehlgeleitete Moslems Terror als adäquates Mittel ansehen ihre Vorstellungen durch zu setzen.

Ich begrüße das die Privatwirtschaft den Bedarf der jeweils Gläubigen entsprechend angemessen erfüllt...

Das jedoch ist nur teilweise der Fall..... Denn es trifft ausschließlich auf die asiatischen Religionen zu. Und nur auf diese.

Die ureigenste Religion aus diesem Breiten.. die in Island, Norwegen, ja sogar Australien inzwischen offiziell anerkannt sind. Für die gilt das nicht. Der alte Glaube, der in vorchristlicher Zeit, das Leben aller Menschen zwischen Hammerfest und Bodensee zwischen Irland und Rußland also in ganz Nord- und Mitteleuropa zu eigen war. Dem heute wieder in Deutschland allein weit mehr Tausend Menschen anhängen, der weltweit sicher mehr als eine Million Menschen unter anderem unter dem Begriff ASATRU ihr eigen nennen. Nicht eingerechnet die welche dem Keltische Glauben anhängen. Diesem Glauben, deren Anhänger, den Menschen dieses Glaubens wird der Glaube anscheinend aberkannt oder ins lächerliche geführt von eben diesem Buchhandel der sich mit den fremden Religionen soviel Mühe gibt.
Geht in die Buchläden, such dort die Abteilung Religion auf, und dann sucht die Edda. Ihr werdet sie nicht finden. Zumindest nicht in Hannover

Es ist ja nicht so das die Edda nicht zu bekommen wäre... Nein weit gefehlt. Auch hier bietet der Buchhandel diverse Ausgaben der Edda zum Kauf an. Man wird diesbezüglich in jedem gut sortierten Buchhandel fündig. Nur, man findet sie nicht bei Religion. Nein, auch nicht bei Esoterik. Das wäre zwar fehl plaziert aber nun gut man will ja nicht alles rügen.

Die Edda finden sie in allen namhaften Buchläden in der Abteilung Märchen und Sagen

Alle Asatru weltweit sicher mehr als eine Million Menschen glauben also nach der geschätzten Ansicht des Buchhandels in Hannover an Märchen und Sagen... wie die Kleinkinder glauben das Monster im Schrank und Hexen unterm Bett liegen...

Man findet die Edda neben Grimms Märchen, Geschichten aus 1001 Nacht und >Sagen aus aller Herren Länder

Ich fühle mich dadurch vom Buchhandel in Hannover in meinen Glauben diskreditiert und pers. Beleidigt.

Schlußfolgerung

Es ist also rechtens das AT im Beate Uhse Läden zu suchen und den Koran unter Krimis?. Nein das ist es nicht. Die Anhänger dieser Glauben würden zu recht auf die Barrikaden gehen. Denn es wäre eine Beleidigung das ihres Gleichen sucht. Nun dasselbe Recht nehme ich mir für meinen Glauben.

Der Buchhandel in Hannover, in seinem namhaften Verkaufsläden diskriminiert möglicherweise wissentlich den Glauben anderer Menschen.

Vom Gesetz her gibt es leider, diesbezüglich keine Handhabe...

Quelle: Antwortschreiben des Bundes Justizministeriums

Bundesministerium der Justiz, 11015 Berlin
betreff:
Verfassungsrecht, Schuldrecht
hier:
Grundgesetz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
bezug:
Ihre E-Mail vom 10. November 2006
Sehr geehrter Herr XXXX,
vielen Dank für Ihre E-Mail vom 10. November 2006, mit der Sie anfragen, ob auch die freie Wirtschaft an das Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes (GG) gebunden ist. Gerne möchte ich Ihnen darauf antworten.

Gemäß Artikel 1 Nr. 3 des GG binden die Grundrechte nur die Gesetzgebung, vollziehende Gewalt, und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht, nicht aber die private Wirtschaft. Private Unternehmer sind daher nicht unmittelbar an Artikel 3 Abs. 3 Satz 1 GG
(Verbot der Diskriminierung wegen des Geschlechtes, der Abstammung, der Rasse, der Sprache, der Heimat und Herkunft, des Glaubens und der religiösen oder politischen Anschauungen) gebunden.

Die von Ihnen zitierten Beispiele, nach denen in Buchhandlungen Menschen wegen ihrer Rasse oder Religion durch die beleidigende Präsentation von Geschichtsbüchern und religiösen Werken diskriminiert werden könnten, werden auch nicht vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) erfasst, denn das AGG verbietet Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft nur bei der Begründung, Durchführung und Beendigung zivilrechtlicher Schuldverhältnisse. Auf den Merkmalen Geschlecht, Religion, Alter, sexuelle Identität oder Behinderung beruhende Benachteiligungen sind bei der Begründung, Durchführung und Beendigung sog. Massengeschäfte und gleichgestellter Geschäften sowie Privatversicherungen verboten. Zur Begründung eines Schuldverhältnisses wird im Einzelfall sicher auch die Art und Weise der Präsentation der Ware gehören können. Eine Benachteiligung setzt jedoch voraus, dass ein Kunde gegenüber anderen Kunden nachteilig behandelt wird. Dies dürfte bei den von Ihnen geschilderten Beispielen wohl nicht der Fall sein.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
XXXX
Die Namen wurden von mir jeweils aus Datenrechtlicher Sicherheit durch "XXXX" ersetzt

Dienstag, 14. November 2006

Sammelsorium

Kleine Worte großer Leute mit eigenen Kommentaren

Du sollst deinen Nächsten seines Glaubens wegen nicht braten, zumal du ihn nicht Essen kannst. Georg Christoph Lichtenberg
Weder ihn noch seinen Glauben. Sollten sich einige der Eiferer vielleicht mal stecken

Wahre Religion ist gebaut auf das Wahre das gute in der Menschennatur nicht auf der Sünde Morast. Ludwig Feuerbach

Wohlgemerkt die Religion wird hier angesprochen, also die von den Menschen erstellten Gesetzmäßigkeiten nicht der Glaube an sich.

Je näher wir der Natur sind, desto näher fühlen wir uns der Gottheit.
Johann Wolfgang von Goethe

Hm, ist es also doch kein Zufall das die heidnischen Glaubens ein ganz anderes Gottesverständnis haben als die Buchreligionen?

Menschen die nach Größe streben, sind gewöhnlich böse Menschen.
Friedrich Nietzsche

Strebe danach Teil eines Großem zu sein statt nach Größe, das sagte mal ein anderer weiser Mann

Alle Dinge geschehen aus Notwendigkeit, Es gibt in der Natur kein Gutes und kein Schlechtes.
Baruch de Spinoza

Der Erkenntnis stimme ich zu, aber die These macht mir Probleme

Nacheifern ist Beneiden. Gotthilf Ephraim Lessing

Nicht immer, es gibt auch Gehorsam und Idealisierung.

Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit Heiligenschein. H. G. Wells

Und oft wohl die widerwärtigste Form der Selbstgerechtigkeit und des Spießertums

Extreme Idealisten (Fundamentalisten) sind immer Feiglinge sie nehmen vor der Wirklichkeit Reißaus. Boßhart

Nix mit heldenhaften Märtyrertum

Das Gewissen ist die Stimme der Seele, Die Leidenschaften die Stimme des Körpers.
Jean-Jaques Rousseau

Und wenn beide im Duett singen, dann ist unser leben wirklich gut, sagte mal ein anderer weiser Mann

Eitelkeit ist eher ein Zeichen der Demut als des Stolzes Jonathan Swift

Das begreift nur wer Eitelkeit und Stolz zu unterscheiden vermag
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Mir unverständlich und/oder nicht nachvollziehbar für mich

Es gibt keine Religion die nicht Christentum wäre. Novalis

Ich hoffe er ist nicht so gemeint wie ich ihn zu verstehen glaube denn dann wäre das von unglaublicher Arroganz

Ein Christ ist ein solcher Mensch, der gar kein Haß noch Feindschaft wider jemand weiß, kein Zorn noch Rache in seinem Herzen hat, sondern eitel Liebe, Sanftmut und Wohltat.
Martin Luther

Oha, dann gibt es als gar keine Christen auf diesem Planeten. Tja da hat Luther sich wohl selbst ein Ei an die Schiene genagelt

Der Weg zur Vollkommenheit und zu jedem Fortschritt ist fortwährende Selbstkritik.
Arnold Böcklin

Was für ein Unsinn, kein Wunder das ich den Namen noch nie gelesen oder gehört habe. Wenn ich mich andauernd in Frage stelle. Wie soll ich dann mit einem notwendigen Maß an Selbstvertrauen überhaupt mein Leben meistern?

Was ist Reue? Eine große Trauer darüber, daß wir sind, wie wir sind.
Marie von Ebner-Eschenbach

Also entweder wird hier Reue mit Dekadenz verwechselt oder die Weisheit dieser Worte erschließt sich mir nicht.

Sonntag, 12. November 2006

Weisheit und Wahrheit

Weisheit

Weisheit? Was ist das eigentlich? Wie ist das zu definieren? Gibt es verschiedene Weisheit(n)?
Ist Weisheit überhaupt genau zu umschreiben?

Viele kluge und auch weniger kluge Menschen haben sich mancherlei Gedanken darum gemacht und auch so manche Definition verfaßt.

Als einer der Urweisheiten der Menschheit gilt der berühmte Ausspruch des Sokrates "Ich denke, also bin ich." Ich sehe das gar nicht mal als Weisheit, sondern eher als Ergebnis philosophischer Betrachtungen und diese sind ganz sicher nicht immer weise. Sie hören sich auch oft nur so an.

Ich glaube, Weisheit kann Sachbezogen aber auch allgemein sein, philosophisch, religiös, praktisch – alltäglich, politisch, ideell. Wie kann man denn dann Weisheit erkennen und sogar verstehen, erfassen oder gar anwenden?

In aller erster Linie, und dessen bin ich überzeugt, ist Weisheit die Summe erlernten Wissens, gemachten Erfahrungen und die Fähigkeit die daraus gezogenen Erkenntnisse in verwertbare Ergebnisse zu formen. Das ist, und dessen bin ich überzeugt die Grundlage jedweder Weisheit.

Je nach Interessen und Fähigkeiten dann unterteilt sich die Weisheit der Menschen in einzelnen oder auch mehreren Sachgebieten. Der Weisheit letzter Schluß ist ja wohl niemand. Auch wenn sich einige dafür halten.

Wahrheit

Wahrheit? Was ist das eigentlich? Wie ist das zu definieren? Gibt es verschiedene Wahrheiten?
Viele kluge und auch weniger kluge Menschen haben sich mancherlei Gedanken darum gemacht und auch so manche Definition verfaßt.

Als einer der Urwahrheiten der Menschheit gilt der berühmte Ausspruch des Sokrates "Ich denke, also bin ich." Moment mal, hatte ich nicht selben Text schon unter Weisheit verfaßt? Ja, denn Wahrheit hat auch mit Weisheit zu tun und beides auch mit Wissen. Nur ist eben Wissen nicht gleich Weisheit und Weisheit nicht immer gleich Wahrheit und Wahrheit nicht immer gleich Wissen und doch hängt alles zusammen. Dieses Wissen ist die Wahrheit der Weisheit. Was für eine Umschreibung, "oh weh" und doch, so schlecht ist das gar nicht mal.

Ich glaube, es gibt eine Universelle Wahrheit. Das Sein, die Existenz des Universums ist eine der, wenn nicht die, universelle Wahrheit.

Der einzelne Mensch, ein Sandkorn in der Menschheitsgeschichte ein Atom in der Geschichte dieses Sonnensystems, ein Nichts in der Geschichte des Seins, des Universums. Ebenso wie die Bedeutung eines Einzelnen Menschen in der Komplexität des Universums sehr ich seine Fähigkeit in der Erkenntnis der Wahrheit. So wenig wir Einfluß nehmen auf die Gefüge des Universums, ebenso minimal ist unsere Erkenntnis der "absoluten", der universellen Wahrheit. Nahezu jede unserer Wahrheiten sind subjektive Wahrheiten. Man erkennt sie aus seinem Wissen, seinen Erfahrungen, seinem Glauben, als Wahrheit an. Aber eben nur subjektiv. Ist doch die Wahrnehmung bei jedem anders. Ein weiser Mann formulierte das mal wie folgt. "Der Mensch nimmt nicht die Wahrheit an sich wahr, sondern seine Wahrnehmungen manifestieren aus der Erkenntnis seine Wahrheiten.

Einigen, wenigen Menschen wird sehr, sehr selten mal das erleben zuteil das sie einen Hauch der universellen Wahrheit erfahren. Das schafft dann Aussagen wie: "Ich denke, also bin ich"

Willst du jedoch die universelle Weisheit erfahren? Frag nicht mich, ich kenne sie nicht frag die Götter vielleicht wissen die es.

Mir sind jedenfalls alle Menschen suspekt gleich welchen Glaubens gleich welcher Bildung gleich welcher Erfahrungen und Erlebnisse die von sich behaupten sie kennen die Wahrheit! denn dies erheben sich selbst zu Göttern.

Donnerstag, 9. November 2006

Glaube --> Politik <-- Religion

Allein schon bei der Überschrift stellte es sich ein. Ein schwieriges Thema. Zwei, nein Drei Themen die an sich schon Brisanz , ja verbalen und ideologischen Sprengstoff enthalten. Und nun Alles in einem Zusammenhang? Geh´n wir´s an ... wie es Al Bundy zu sagen pflegte wenn er etwas in Angriff nahm das zu meistern Er ... nunja.

Kann, Darf, Soll, Muß, ein gläubiger Mensch politisch engagiert sein? Oder eben nicht? Ist Politik nur ein anderes Mittel um Glauben zu propagieren? Ist Glaube in der Politik relevant? Oder völlig Bezugslos? Ist Glauben respektive Politik, ist das Eine die Grundlage des Anderen? Oder schliessen sich beide aus? Oder sollten sie das?

Fragen über Fragen die einem da durchs Gewölk der Hirnmasse treiben. Sofern man sich die Mühe macht das in Zusammenhang zu bringen und auf zu lösen.

Ich gehe davon aus, wie ich in anderen Artikeln ausführte, daß Glauben immer und ausschließlich eine individuelle Sache ist. 3 Leute die der gleichen Religion anhängen haben doch jeder für sich einen völlig anders gearteten Glauben. Ich meine damit nicht verschiedene Konfessionen wie es diese bei einigen Religionen gibt. Sondern, das der Glaube des Einzelnen sich immer anders gestaltet als der Glaube des Nächsten.

Genau so verhält es sich in der Politik. Jeder hat völlig andere Motivationen und Interessen sich politisch ein zu bringen. Da wo sich politische Meinungsvielfalt in starker Annäherung bringt bilden sich Interessenverbände und Parteien. Genau wie in Glaubensdingen in der Menschen deren Glauben sich verbinden lässt eine Gemeinschaft bilden und diese Gemeinschaft mit eigenen Ritualen pflegen. Und schon ist die Religion begründet.

Glauben – Politik – Religionen haben also bestimmte ähnliche Strukturen. Doch ist das Grund es miteinander zu verbinden? Oder ist es sogar zwangsläufig? Gehört das einfach zusammen? Ist Politik vielleicht Ausdruck des Glaubens oder der Religion?

Ja und Nein. Wie so oft im Leben lässt sich auch diese Frage weder einheitlich mit Ja oder Nein beantworten. Sicher, jeder der sich ein wenig mit der Weltgeschichte von den Anfängen bis Heute beschäftigt weis sehr wohl das beides sehr oft, um nicht zu sagen nahezu andauernd in einander übergreift. Ja auch von einander bestimmt wird. Doch muss das auch so sein?

Nö. Menschen gleicher Religion oder ähnlichen Glaubens können völlig unterschiedliche Vorstellungen haben welche Politik, ja welches politische System das richtige ist. und Religionsübergreifend können zwei Menschen die gleichen politischen Ansichten vertreten.

Problematisch wird’s dann wenn die Religion die Vorgabe für die Staatspolitik wird. Wenn sogenannte Gottesstaaten initiiert werden. Immer wenn dies versucht wurde ging das nur mit Gewalt und Unterdrückung derer die Anders waren. Ober auch nur abweichend sich äußerten. Beispiele hat man besonders intensiv in den frühen Jahren des Iran unter Khomeni beobachtet und ebenso, noch im kleineren Ausmaß mit den Erweckungschristen in den USA die immer mehr an Einfluß gewinnen. Immer wenn religiöse Dogmen Staatsgrundlagen werden bleiben die Menschen und der Glaube auf der Strecke.

Wenn Menschen die einen Glauben leben, sich in die Politik einbringen und auch ihre Werte, dann besteht die Möglichkeit das dieses sich Segensreich auswirkt. Es ist keine Garantie, aber es ist möglich. Ist aber die Politik lediglich Werkzeug um eine bestimmte Religion zu propagieren dann ist wirklich die sprichwörtliche Kacke am dampfen. Solche "Para-religiösen" Politiker sind ganz einfach gefährlich. Denn sie interessieren sich nicht für die Belange derer die sie vertreten sollen. Sie sind einzig allein darauf bedacht ihre Religion zu propagieren und zu etablieren.

Die Vielzahl politischer Probleme und Notwendigkeiten können auch den Glauben durchaus unter Spannung setzen insbesondere im Gespräch und in der Zusammenarbeit mit Anderen. Einige Menschen sind allerdings immer extrem angepißt wenn Menschen eines völlig anderen Glaubens gute Ideen haben und sogar verwirklichen.

Politische Extreme wie Religiöse Extreme verbindet die Verachtung des Lebens. Denn ihr Interesse ist die Machtfülle ihrer Religion nicht das Wohl der Menschen und deren Gemeinschaft.

Menschen mit einem gelebten Glauben in der Politik suchen das Wohl Anderer damit auch sie etwas Leben erfahren. Klingt pathetisch, ist aber so.

Montag, 6. November 2006

Fanatismus in der Religion, Ursache – Ablauf – Folgen

Welche Ursachen, welchen Ablauf, welche Folgen hat der religiöse Fanatismus? Ist Religion die Ur – Herkunft des Fanatismus? Wie kommt es zu Fanatismus im Eigentlichen wie Speziellen?

Wir alle kennen die Ereignisse des religiösen, politischen, Personen bezogenen Fanatismus von Menschen. Die Folgen ebenso. Hexenverbrennungen, Ausrottung, Massenvernichtungen Storker bis zum Mord. Ist vielleicht schon überzogene Eifersucht Fanatismus?

Fanatismus hat wohl seine Anfänge in der Religiosität, in der Idee von der "wahren Wahrheit" Fanatismus beinhaltet den absoluten Ausschluß jedweden Irrtums der Annahme .... Nicht allein die feste Zuversicht eines Glaubens, sondern die vollkommene Richtigkeit als einzig geltende Wahrheit des angenommenen Glaubens.

Der Fanatismus duldet keinerlei Kritik am Objekt seines Glaubenszieles, und keine andere mögliche Wahrheit wird auch nur in der Theorie in Erwägung gezogen. Jede noch so kleine Kritik selbst als Anregung wird resolut verweigert bis hin zur aggressiven Bekämpfung. Wobei stets ein Ungleichgewicht zwischen Aktion und Reaktion besteht.

Fanatismus ist in vielen Variationen in allen Gesellschaftsschichten vertreten. Es gibt fast nichts, was nicht durch Fanatismus begleitet werden kann. Angefangen von meist jugendlichen Musikfans, die sich ihr Zimmer mit Postern und Merchandisign – Artikeln voll stellen und regelmäßig bei deren Konzerten aus den Latschen kippen wenn das Objekt der Begierde sein Schweissband dem Fan zu wirft. Bis hin zum Storker der sogar sein " Idol" verfolgt und in dessen Leben einzudringen sucht auch unter Anwendung jedweder Gewalt. Und hier handelt es sich nur um den Fanatismus auf eine Person bezogen.

Fanatismus aber in, die allgemeine Gemeinschaft der Menschen betreffend, auftretende Dimensionen hat weit größere Auswirkung bis hin zu geschichtlich und gesellschaftsverändernde Formen. Auslöser sind hier politische oder religiöse Fanatiker.

Bei den sog. Extrem – Fans handelt es sich um Personen deren Fanatismus ausschließlich in ihrem Wesen, in ihrem Charakter begründet ist. Denn es gibt auch Fans die einfach nur die Musik hören und auch nahezu alles wissenswerte über ihre Musikgruppe wissen. Ohne aber völlig auszuflippen in einem Konzert.

Anders ist es aber bei den politischen oder religiösen Fanatikern die alle, wirklich alle, ohne Ausnahme missionarischen Eifer entwickeln. Ich meine damit nicht das Bedürfnis anderen von seinem Glauben erzählen zu wollen. Das ist ein normales Grundbedürfnis vieler. Sondern die, welche einen unvergleichlichen Eifer entwickeln in der Missionierung Anderer ohne Rücksicht auf deren Möglichkeiten, Überzeugungen, Ansichten, Lebensgrundlagen. Nach dem Motto "Willst du nicht mein Bruder sein so schlag ich dir den Schädel ein!"

Wie kommt es aber in der politischen Überzeugung, oder auch in der Religiosität nun zu diesen Auswüchsen und doch großen Ansammlungen fanatischer Vertreter?

Die Ursachen sind hier vielschichtiger als bei sog. Extrem – Fans. Zum einen Bedarf es natürlich auch der charakterlichen Grundlagen, daß ein Fanatismus sich überhaupt entwickeln kann. Zum anderen spielt auch die Gruppendynamik eine nicht unerhebliche Rolle. Auch bestimmte, sich von der Erreichung des Ziels gesetzten Erwartungen, haben ihren Anteil. Hauptvoraussetzung aber ist ein, in der jeweiligen Ideologie, angenommener Absolutheitsanspruch bis hin zu dem was ich oben bereits ausführte.

Es wird immer und in allen Bereichen Fanatiker geben. Menschen die von der absoluten Richtigkeit ihrer Überzeugungen ausgehen und jedweder Person oder Gruppe mit aller größter Härte entgegen treten. Die Auch nur einen Hauch an Zweifel gegenüber der eigenen Wahrheit auf zu zeigen sich getrauen.

Ebenso wie ehem. Sektenmitglieder die aus diversen Sekten herausgelöst wurden und komplett, zumindest zeitweilig, zusammenbrachen ergeht es auch Fanatikern wenn sie erkennen das sie jedwedes Realitätsbewußtsein in einen irrelevanten Rahmen verschoben haben. Um den zu entgehen wird eben mit überproportionalen Mitteln gegen jeden Andersdenkenden vorgegangen. Denn, Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Und für die werten Fanatiker unter der Leserschaft .. Nicht fanatische Lebensweisen entsprechend des Glaubens oder der politischen Ideale bedeutet noch lange nicht das man seinen Glauben in Zweifel zieht, sondern ausschließlich das man es in den Bahnen ausübt die man für sich erkannt hat und diese dann zu diskreditieren eben nur dem Fanatiker zu Eigen ist.
Nicht der ist in seiner Lebensweise glaubhaft der seine Überzeugungen über die Welt stellt. Sondern der ist glaubhaft, dessen Überzeugungen wie Selbstverständlichkeiten in das Leben einfließen

Freitag, 3. November 2006

Klischees!

Es ist der Asatru – Heide wie bekannt, ein Mann der Stärke und Gewalt, so man befand.

Es ist der Christ stets voller Zweifel und auch Zuversicht doch körperlich nur ein Wicht.

Der Moslem stets mit Fez und Bart, sein Weib gern schlägt. Und auch zu anderen ist er hart

Der Hindi ist gar stets sehr dreckig ,und die Sache mit den Kühen findet ja ein jeder scheckig.

Der Buddhist der kann Karate, und schwingt der östlichen mystisch Weisheit stets die Standarte

Ob ich wohl wen vergessen habe? Ach ja, der Atheist und Zweifler der sich am Glauben and'rer labte.

Klischees sind manchmal wohl auch so, doch immer verallgemeinert ist das roh!
*In diesem Sinne an die eigene Nase faß*

Mittwoch, 1. November 2006

Die Toleranz der Religionen

Dieter Nuhr, ein beliebter und beachteter Comedy – Künstler sagte in einer TV – Sendung sinngemäß, Religionen sind immer dann tolerant wenn sie nicht in Machtpositionen sind.

Dieser Satz brachte mich zum Nachdenken. Und ich glaube, er ist richtig. Jede Religion, die einen Absolutheitsanspruch stellt darf sich Toleranz auch gar nicht leisten, wenn sie es sich leisten kann, sie sich nicht zu leisten. Als das Christentum aufkam hielt es sich bedeckt in Rom. Als es an der Macht war zerstörte es die Tempel und Reliquien der römischen Götter. Beim Islam war das kein Deut‘ anders. Auch das Judentum verfuhr so. Obwohl die Sachlage hier noch anders und mehr intern bezogen war.

Auch in Ländern die keine explizieten Glaubenskriege führten, kam es nicht selten vor das die Besiegten die Götter, den Glauben der Sieger ganz oder teilweise übernahmen oder integrierten in Ihrem Glauben. Es steht zu vermuten daß Ähnlichkeiten und Parallelen in den Religionen zum Teil daher ihre Ursache haben. Meines Erachtens bezieht sich das auch auf alt- wie auch neutestamentalische Religionsaspekte. Doch das ein anderes Mal.

Toleranz in der Religion? Wo gibt es das? Die umfangreichste Toleranz können sich wohl die Esoteriker auf die Fahnen schreiben. Nicht weil sie so hochentwickelt und vom göttlichen Prinzip, welcher Götter auch immer, durchdrungen ist. Nein, weil das Grundprinzip der Esoterik, das Wirrwarr aus allen Religionen das beste und dem Menschen bequemste zu ziehen, einfach erfordert. Ausserdem werden mit Esoterik Milliarden umgesetzt. Und je toleranter die Inhalte je größer der mögliche Kundenkreis.

Die in Deutschland vertretenen Buchreligionen Christentum und Islam geben sich zum Teil auch wesentlich toleranter als ihre Lehren sind. Gelegentlich jedoch blitzt die Toleranzgrenze kurz aber kräftig vor. Es gibt unzählige Beispiele auch hier in Deutschland wo dies in den letzten 30 Jahren der Fall war. Und, es ist zunehmend. Toleranz wird anscheinend auch immer mehr von den "Andersgläubigen" erwartet statt diese selbst zu zeigen. Ich mag mich irren, glaube aber das dem nicht so ist.

Und Tolerant wie ich nun mal bin, <--(Achtung Ironie), überprüfte ich auch meinen Glauben auf Toleranz. Die Anwort ist "Jein". Na Klasse.

Nein mein Glaube ist nicht tolerant. Nicht tolerant wenn es um die Einflußnahme eines fremden Glaubens auf meinen Dunstkreis geht. Denn das würde bedeuten dem fremden Glauben Raum einräumen den meine Götter inne haben. Der durch meinen Glauben abgedeckt wird. Ja er ist tolerant gegenüber dem Glauben anderer, jedoch bezogen auf deren Dunstkreis.

Der heidnische Glaube Asatru ist ein Glaube der personenbezogen ist. und sich ausschließlich an den "Herd" richtet. Das bedeutet welchem Glauben ein anderer "Herd" nachfolgt ist für den Eigenen völlig unerheblich. Der Begriff Herd steht für Haus oder Familie oder auch Sippe Gemeinschaft oder ähnliche auf einander mehr oder weniger angewiesene "Lebensgemeinschaft"

Toleranz bei Absolutistischen Religionen ist wenn, dann nur reine Zweckmäßigkeit bis "bessere" Zeiten kommen. Was ich aber ausdrücklich zu betonen Wünsche stelle ich hier nicht die persönliche Toleranzgrenze Einzelner in Frage sondern ausschließlich die Toleranzfähigkeit der Religionen allgemein.