Mittwoch, 29. März 2017

ein wenig bekanntes Gedicht

Vaters Hände


Vaters Hände sind rissig und wie ein Schlaghammer so schwer und riechen nach Kohlen, Schmieröl oder auch Teer, sind rauh wie ein Reibeisen, und es tut weh, streicheln sie mein Gesicht, aber ich weine nicht,

 man muss dann die Zähne zusammenbeißen; denn ich weiß,

 diese Hände arbeiten für Mutter und für mich, kleiden mich und decken uns alle Tage den Tisch. Diese Hände werken in Eisen, sind verschmutzt und verbrannt, nur aus Rissen und Schwielen besteht meines Vaters Hand.

 Doch diese Hände schaffen, das ich lachen kann und zur Schule gehn, des Sonntags den lustigen Kasper sehn.

 Solche Hände sind viele -
hörte ich meine Mutter sagen -
die des Volkes Glück und Freude tragen.

 Kommt der Vater nach Haus,

ich will ihm entgegen springen,will seine Hände fassen und dann singen 

Bernhard Wendler


Diese einfachen und doch so bezeichnenden Worte sind zutiefst aus Herzblut geschrieben. Sie sind ebenso politisch wie unpolitisch, sie sind ebenso erhabend wie bescheiden. Sie sind wie ich es nenne Volkes Seele

 Das hat nichts zu tun mit rechten oder linkem Populismus es steht weder für "Frieden den Hütten - Krieg den Palästen", auch nicht für "dein Gott ist besser als meiner". Es steht meines Erachtens für ein Bewusstsein. Wer bin ich? was bin ich?

Klassenbewusstsein aus der Sicht eines Kindes? Ja kann man so stehen lassen. es ist aber kein Linkspolitisches Klassenbewusstsein eher ein, wie soll ich es ausdrücken? Ein gesellachaftliches Stammesbewusstsein aus der Sicht eines kleinen Mädchens von vielleicht 12 Jahren.

Es ist sich bewusst das der Vater alles gibt was er vermag um die seinen zu beschützen zu erhalten und eben eine glückliche Kindheit zu sichern.

Es steckt ao viel Liebe in den Versen, die liebe eines Kindes zu ihrem Vater. Mich bewegen diese Verse auf allen Ebenen des Empfindens. 

Ich finde viel mehr in diesen Versen als da tatsächlich steht. Demut gegenüber des Lebens, der Arbeit, besondere Ehrung der Hand Arbeit. Die hohe Wertung der Familie und deren Zusammenhalt. auch ohne das popolischte Gelaber der AFD und anderer Spinner. die gerne auf diesen Zug aufspringen mögen.

Die verse kommen ohne jede Anklage, ohne Dogmatismus, ohne Hass, ohne irgendwelche Vergleichsformen aus, sie drücken nur die Liebe und das Verständnis aus das ein Kind zu ihnem Vater empfindet und ihren bewusstsein in der Familie.

Für mich - sind diese Verse ein Ausdruck reiner liebe und ein Bekenntnis zum Wir.