Sonntag, 28. Juli 2019

Astralreisen / Geistreisen


Astralreisen – Ein, von vielen, meist heidnischen Religionen, verwendeter Begriff, der sich ebenso in diversen Esoterischen Kreisen festgesetzt hat. Die Definition, Ausführung/ Anwendung, Ihr Sinn und Zweck werden sehr individuell und subjektiv verstanden und auch so projiziert. 


Auch ich habe meine eigene, mir logisch und spirituell richtig erscheinende Definition. Allerdings ohne den Anspruch der ultimativen, allein all weisen und all selig machenden Wahrheit. 


Ich trenne allerdings die häufig auftretende Vermischung von Astralreisen, Geistreisen und Traumreisen. Ich sehe da deutliche Unterscheidungen.


1   Geistreisen
Unter Geistreisen verstehe ich das der Geist allein, auch ohne Astralkörper, allein der Geist reist. Was bedeutet hier Geist? Es ist die Bewusstseinsebene die, die Ebene des eigenen Unterbewusstseins, ja des eigenen Unbewusstseins erforscht. Es ist die Reise nach innen, in die Tiefen des eignen Ichs, des eigenen Selbst. Von mir aus auch, die Suche nach dem göttlichen Selbst, was ich aber nie so für mich formulieren würde. Auch die Formulierung der Suche nach dem höheren Selbst ist anwendbar.

Es reist nur der Geist unter Nutzung einer Art inneres Auge, Es bedarf keines irgendwie gearteten Astralkörpers. Man trifft auch nicht auf andere Wesenheiten und wenn doch, dann als Inkarnationen des eigenen Selbst. Eine transzendale Reise in das Selbst, durch sich selbst, Sich selbst erfahrend, durch sich selbst. Das machte einst auch der Allvater Odin 

Odins Runenlied:


Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum
Neun lange Nächte,
Vom Speer verwundet, dem Odin geweiht,
Mir selber ich selbst,
Am Ast des Baums, dem man nicht ansehen kann
Aus welcher Wurzel er spross.

Allerdings ging diese Reise viel weiter als es Menschen möglich ist. Aber wir reden hier ja auch vom Allvater Odin und nicht von einem Menschen der seine Geistreise hier beschreibt.

Der Geist sucht in sich selbst, er sucht sein Selbst, seine Wurzeln bis tief in seine Gene, seine Chromosomen. Bis runter du den Codes seiner Basen. Nein ich spreche nicht von den oft angesprochenen Seelenwanderungen. Ich meine dass eine Geistsuche bis runter in die eigene Erbinformationen gehen kann und dass so auch die angeblichen Seelenwanderungen zu erklären sind. So tauchte Odin herab in Tiefen, in seine tiefsten Tiefen und fand so die Runen der Urahnen (darüber ein anderes Mal mehr).



2   Astralreisen
Astralreisen bedeutet nicht in astrale Welten zu reisen. Ich wüsste auch nicht wie man astrale Welten definieren sollte, eine komplett nicht materielle Welt weil ja alles Astral ist? Nee, nicht wirklich vorstellbar. Eine Welt ohne physische Grundlagen? Ich glaub nicht dass es so was gibt. Astralreisen beziehen sich auf einen astralen Körper, dieser bei Bedarf geschaffen, vermag in Welten reisen die sonst für uns nicht erreichbar sind.

Astralreisen bedeutet also meines Erachtens, mittels eines astralen Körpers fremde Welten zu bereisen. Wie das geht? Ich habe keine Ahnung. Ich bin aber überzeugt dass es geht, und dass es mir einmal gelungen sein könnte, ob das tatsächlich geschah? Ich bin mir nicht sicher.

Im germanischen Heidentum, in seiner Mythologie wird von den neun Welten gesprochen. Alle sind verbunden durch Yggdrasil den Weltenbaum. Wir können den Weltenbaum nicht einfach so bereisen. Das ist dem Menschen, warum auch immer, nicht gegeben. Nicht körperlich, nicht auf der physischen Ebene. Auf der astralen Ebene aber schon. Wenn wir vermögen uns einen astralen Körper zu schaffen, dann ist das möglich.

Astrales Reisen
Angenommen es gibt diese andren Welten, ich bin zweifelsfrei überzeugt davon, ich war schon da. Wie ich jedoch soll ich sie finden? Wie fand ich sie? Das weiß ich nicht. In meinem realen Bewusstsein habe ich da keine detaillierte Erinnerung. Ebenso aber glaube ich dass den Göttern diese Möglichkeit zu Verfügung steht. 

Ich glaube nicht an einen, ewigen, allmächtigen, allwissenden, allseienden und unfehlbaren Gott den die Bibel propagiert. Ergo auch nicht an einen erlösenden Christus, oder dem Satan und Fürst der Hölle als das absolute Böse. In Folge davon ebenso nicht an zig Tausendschaften von Engeln und Dämonen. Und letztendlich nicht an den Himmel und die Hölle. Wenn ich aber nicht daran glaube, wie könnte ich diese Orte bereisen? Dort kann ich nur durch die Gnade Gottes (Himmel) und durch die nicht gereute Sünde (Hölle) hin. Dagegen behaupten Christen dass dies anders herum ginge. Das Engel und Dämonen aus ihren Welten in die unsere Reisen, den berichten nach sowohl real als auch in astraler Form oder eben auch als Körper Besetzer. Nun ja, ich glaub da nichts von. Also werde ich nie damit in Verbindung kommen. Weder real noch astral noch sonst irgendwo.

In der griechischen Mythologie und sicher auch anderen scheint so eine Reise mit dem materiellen Körper möglich zu sein. Zumindest für Halbgötter. Aber ich bin auch kein Anhänger des hellenischen Pantheon und daher hab ich mich eher wenig damit beschäftigt. 

Ich glaube (nicht glauben im Sinne von nicht wissen, sondern im Sinne von Überzeugung) das es nicht nur unsere Welt gibt. Es gibt viele andere Welten in Raum und Zeit. Einige mögen in derselben Dimension liegen, desselben physikalischen Gesetzen wie unsere Welt unterworfen sein. Doch sind sie Lichtjahre entfernt und auf technologischen Weg noch lange Zeit unerreichbar. Ich glaube aber auch das es parallele Universen gibt Wie? In welcher Form? unter welchen Bedingungen? Das ist völlig unerheblich.

Astrale Reisen sind unabhängig von Zeit und Raum. Allein glauben muss man an diese Welten. Und ich kann sie so finden

Aber, ich kann sie nicht finden wenn ich eine x-beliebige Welt aus einem Glaubens Konglomerat herausschäle und den Rest verwerfe weil er mir vielleicht nicht gefällt. Ich kann nicht nach Asgard reisen aber nicht an die Götter glauben oder die anderen Neun Welten ignorieren oder gar verleugnen. So funktioniert das nicht. Astrales Reisen bedeutet auch sich einlassen auf das was ich finden will. Und mir nicht was zusammen basteln. Um eine andere Welt ein reales Ziel zu erreichen muss ich, ja muss ich deren Existenz akzeptieren. Das ist keine Frage des Wissens oder des Wünschens, es ist ein sich drauf einlassen. Ansonsten ist es bestenfalls eine Traumreise.

Zusammengefasst:

  • Geist und Astralreisen sind zwei Grundverschiedene Arten des nichtphysischen Reisens.  
  •  Die Geistreise ist eine Art Konzentration auf sein Inneres. 
  •  Die Astralreise ist eine Art Konzentration auf die Schöpfung und Lenkung eines nicht physischen Körpers
  • Beide verbindet das auch das sie bestimmten Gesetzmäßigkeiten unterworfen sind.
Ein Christ, ein Buddhist, ein Heide mögen durch Geistreisen ihr jeweils eigenes Inneres finden und erforschen. Aber niemals werden sie dieselben Welten besuchen wenn sie Astrale Reisen tätigen. Wobei dies für Bibel-Christen wohl eh nicht zutrifft.

Geistreisen wie auch astrale reisen macht man nicht eben mal so zwischen einem spannenden Film und die Wäsche aus dem Trockner holen, bei einer Tasse Kaffee. Bei beiden bedarf es Übung und Konzentration, der zurückbleibende Körper speist beide Formen und wird angestrengt. Wer das nicht verspürt, dessen reisen zweifle ich an. Denn alles was man tut bedarf Energie ob ich den Müll nach draußen bringe oder eine Geistreise unternehme, ob ich ein Sporttraining in der Muckibude absolviere oder einen astralen Körper schaffe und durch ihn reise.

Keine Konzentration, keine Übungen? Aber reisen? Das sind dann bestenfalls Traumreisen und ich meine nicht die Traumreisen der Aborigines, sondern die Träumereien und Phantasiereisen des satten Wohlstandsbürger der sich in Bundesdeutschen Nachkriegs-esoterischem Humbug ergibt, so im Esoterikmesse und *Eso-TV* Abzocke-Bereich. 

Traumreisen haben keinerlei Zwänge. Sie sind völlig befreit von allen physikalischen, geistigen und spirituellen Dingen. Sie sind schön, entspannend, wenn man sich ihrer bewusst ist. Aber es hat wirklich nichts mit Spiritualität zu tun. Und dieses Thema ist mir sehr gut vertraut. Ich vermag das immer zu unterscheiden. Ich lenke meine Traumreisen nach Belieben, sehe das auch die Symbolik von Erlebnissen die in meinem Traum bewusst verarbeitet werden, ich weiß das ich schlafe und hab doch fast immer die komplette Kontrolle meines Traums. Ich weiß zweifelsohne dass meine Traumreisen KEINE Geist oder Astralreisen sind.

By the Way - ekstatische Erlebnisse / Reisen hab ich hier ganz raus gelassen das ist nochmal ein anderes Thema

Nachsatz:
Ich erhebe keinen Anspruch absoluter Wahrheit auf die in diesem Thema ausgeführten Thesen, denn nichts davon kann und will ich beweisen. Doch wann immer mir einer erzählen will er mache dies oder das (Geistreisen / Astralreisen), hat aber keine Ahnung was er da sagt, schreibt, kommuniziert, werde ich ihn auslachen. Zumal wenn er Dinge behauptet, als ultimative Wahrheit, die ich anders erfahre und eben nicht kompatibel sind.

Sonntag, 21. Juli 2019

Die Anstrengung ein Heide zu sein.


Die Anstrengung ein Heide zu sein - Ein Aufruf

Gemeint ist hier speziell die Heiden, die sich dem Asatru oder besser dem germanischen Heidentum zurechnen. Gemeint sind nicht Esoteriker mit einem katholisch/heidnischen Neuheidentum der sich am germanischen Glauben der Ahnen anlehnt, auch nicht neokeltische oder Wicca - interessierte. Sondern gemeint sind jene die dem germanischen Heidentum anhängen inklusive eines Glaubens an die Existenz der Götter als sich selbst bewusste Wesenheiten.

Mit Beginn der vorletzten Jahrhundertwende 18/19 bekam durch die Aufklärung und nationalen Bewusstseins, wenn auch weitergehend sehr kranke Vorgaben annehmend, eine Hinwendung zu Germanischen Heidentum. Diese wurde dann von den deutschen Nationalsozialisten und ihrem esoterischem Standpunkt dem Rassenwahn und Faschismus angepasst und zweckentfremdet.

Nach dem II. Weltkrieg war dann alles, wirklich Alles was irgendwie auch nur Ansatzweise nach NS riecht ein No Go Runen waren per se Nazisymbole vom Hakenkreuz gar nicht erst zu reden. Heiden gelten teilweise noch heute als zumindest Nazi-verdächtig. Die Schuld dran ist sehr genau zu identifizieren. Zur Hälfte liegt das an einem allgemeinen Unwissen und Handhabung der damaligen Besatzungsmächte und Bundesdeutscher Verantwortlicher der Nachkriegsjahrzehnte. Zum anderen an bestimmten Personen und Personenkreise. Hierbei sei genannt die Artgemeinschaft des ehemaligen Neonazianwalts. Deren Bedeutung und öffentliche Aktivitäten gleich Null geworden sind seit ihr Anführer eben jener Rieger vor Jahren starb. Der Armannenorden, wohl weniger extrem aber der Neonaziszene zumindest in starker Annäherung zurechenbar. Und eines ungarisch stämmigen Pseudo-adligen mit diffuser Vergangenheit der sich die Presse zunutze machend wirklich krude Lehren und Thesen verbreitete und dem in Deutschland langsam erwachenden  germanischen Heidentum schweren Schaden zufügte. In den letzten Jahren wurde es aber zum Glück Aller ruhig um ihn. Seit dem erfährt das germanische Heidentum auch wesentlich weniger Widerstand in der allgemeinen Öffentlichkeit. 

Beigetragen dazu haben. Der Verein für germanisches Heidentum VfgH, der Eldaring, Die Bücher unter anderem von Thomas Vömel, seine Veranstaltungen rund um die Internetorganisation Heiden für Toleranz, und sein YT- Kanal HeidenTV. Auch die Publikationen diverser anderer Personen, Andreas Mang und Gardenstone, Duke Mayer bis hin zu Autoren heidnisch orientierter Romane trugen wesentlichen Anteil daran, dass das germanische Heidentum insgesamt in der Gesellschaft weitgehend angekommen ist ohne allgegenwärtig sich aus einem Nazisumpf kämpfen zu müssen in den man sie warf.

Wo also liegt denn nun die Anstrengung ein Heide zu sein?

Die Wahrnehmung des Heidentums im Alltag durch die Öffentlichkeit ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Zum einen spielt das regionale, allgemeine  Glaubensverständnis der Menschen eine Rolle, dann die regionale Dichte aktiver Heiden, und nicht zuletzt deren Auftreten in der Öffentlichkeit entsprechend dieser Faktoren, da sind sicher noch mehr, aber für hier reichten diese wenigen Faktoren. In einer streng katholischen Region oder einer evangelikalen Region wo nur 2-3 Personen sich überhaupt zu einer Art des Heidentum rechnen ist die Wahrnehmung des Heidentums sicher anders als in einer Großstadt wie Berlin.

Diese Wahrnehmung wird immer abhängig sein auch von denen die sich an die Öffentlichkeit trauen. Oder auch nur in ihrem Umfeld sich zum Heidentum bekennend agieren. Die Medien haben gerade erst angefangen sich mit dem Heidentum, oder erstmal mit anderen Glaubensströmungen als der Staatskirche und anverwandte Sekten zu beschäftigen.

Meiner Wahrnehmung entsprechend, sind das hauptsächliche der Deutschlandfunk und der Spiegel, die immer wieder mal aus heidnischen und über heidnische Begebenheiten berichten. Zwischen 1995 und 2010 drängte sich hauptsächlich der oben schon erwähnte  pseudoadlige und selbsternannte Heidenpapst an die Öffentlichkeit und zeigte so ein Bild des Heidentums welches großen Schaden anrichtete das näher zu beschreiben genug gemacht wurde. Zu unser aller Glück ist er wieder in der Versenkung verschwunden. Stattdessen sind etliche andere von der Gesellschaft ernst genommene Menschen aufgetreten die eben nicht eines Heidenpapstes zweifelhaften Ruf genießen.

Das Bild hat sich auf nationaler Ebene insoweit gebessert das eben die Anhänger des Heidentum so ziemlich aus der Ecke esoterischer Spinner herausgelöst ist. Und auch nicht allgemein mehr in der Naziecke klebt. Auch wenn beide, Esoteriker und Neonazis, noch immer versuchen bestimmte Bestandteile des germanischen Heidentums für sich zu beanspruchen. Dennoch muss von Heidenseite immer noch sehr viel getan werden diese Tendenz, denn mehr ist es im Moment noch nicht, dieses zu verstärken und ihn in der Gesellschaft Wurzeln zu geben.

Der einzelne Heide nun sieht sich sein Umfeld an, und passt sich dem so gut als möglich an. Leider scheuen sich viele auch einfach mal aus der gesellschaftlich vorgegebene Rolle zu springen und Stellung zu beziehen. Das hat Auswirkungen die nicht immer positive Folgen haben. Nicht selten verkapselt der betroffene sein Heidentum und versucht völlig unauffällig zu sein oder meint, es sei dann hilfreich sich über ein Gesellschafterrechte Gutmenschentum zu etablieren. Ich weiß sogar von einigen wenigen Fällen wo es bei Heiden so weit geht das sie ihre Kinder taufen lassen. Etwas was Atheisten oder auch bestimmte Christengruppen im eigenen Umfeld nicht mal tun. Es geht sicher nicht darum eines dieser unsäglichen und für mich unerträglichen, T-Shirts zu tragen mit der Aufschrift Odin statt Jesus. Und durch die eigene Ortschaft rennend zu brüllen: huhu, seht mal ich bin Heide und wenn ihr gegen mich seid dann bin ich ein Märtyrer, egal ob ich ein feiner Mensch oder ein Vollpfosten bin. Das ist christliche Missionarstechnik. Heiden sollten sich das nicht aneignen, denn es ist erbärmlich.

Doch ziehe ich in Zweifel dass eine totale Abschottung des eigenen Glaubens vor dem sozialen Umfeld tatsächlich nötig ist um bloß ja keine Benachteiligung zu erfahren. Zwischen dem rumlaufen mit besagtem Shirt und der totalen Abschottung liegt ein weites Feld. In diesem ist eine portionierte Öffnung durchaus möglich und angebracht. Wenn homosexuelle, transsexuelle sich outen, warum Heiden dann nicht?

Wie das im Einzelnen zu bewerkstelligen ist vermag ich niemanden zu sagen, zu empfehlen, schon gar nicht vor zu schreiben. Das klärt mit euch Selbst und denen aus eurem Freundeskreis. Da ich nie und nirgends je Probleme hatte mich zum germanischen Heidentum zu bekennen und daraus meines Wissens nie Nachteile erfuhr. Bin ich völlig ungeeignet hier Bewertungen ab zu geben und will in meinem Text auch nicht so verstanden werden.

Wo ich wirklich Kritik ansetzen möchte ist das fehlende Interesse sich ein zu bringen. Im weitesten Sinne auch mal ein nur kleines Opfer zu bringen für die Sache. Was ist die Sache? Das verbreiten des Heidentums? Mitglieder Gewinnung? Staatliche Anerkennung als Religionsgemeinschaft? Nein, das ist nicht die Sache. Die Sache ist, die auch zu unterstützen die sich eben engagieren, die Aktionen, Veranstaltungen, Projekte aller Art hochziehen. Nicht um Anhänger zu gewinnen sondern zu lehren zu berichten oder einfach nur Gemeinschaftspflege betreiben. Obwohl selbst nicht Mitglied des VfgH war ich entsetzt als mir bekannt wurde dass ein großes Jahrestreffen mangels Beteiligung abgesetzt wurde.
Ich reagiere mit Enttäuschung wenn hunderte ja bis in den vierstelligen Bereich gehend Zugriffe auf HeidenTV gehen aber nicht ein müder Euro Unterstützung einläuft. Ich mache jetzt etwas was mir selbst völlig zuwider ist. Ich scheine bis jetzt der einzige zu sein der HeidenTV mit jährlich 200,-€ ca. unterstützt. Angemerkt sei ich war bis April diesen Jahren H4 Empfänger, sparte mir diese 200,-€ wortwörtlich vom Munde ab. Für mich eine Selbstverständlichkeit. Natürlich sollte man die Filmbeiträge loben und verbreiten das sind 2 bis 3 Klicks, zur Verlinkung. Doch warum schafft es niemand auch nur einmalig 10 Euro zu überweisen? Wenn das 30 Personen von den über 1000 Nutznießern des Kanals HeidenTV sind das mal locker 300 Euro. Der Betreiber trägt die kompletten Kosten allein. Habt ihr eine Ahnung was das Kosten mit sich bringt, allein für das Equipment? Zeit die da drinne steckt Schnitt, Ton und jede Menge Bearbeitung mittels Technologien die alle Geld kosten. Bis dann die uns allen so toll empfunden Videos veröffentlicht werden.

Angemerkt sei hier ich schreibe hier weder im Auftrag des Betreibers noch bin ich in irgendeiner Form Nutznießer des HeidenTV als nur ein Filme Anschauer. Wie alle anderen auch.

Leute unterstützt eure heidnischen Vereine, unterstützt Projekte zum einen durch Anwesenheit und auch finanziell, es geht hier nicht um Spenden von einigen hundert Euro, auch 10 Euro selbst nur einmal im Jahr ein Projekt unterstützt das allein schon schafft Luft für die, die sich hier einbringen. Es gibt ca. 10.000 Heiden in Deutschland und so wenig Unterstützung finanzieller persönlichen Einsatzes Besuch von Jahreskreisfesten zusammengenommen das sie kaum erwähnenswert sind.

2014 waren in Fritzlar wegen der Bonifatius Aktion ca. 200 Leute zusammen gekommen schon toll aber immer noch zu wenig doch ein Anfang. Aus vielen Ecken gab man der Hoffnung Ausdruck dass beim nächsten Mal schon 1000 und dann bald viele Tausend sich beteiligen. By the Way - Die, die das am lautesten propagierten waren beim nächsten Mal 2016 nicht mehr dabei. Die Teilnehmerzahl war deutlich gesunken. Für mich war es auch ein großes Fremdschämen obwohl ich den Enthusiasmus zwei Jahre zuvor weit weniger Bedeutung beimaß und so nicht wirklich Enttäuschung empfand. Ich selbst lud mehrfach in Hannover zu den Jahreskreisfesten. Es kamen im höchsten Fall mit mir zusammen nicht mehr als vier Personen. Traurig, traurig der gewählte Ort deckte en gebiet von Hannover und Randgebiete ab die mit Bahn und Bus nicht mal eine Fahrtzeit von einer Stunde beinhaltete Uhrzeit und Wetter waren bis auf einmal völlig vertretbar.

Wie soll die Öffentlichkeit das Heidentum wahrnehmen wenn nicht mal die sogenannten Großstadtheiden es fertig kriegen gemeinsame Jahresfeste zu gestalten. Wie sollen Projekte wie HeidenTV als YouTube-Kanal der Öffentlichkeit bekannt werden wenn die Qualität der Beiträge, eventuell wegen der nicht machbaren Finanzierung, nachlassen oder ganz verschwinden. Vom persönlichen Erfolgserlebnis des Initiators mal abgesehen das es auch braucht.

Es ist nicht schwer sein Heidentum zu leben und zu unterstützen. Natürlich gibt es immer Ausnahmen die bestimmte Aktionen einfach utopisch machen. Ich kann auch nicht 2 -3 Mal im Jahr Veranstaltungen besuchen die 200 km oder gar 600 km entfernt sind. Die Nebenkosten, Übernachtung, Fahrgeld essen trinken wären dann nicht mehr zu leisten. Dafür versuchte ich hier in Hannover was zu organisieren. Oder eben unterstütze, in meinen Möglichkeiten, HeidenTV.

Jeder kann ein wenig oder mehr in seinem Umfeld tun. Und ich meine nicht damit Fälle wo der jeweilige am absoluten Existenzminimum lebt und am 20. schon überlegt ob die noch verfügbare Kohle für das Essen, bis zum 30. reicht. Auch nicht die, die durch Behinderung oder sonstige Gebrechen oder Krankheiten gehindert sind. Veranstaltungen zu besuchen. Nein ich spreche die an, die eben zu den entsprechenden Leistungen in der Lage sind. Und ich weiß sehr wohl dass dies nicht wenige sind.

Ebenso rufe ich euch zu zeigt Mut zum Bekenntnis auch wenn ihr tatsächlich schräg angesehen werdet, die Menschen sind weit toleranter wenn sie sich nicht bedroht fühlen.
So werden wir, als Heiden ein akzeptierter Teil, ebenso eine wahrgenommene Ecke der allgemeinen Gesellschaft.

Versteht euer Heidentum nicht als Anstrengung, versteht es als Geschenk des Lebens.