Donnerstag, 19. Oktober 2006

Arrrrghhh...

Manchmal ergibt sich ein Gespräch auf der Straße über Glauben und Religion. Meist dann weil gerade wieder irgendwer andere zu missionieren sucht. Es ist ja nichts dagegen ein zu wenden wenn jemand meint seinen Glauben anderen aktiv mitteilen zu müssen. Die Christen sehen dies als ja Auftrag ihres Jesus. Es ist die Art mancher dieser Vertreter die einen in Rage bringt. Die Arroganz, die Selbstherrlichkeit die dabei von einigen angelegt wird. Und wenn man dann zu Recht erzürnt ist darüber zieht sich der Auslöser auf den Spruch zurück das ja die "Ungläubigen" da Wort vom Herrn und den Herrn selbst hassen darum er der Sohn Gottes ist.
NEIN; ganz sicher nicht, ich war nicht erzürnt über Jesus auch nicht über Gott, wie kann ich erzürnt sein über einen Gott an den ich nicht glaube?

Ich war Schweine sauer über diese dämliche Art und Weise wie diese Personen ihren Glauben darstellte. Arrogant und Ignorant. Wenn sie das die Liebe ihres Gottes nennen, dann muss der Haß dieses Gottes eine Wohltat sein. Dieser Satz war eben genauso dämlich wie die Sprüche die ich er heute erleben "durfte" und das ist kein Einzelfall. Meine Erfahrung mit den "Missionaren Gottes" ist häufig derart gestaltet. Aber urteilt selbst.

Ich versuche die Situation und das Gespräch sinngemäß wider zu geben so wörtlich wie es mir möglich ist.

Ich war in der Innenstadt von Hannover unterwegs. Plötzlich sprach mich eine Dame etwa Mitte Fünfzig an.

Dame: Glauben sie an Gott?

Ich: Grundsätzlich ja, aber welchen Gott meinen Sie?

Dame: Es gibt nur einen Gott, den Erlösergott!

Ich: Nun, das mag ihr Glaube sein. Ich sehe das ein wenig anders.

Dame: Sie kennen die Bibel nicht. (das war keine Frage sondern wurde als Feststellung formuliert)

Ich: Doch die Bibel ist mir sehr wohl inhaltlich wie auch im Kontext sehr bekannt.

Dame: Nein, sie kennen sie nicht! (Leichter Anstieg des Blutdrucks)

Ich: Ich sagte ihnen doch eben ich kenne sie inhaltlich wie auch im Kontext.

Dame: Nein, Sie haben sie vielleicht mal gelesen aber sie kennen sie nicht. (Langsam wurde ich sauer)

Ich: gute Frau, Ich sagte ihnen eben 2x das ich die Bibel kenne, ich habe sie unzählige mal gelesen ganz und teilweise und kenne sie inhaltlich und von Kontext was bedeutet welche Aussagen und Anforderungen sie hat.

Dame: Sie kennen sie nicht, sie haben sie ja nicht verstanden. (Ich kurz davor ihr eine zu scheuern)
Ich: erstaunlicher weise ruhig bleibend Verstehe ich sie so richtig, das wer die Bibel liest und ihr nicht folgt hat sie nicht verstanden?

Darauf war die Dame den Kopf in den Nacken, drehte sich ruckartig um. Und lies mich stehen. Was für eine dämliche arrogante Zicke.

So oder ähnlich habe ich schon sehr viele "Missionare Gottes" agieren sehen. Sicher, nicht alle aber die, die sich als Missionare sehen wollen die gehen so vor mehrheitlich. Und ich meine mehrheitlich.

Und wenn man sich über die Verhaltensweisen dieses "Bodenpersonals" erregt. Dann heißt es. Sie hassen Jesus um des Wortes willen. Das ist eine bewußte Lüge, eine Lüge die äußert nützlich ist sich schuldenfrei zu sprechen von jeder Lieblosigkeit, jedem Fehlverhalten und Mißachtung des Glaubens anderer Menschen. Die wenigsten hassen Jesus oder gar Gott. Nein, sie hassen die Art und Weise dessen der ihnen versucht den "wahren" Glauben zu integrieren.

Leidtragende sind die, die bemüht sind ihr Leben ein Zeugnis ihres Glaubens zu leben und denen davon erzählen die es hören wollen.

Wobei ich erwähnen muss das dieses Problem auch den Heiden zu Eigen ist wenn faschistische Jugendbanden ... Heil Odin und Ausländer raus brüllend versuchen den alten Glauben zu vereinnahmen. Wodurch der heidnische Glaube arg in Verruf gerät

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

mit Leidtragende dachtest du wohl unter anderem an mich - grins - sehr gut geschrieben Ordensbruder - ich schreib hier einfach mal rein, weil du mich mehrfach dazu aufgefordert hattest und gebe dir insofern Recht, denn das Evangelium des lebendigen Gottes Israels kann man nicht einprügeln, der Glaube an diesen Gott ist eine Gnade von demselben und kommt nur zu jenen, die der Vater im Himmel zu sich heranzieht - Wir Kinder Gottes können nur einen Schubs in diese Richtung geben und den Glauben an diesen Gott nicht einprügeln, in dem wir konstant und immer wieder davon auf einen einzelnen Menschen einreden - das bringt überhaupt gar nix - im Gegenteil - es würde diesen Menschen nur dazu bringen - den Gott Israels total abzulehnen und das auf Grund derer, die den Glauben aufzwingen wollen....das hat JESUS nie gewollt!!! und so auch NIEMALS gesagt!!!

Gruß von SisterSylvie777