Montag, 5. März 2007

Universeller und ethnischer Glaube in den Religionen

Immer wieder begegnet einem in den Religionen dieser Welt zwei Richtungen innerhalb eines Glaubens. Die einen führen als Hauptargument Der Glaube ist Universell und jeder Mensch kann sich diesen Glauben annehmen. Die anderen sagen das eine ethnisch verwandte Bindung zu dem Glauben bestehen muss.

Betrachten wir uns die Religionen dieser Welt.

Der Buddhismus: An sich ein grundsätzlich Universeller Glaube fand er seinen Ursprung in Indien und verbreitete sich überwiegend in Ost und Südasien. Doch auch in Europa Amerika Afrika fand er seinen Einzug und das auch in nicht unerheblicher Intensität. Doch auch hier gibt es regionale eher als ethnische Besonderheiten. Was daran liegen mag das der jeweilige regionale heidnische Glaube Einzug fand in das Selbstverständnis des Buddhismus... Der Buddhismus integrierte also die jeweilige regionale Glaubenswelt. Das hatte zur Folge das der Buddhismus zwar Universell war aber doch regional stark abweichend und diesbezüglich entsprechend unzugänglich für Außenstehende. Es ist aber auch zu bedenken das der Buddhismus für sich nicht als Religion zu verstehen ist.

Christentum: Der christliche Glaube ist in sich ein absolut universeller Glaube da er für jedermann zugänglich ist, vom einfachen Gläubigen bis zu den höchsten pastoralen Ämtern steht es jedem Gläubigen offen jede Position an zu streben. Politische oder Wirtschaftliche Besonderheiten mal ausgenommen. Und doch, gibt sich das Christentum durch seinen eigenen Anspruch einen elitären Stand seiner Anhänger... basierend auf dem Judentum.. nennt sich das Christenvolk nun das Volk Gottes, bezug nehmend auf die zahlreichen Schriften unter anderem der Bibel und Schriften Luthers.

Islam: Hier handelt sich es ebenso wie beim Christentum um einem Universellen Glauben, sprich ebenso für jedermann zugänglich. Dennoch erweckt sich oft der Eindruck das Moslems aus Europa den arabisch stämmigen Moslems irgendwie Moslems 2. Klasse wären. Ich mag mich täuschen aber ich wüsste jetzt keinen Europäer der ein hohes moslemisches Amt bekleidet. Der Islam ist als Religion zwar Universell, also für jeden annehmbar so er denn will. Aber die Brote schmiert der Arabische Moslem.
Beide, das Christentum wie auch der Islam berufen sich in ihrer Grundlage auf den Mosaischen Glauben. Genauer gesagt auf Abraham.

Judentum: Eine eindeutig ethnisch begrenzte Religion. Zwar kann ein Nicht - Jude das Judentum annehmen, seine Rituale und Zeremonien und auch die Sitten praktizieren. Aber er wird niemals als Jude anerkannt werden. Das Judentum ist die einzige ethnische Religion die auch selbst als solche darauf Wert legt. Nennt sich dies Volk, durch Geburtszugehörigkeit zum Volk Gottes.

Die "Heidnischen" Glauben: Der Glauben der First Nation auch Indianer geheißen ist in seinen unendlichen Stammesvariationen wohl ethnisch angelegt aber dennoch universell von den Möglichkeiten. Das bedeutet, Diese Religions- und Glaubensvariationen hatten eine mögliche Anhängerschaft außerhalb des Volkes niemals in Erwägung gezogen. Bei den Afrikanischen Glauben war das ebenso.

Die alten Glauben Griechenlands und Roms waren ja weitgehend identisch und generell Universell ausgerichtet. Ohne jeden Herausstellungsanspruch der jeweiligen Völker.

Jetzt wird es differenzierter
Der heidnische Glaube auch als der Nordische Glaube oder Asatru bekannt hat gerade durch die Selbstberufung des III. Reichs auf seine Rechtmäßigkeit auf Erbfolge durch das Heidentum. Eine besondere Sensibilität.

Weil eben damals von 1933 – 1945 ß (wegen dieser nicht ganz 12,5 Jahre) einer Jahrtausenden währende Geschichte und eben auch Glaubensgrundlage in Verruf gebracht wurde. Weil eben diese Nationalsozialisten germanische Runen verwendeten, Germanisch/heidnische Traditionen absorbierten und sich auf diese beriefen und ihr Tun zu erklären suchten, aus diesem Grunde ist da eine höhere Sensibilität angebracht ... will man meinen.

Ebenso wie sich der gläubige Moslem überall auf der Welt weigert ein Schuldbekenntnis für sich und seinen Glauben auszusprechen angesichts diverser Gewalttaten unter Bezugnahme Allahs, ebenso weigern sich alle Heiden die man allgm. Dem Asatru zurechnet. Ein Schuldbekenntnis zum Nationalsozialismus ab zu geben.

Der universelle Asatru, zumindest aber in meinem Falle, und ich weis das viele da zustimmen, lehnt jede Verbindung zum ethnischen Asatru ab, besonders entschieden wenn ein Bezug zum Faschismus, zum NS-Regime und deren Ideale hergestellt werden soll.

Es gibt nicht ein stichhaltiges Argument das den NS-Gedanken und seinen Rattenschwanz zum heidnischen Glauben begründet, oder sonstwie in Vereinbarung zu bringen ist. Eher kann ein polit. Anarchist heidnischen Glaubens sein als ein Nazi.

Die heidnischen Germanen, kannten bis dato überhaupt keine Staatsgebilde, und schon gar keine ethnisch Bedingten oder sogar totalitäten, selbst die Wikinger die schon welche kannten, waren Begriffe die Rassenpolitisch einordbar waren, in keinster weise bekannt oder gar waren dies niemals Aspekte ihrer Politik. Das ließe sich noch endlos fortführen.

Aber ich will das nicht politisieren. Denn wenn ich einen komplexen Glauben habe mich einer in sich geschlossenen Glaubenswelt zurechne von einer Schöpfung bis hinaus zu einem Untergang und darüber hinaus. Ist dann dieser Glaube, sind dann diese Götter nicht für alle Menschen? Schufen denn nicht die Götter die Welt und die Menschen? Ist nicht das Gastrecht uns Heiden heilig? Wäre dem allen nicht so, dann sollten wir schnellstens Sorge tragen das Asatru-Gruppen und Asatrugläubige in den USA, Mittel.- und Südamerika, und Australien sich umgehend auflösen und ihren Glauben ablegen. Was für eine Lächerlichkeit.

Der Glaube und seine Grundlagen ist im heidnischen Universell, aber mag ethnische oder regionale Unterschiede aufweisen. Kein Heide wird, so er sich nicht als NS-Anhänger outet irgend jemandem seinen "wahren" Glauben, seine Glaubensform aufzwingen wollen. Kein Heide wird einen Menschen nach dem beurteilen was und an welche Götter er glaubt, oder welchen er opfert. Er mag ihn interessehalber danach fragen. Fragen bildet. Aber er wird ihn nur nachdem beurteilen was er tut oder eben nicht tut. Die ethnische Herkunft ist dem Heiden dem Asatru vollkommen unerheblich. Diesbezüglich kann ich tatsächlich einen Hollywoodfilm empfehlen. Der 13te Krieger. In diesem Film ist zumindest ansatzweise, meines Erachtens sogar überdeutlich zu erkennen. Das der heidnische Glaube sich nie in Konkurrenz zu anderen Religionen sah oder dies zu übertrumpfen suchte, oder irgendwie ethnisch bedingt ist.
Ein weiser Mann sagte mal: "Der Glaube ist immer die Sache des Menschen, nur die Religion erhebt den Anspruch auf eine umfassende Wahrheiten."



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