Mittwoch, 19. Dezember 2007

Heiden und Christen, geht ja nun garnicht?


Grundsätzliches: Der heidnische und der christliche Glaube stehen, wie schon früher erwähnt, nicht in Konkurrenz zueinander. Beide Überzeugungen stehen sich unvereinbar gegenüber.


Ist also der Christ mein Feind? Bin ich der Feind des Christen?


Die christliche Lehre besagt:


Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. (2. Mose 20. 2 - 3).


Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. ( Joh. 14. 6)


Das ließe sich noch fortführen, reicht aber aus um das folgende zu verdeutlichen.


Die christliche Lehre besagt also das dieser Gott, der eben sein favorisiertes Volk aus Ägypten fuhrte, der einzige Gott sein will fur die Angehorigen dieses Volk und das er nicht duldet das andere Götter neben ihm angerufen werden. Das beinhaltet das es viele Gotter gibt.


Und das gibt der Kontext des AT auch her


HERR, wer ist dir gleich unter den Göttern? Wer ist dir gleich, der so mächtig, heilig, schrecklich, löblich und wundertatig ist?
(2. Mose 15.11)


Nun weiß ich, daß der HERR größer ist als alle Götter; denn er hat das Volk aus der Ägypter Hand errettet, weil sie vermessen an Israel gehandelt haben. (2. Mose 18. 11)


Du sollst ihre Götter nicht anbeten noch ihnen dienen noch tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Steinmale umreißen und zerbrechen.
(2. Mose 23. 24)


Auch dies ließe sich noch lange fortführen.


Das AT gibt also zu, es gibt noch anderen Götter. Auch wenn der Gott Israels verlangt andere Götter zu schmähen. Eine Sache die aus meiner Sicht nicht gerade fur einen Gott spricht.


Es ist also fest zu halten, aus der möglichen Sicht eines Heiden Der Gott aus dem AT, der Gott Israels ist ein sehr eifersuchtiger Gott, der andere Götter nicht zulassen will zumindest soweit es in seiner Macht steht.


Die Christen berufen sich doch aber auf diesen Gott. Muss ich jetzt alle hassen die dem Volke Israels angehören, die sich Christen heißen und auch die Moslime die sich auch auf diesen Gott berufen, auch wenn einige Christen das vehement abstreiten?


Nun, das mag auf die Nazis aller Couleur zutreffen die sich den heidnischen Glauben als Grund ihrer kranken Weltsicht an zu eignen suchen. Nicht aber auf Menschen heidnischen Glaubens.


Doch gehen wir weiter.


Der Christliche Glaube erweitert dies noch auf Aussagen die ihrem Initiator zugeschrieben werden.


Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. ( Joh. 14. 6)


Doch weil wir wissen, daß der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht. (Gal. 2. 16)


wie geschrieben steht: ¡ìDa ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer (Röm. 3. 10-12)


Dieser kleine Einblick der sich noch lange fortfuhren ließe besagt also genau woran die Christen glauben.


Alle Menschen ob Mann oder Frau, Jung oder Alt, Krank oder Gesund, Stark oder Schwach, Brutaler Massenmörder oder voller Milde und hilfreich gegen jedermann. Alle ohne Ausnahme sind in der Sunde, von Grund auf schlecht. Niemand absolut niemand ist von sich aus gut. Er mag Willen haben und selbst sein Leben geben fur das Wohl der anderen. Er ist dennoch in der Sunde.
Gebe ich mich aber diesem Jesus, als Sohn des Gottes der Bibel hin nehme ihn als meinen Herrn dann bin ich gerettet und gerecht vor allen und vor allem vor Gott. Gleichgultig auch hier ob ich zuvor Massenmorder war oder aber den Menschen ein Helfer in ihren Nöten.


Welch eine "barbarische" Religion in meinen Augen, voller Menschenverachtung und Lebenshass allem gegenuber das eben diesen Weg nicht geht.


Muss ich also nun die Christen hassen? Verachten? Ihnen tun wie sie mich werten? Nein, Ich habe die Freiheit den Menschen so zu nehmen wie er mir begegnet.


Was ich aus den Inhalten des christlichen Glaubensfundamentes hier aufgeführt habe ist meine Sicht dessen was das Christentum ausmacht. Jeder Mensch ob Christ, Jude, Moslem oder Sonst eines Glaubensangehöriger legt seinen Glauben aus wie er ihn eben fur sich auslegt. Und so wie er ihn fur sich auslegt und dies dann auslebt so begegnet er mir und genauso behandle ich auch ihn.


Ein weiser Mann sagte mal: Beurteile den Glauben oder die Weltanschauung eines Menschen nicht nach dem was du aus ihr liest sondern wie Er oder Sie diese fur sich umsetzt.


Ebenso wie es gute Menschen unter denen gibt die den christlichen Glauben haben gibt es auch zutiefst böse Menschen die sich auf genau den gleichen Gott berufen. Ebenso wie es gute Menschen unter den Moslimen gibt, gibt es Menschen die ihre Glaubenserfüllung im morden von Menschen sehen. Ebenso wie es gute Menschen gibt die ihren heidnischen Göttern opfern. Ebenso gibt es jene die auf die genau gleichen Gotter irgendwelche faschistisch/rassistisch orientierten Mist meinen begründen zu konnen.


Beinahe jeder vermag Gutes zu tun und ein reines Herz sich zu bewahren. Ebenso kann jeder ein brutales mordendes Übel sein, gleich welchen Glaubens er ist.


Was ich in dem christlichen Glauben sehe ist wirklich nichts gutes. Wer aber genau dasselbe sieht und das fur sich dann auch so in Anspruch nimmt. Der hat meine ganze Verachtung. Wer aber was anderes sieht in diesem Glauben und sich mir und anderen gegenuber so verhält das ich ihn Wert zu achten vermag. Den kann ich frohen Herzens immer die Hand reichen, ob mir sein Glaube aus meiner Sicht nun zusagt oder nicht.


Es wird immer einige paranoide Menschenhasser geben die in jedem Christen einen Kindesmörder sehen, in jedem Heiden einen Nazi, in jedem Moslem einen potentiellen Terroristen, in jedem Buddhisten einen Gutmenschidealisten oder aber Kung-fu Kämpfer, und in jedem Glaubigen einen Traumer und Trottel.


Doch ich will Menschen bewerten so wie sie mir und den meinen begegnen, die mir und den meinen Gut wollen denen will ich Gut. Die mir oder den meinen Böses wollen ....


Der Freund soll dem Freunde Freundschaft bewähren, Ihm selbst und seinen Freunden. Aber des Feindes Freunde soll niemand sich gewogen erweisen (Edda, Havamal 42)



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