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Donnerstag, 15. Februar 2007

Glauben und Politik

Erstmal vorab: "ich bin der Ansicht das jeder Mensch unabhängig welchen Glaubens, sei er nun Atheist, Buddhist, Christ, Esoteriker, Heide, Hindu, Jude, Moslem, oder glaubt Gott sei ein Elefant, was auch immer, selbst die Verantwortung für sein politisches Handeln trägt.

Wenn er oder sie, dieses Handeln auf der Grundlage seines Glaubens stellt, ist trotzdem er selbst verantwortlich zu machen und nicht sein Gott. Denn es wird immer Leute des selben Glaubens geben die politisch völlig andere Sichtweisen vertreten, die sie auch auf die Grundlage ihres Glaubens zu stellen vermögen. Soviel vorweg!

In unserer Welt existieren etliche Varianten von eigentlich nur zwei Systemen
  1. pluralistischen Demokratie
  2. Totalitäre Hierarchien.

Die Grenzen sind dabei durchaus schwimmend.

Ob nun parlamentarische Demokratie, konstitutionelle Monarchien, Kommunistische Volksrepubliken, Faschistische oder Religiöse Gewaltherrscher. Im Prinzip läuft es immer auf diese zwei Systeme hinaus.


Der "Gottesstaat" als Ideal
Ein "Gottesstaat" ist im Prinzip ein Widerspruch in sich selbst. Sei er nun Islamisch, Christlich, Buddhistisch, Heidnisch, Hindu, oder was auch immer. Allerdings spricht man im allgemeinen nur von den Buchreligionen wenn man von sog. Gottesstaaten spricht. Was soll das eigentlich sein, so ein Gottesstaat?

Bei den meisten Menschen löst der begriff "Gottesstaat" eher ein Gefühl des Unbehagens, denn freudige Hoffnung aus. Vordergründig mag das an Menschen wie Ajatollah Khomeni liegen. Der einst aus der Monarchie Persien die Islamische Republik Iran machte, Ein Staat, der nach seinem Dafür halten und dem seiner Anhänger ein Staat auf den Grundlagen des Koran darstellte. Eben einen Gottesstaat.

Aus der Christlichen Ecke gibt es ähnliche Bestrebungen. Die Fundamentalistischen Christen, vorzugsweise aus den USA auch als Taliban-Christen oder Klerikalfaschisten bezeichnet streben vergleichbares an. So gibt es bereits Gemeinden und kleinere Städte im mittleren Westen der USA die regelrecht gezielte Diskriminierungen ja sogar vor Einschüchterungsversuchen bis hin zu seltenen aber vorgekommenen Gewaltanwendungen nicht zurück schrecken um Andersgläubige, oder eben Unangepasste entweder auf Linie zu bringen oder zu vertreiben. Solche Dinge legen die Vermutung nahe das eben ein Gottesstaat nicht gerade das Ideal ist menschlichen Zusammenlebens.

Ist die jeweilige Religion, und das sind nun mal die beiden größten Islam und Christentum in seiner Lehre absolut. (Er, Gott respektive Allah, ist der einzige Gott) dann duldet auch ein solcher Gottesstaat natürlich keine andere Form des Glaubens er wird also zu einem Absolutistischen Staat. Das liegt einfach in der Natur derer die einen solchen Staat propagieren.
Die freiheitliche Demokratie der Vielfalt als Staatsform von Nationalstaaten bis kontinentale Unionsstaaten durchaus auch auf den Glauben begründet.

Die pluralistischen, föderativen, Demokratien, die Staaten Europas, Nordamerikas, Teile Süd- und Mittelamerikas, Teile Afrikas und Asiens beruhen ebenso wie die Grundlagen der UNO auf allg. Werten der Völkergemeinschaft. Was bedeutet hier ist ein Arrangement verschiedener Ideale und Wertesysteme die auch, und sogar größtenteils auf Glaubenswerte beruht.

Der Grundgedanke der einst in der französischen Revolution Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Als Abkehr von der herrschenden totalitären Monarchie ist so eine Zusammenfassung die sich später, meist weniger und in späteren Jahrzehnten teilweise gar nicht mehr blutig. (Russische Revolution unter Gorbatschow) immer weiter verbreitete. Die eben heute seinen vorläufigen Gipfel in den interkontinentalen Organisationen sich wider spiegelt. Alle die propagierten und Inhaltlichen Werte, was nicht immer identisch sein mag, finden ihre Grundlage irgendwie immer in diesen drei Werten der französischen Revolution. Die damals aber auch nicht neu waren, sondern nur erstmalig wirklich erfolgreich.

Viele der Initiatoren solcher Wertbesinnungen, Werte - Raum – Schaffende, berufen sich auf ihren Glauben. Und das sind Menschen völlig unterschiedlichsten Glaubens. Von Atheisten über Katholiken über Shintoisten bis zu Zeugen Jehovas. Auch wenn sie die Werte unterschiedlich deuten benennen tun sie dieselben. Aber ebenso ihre radikalen Glaubensgenossen berufen sich auf eben ihren Glauben als Rechtfertigung von Überzeugungen und Taten die der "Normalbürger" nicht nach zu vollziehen vermag.

Ich kann natürlich daher gehen und behaupten, ich führe ein Gott gefälliges Leben, mein leben ist diesem oder jenem Gott geweiht, usw. usw. usw. Darum ist auch meine politische Ansicht Gott gefällig. Tja, da wären wir wieder beim Gottesstaat. Und bei aller Meinungsfreiheit, Toleranz, Fairness oder welcher begriff hier angebracht sein mag. Da gibt es keine Diskussion mehr. Da gibt es nur eines "Ordentlich wat uffe Schnüss" Aber das ist nur meine persönliche Meinung und keine Aufforderung. Denn mein Wertesystem lässt das durchaus zu.

Aber genug der Weltpolitik, Internationaler Organisationen und Zusammenhänge. "Bleibe im Lande und nähre dich redlich" Bleiben wir also im Lande und überdenken unseren Staat.

Glauben und Politik in unseren Gefilden. Das Grundgesetz findet seine Wurzeln wo? In der Bibel, respektive in der Auslegung der Bibel durch eben die Christliche Historie im Raum der heutigen BRD sowie mit Einfluss regionaler und überregionaler Ereignisse und Geschichte des Deutschen Reiches. Natürlich ist dies nur im Kontext sichtbar denn Deutschland ist ja kein Gottesstaat, aber es ist durchaus sichtbar. Allerdings eben in der Form wie die christlichen Grundlagen vor 50 Jahren gedeutet wurden. Und unter Einbeziehung möglichst vieler halbwegs kompatibler Varianten.

Doch bevor ich mich jetzt verrenne in die Feinheiten und Variablen von Bundepolitischen Prozessen und der inhaltlichen Entstehung des GG will ich zum Thema zurückkehren.

In einem sind Glauben und Politik eins, sie streben nach höherem besserem. Das aber ist nur der Idealfall und doch ist's auch im Negativen gleich. Viele bedienen sich des Glaubens und noch mehr der Politik einzig und allein ihr bestreben nach Macht zu befriedigen (sexuell, finanziell, Individuell). Aber auch das ist nicht Thema. Aber welche Motivationen treibt einen Menschen politisch etwas erreichen zu wollen? Sein "Ideal einer besseren Welt" Worauf begründet sich das? Weil er an die Möglichkeit einer besseren Welt glaubt. Sind nun alle Politiker, nein.. alle politisch tätigen Menschen Eigeninteressen-Vertreter oder idealisierte Weltverbesserer? Sicher nicht obwohl auch diese eben vorkommen ist es bei... so hoffe ich, aber bezweifle ich ... den meisten eine Kombination aus Eigeninteresse – Vorstellung eines Ideals – Der Wille aktiv etwas auf diesem Wege zu tun. Und was ist die Grundlage solcher Menschen? Natürlich das woran sie Glauben.... In allen Parteien gab es zu allen Zeiten diverse Anhänger unterschiedlichster Glaubensrichtungen.... bei den Nazis gab es Christen und Heiden, <- beides sehr minimal. Es gab Esoteriker, Atheisten und was weiß ich noch alles. Genau das gab es auch bei den Kommunisten. Sollte es bei den demokratischen Parteien anders sein?

Nein, sicher nicht. Es gibt Atheisten, Buddhisten, Christen, Heiden, Moslems bei der FDP,SPD,CDU den Grünen... gut.. bei den kleineren Parteien insbesondere Sparten-Parteien wird das anders aussehen. Den in der Partei Bibeltreuer Christen werden sich kaum Heiden oder Moslems oder Atheisten finden. und in der Dt. Sex Partei wohl keine Baptisten, ja ja unmöglich ist garnix.

Es ist also offensichtlich. Der Glaube bestimmt nicht die politische Richtung, Er bestimmt nicht die Parteizugehörigkeit. Er ist allenfalls ein Richtpfeiler meiner Art wie ich meine polit. Ziele zu verwirklichen suche. Eben die Grundlage meines Wertesystems. In einem früheren Artikel erwähnte ich mal sinngemäß. Der Glaube ist eine persönliche Sache zwischen mir und meinen Göttern, die Religion ist die Organisation des Glaubens in Gemeinschaftsrichtlinien. Hier sehe ich das ganz genau so. Der Glaube ist die Grundlage meines Wesens, die Politik die ich propagiere dient der möglichen Gesellschaftlichen Reglementierung. Sprüche wie Politik ist ein Hure usw. bedarf keiner weiteren Erwähnung da sie erstens jeder kennt und zweitens wie alle Metaphern hinkt auch diese

Übrigens ich selbst rechne mich den Asatru zu und bin als solcher heidnischen Glaubens. Politisch bin ich Anarchist. Nein kein Bombenleger nicht mal ein Sympathisant, Ich bin nur auf der Grundlage meines Glaubens gegen jede Form staatlicher Bevormundung. Und ich weiß mit Sicherheit das es Atheisten, Buddhisten und Christen gibt die das ebenso sehen.

Dienstag, 13. Februar 2007

Die Definition Gottes

Der Begriff!
1. Seinen Ursprung hat der Begriff Gott im indogermanischen Sprachschatz. Got / Guth / Gud = guda = Anrufung ursprünglich nicht mit der oder die sondern sachlichem Artikel versehen da es männl. Und weibl. Gottheiten umfaßt.

2. Im allgemeinen Sinne umschreibt dieser Begriff alles was die erfahrbare Welt übersteigt sprich nicht den Naturgesetzen unserer Existenz unterliegt.
3. Ist also individuell zuweisbar im Eigenverständnis des "Gottgläubigen" selbst. Wer, oder was Gott ist, ob ein einziger, ob mehrere, ob Er, Sie, Es, ob nicht personifizierte Energie, ist immer abhängig vom Glauben dessen der diesen Begriff benutzt.

Gott in Person
Überall auf dieser Welt, solange wir wissen gab es, und gibt es bist heute den Glauben und Religionen an einen oder mehrere personifizierte Götter. Manche männlich, manche weiblich, einige zwei – geschlechtlich, oder auch geschlechtslos.

Schenkt uns jemand also ein "Grüß Gott" ist es nicht unangebracht zu fragen, Ja gerne, welchen denn?.. Was natürlich aber ein Scherz ist da ja allgemein bekannt ist das dies ein typischer süddt./katholischer Gruß ist... so wie das norddt. MoinMoin, oder das Schweizer Pfürti.

Im Bezug auf personifizierte Gottheiten gibt es mehr Unterschiede als man zu meinen glaubt. In den Vordergrund drängt sich natürlich die Unterscheidungen in Monotheistischer und Polytheistischer Religion. Monotheistisch, dazu gehören vor allem die Buchreligionen Judentum, Christentum, Islam sowie Enchnaton. Auch einige wenige eher regional beschränkte Religionen habe nur einen Gott. Die meisten Religionen jedoch kennen viele Götter die nicht nur personifiziert sondern auch im Wesen teilweise differenziert sind. Die meisten Götter finden sich wohl im koreanischen Schamanismus wo die Unterscheidung zwischen Göttern und Geister teilweise sehr schwimmend ist. Man spricht dort von bis zu 10.000 Götter und Geister, so viele das niemand wirklich einen kompletten Überblick hat wieviel es genau sind. Auch weil es Verschmelzungen mit dem chinesischen Konfuziuismus, und dem Buddhismus gibt.

In den sog. Buch - Religionen zeichnet sich Gott als über allem stehendes absolutes Wesen aus. Unfehlbar, Allwissend, Allmächtig, Ewig, Unendlich, oder wie es die Bibel beschreibt.. von Ewigkeit zu Ewigkeit. ... wobei ich diese Formulierung lächerlich finde weil von einer Ewigkeit zu anderen impliziert ja die Begrenzungen von Ewigkeiten. Aber das soll hier nicht Thema sein. In diesen Religionen wird Gott als ein Wesen definiert das so hoch über allem steht daß, das Wesen Gottes nicht mehr wirklich definiert werden kann. Allenfalls spricht man dann von der absoluten Liebe als Definition, als Wesensart Gottes. Zu der ich auch eine andere Sichtweise haben, aber auch das spielt hier keine Rolle.

In diesem Sinne unterscheiden sich die drei Judentum, Christentum und Islam nicht. Alle drei sehen Gott als absolutes und einzigartiges Wesen an. Die Setzung des Artikels "Der Gott" und Vater also die Verleihung des männlichen Attributs ist bei einer solchen Gottesdarstellung des Absoluten eigentlich unsinnig, mag aber viele Ursachen im menschlichen Verständnis haben.

Die Polytheistischen Religionen haben meist Götter männliche oder weibliche oder beiderlei Attribute. In seltenen Fällen auch gar keine geschlechtsspezifischen. Der Glauben, die Religionen, des alten Pfades, ß Rückbesinnung auf das ursprüngliche, hat keine allgemein gültige Form männlicher oder weiblicher Gott – Wesens – Art. Nur in den Buchreligionen wird betont differenziert, in der Schöpfungslehre sowie in der Glaubenslehre der männliche und die weibliche Unterscheidung, wo meines Erachtens die Frau ziemlich schlecht wegkommt. Zwar gibt es in vielen Gesellschaften deren Religion keine der, aus dem mosaischen Glauben hervor gegangene ist, patriarchische Gesellschaftssysteme doch haben/hatten diese durchaus vorkommende weibl. Gottheiten als höchste Gottheit. Oder gar Geschlechtslose.

Es scheint also unsinnig darüber zu debattieren ob es nun Der Gott, Die Göttin, Das Gott heißt. Man sollte dies allenfalls als umgangsprachliches Hilfsattribut ansehen. Zumindest wenn man an einen absoluten Gott glaubt, unabhängig welchen Glaubens man sich zurechnet. Die Besonderheit im Umgang mit "meinen" Göttern und deren männlich respektive weibliche Attributs – Zuweisung liegt in der Sichtweise wie die Asatru ihre Götter sehen.

Die Götter der Asatru sind unterschiedlich in ihrer Macht und in ihrem Wirkungsbereich. Sie haben teilweise feste Zuordnungen in denen sie uneingeschränkt verantwortlich sind. Sie sind nicht alle allwissend, vollkommen, unendlich und sie sind auch nicht ewig, und doch nennen wir sie Götter denn sie sind aus dem Geschlecht er Götter. Jener Götter die das mächtige Asgard schufen. Also jene Welt die wir heute Erde nennen.

Die Macht, die Fähigkeiten, das Wesen der Götter ist in den Polytheisitschen Glaubenswelten ebenso unterschiedlich wie das der Menschen untereinander. Sie reichen in der Definition vom absoluten und allmächtigen und einzigartigem Wesen, mit allen menschlichen Verklärtheiten bis zur reinen Energieform das sich unter anderem in der Esoterik wider spiegelt.

Wie die Götter / Gott tatsächlich nun zu definieren ist? Das bleibt wohl den Göttern selbst ihre Sache. Wer jedoch sich hinstellt und meint zu sagen.. Gottes Wille ist dies, Gott erwartet jenes, Gott liebt dieses und er haßt solches. Der entmündigt seinen "eigenen" Gott und erhebt sich selbst zu seinesgleichen, zum Gott, oder aber revidiert diesen Gott auf den menschlichen Geist und seine beschränkten Möglichkeiten.

Ich glaube an meine Götter, denen ich opfere, und denen ich ihre Definition selbst überlasse, was ich mir vorstellen kann, was ich für wahrscheinlich halte wie die Götter für mich definiere, ist die definition meines Glaubens nicht die Definition der Götter.

Donnerstag, 8. Februar 2007

Gute und Böse Gläubige

Je nach dem welchen Glauben einer hat, und auch Glaubensübergreifend hat man schon mal gehört:

"das ist ein guter Christ!", "das ist eine gute Muslima!", "das ist ein schlechter aber auch schon mal böser Christ, böser Moslem, böser ---"was auch immer"

Gibt es denn gute und schlechte oder gar böse Gläubige?

Ist dann der Glaube Gut oder Böse?

Kann ein Glauben überhaupt nach Gut und Böse sortiert werden?

Inwiefern spielen die Aspekte Gut und Böse bezogen auf den Gläubigen überhaupt eine Rolle im Glauben?

Was zeichnet den "guten" Christen, Moslem, Buddhisten, Heiden, Gläubigen, Menschen aus?
Was zeichnet den "bösen" aus?

Es ist wohl so das dieses Guter Gläubiger und böser Gläubiger seine Ursprünge allein im Christentum hat oder möglicherweise in allen drei Buchreligionen. Aber in sonst keiner. Weder im Buddhismus noch in Hinduismus noch in sonst einer/einem Religion/Glauben ist dieser Begriff vom guten und bösen Gläubigen so ausgeprägt.

Religionen die von Gesetzmäßigkeiten ( du sollst nicht... / du sollst.... ) geprägt sind unterteilen natürlich in gut und schlecht, in gute Nachfolger und schlechte Nachfolger. Es gibt in solchen Fällen wohl einfach zwangsmäßige Anforderungen ein "guter" Glaubensanhänger zu sein. Aber das ist weniger das Problem. Mehr verwirrend finde ich die Differenzierung in guter Gläubiger und böser Gläubiger. Was soll das sein?

Ist ein guter Gläubiger einer der anderen ihre moralischen ethischen religiösen Werte lässt? Und ein böser der alle andersgläubigen notfalls mit Selbstmord weg bombt? Oder ist es genau anders herum? Ist der Selbstmordattentäter ein guter Gläubiger und der, der Andere zulässt ein böser? Ist der Taliban ein guter Gläubiger wenn er den amerik. Jeep mit den 5 US – Soldaten in die Luft sprengt. Oder ist der etwas dickliche Priester einer bayrischen Kirchengemeinde der stets in seiner vollen Kirche seinen Gottesdienst ableistet und Niemanden böses tut? Oder ist es der buddhistische Mönch der immer so vorsichtig sich bewegt das er nicht mal eine Ameise zertritt und gänzlich ohne Vermögen sein Leben lebt nur genährt von Almosen und Gebet?

Keiner von denen ist ein guter oder ein böser Gläubiger... allein das Tun des Menschen ist je nach angelegten Werten in Gut und in Böse zu unterteilen. Unerheblich welchen Glaubens er ist oder ob sein Handeln sich in seinem Glaubensverständnis begründet.

Was du tust mußt du vor den jeweiligen Gesetzen des Landes verantworten in dem du agierst wenn du diese verletzt mußt du halt auch die Konsequenzen daraus tragen.

Eine Ansicht die gut und böse Gläubige stützt, die stützt dann auch gut und böse Glauben. Und das kann es ja wohl nicht sein.

Ein weiser Mann sagte mal: "Nicht dein Glaube bestimmt deinen Wert sondern du bestimmst den Wert deines Glaubens.

Dienstag, 16. Januar 2007

Jesus - Endlich, das Geheimnis seiner Herkunft

Jesus – Endlich, das Geheimnis seiner Herkunft! Klingt spannend oder?

Im "Welt der Wunder" – Magazin, der gedruckten Variante der TV – Serie "Welt der Wunder" Ausgabe 12/06. War wieder mal, wie schon in vergleichbaren PM – Magazin und anderen diversen mal mehr oder weniger wissenschaftlich anspruchsvollen Magazinen, war also wieder mal die Rede von der Beweisbarkeit der Herkunft von Jesus Christus.

Die Wissenschaftler vieler Länder insbesondere die Genforscher, Biologen, Metallurgen, Archäologen usw. usw. versuchen seit vielen Jahren die diversen Reliquien des Christentums zu untersuchen. Sie wollen unbedingt beweisen das entweder Jesus ein Spinner war und der Glaube an ihn, als Sohn "des" Gottes Firlefanz. Manche wollen vielleicht auch die "Göttlichkeit" Jesu beweisen. Einige sind nur neugierig, wieder andere suchen Ruhm. Wie auch immer, welche Beweggründe auch immer vorliegen, es wird krampfhaft versucht das Eine oder das Andere zu beweisen.

In besagtem Artikel ging es mal wieder um die Genforschung. Die Frage die sich aus dem Kontext des Artikels andeutungsweise heraus kristallisierte war. Ist im Genetisch Code von Jesus der Code Gottes zu finden?

Die Vertreter der diversen wissenschaftlichen Fachbereiche, und vor allem die Genforscher suchen an den Reliquien die insbesondere unter dem Schutz der kath. Kirche stehen, dran zu kommen. Turiner Leichentuch, Veronicas Schweißtuch und welche Heiligtümer, Reliquien sonst irgendwie mit Jesus in direktem Kontakt waren und genetisches Erbmaterial aufweisen könnte.

Mehrere Ziele werden hier verfolgt. Zum ersten will man den Genetischen Code eben jenes Mannes ermitteln der vor etwa 2000 Jahren in Palästina unter dem Namen Jesus Christus lebte. Zum zweiten will man anhand von Vergleichen mit möglicherweise verwandtem Genmaterial aus einer Grabstätte die angeblich die des Jakobus ist, dem leibl. Bruder des Jesus. Zum dritten will man dann wohl in weiteren Nachforschungen feststellen ob sich dort allein menschliches Genmaterial befindet oder ob die "Verwandtschaft mit Gott" also ob so Gott selbst vorhanden ist.

Das wird aber nicht funktionieren. Warum nicht? Man muss um auch nur ansatzweise eine haltbare Aussage zu machen folgende Dinge zweifelsfrei vorweisen.

Eindeutig sicheres Genmaterial von drei Personen. Josef, Maria, Jesus und als Vergleichsstudie noch das Genmaterial von Jakobus dem Bruder von Jesus. Doch was könnte man damit beweisen? Gott oder nicht Gott?

Also; könnte folgendes zweifelsfrei beweisen werden?

1. ob seine leibliche Mutter Maria war! Was ja nicht mal zur Diskussion gestellt wird
2. ob Jakobus sein leiblicher Bruder war! Was auch nicht zur Diskussion gestellt wird
3. ob Josef sein leiblicher Vater (und hier wird es interessant) war!
4. ob fremdes Genmaterial vorhanden ist!
5. ob möglicherweise "göttliches" Genmaterial nachgewiesen werden kann!

Punkt 1 – 4 ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nachweisbar dann zweifelsfrei nachweisbar!


Wenn eben das Genmaterial zweifelsfrei mit den jeweiligen Personen identifiziert werden kann und man das Alter des Genmaterials ausser Acht lässt.


Es muss aber auch bedacht werden, das lt. Bibel zumindest Josef und Maria aus dem selben Stamme sind und David als gemeinsamen Vorfahren haben. Das also auch Josefs Genmaterial in dem von Jesus zumindest minimal anteilig vorhanden sein kann.


Und was beweist Pkt. 4? Angenommen es findet sich fremdes Erbmaterial in Jesus? Genmaterial das weder Maria noch Josef zu zuordnen ist? Wäre das ein beweis für Gott? Nein sicher nicht. Es würde die Möglichkeit eröffnen das Maria fremd gegangen ist oder zumindest eben nicht als Jungfrau in die Ehe und die jungfräuliche Geburt eben nur ein Mythos ist.


Würde das aber ausschließen das Gott "seine Finger" im Spiel hatte? Nein! Gut die Wahrscheinlichkeit das dann irgendwas von der Jesu – Geschichte so zutrifft wie aufgezeichnet wäre dann nachweislich in Zweifel zu ziehen aber immer noch nicht völlig ausgeschlossen.
Und Pkt. 5 darüber zu debattieren ist nun wirklich lächerlich. Das würde ja beweisen das Gott einen Gencode hat also selbst abhängig ist von bestimmten Gegebenheiten des irdischen Lebens. Was ihn allenfalls zu einem höher entwickelten Menschen macht nicht aber zu einem Gott. Im besten Falle wäre es dann der Generalcode des Lebens überhaupt. Nun solcherlei Betrachtung überlasse ich dann doch den Esoterikern das ist mir dann doch zu "abgespacet" wie es heute Neu – deutsch heißt.


Man kann, nein, der Mensch wird niemals in der Lage sein die Existenz welchen Gottes auch immer anhand wissenschaftlicher Daten zu beweisen oder zu widerlegen. Allenfalls bestimmte menschliche Vorstellungen wie denn die Götter zu sein haben, die mag man ab und an widerlegen können. Und so ganz nebenbei bemerkt. Ein weiser Mann sagte mal


Wer seinen Glauben beweisen will oder meint beweisen zu müssen. Dessen Glaube ist schwächer als ein in der Wüstensonne durch und durch ausgetrocknetes Stück Pergament. Die leiseste Berührung lässt es zerbröseln!

Freitag, 5. Januar 2007

Die Selbstverständlichkeit des Glaubens

Glauben, der Glauben ist jedem anders zu eigen, einen Glauben zu haben bedeutet nicht automatisch dasselbe Glaubensverständnis zu haben wie Angehörige anderer Glauben.

Ich verstehe meinen Glauben nicht als Abstrakt dem ich mein Leben anpasse. Ich glaube nicht daran das ich mein Leben wider meines Wesens einem Glauben anpassen muss. Gebote befolgen oder eine bestimmte Anzahl an Gebeten verrichten muss, das alles ist mir fremd. Ich glaube nicht das der Mensch von den Göttern getrennt lebt in seinem Wesen sondern nur räumlich. Nicht gute Taten sondern allein Aufrichtigkeit dem Selbst und den Seinen gegenüber bringen auch in der zukünftigen Welt die Verdienste die man sich erhoffen mag.

Mir ist mein Glaube eine Selbstverständlichkeit des Lebens. Ich sehe keinerlei Möglichkeit meinen Glauben mit dem eines Christen eines Moslem oder gar Hindi zu vergleichen auch die Philosophie des Buddhismus bleibt mir vom Glaubensverständnis doch im entscheidenden verschlossen. Immer unabhängig von zufälligen Ähnlichkeiten und tatsächlichen Gemeinsamkeiten.

Ich frage nicht an welchen Gott glaubst du... ich frage eher, welchen Göttern opferst du? Das beinhaltet die Selbstverständlichkeit der göttlichen Existenz und des Glaubens an sich. In diesem Sinne ist mein Glauben nicht der Gefahr des Glaubensverlust ausgesetzt das wäre ja ein Verlust der Überzeugung des Existenziellen. Die Aufgabe aller Werte aller Erkenntnis ja die Aufgabe des Lebens an sich.

Insgesamt haben sich alle meine Fragen, meine Glaubensfragen auch beantworten können und der Blog findet hier wohl im Grundsätzlichen sein Ende. Was aber nicht bedeutet das nicht gelegentlich mal was dazu kommt. Erlebnisberichte von Ereignissen oder ähnliches. Aber das Grundsätzliche ist abgehandelt.

Ich habe meine Gedanken niedergelegt und auch seine Schlüsse die ich daraus für mich zog. Anfangs dachte ich noch in den Bahnen den Glauben an sich begreifen zu müssen um ihn zu leben. Aber heute weis ich. Das der Glaube die Selbstverständlichkeit der Existenz der meinen wie die der Götter in Selbstverständlicher Harmonie, im Einklang bringt.

Wer immer diese Artikel studiert dem mögen die Götter den Weg weisen sich selbst und seinen Glauben zu finden.

Donnerstag, 4. Januar 2007

Rituale

Unser Leben wird bestimmt von Ritualen. Von persönlichen, erdachten und sich ergebenen. Von spirituellen und religiösen. Aber auch von uns aufgezwungenen. Manche üben wir ganz bewusst aus andere völlig unbewußt. Einige sind nützlich und zweckbestimmt uns das Leben zu erleichtern. Andere gesellschaftsrelevant wieder andere mögen einen Selbstzweck haben der dann wieder einen Zweck hat ... sonst irgend einen Sinn erfüllt. Nicht immer ist jedes Ritual ersichtlich und logisch insbesondere für den Außenstehenden.

Beschränken will ich mich hier nicht auf die Rituale des Alltags, ob ich die Zähne, sofern vorhanden, vor dem Morgenkaffee putze oder danach. Sondern auf die Rituale des Glaubensleben.

Brauchen wir im Glaubensleben überhaupt Rituale? Welchen Zweck erfüllen diese eigentlich? Und engen Rituale den Glauben nicht ein?

Die wohl meisten Rituale hat wohl die katholische Kirche in ihrer fast 1700jährigen Geschichte entwickelt. Vom Abendmahl bis zum Zölibat ihrer Priester. Aber auch die verschiedenen andren christlichen Varianten haben ihre Rituale. Ebenso die Islamischen oder Jüdischen Religionen verfügen über ein Vielzahl von Ritualen. Auch die Unzähligen heidnischen Religionen haben ihre Rituale. Es scheint also das Rituale in allen Religionen gegeben sind.

Was bezwecken diese Rituale? In erster Linie sind sie wohl Wege des Ausdruckes, des Glaubens, Möglichkeiten dessen was man glaubt, dessen was man lebt was das Leben erfüllt zu bezeugen und zu intensivieren in seiner Anwendung. Das ist ein Ritual lebendig gestalten. Viele dieser Rituale laufen aber Gefahr sich zu verselbständigen. Wenn das Ritual sich über Generationen nicht verändert und der Ablauf selbst zur unumstößlichen Gesetzmäßigkeit wird. Dann ist es nicht mehr Zeugnis oder Glaubenszweck sondern Selbstszweck. Bei den Landeskirchen die Kindstaufe sehe ich als ein solches Ritual.

Ich selbst halte es für mich so daß, wenn ich ein Blot (eine Opfer) für die Götter halte denen ich Ehre gebe das ich dies mittels sich jedesmal ändernden Wortlaut (Reime) tue. In der Heiligung, Reinigung, in der Anrufung, im Abschluss.

Rituale sollen mir Mittel sein meinen Glauben zu leben. Nicht aber bestimmen die Rituale den Glauben und engt ihn damit ein.

Montag, 1. Januar 2007

Gedankenspreu

Wenn unterschiedliches Rechtsempfinden in Gut oder Schlecht. In Richtig oder Falsch unterteilt werden kann, und dieses Rechtsbewußtsein religiöse Grundlagen hat. Dann unterscheidet man Religionen auch in Gut und Böse.

Wenn die Schöpfung oder die Evolution beweisbar wären, wäre damit die Existenz des Göttlichen bewiesen respektive widerlegt? Oder würde sich nur die Sichtweise auf das Göttliche ändern?

Wie definiert man Gott, Götter, das Göttliche?

Die Religion braucht Regeln, der Glaube auch?

Sind Reliquien heilig oder nur "Erinnerungsstücke"?

Es ist ein Unterschied zwischen dem Weltbild eines Glaubens und dem Absolutheitsanspruch einer Religion?

Ist ein Erlebnis, das als Wunder definiert wird, immer auch solches?

Sind Moralwerte und Glaubenswerte identisch?

Sind Rituale Selbstzweck oder Sinn bezogen?