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Dienstag, 30. August 2011

Gott ist Alles?


Die Esoteriker behaupten: Gott ist Alles und Alles ist Gott!

Die Muslime behaupten: Gott ist überall zu gleichen Zeit an jedem Ort und somit ohne Zeit und Ort

Die Christen behaupten Gott ist absolut, vollkommen allgegenwärtig allwissend in Vergangenheit Gegenwart und Zukunft

Die jeweiligen Aussagen mögen nicht auf alle Esoteriker, Muslime, Christen, Buddhisten und anderen Glaubensgemeinschaften zutreffen, dennoch kommen die oben zitierten Behauptungen von Angehörigen der jeweiligen Gruppen und werden auch so verbreitet.

Dazu haben mich einige Gedanken bewegt…

Wenn Gott allgegenwärtig, allwissend, vollkommen ist, wenn Allah ohne Ort und ohne Zeit ist, wenn Gott in allem ist, wie kann Gott, Allah (der Einfachheit halber nur Gott benannt) dann ein Ich-Bewusstsein haben? Wenn Gott aber kein Ich-Bewusstsein hat, kann er dann einen Willen haben?

Wenn Gott einen Willen hat und daraus meiner Ansicht nach ein zwingend vorhandenes Ich-Bewusstsein zu Grunde liegt, beschränkt sich Gott dann nicht selbst? “Ich bin!“ ist eine Abgrenzung die ein “Ich bin nicht“ zwangsläufig erschafft?

Also ist die Frage: Ist Gott alles wenn Gott ein Ich-Bewusstsein hat?

Wenn Gott kein Ich-Bewusstsein hat, kann Gott dann einen Willen haben?

Ich meine Nein.

Wenn aber Gott einen Willen hat und ein Ich-Bewusstsein und somit begrenzt ist, wie kann Gott dann ohne Zeit und Ort, allgegenwärtig, allwissend zu allen Zeiten an allen Orten sein?

Wenn aber Gott ohne Ich-Bewusstsein, ohne Willen ist, Was ist dann Gott als das Leben selbst? Das Leben aber ist nicht Gott sondern das Leben und alles wäre biologisch und Alles Streben nach angeblich Höherem mehr oder weniger sinnlos.

Ich jedenfalls glaube das Gott, das die Götter sehr wohl ein Ich-Bewusstsein haben, ebenso einen Willen, bis hier stimme ich mit diversen Naturreligionen in aller Welt, und abgesehen von einem polytheistischen Glauben mit den Christen und Muslimen überein.

Aber, ich glaube eben auch das ein Ich-Bewusstsein und ein Wille auch eine Beschränkung ist, ob nun freiwillig oder gezwungener Maßen. Und somit eine Absolutheit ausschließt. Ich gehe sogar soweit zu sagen das es keine Absolutheit irgendwo in Zeit und Raum gibt das aber Zeit und Raum eine aus menschlichem Verständnis gewisse Absolutheit bilden

Ich glaube das bestimmte Teile eines Ganzen in sich Absolut sein können, aber eben nur in ihren Möglichkeiten. Das Ganze aber uns nur Absolut erscheint weil wir nicht weiter sehen können. Ergo ist zu vermuten das eben auch die Götter beschränkt sind und eben nicht Absolut nicht vollkommen.

Ich glaube das auch die Götter nicht vollkommen sind. Nur weil ein Gott ein Gott ist muss er zwangsläufig vollkommen sein? Oder liegt dieser Anspruch doch nur im eigenen Gottesverständnis?

Samstag, 20. Februar 2010

Erkenne den Gott in dir!

Erkenne den Gott in dir! - Was, bei allen Göttern, soll das heißen?

Unsere "lieben" Freunde der Esoterik und anverwandter Philosophien und Ideologien haben dieses Satz nahezu ständig auf den Lippen.

Er ist fast eine Heilsbotschaft, aber auch Rundumschlag wenn man selbst in eine Sackgasse gerät und eben keine Antworten mehr findet im Gespräch mit anderen. Dieser Satz ist das Evangelium der Esoterik. Zusammenfassung aller Fragestellungen in der Esoterik.

Wie kommt es denn nun zu dieser Aussage? Was beinhaltet sie? Was ist ihr Ziel?

Der Ursprung dieser Aussage liegt wohl in der Annahme das ausnahmslos in jedem Menschen der sog. Göttliche Funke liegt, welcher erst, auf welche Art auch immer wahr genommen, dazu führt Gott als (Alles ist Gott) in sich zu entdecken.

Alles ist Gott ist ebenso eine Phrase wie entdecke den Gott in dir aber auch zugleich der Ausgangspunkt als Fakt für entdecke den Gott in dir. Begeben wir uns also in diese Aussage

Alles ist Gott ist die esoterische Formulierung für eine Aussage die allen absolutistischen Religionen gemein ist. Der Glaube an einen allmächtigen, unfehlbaren und vollkommenen Gott, aber unter Ausschluss der Ansicht eines auch strafenden oder gar willkürlichen handelnden Gottes.

Aber auch Nicht-absolutistische Religionen haben, in esoterische Sichtweisen interpretierbare, Aspekte

Ursache hier ist zum einen das jeweilige Gottesverständnis, zum anderen die begrifflichen Gemeinsamkeiten aber eben nicht die philosophischen Verwandtschaften.

"Alles ist Gott", "Gott ist Alles", "Alles ist in Gott", "durch Gott ist alles Gott", "Alles ist in Allem", "Alles ist Gott". Diese eher sinnfreie Phrasendrescherei ist der Versuch aus einer These eine sich selbst bestätigende Art Ur-Wahrheit zu kreieren.

Das gibt es auch in der Bibel. "Ich bin der ich bin", diese Aussage, die eben dem Gott der Bibel zugeschrieben wird lässt sich genauso variieren wie die Phrasen "Alles ist Gott" und "Entdecke den Gott in dir".

Wenn man Phrasen wie "Entdecke den Gott in dir" und "Alles ist Gott" im Zusammenhang mit den anderen Pseudo-Weisheiten in ihrem eigenen Kontext sieht –

Wenn man die christliche Lehren wie "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als durch mich" in seinem Kontext sieht –

Wenn man sonstige Religionen dieser Welt, ob an einen oder viele Götter in ihrem Kontext betrachtet kommt am Ende immer dasselbe raus...
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Erkenne dich selbst, lerne das was du erkennst zu akzeptieren und schliesslich ändere was du glaubst ändern zu müssen und liebe dich selbst damit du andere auch lieben kannst.
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Diese simplen Erkenntnisse ist all den ach so hochtrabenden Weisheiten enthalten.

Es gibt keinen inneren Gott in dir? Der göttliche Funke, oder ganz simpel deine Seele ist von den Göttern gegeben das ist alle Erkenntnis die dabei rumkommt. Nicht mehr und auch nicht weniger.



Montag, 22. Dezember 2008

Die Bahai

Eine recht junge Religion, oder besser ein Gottesverständnis denn eine Religion die einerseits mit allen, andererseits mit keiner Religion kompatibel ist.

Als Angehöriger eines komplexen Glaubens fällt einem eine scheinbare Ähnlichkeit zur Esoterik auf. Doch diese ist eben nur scheinbar. In Wahrheit haben beide nichts miteinander zu tun. Der Glaube der Bahai versteht sich als Update des jeweils Göttlichen ausgehend wohl vom Gott des Alten Testaments. So sieht lt. Pressebericht der oder die Bahai das Christentum als Update des jüdischen Glaubens und den Islam als Update des Christentums. Dies würde ja in gewisser Weise dem Christentum entsprechen im Bezug auf das Judentum und auch wieder dem Islam im Bezug auf das Christentum und eben den Bahai im Bezug auf den Islam. Und auch dem ganz anders gearteten Gottesverständnis des Heidentums, insbesondere des Neopaganismus ist dieser Gedanke nicht völlig abwegig. Jedoch die jeweiligen Anhänger des Judentums, des Christentums, des Islam behaupten von sich die ultimative Wahrheit zu besitzen und in den letzten beiden Fällen zu verkünden (Missionierung).

Die Bahai wirken wie ein modernernisierter und gemäßigter Islam mit Esoterischen Komponenten. Doch der Eindruck täuscht. Zu konsequent zu wichtig scheinen die Rituale innerhalb der Bahai in ihrer Bedeutung zu sein als das dies einen Esoteriker nicht verschrecken würde mit deren Gutmensch-Theorien.

Nach meinem Verständnis sehen sich die Bahai als Gläubige des einen Gottes der seine Ansprüche an die Menschen zwar erhebt, diese aber der jeweiligen Verständnisebene der Menschen anpasst. Und das widerspricht allen Gottesvorstellungen mehr oder minder komplexer Religionen.

Die Juden halten ihren Gott natürlich für unveränderlich und erwarten den Messias noch der dann zwar das Judentum reformiert im Sinne die alten Werte erneuert aber nicht demontiert

Die Christen gehen zwar von der Unveränderlichkeit desselben Gottes aus doch suchen sie die Ungereimtheiten zwischen dem Rachegott des AT und dem Gott der Liebe der "Selbstopferung" unter anderem damit zu erklären das eben die 10 Gebote des Moses mit ihren teilweise archaischen Auslegungen für die Menschen damals eine hohe Stufe der Weiterentwicklung bedeutete so wie die Liebe Jesu für die Moderne, für uns. Und die Liebe sei ja die Erfüllung des Gesetzes. Zwar gibt es kein Gesetz dem die Liebe unterworfen ist oder das sie als Grundlage braucht aber so wird es halt versucht den Gott des AT dem Gottesbild des NT an zu passen.

Ähnlich argumentieren die Muslime wenn sie zu verdeutlichen suchen das eben Jesus nicht der Sohn Gottes sei, sondern ein Prophet wie auch schon andere und eben Mohamed sei der nun letzte Prophet.

Und dann eben die Bahai die aber soweit ich weis nicht völlig ausschließen das irgendwann ein weiteres Update erfolgen könnte.

Ich glaube nicht das, welcher Gott auch immer ein und derselbe ist und das dieser eben seine Anforderungen an die Menschen alle 500 - 1000 Jahre updaten muss.

Zum einen glaube ich an eine Vielzahl von Göttern zum anderen glaube ich abhängig von meinem Gottesverständnis aber auch unabhängig davon das die Götter nicht auf die Menschen angewiesen sind wie Junkies auf den nächsten Schuss. Es gab die Götter lange vor den Menschen und würden die Menschen heute alle sterben und ihre Seelen nicht zu den Göttern sondern ins Nirwana des Buddhismus einfließen. würden die Götter deswegen auch nicht sterben.

Ein Gott der sich genötigt sieht seine Weisungen, so er sie denn den Menschen verkündet, stets zu updaten und den Menschen anzupassen der ist ein ganz armer Kerl den er macht sich selbst zum Abhängigen der Spezies Mensch. Von daher ist für mich der Glaube der Bahai nicht nach vollziehbar. Allerdings habe ich lieber einen Bahai um mich als einen radikalen Anhänger einer missionarisch ausgerichteten Religion. oder einen Gutmensch-Esoteriker.