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Freitag, 2. Juli 2021

Glaube und Wissenschaft

 

Der Glaube und die Wissenschaften

Wo der Glaube anfängt hört die Wissenschaft auf. Ernst Haeckel. (1834 – 1919)

Ist das so? 

Ich hab auch schon gehört. Wo die Wissenschaft anfängt hört der Glaube auf.

Ist das so? 

Nun ja, Jeder hat das Recht meiner Meinung zu sein, ich bin da tolerant, du kannst sogar ganz anderer Meinung sein, obwohl das natürlich Quatsch ist. (Scherz beiseite) Ich finde beide Standpunkte über Glaube und Wissenschaften mit den hier aufgestellten Übergängen für Blödsinn. Warum?

Beide Thesen gehen davon aus das Glaube und Wissenschaft in Konkurrenz stehen, wahrscheinlich weil sich wenige dessen bewusst machen, dass Wissenschaft erklärt, was Glaube mythologisiert. Soll heißen, beide ergänzen einander.

Natürlich klappt das selten bis gar nicht bei dogmatischen Religionen, wo feste, ja  absolutistische Dogmen das Glaubensleben bestimmen. Und anderes nicht gelten lassen wollen. Alles ist wortwörtlich zu nehmen. Nun selber schuld. Glaube stellt auch Thesen auf  in den Mythen die erzählt werden. Doch stellen diese keine Absolutistischen Forderungen wie die abrahamitischen Religionen. Und dadurch können Glauben und Wissenschaft einander ergänzen bis hin zur wechselseitigen Beweisführung. Natürlich kommt es auch vor das Glaube und Wissenschaft Diskrepanzen aufweisen, die der Atheist für Widersprüche hält, ebenso wie der religiöse Dogmatiker. Der Nicht- dogmatisierte Gläubige aber für lediglich ungeklärtes was noch keinen Konsens ergibt. Einfach weil man nicht genug weiß oder was nicht zu erklären vermag. Ich gehe sogar so weit zu sagen. Wo Wissenschaft und Glaube sich allzu offensichtlich widersprechen hat der Mensch das eine oder andere nicht verstanden, oder eben falsch interpretiert. Wer Glaube und Wissenschaft als sich ergänzend ansieht der hat auch keine wirklichen Probleme wenn mangels ausreichendem Wissen etwas nicht passt.

Das Glaube und Wissenschaft grundsätzlich widersprechen, ist die Ansicht von geistig armen Menschen die sich nur das eine ohne das andere vorstellen können und denen unendlich viel entgeht. Die werden auch nie verstehen das Musik ebenso spirituell wie mathematisch ist.

Mittwoch, 10. Februar 2010

Grundlagen der Moral - Ein Zeitungsbericht

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DER 100. Artikel (hätte ich selber nicht gedacht oder erwarte. Von Sept. 2006 - Feb. 2010)
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Wie kam die Moral in die Welt?
Von Ch. Weber 09.02.2010, 09:26

Wissenschaftler bezweifeln, dass Religion das Gerüst für die Moral bildet. Einige halten den Glauben eher für ein schädliches Nebenprodukt der Evolution.

Bereits hier kommt einem, jedenfalls mir, doch schon so ein Juckreiz, der mich immer befällt wenn ich ein wirklich saublödes Argument, nein saublöde und unhaltbare These höre oder lese. Aber gut wir wollen fair sein und weiter lesen.

Zu den unsterblichen Gerüchten der menschlichen Geistesgeschichte gehört, dass man Kirche und Religion zumindest für die Moral brauche. Kein Kapitel aus der Gewaltgeschichte des Christentums - von den Kreuzzügen bis zu den aktuellen Missbrauchs-Fällen - konnte daran etwas ändern.

Ja was denn nun? Geht’s darum der Glauben ansich ein schädliches Nebenprodukt der Evolution ist. Sowie die Religion eben kein Gerüst ist für die Moral. Oder geht’s hier um die junge nicht mal 2000 Jahre alte Religion des Christentums? So als gab es zuvor nie irgendwelche moralischen Werte oder eben Religionen die auf diesen basieren.

Selbst knochentrockene Atheisten und Soziobiologen erklären den Fortbestand des Glaubens mit der Tatsache, dass erst die gemeinsam geteilte Religion eine Kooperation unter den Menschen erzwungen habe, aus der Angst nämlich vor dem allmächtigen und allwissenden Bestrafer dort oben im Himmel, der regelwidriges Verhalten ahndet - und sei es auch erst in einem Leben nach dem Tode. Demnach sei Religion nur deshalb so erfolgreich geworden, weil die von ihr bewirkte Kooperationsbereitschaft sich zu einem adaptiven Selektionsmerkmal entwickelt habe, welches das Überleben von Mensch und Gemeinschaft befördert habe. Kurz: ohne Religion keine Moral.

Was für eine wirklich abstruse Argumentation: Gut wenn ich das allein auf das Christentum beziehe dann mag das unter Umständen zutreffen, was allerdings auch stark in Zweifel ziehe wegen zu starker Verallgemeinerung eines spezifischen Themas

Diese Haltung wird schon länger von verschiedenen Seiten ergänzt und kritisiert. Vor allem der französischstämmige Anthropologe Pascal Boyer vertritt die Ansicht, dass Religion nur ein Nebenprodukt der Evolution sei: Menschen seien eben seit Urzeiten darauf geeicht, hinter jedem Rascheln einen Angreifer zu vermuten. Das habe die Überlebenswahrscheinlichkeit in der Savanne erhöht. Wegen solcher kognitiven Grundeinstellungen neige Homo Sapiens dazu, hinter allen nicht sofort erklärlichen Vorfällen übernatürliche Agenten und Götter zu vermuten statt die simple Kontingenz der Natur.

Au Backe, das wird immer abenteuerlicher die Argumentation. Wenn ich mir nicht erklärbare Ereignisse den Göttern (welchen auch immer) zu ordne dann muss ich ja bereits an Götter glauben. Nicht ein Ereignis schafft einen Glauben an Götter und schon gar keine Religion sondern die Erfahrungen vieler Ereignisse und deren Beurteilung können einen Glauben schaffen. Damals wie heute das ist nicht viel anders.

Ähnlich argumentiert der publizistisch führende Atheist Richard Dawkins: Er sagt, dass Kinder im Laufe der Evolution gelernt hätten, dass es prinzipiell hilfreich ist, den nächsten Autoritätspersonen - vulgo: Eltern - zu folgen. Diese Haltung führe dazu, dass sie intuitiv auch an einen Gott zu glauben bereit seien. Anders als die Adaptionstheoretiker behaupten also Boyer und Dawkins, dass Religion nicht unbedingt Kooperation und Moral hervorbringe, sondern eher ein schädliches Nebenprodukt sei.

Ahhh. Der Autor der diesen Artikel verbrochen hat, hat dann letztendlich doch ein ganz klein wenig recherchiert. Wenn auch nicht sehr erfolgreich. Denn die Ausgangssituation ist hier die Voraussetzung der Nicht-Existenz des individuellen sich selbst bewussten Göttlichen und somit nicht mehr im bereich einer neutralen Analyse der Umstände. Und doch, natürlich bringt eine kooperative Religiöse Moralwerte hervor, denn eine Religion ist ein Kooperative verschiedener Gläubiger die in eine Kooperative gehen.

Tatsächlich suchen Forscher schon seit langem nach außerreligiösen Erklärungen für das Entstehen von Moral. Bekannt wurde damit vor allem der niederländische Primatologe Frans de Waal, der mit zahlreichen Studien nachzuweisen versucht hat, dass auch nichtmenschliche Primaten moralische Intuitionen haben. So ließ er etwa Schimpansen dabei zusehen, wie Versuchspersonen vergeblich versuchen, an einen Stock zu gelangen. In den meisten Fällen standen die Tiere auf und brachten den Stock dem Menschen, selbst dann, wenn sie keine Belohnung erhielten.

Das find ich fast schon witzig aus einer instinktiven Moralität, die ich sicher nicht abstreiten will, die aber aufgrund der Lebensumstände der Versuchsaffen eher fraglich ist. Daraus eine Begründung menschlicher Moralwerte zu ziehen das ist schon sehr mutig, um es mal freundlich zu umschreiben.

De Waal zieht von solchen Experimenten eine direkte Linie zu den Moralgesetzen der Menschen - und wurde dafür von Philosophen gescholten: Reichen solche ersten, entwicklungsgeschichtlichen Ansätze von Mitgefühl tatsächlich, um moralische Urteile zu erklären, die auf dem Gebrauch eines reflektierenden Verstandes beruhen?

Eben nicht.

An dieser Stelle setzen Überlegungen ein, die von dem finnischen Religionswissenschaftler Ilkka Pyysiäinen und dem Psychologen Marc Hauser von der Havard University soeben im Fachmagazin Trends in Cognitive Science (online) veröffentlicht wurden. Hauser ist ein wichtiger Vertreter der sogenannten experimentellen Moralpsychologie, die belegt hat, dass die meisten Menschen klassische moralische Dilemmata intuitiv anders beurteilen als Fachphilosophen.

Ein Beispiel: Ein Zug ist außer Kontrolle geraten und eine Person muss handeln. Fall 1: Die Person steht an einer Weiche und rettet eine Gruppe von fünf Menschen, indem sie den Zug umlenkt, so dass dieser nur einen Menschen umfährt und tötet. Fall 2: Die Person rettet wiederum eine Gruppe von fünf Menschen, diesmal aber, indem sie einen Menschen vor den Zug wirft. Die meisten Befragten hielten nur das Verhalten in Fall 1 für moralisch. Logisch ist das nicht.

Die beiden Forscher haben nun eine Handvoll Studien durchforstet, in denen Tausende Menschen mit ähnlich konstruierten Entscheidungssituationen konfrontiert wurden, wo die Religionen keine Standardantworten haben. Dabei zeigten sich kaum Unterschiede in den Ansichten atheistischer und gläubiger Studienteilnehmer. Die Forscher vermuten daher, dass der Mensch mit einer Art moralischer Grammatik geboren wird, vergleichbar dem Sprachinstinkt: Die groben Regeln der moralischen Entscheidungsfindung sind vorgegeben, nur Feinheiten kulturell und religiös geprägt.

Oh weh, oh weh was für atemberaubende Rückschlüsse auf ein bestimmtes Verhalten. Wo bin ich hier ? in der 1: Klasse einer Grundschule? (Wenn ich zwei zahlen habe 1 und 2. Und nun ausrechnen soll was 1+1 = ? und weiss das 1 falsch ist .... und so rückschliesse das die richtige antwort 2 sein muss) Das mag in der ersten Klasse funktionieren nicht aber in einem Bereich wie diesen hier.

Das hat nun Konsequenzen für die Debatte in der evolutionären Religionstheorie: "Der Befund unterstützt die Annahme, dass Religion ursprünglich nicht als biologische Adaption für Kooperation entstanden ist, sondern als separates Nebenprodukt von früher existierenden kognitiven Funktionen evolviert ist, die nicht-religiöse Aufgaben hatten", erläutert Pyysiäinen. Allerdings könne "Religion die Kooperation zwischen Gruppen stabilisieren und erleichtern."
Das ist ja auch schon etwas.

Das ist gar nichts überhaupt nichts, der ganze Artikel ist nichtmal für den Papierkorb geeignet so schlecht ist er zusammengeschustert. Einem Volontär hätte ein Chefredakteur nach so einem Artikel empfohlen es mal als Autor für leckere Backrezepte zu versuchen.

Doch nun mal ernsthaft zu dem Thema: Natürlich ist die Moral der Spezies Mensch von vielerlei Komponenten geprägt. Und ihre Quellen überschneiden und kreuzen sich allenthalben.
Insgesamt aber sind die Quellen menschlicher Moralwerte.

1. Natürliche aber nicht erklärbare Ereignisse

2. Soziale Gegebenheiten innerhalb der Gemeinschaft

3. Soziale Begegnungen mit anderen Gemeinschaften

4. Der Selbsterhaltungstrieb

5. Das Bedürfnis nach Gemeinschaft

6. Erziehung

Diese sechs ausgewählten Komponenten sind in variabler Kreuzung zueinander die Grundlagen jedweder Moral der gesamten Menschheit zu allen Zeiten. Unabhängig ob der Mensch nur einer Schöpfung oder der Evolution oder einem Gen-Projekt Ausserirdischer entspringt.

Die Religion als Organisation. Als Kooperative des Glaubens Einzelner baut natürlich auf dieser Grundmoral auf und formt daraus seine moralischen Gesetzmässigkeiten. Ob die dann so umsetzbar sind ist wieder eine andere Thematik. Auch die Veränderung der Moral im gesellschaftlichen Kontext ist ein anderes Thema. Fakt aber ist, Ohne das große Forschungen herangezogen werden müssen, Die Religion als kooperative bastelt sehr wohl die Moralischen Grundsätze der Menschheit und tat dies über viele Jahrtausende.

Unser Grundgesetz, die amerikanische Verfassung, auch die franz. Revolution baute genau auf diesen Grundsätzen auf. Darum hat man ja das pervertierte Pfaffentum im damaligen Frankreich gleich mit auf die Goullitine ß (Rechtschreibfehler dürfen belächelt aber hier nicht angemahnt werden) geschickt

Meine Moralischen Werte, so wie ich sie mir verinnerlicht habe finden sich hauptsächlich in meinem Glauben wider. Ihre Anpassung an unser Gesellschaftssystem entsprechen mindestens vier der oben sechs genannten Punkte.

Womit der Artikel gänzlich widerlegt sein dürfte in seinen Ausführungen.

Montag, 7. September 2009

Welche Religionen es wirklich bringen

Welche Religionen es wirklich bringen ... ist ein Buch, ein nicht ganz ernst gemeinter Ratgeber.
Gelesen hab ich das Buch nicht, aber der Artikel in der NZZ Online sagt eigentlich genug über den "Ratgeber" aus.
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Ob es dem Autor bewusst ist, weiß ich nicht. Jedoch hat er im Prinzip einen jahrelangen Trend aufgegriffen. Eben sich das Beste aus den Religionen dieser Welt und auch weltlichen Philosophien zusammen zu suchen und in eine individuell angepasste Form zu bringen. Der Begriff dafür ist Esoterik. Unter anderem eine Art "Gutmenschenidealisierung" die so oder ähnlich nicht wirklich funktioniert. Denn sie schließt die Natur des Menschen fast völlig aus. Vieles davon beruht auf den 10 Geboten gewürzt mit buddhistischen Idealen die so einfach nicht umsetzbar sind.
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Wenn ich, für mich, eine Lebensphilosophie oder Religion annehme und diese auch leben will, dann muss ich das auch mit allen Konsequenzen tun. Und nicht als Peachworkglauben zusammengebastelt. Das ist Betrug an sich selbst und an der bezogenen Religion bzw Philosophie.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Ethik- und/oder Religionsunterricht

Seit längerem läuft nun schon bei uns und in nicht unähnlicher Form in Östereich ein Disput um die Thematik Ethik und/oder Religionsunterricht.
Die Vertreter aller Seiten bieten unzählige Modelle an die teilweise mit einem relativen Aggressionspotential vorgetragen werden, und es gibt viele Seiten und Standpunkte. Angefangen von Ethik allein als Pflichtfach ohne Religionsunterricht bis hin zu Religionsunterricht als Pflichtfach.
Die, welche Ethik allein als Pflichtfach wollen und Religionsunterricht an staatl. Schulen ablehnen gelten allgm. als Vertreter eines atheistischen Humanismus...
Dann gibt es die, die sagen, Ethik als Pflichtfach und Religion als freiwilliges Zusatzfach, das aber lehnen die Vertreter der Landes-Kirchen und die Initiative ProReli als diskriminierend ab.
Dann gibt es die, wie eben jene von ProReli, die wollen eine Wahlfreiheit zwischen Ethik und Religionsunterricht eingerichtet haben.
Und natürlich jene die Religionsunterricht ganz als Pflichtfach und den Ethikunterricht als nicht vergleichbare Einheit sehen.
In der Realität aber geht hier so gut wie überhaupt nicht um das Wohl und Wachstum der Kinder sondern einzig und allein um die Einflussnahme auf eben die Kinder, um Machtdünkel und sonst garnichts.
Betrachtet man die jeweiligen Initiatoren der verschiedenen Positionen im Zusammenhang mit der polit. Grundordnung den jeweiligen Schul- und Bildungsgesetzen und den im Grundgesetz nieder gelegten Menschenrechten im Kontext des Selbstverständnis von Gesellschaft und Individium ergibt sich ein ganz anderes Bild.
Wenn man es dann wirklich fair ausrichten will müsste ein Modell entworfen werden das jede Glaubensgemeinschaft, als da wären Christen, Muslime, Buddhisten, Heiden, Atheisten, die Möglichkeit erhalten Unterrichtsstunden zu bestreiten. Das ist technisch nichtmal ansatzweise machbar. hinzu kommen noch die unzähligen Konfessionen. Denn die Eltern der Zeugen Jehovas und anderer Abspaltungen gestatten ihren Kindern wohl kaum die Teilnahme am Landeskirchlichen Religionsunterricht. Und die radikalen Gruppierungen der Pfingstler, und ähnlicher Gemeinschaften geben einen Dreck auf den Religionsunterricht der in ihren Augen laschen Kirchenchristen. Auch bei den Muslimen gibt es sich anfeindende Stömungen.. wie soll also ein Religionspflichtfach gestaltet werden? Religionsunterricht bedeutet eben nicht über die Religionen unterrichtet zu werden sondern bezieht sich auf EINE Religion auf die Werte respektive die Wertsetzung einer bestimmten Gemeinschaft. In meiner Jugend den späten 60ern war das Problem nicht akut wie heute im Prinzip gabs nur die beiden Landeskirchen der Rest waren unbedeutende Randerscheinungen die sogut wie gar kein öffentliches Auftreten hatten.
Heute, heute sieht das ganz anders aus... da erfährt man sogar das es in Argentinien eine Glaubensgemeinschaft zu Ehren von Diego Maradonna gibt, die sich selbst sogar ernst nimmt. Mal so als extremes Beispiel eingeworfen... Im heutigen Deutschland und gerade in einer Millionenstadt wie Berlin gibt es jede Menge Vertreter aller Religionen unterteilt in nicht mehr erfassbaren Gruppierungen die sogar unteinander in geistlichen manchmal auch in körperlichen Fehden liegen.
Es geht den Initiatoren von ProReli, es mag einzelne Ausnahmen geben, in Wahrheit und das unterstelle ich den Landeskirchen einfach aufgrund ihrer Gesamtselbstdarstellung, nur um Einflussnahme zu eigenen Zwecken. Eben um Mitglieder zu rekrutieren weil diese immer mehr verschwinden in alle Richtungen ob zu strenggläubigeren Organisationen oder zu anderen Religionen oder eben aus steuerrechtlichen Gründen ins religöse Nirwana oder warum auch immer...
Die Vertreter strenggläubiger Christen wie Muslime bieten seid ewigen Zeiten Religionsunterricht für Kinder und Erwachsene innerhalb ihrer Gemeindezentren an. bei denen heisst das dann nur eben Kinderstunde, Jugendstunde, Bibelstunde oder wie auch immer auch in den Moscheen wird vergleichbares angeboten und auch genutzt. Da sorgen schon die Eltern allein für.
Im Prinzip ist es ganz einfach. Da nicht jeder Glaubensgemeinschaft das Recht eingeräumt werden kann oder eingeräumt würde einen Religionsunterricht an staatlichen Schulen an zu bieten sollte dieser gänzlich aus dem Unterricht gestrichen werden. Es ist allein Aufgabe der jeweiligen Glaubensgemeinschaften dies in Angebot an ihrer Mitglieder und Interessierten zu stellen.
Der Ethikunterricht, seine Lehrinhalte sind mir leider nicht bekannt und dürften auch von Bundesland zu Bundesland variieren, sollte allerdings Grundinformationen zu jeder Religion und Philossophie enthalten. Zudem wäre es im Sinne der Dialogbereitschaft ein guter Schritt wenn eben im Ethikunterricht Gastsprecher je nach Lehrplan Gelgenheit erhalten ihre jeweiligen Werte und ihren Glauben zu offenbaren und zur Diskussion stellen. Denn sonst besteht die Gefahr das eben der Ethikunterricht zu nichts anderem mutiert als zu einer Religionsstunde nur ohne einen göttlichen Bezug. und dann ist er um keinen Deut besser als eben ein einseitig eingefärbter Religionsunterricht nach dem Motto.. unser Glaube ist der Wahre, die andern gibts zwar auch, aber wie haben den richtigen Weg.
Darum sollte meines Erachtens Religionsunterricht in der bisher bekannten Regelform an staatlichen Schulen ersatzlos gestichen werden. Ausserdem als zusätzliches Argument wäre anzufügen. Die Verhältnismässigkeit von Schülern die dem Glaubensbild der Landeskirchen entsprechen ist zu geringfügig zu den anderen Religionen als das ein Landeskirchlicher Religionsunterricht auch nur annähernd gerechtfertigt ist.
Alles andere ist das streiten um Pfründe (Einflussnahme auf Kinder, Machterhaltung usw)

Montag, 22. Dezember 2008

Die Bahai

Eine recht junge Religion, oder besser ein Gottesverständnis denn eine Religion die einerseits mit allen, andererseits mit keiner Religion kompatibel ist.

Als Angehöriger eines komplexen Glaubens fällt einem eine scheinbare Ähnlichkeit zur Esoterik auf. Doch diese ist eben nur scheinbar. In Wahrheit haben beide nichts miteinander zu tun. Der Glaube der Bahai versteht sich als Update des jeweils Göttlichen ausgehend wohl vom Gott des Alten Testaments. So sieht lt. Pressebericht der oder die Bahai das Christentum als Update des jüdischen Glaubens und den Islam als Update des Christentums. Dies würde ja in gewisser Weise dem Christentum entsprechen im Bezug auf das Judentum und auch wieder dem Islam im Bezug auf das Christentum und eben den Bahai im Bezug auf den Islam. Und auch dem ganz anders gearteten Gottesverständnis des Heidentums, insbesondere des Neopaganismus ist dieser Gedanke nicht völlig abwegig. Jedoch die jeweiligen Anhänger des Judentums, des Christentums, des Islam behaupten von sich die ultimative Wahrheit zu besitzen und in den letzten beiden Fällen zu verkünden (Missionierung).

Die Bahai wirken wie ein modernernisierter und gemäßigter Islam mit Esoterischen Komponenten. Doch der Eindruck täuscht. Zu konsequent zu wichtig scheinen die Rituale innerhalb der Bahai in ihrer Bedeutung zu sein als das dies einen Esoteriker nicht verschrecken würde mit deren Gutmensch-Theorien.

Nach meinem Verständnis sehen sich die Bahai als Gläubige des einen Gottes der seine Ansprüche an die Menschen zwar erhebt, diese aber der jeweiligen Verständnisebene der Menschen anpasst. Und das widerspricht allen Gottesvorstellungen mehr oder minder komplexer Religionen.

Die Juden halten ihren Gott natürlich für unveränderlich und erwarten den Messias noch der dann zwar das Judentum reformiert im Sinne die alten Werte erneuert aber nicht demontiert

Die Christen gehen zwar von der Unveränderlichkeit desselben Gottes aus doch suchen sie die Ungereimtheiten zwischen dem Rachegott des AT und dem Gott der Liebe der "Selbstopferung" unter anderem damit zu erklären das eben die 10 Gebote des Moses mit ihren teilweise archaischen Auslegungen für die Menschen damals eine hohe Stufe der Weiterentwicklung bedeutete so wie die Liebe Jesu für die Moderne, für uns. Und die Liebe sei ja die Erfüllung des Gesetzes. Zwar gibt es kein Gesetz dem die Liebe unterworfen ist oder das sie als Grundlage braucht aber so wird es halt versucht den Gott des AT dem Gottesbild des NT an zu passen.

Ähnlich argumentieren die Muslime wenn sie zu verdeutlichen suchen das eben Jesus nicht der Sohn Gottes sei, sondern ein Prophet wie auch schon andere und eben Mohamed sei der nun letzte Prophet.

Und dann eben die Bahai die aber soweit ich weis nicht völlig ausschließen das irgendwann ein weiteres Update erfolgen könnte.

Ich glaube nicht das, welcher Gott auch immer ein und derselbe ist und das dieser eben seine Anforderungen an die Menschen alle 500 - 1000 Jahre updaten muss.

Zum einen glaube ich an eine Vielzahl von Göttern zum anderen glaube ich abhängig von meinem Gottesverständnis aber auch unabhängig davon das die Götter nicht auf die Menschen angewiesen sind wie Junkies auf den nächsten Schuss. Es gab die Götter lange vor den Menschen und würden die Menschen heute alle sterben und ihre Seelen nicht zu den Göttern sondern ins Nirwana des Buddhismus einfließen. würden die Götter deswegen auch nicht sterben.

Ein Gott der sich genötigt sieht seine Weisungen, so er sie denn den Menschen verkündet, stets zu updaten und den Menschen anzupassen der ist ein ganz armer Kerl den er macht sich selbst zum Abhängigen der Spezies Mensch. Von daher ist für mich der Glaube der Bahai nicht nach vollziehbar. Allerdings habe ich lieber einen Bahai um mich als einen radikalen Anhänger einer missionarisch ausgerichteten Religion. oder einen Gutmensch-Esoteriker.