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Montag, 25. Dezember 2006

Der alte Weg und die moderne Zeit

In unserer heutigen, modernen Zeit der Computer und anderer weltweit vernetzten Komunikationsmöglichkeiten ist es leicht an Informationen aus Wissenschaft und Technik heran zu kommen. Sich alle möglichen Informationen zugänglich zu machen. Ist es dann noch sinnvoll einen Glauben zu haben? Ist Glauben nicht überholt in diesen Zeiten?

Nun, wenn ich meine das Wissenschaft und Information Glauben ersetzt dann mag es mir als logisch erscheinen das der Glauben meiner Vorväter, der Glaube meiner Ahnen überholt ist. Ich jedoch sehe das ein wenig anders. Glaube fängt da an wo Wissenschaft aufhört. Denn Wissen ersetzt nicht Glauben. Sondern wo die Wissenschaft nicht weiterkommt da kommt der Glaube immer weiter. Und solange mir keiner real beweisen kann das es die Götter nicht gibt, solange werde ich auch dran fest halten.

In einem anderen Artikel befaßt ich mich ja mit dem Thema Der innere Zwang seinen Glauben beweisen zu müssen Dem Zwang seinen Glauben beweisen zu müssen. Diesem zu folgen entzieht sich meinem Verständnis. In meinem Glauben hat es ja auch keinen Verbreitungszwang, sprich Missionsauftrag.

Ich bin sogar der Ansicht, dass gerade heute in unseren hoch technisiertem Zeitalter, indem wir uns immer weiter von den natürlichen Grundlagen, gerade auch denen des Glaubens entfernen, der Glaube uns den Halt geben kann den wir immer mehr zu verlieren drohen. Allerdings Glaube als Lebenskrücke ist genauso falsch. Einige der bekannten Weltreligionen werden als solche Krücken verstanden. Die Religion mag als "Krücke" gelegentlich herhalten, niemals aber der Glaube.

Die moralischen Werte der Menschen vermischen sich, verändern sich, bestimmen sich auch durch Anpassung der Moral an gesellschaftliche Zwänge. Der Glaube aber verändert sich nicht in seinen Wertigkeiten, allenfalls in seiner Intensität. Oder er wird ganz gewechselt oder abgelegt.
Glaube sollte niemals Ersatz sein für eigene Unzulänglichkeiten, diese zu kaschieren oder zu ersetzen. Glaube soll, nein kann, das was wir sind, was wir wollen, was wir bedürfen unterstützen. Glaube ist eine Quelle der Kraft und/oder das Mittel zur Öffnung der Kraftquelle bzw. des "Glaubensbezuges"

Wenn der Glaube aber die besagte Krücke eigener Unzulänglichkeiten ist oder ganz simpel ein Ersatz für dieselben dann geht das garantiert schief. Dann wird aus Glauben ganz schnell Gesetzmäßigkeiten zu einer vermeintlich besseren Lebensführung. Wird so ein Glaube aber geprüft bricht er zusammen wie ein Kartenhaus. Glauben ist substanziell und Teil des Lebens insbesondere wenn das Leben in einer relativen unnatürlichen (glaubensfeindlichen) Umwelt abläuft.

Wie unterscheidet man aber nun Glaube, und Religion? Zum einen für sich selbst, aber bei Bedarf auch bei anderen? Woran erkenne ich, das ich, oder gegebenenfalls andere einen Glauben leben (Glauben = lebendig) oder einer Religion folge? (Religion = Gesetzmäßigkeiten)
Wenn einen Glauben leben bedeutet was es sagt, dann sehe ich das daran das einer sein Leben aus der Freude und Sicherheit eben dieses Glaubens lebt, Er muss andere zu nichts überzeugen, gibt gerne bei Bedarf Zeugnis und weiß sich keiner Zwänge wider sich Selbst. Wer dagegen rein Religiös ausgerichtet ist, der unterwirft sich und anderen den Zwängen der Gesetzmäßigkeiten dieser Religion auch, und das ist nahezu pervers, wider sich selbst, wider allem was er dann eben heimlich für sich glaubt.

Ein weiser Mann sagte einmal, Wenn .... oder ...... das ist Religion. Wenn du.... dann kannst du..... das ist Glaube.

Ein Satz der alles offen lässt aber dem geneigten Zuhörer auch den Unterschied aufzeigt.
Es ist also gleich in welcher Zeit ich lebe. Im Jahre 2007 unswer Zeitrechnung. 1507, 1007 oder gar vor der Christinanisierung....
Der Glaube ist immer an den Menschen gebunden nicht an die Zeit. verändert sich der mensch verändert sich der Glaube. Aber Religionen sind immer an die Zeit gebunden und verändern sich mit ihr.... oder müssen irgendwann untergehen. Wenn ich meinen Glauben verliere, verleire ich wahrscheinlich mich selbst. Wenn ich meine Religion verliere verleire ich allenfalls ein paar Gewohnheiten.

Montag, 4. Dezember 2006

Glaubensleben und Alltag

Der Alltag, die Frage des Glaubens im Alltag, der Alltagsglauben oder, Nee der Glaube im Alltag? Kompatibilität des Glaubens im Ablauf des Alltäglichen ... oder so ähnlich!

Jeder Mensch ist mehr oder weniger intensiv in seinem Alltag eingebunden. Der Eine mehr der Andere weniger. Manchen ist es vergönnt sich innerhalb dieser Einbindung freier zu bewegen als Andere. Der Alltag, damit meine ich so banale und sich täglich wiederholende Dinge wie Waschen, Kämmen, Anziehen, Frühstücken, dem Beruf nachgehen, Sport, Fernsehen, Kneipe, aber auch die Partnerschaft, Kinder, Urlaub. Alle die Dinge die unser Leben je nach Person in Anspruch nehmen ....

Dinge die wir alle tun, Lesen, Schreiben, Reden, Handeln ... unsere Hobbys Interessen Pflichten und Vergnügungen, denen wir uns gelegentlich alle hingeben. Ja sogar unsere Sexualität ... Das alles macht unseren Alltag aus.

Und in wie weit wird unser jeweilige Glaube davon berührt? Nicht nur berührt sondern genauer, Wo steht unser Glaube in Diskrepanz mit unserem Leben?

Ist der Glaube, ja das Glaubensleben eine Abstrakte zu unserem Alltag? Ist Glauben immer in der Diskrepanz zum Leben? Inwieweit bestimmt unser Glauben ... nein ... nimmt unser jeweiliger Glaube Einfluss auf unseren Alltag?

In jeder Religion gibt es Menschen die ihren Glauben unterschiedlich leben. In der die Grundlagen des Glaubens bis hin zu den Dogmen der jeweiligen Religion auch verschieden stark im Alltag involviert werden. Böse Zungen sprechen da von lauem Glaubensleben und der "wahren" Nachfolge. Dies jedoch trifft wohl leider auf Angehörige aller Religionen zu.

Jeder Mensch hat wohl andere Intensitäten in seinem Leben. Das betrifft alle Bereiche der Persönlichkeit die emotionelle Seite, wie auch die Geistige. Viele individuelle Dinge, die charakterlichen Anlagen, die Erziehung, das soziale wie emotionelle Umfeld nehmen Einfluss auf die Intensität mit der wir uns bestimmten Dingen widmen. So auch dem Glaubensleben.

Gespräche mit Moslems ergaben das die meisten weniger Eigenkonflikte im Glauben erlebten, daß dieses einen relativ kleinen Anteil ausmache. Das Problem bei den meisten Moslems war eher das was sie alltäglich sahen. Die Einstellung der Europäer und Nicht-Moslime. Und natürlich die dadurch, in ihren Augen, ständige Verführungen des Scheitans = Satans gegen die Gläubigen. Jedoch meinten die meisten daß dadurch ihr Glaube eher gestärkt werde. Die Richtigkeit ihrer Überzeugungen steige proportional zu der Verführung.

Die Informationen aus christlichen Kreisen sagen das es oft zu Diskrepanzen zwischen Glauben und Alltag kommt. Zum einen das der Alltag mit all seinen Mißlichkeiten oft verführend ist vom Glauben weg. Aber auch die Sünde selbst sie, die Christen, ablenke von Gott bzw. dies versuche. Mehr oder weniger 50% des Alltags seien Verleitungen von Gott weg zuführen. Das fange an mit den Verhaltensweisen von Menschen über Publikationen auf allen kommunikativen Wegen bis hin zur der christlichen Lehre eigenes Verständnis des Menschen selbst.

Anhänger des Buddhismus nannten ihre Hauptsorge zwischen Glaubensleben und Alltag das zu wenigen Menschen die Zeit bliebe. Ihren Weg zu finden.

Andere Glaubensrichtungen .. Hindis, Juden, blieben mir mangels Gelegenheit verschlossen. Grundsätzlich gehe ich aber davon aus das diese ähnliche Probleme ihr Eigen nennen.

Die Vielzahl der heidnischen Religionen aus aller Welt mögen auch so ihre Schwierigkeiten haben ihr Glaubensleben und ihren Alltag zu koordinieren. Ich kann hier auch nicht für andere Asatru sprechen, nur für mich. Ich selbst wage die Behauptung das der Alltag meinen Glauben weder anzugreifen noch gar zu beeinträchtigen vermag.

Und doch sehe ich den Alltag dem auch ich mich unterwerfen muss in der gesellschaftlichen Form in der ich lebe durchaus als Feind meines Glaubens. Zum einen weil bestimmte Werte die ich habe ganz einfach in dieser Gesellschaft so ich sie praktizieren würde in einem möglichen Fall gegen die geltenden Gesetze verstoßen würden.

Keinem Gläubigen gleich welchen Glaubens wird wohl wahrheitsgetreu sagen können das der Alltag, seine Umwelt, nicht Prüfstein ist in seinem Glauben. In welcher Form auch immer. Bedeutet das nun das der Alltag und der Glaube sich ausschliessen? Das beide nicht kompatibel sind?

Das ist nur der Fall wenn der Glaube ein befolgen von Gesetzen ist. Ein Regelwerk das autark zum Alltag versucht wird zu etablieren. Das bedeutet aber nun nicht im Umkehrschluß, daß der Glaube dem Alltag angepaßt wird. Aber, es funktioniert wenn der Glaube nicht als Ersatz zur Monotonie des Alltags gesehen wird, sondern sich in diesen natürlich integriert. Wie? Nun das muss wohl jeder für sich, für seinen Glauben entscheiden. Es gilt also zu überprüfen inwieweit mein Glaube und mein Alltag unvereinbar sind oder eben positiv in einander fließen, kompatibel sind. Zu unterscheiden gilt es auch. Ist hier der Glaube = meine Überzeugungen und Zuversichten im Bezug auf das Leben, die Götter, die Welt betroffen oder aber meine Religion = meine Regeln meine Grenzen und Voraussetzungen. Ich gehe davon aus, wie ein weiser Mann mal sagte.

Der Glauben an das Höhere kann nicht tangiert werden durch das Niedere aber die Religion kann sich konträr zum Leben etablieren und den Glauben in ein sekundäres Verhältnis zur Religion bringen.

Das bedeutet nichts anderes als... Gesetzmäßigkeiten ordnen zum Guten nur solange, bis die Gesetzmäßigkeit zum Selbstzweck wird.

Der Glaube kann also nicht vom Alltag zerstört werden... sondern wir zerstören unseren Glauben wenn er in Gesetzmäßigkeiten gepreßt wird die gegensätzlich zum Alltag laufen. Manchmal ist die Moral wider der Natur, und dann ist unsere Moral zumindest gestört. Aber das ist ein anderes Thema.

Es ist also angesagt unseren Alltag durch das Glaubensleben so gut es uns möglich ist zu erhellen. Ein perfekter Glaubensleben – Alltag wäre ja auch das eigene "Himmelreich" das wir zwar gleich welchen Glaubens nie erreichen werden auf Erden aber es tendenziell zu leben ist doch ein feines Ziel.

Donnerstag, 30. November 2006

Angemerkt

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Wenn der Ordensbruder in der dumpfen Zelle hoggt
und mit großem Fleiße bloggt

um seine Gedanken euch zu zeigen,
und hofft euch in Erinnerung zu bleiben

und dann sieht da bleibt was über,
ja dann freut sich der Ordensbruder drüber

Mittwoch, 29. November 2006

Träume Hoffnungen Wünsche

Im Leben, in unserem Leben haben wir Hoffnungen, Wünsche, Träume von ganz kleinen bis hin zu die Welt verbessernden Ideen nach unserem Gusto. Der Eine träumt von einer beruflichen Karriere, der Andere von einer Familie mit Haus Garten Frau und Kinder. Wieder ein Anderer will mit politischen Ideen oder Idealen für Alle das Beste.

Im Laufe unseres Lebens mögen sich die Hoffnungen, Wünsche, Träume ändern .. einige sich erfüllen, neue entstehen, andere verworfen oder eben ausgewechselt... doch woher kommen diese Träume und Hoffnungen?

die kleinen persönlichen Wünsche, Hoffnungen und Träume mögen eine gewisses soziales Sicherheitsbedürfnis zur Grundlage haben. Da im Menschen bestimmte Instinkte seid vielen Jahrtausenden verankert sind. Dazu gehören ein Heim ausreichend zu Essen und Gesellschaft, respektive Familie die in sich Geborgenheit gibt. Doch haben wie auch Wünsche, Hoffnungen,

Manche Menschen haben ein überzogenes Besitzdenken. sie suchen Reichtum in allen Variationen und unter zur Hilfenahme legaler und illegaler Mittel. Warum? Ich vermute zum einen das es eine Form der Kompensation ist die Kontrolle zu gewinnen, Macht auszuüben. Die oft geäußerte Vermutung dies werde getan um Mittel zu haben möglichst lange zu leben halte ich für nicht stimmig.. da dieses Denken sich erst bildet, wenn bereits sehr viele Güter geschaffen wurden. Ebenso die abstrakte Hoffnung etwas irgendwie mit zu nehmen bildet sich erst im Laufe der Reichtum Gewinnung. Es ist wie ich vermute viel einfacher. Macht, Macht ist in gewisser Weise eine sexuelle Erlebnisform. Sie schafft das Gefühl der Kontrolle über alles im Umfeld vom Morgenkaffee bis zum Abendessen, was es gibt, wann es das gibt, in welcher Form, und wer es zubereitet und serviert. Und eben alles was dazwischen liegt. Macht ist erotisch, auch für andere... zu finden auch in der einer banalen "Küchenweisheit" Geld macht sexy.

Es ist also nicht ein Versuch relativ ewig zu leben, wenn jemand Besitz anhäuft und einige dabei sprichwörtlich über Leichen gehen. Sondern wohl eher einfach nur das "erregende" Gefühl der absoluten Kontrolle.

Die Sehnsucht, das Verlangen der Unsterblichkeit, des ewigen Lebens einer Erfüllung nahe zu bringen hat glaube ich ganz andere Wege beschritten.

Dem Menschen ist durchaus bewusst das er in seiner jetzigen Form innerhalb der Dimension in der er hier geboren wird nicht ewig, sondern vergänglich ist.

Nur zwei Dinge sind es die uns in einer gewissen Art und Weise das Gefühl vermitteln ewig zu leben Das Eine können wir "erschaffen" das Andere ist der Glaube.

Beim Ersteren geht es also nicht darum was wir mitnehmen können... sondern was wir zurücklassen. Im Grunde genommen haben wir die Sehnsucht nicht vergessen zu werden. Das machen sich jedoch nur die wenigsten bewusst. Es gibt zwei Wege etwas zu hinterlassen. Das eine ist ein von der Natur eingerichteter Weg. Der, der Nachkommenschaft. In unseren Kindern leben wir weiter. geben weiter was wir sind, leben in ihnen fort. Indem wir Nachkommen schaffen, leben wir in gewisser Weise biologisch gesehen ewig. Dieser Weg, steht mit Ausnahmen, jedem offen unabhängig von Geld Einfluss Fähigkeiten Herkunft Religion sozialem Umfeld. Ein anderer Weg etwas zu hinterlassen ist etwas von relativer Ewigkeit zu schaffen. Ein Bauwerk, eine Lehre, eine Erfindung.

Menschen wie Edison, Goethe, Leonardo daVinci, Gutenberg, Cäsar, Sokrates und viele andere Menschen haben auf ihren Gebieten etwas geschaffen, etwas erreicht das sie nahezu ewig leben lässt. einige von ihnen sind mehr als 2000 Jahre tot und doch kennt sie nahezu jeder. Sie leben in ihren Werken und in unseren Erinnerungen fort.

Der zweite Weg ist immateriell. Es ist der Weg des Glaubens. Alle Religionen der Welt haben in irgendeiner Form auch das Thema Ewigkeit. Das geht von der Suche nach dem Nirwana bis zu einem ewigen Leben der Vollkommenen Glückseeligkeit.

Für mich hat sich daraus ergeben das ich zwei Ziele habe. zum Einen mein Leben so gestalten das ich, wenn es zu Ende geht, sagen kann ... Es war ein gutes Leben ich bereue mein Leben nicht, ich hab es nicht weggeworfen. ... Und zum Zweiten suche ich etwas zu hinterlassen um nicht von heut auf morgen vergessen zu sein. Die Vorstellung im Jahre 2080 wo bereits alle schon verschieden sind die mich kannten, findet jemand z.B. eine schriftliche Aufzeichnung einiger meiner Gedanken und sagt sich ... hm, interessanter Gedankengang den dieser XXX hatte. oder viel banaler ein Dachdecker repariert im Jahre 2080 ein Dach und hebt dabei einen Dachziegel auf dessen Unterseite mit meinem Namen und das Jahr der Verlegung verzeichnet ist... Dieser Gedanke hat was relativ Ewiges. Es geht dabei nichtmal um ein möglichst langes Gedenken. Nur das man eben nicht vergessen wird.

ich versuche das mal an einem Beispiel zu erklären. Durch Bekannte im Internet erfuhr ich von einer Frau die dem keltischen Glauben zugehörig bereits fast 2 Jahre zuvor verstorben war. Durch die Erzählungen meiner Bekannten über das Leben dieser Frau und dem Studium ihrer Hompage die von einem der Internetbekannten noch immer gepflegt wird wurde ich ein Freund dieser Frau die doch schon zwei Jahre tot ist. Die fortlebt in dem was sie dachte sagte schrieb, die weiter lebt in dem, wofür sie stand.

Und das ist es was die meisten Menschen sich wünschen. Sie wollen nicht völlig spurlos aus dieser Welt verschwinden. Das beschäftigt sie wesentlich mehr als die Frage nach der Ewigkeit. Nur bewusst ist es den wenigsten.

Desweiteren ergibt sich für mich. meine biologischen Überreste fließen zurück in den Kreislauf der Natur. Körperlich verlasse ich dies Welt also nicht, sondern in anderer Form (Asche) fließt in den Boden und wird Teil desselben aus der sich Pflanzen bilden. Meine Seele, mein Ich, mein Wesen geht an den Ort der durch meinen Glauben definiert ist.

Ich tue also meinen Teil dazu diese beiden Ziele zu erreichen und das ist.. der Friede den ich suche und auch weitgehend gefunden habe.

Ich bin dankbar das es mir gegeben ist, soweit mein Leben zu gestalten das ich diese Ziele zu Erreichen vermag.....

Für dich zum Segen deinen Göttern zu Ehren, lebe dein Leben




Sonntag, 26. November 2006

Gedankenspiele

4 Fragen des Lebens ...

1. Woher komme ich?
2. Wohin gehe ich?
3. Wer bin ich?
4. Warum bin ich?

Eine mögliche Antwortgruppe wäre ...

1. aus dem Bauch deiner Mutter
2. in die Kiste
3. ein Mensch
4. um zu leben

das sind recht banale und zu recht unbefriedigende Antworten .... es sind wohl die Antworten eines Menschen der an Nichts glaubt. Nichts erwartet. Nichts hofft.

Eine mögliche Antwortgruppe wäre ...

1. aus der vollkommenen Göttlichkeit des Seins
2. in die vollkommene Göttlichkeit des Seins
3. ein Funke der vollkommenen Göttlichkeit des Seins
4. um ein Teil zu sein der vollkommenen Göttlichkeit des Seins

das hört sich ja toll an so mystisch weise. ... Wirklich? ich finde das arm. das ganze Leben
mit all seiner Fülle an gutem und Schlechtem alles nur um als ein winziges Teil des Ganzen zu sein?

Eine mögliche Antwortgruppe wäre ...

1. aus der Schöpfung Gottes nach seinem Willen
2. in Gottes Arme.. oder in das ewige Leiden
3. ein Geschöpf Gottes
4. zu Ehre Gottes

Das finde ich wirklich arm.. ich bin also nichts weiter als der Wille Gottes zu seiner Ehre. Ich würde mich empfinden wie ein Sklave der Gnade eines höheren Wesens ... man gut das meine Schweissdrüsen keinen eigenen Willen haben und sich nicht willentlich gegen mich entscheiden können.

Es gibt sicherlich viel mögliche Antwortgruppen. mehr oder weniger sinnig. Gibt es denn aber auch die "wahre" die wirklich "richtige" Antwortengruppe?

Ja, die gibt es meiner Meinung. Sie lautet...

1. Finde es für dich heraus biologisch ist es einfach. geistig? musst du deine Antwort finden.
2. Finde es für dich heraus biologisch ist es einfach. geistig? musst du deine Antwort finden.
3. Finde es für dich heraus biologisch ist es einfach. geistig? musst du deine Antwort finden.
4. Auch das musst du für dich allein bestimmen. Wer nun meint das für dich beantworten zu
können der spricht nur von sich selber.

Ich habe diese 4 Fragen für mich beantwortet. daraus, nein unter anderem daraus, hab ich mit mir meinen Frieden, was bedeutet.. ich bin der Zufriedenheit fähig, auch wenn ich sie gelegentlich mal verliere, niemand ist vollkommen. Aber ich kann sie immer wieder finden, mich immer wieder darauf besinnen. Ich muss sie nicht mehr suchen. denn sie ist in mir.

Wie meine Antworten lauten? Spielt das eine Rolle? Nein, den sind meine Antworten .. nicht "Die" Antworten. Auch nicht "meine" Wahrheiten, sondern meine Sicht dessen was ich, für mich als Wahrheit erkannte. keine Vermutungen, sondern Findungen meiner Suche gestützt durch die Überzeugung aus meinen Glauben.

Freitag, 24. November 2006

Erstaunliches aus dem Buchhandel

Erlebnisbericht

Eines Tages im Oktober besuchte ich einen bekannten Buchhandel in Hannover der sich über mehrere Etagen erstreckt und ein breites und tiefes Sortiment an Büchern aller Art aufweist. Der Trend geht ja allgemein zum Zweitbuch wieder. Wie einige so im Scherz zu bemerken pflegen. Dort fand ich mich wieder in der Abt. Religion.. dort befand sich, wie zu vermuten war, die Bibel und angrenzende christliche Literatur, auch einen Koran konnte man in dieser Abteilung erstehen.

In einem anderen vergleichbar gut sortierten Buchladen waren auch in derselben Abteilung Bücher des Buddhismus und sogar Hinduismus zu finden. In unmittelbarer Nachbarschaft meist befand sich die Abteilung Esoterik in der entsprechende Schriften zu dem Thema und Bekenntnisse zu diesem Glauben zu bewundern waren. Nicht alle diese Bücher in den jeweiligen Abteilungen waren Grundlagenbücher des Glaubens wie Bibel, Koran, vedische Schriften. Einige waren auch nur Betrachtungen zu den jeweiligen Glauben. Ich finde ein solch reichhaltiges Angebot dieser Schriften zu den unterschiedlichen Glauben eine gute Sache. Jeder gleich welchen Glaubens findet seinen Bedarf an geistlichen Schriften in einem gut sortierten Buchladen in der angemessenen Abteilung... Es wäre ja auch ein Unding wenn ein Christ seine Bibel unter pornographische Schriften finden würde nur weil die Töchter der Lot im AT den Beischlaf mit ihrem Vater suchten. Weil Salomon im Hohelied eine recht sexuell orientierte Sprachprosa verwendete. Ebenso wäre es ein Unding den Koran unter Krimis ein zu ordnen weil einige fehlgeleitete Moslems Terror als adäquates Mittel ansehen ihre Vorstellungen durch zu setzen.

Ich begrüße das die Privatwirtschaft den Bedarf der jeweils Gläubigen entsprechend angemessen erfüllt...

Das jedoch ist nur teilweise der Fall..... Denn es trifft ausschließlich auf die asiatischen Religionen zu. Und nur auf diese.

Die ureigenste Religion aus diesem Breiten.. die in Island, Norwegen, ja sogar Australien inzwischen offiziell anerkannt sind. Für die gilt das nicht. Der alte Glaube, der in vorchristlicher Zeit, das Leben aller Menschen zwischen Hammerfest und Bodensee zwischen Irland und Rußland also in ganz Nord- und Mitteleuropa zu eigen war. Dem heute wieder in Deutschland allein weit mehr Tausend Menschen anhängen, der weltweit sicher mehr als eine Million Menschen unter anderem unter dem Begriff ASATRU ihr eigen nennen. Nicht eingerechnet die welche dem Keltische Glauben anhängen. Diesem Glauben, deren Anhänger, den Menschen dieses Glaubens wird der Glaube anscheinend aberkannt oder ins lächerliche geführt von eben diesem Buchhandel der sich mit den fremden Religionen soviel Mühe gibt.
Geht in die Buchläden, such dort die Abteilung Religion auf, und dann sucht die Edda. Ihr werdet sie nicht finden. Zumindest nicht in Hannover

Es ist ja nicht so das die Edda nicht zu bekommen wäre... Nein weit gefehlt. Auch hier bietet der Buchhandel diverse Ausgaben der Edda zum Kauf an. Man wird diesbezüglich in jedem gut sortierten Buchhandel fündig. Nur, man findet sie nicht bei Religion. Nein, auch nicht bei Esoterik. Das wäre zwar fehl plaziert aber nun gut man will ja nicht alles rügen.

Die Edda finden sie in allen namhaften Buchläden in der Abteilung Märchen und Sagen

Alle Asatru weltweit sicher mehr als eine Million Menschen glauben also nach der geschätzten Ansicht des Buchhandels in Hannover an Märchen und Sagen... wie die Kleinkinder glauben das Monster im Schrank und Hexen unterm Bett liegen...

Man findet die Edda neben Grimms Märchen, Geschichten aus 1001 Nacht und >Sagen aus aller Herren Länder

Ich fühle mich dadurch vom Buchhandel in Hannover in meinen Glauben diskreditiert und pers. Beleidigt.

Schlußfolgerung

Es ist also rechtens das AT im Beate Uhse Läden zu suchen und den Koran unter Krimis?. Nein das ist es nicht. Die Anhänger dieser Glauben würden zu recht auf die Barrikaden gehen. Denn es wäre eine Beleidigung das ihres Gleichen sucht. Nun dasselbe Recht nehme ich mir für meinen Glauben.

Der Buchhandel in Hannover, in seinem namhaften Verkaufsläden diskriminiert möglicherweise wissentlich den Glauben anderer Menschen.

Vom Gesetz her gibt es leider, diesbezüglich keine Handhabe...

Quelle: Antwortschreiben des Bundes Justizministeriums

Bundesministerium der Justiz, 11015 Berlin
betreff:
Verfassungsrecht, Schuldrecht
hier:
Grundgesetz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
bezug:
Ihre E-Mail vom 10. November 2006
Sehr geehrter Herr XXXX,
vielen Dank für Ihre E-Mail vom 10. November 2006, mit der Sie anfragen, ob auch die freie Wirtschaft an das Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes (GG) gebunden ist. Gerne möchte ich Ihnen darauf antworten.

Gemäß Artikel 1 Nr. 3 des GG binden die Grundrechte nur die Gesetzgebung, vollziehende Gewalt, und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht, nicht aber die private Wirtschaft. Private Unternehmer sind daher nicht unmittelbar an Artikel 3 Abs. 3 Satz 1 GG
(Verbot der Diskriminierung wegen des Geschlechtes, der Abstammung, der Rasse, der Sprache, der Heimat und Herkunft, des Glaubens und der religiösen oder politischen Anschauungen) gebunden.

Die von Ihnen zitierten Beispiele, nach denen in Buchhandlungen Menschen wegen ihrer Rasse oder Religion durch die beleidigende Präsentation von Geschichtsbüchern und religiösen Werken diskriminiert werden könnten, werden auch nicht vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) erfasst, denn das AGG verbietet Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft nur bei der Begründung, Durchführung und Beendigung zivilrechtlicher Schuldverhältnisse. Auf den Merkmalen Geschlecht, Religion, Alter, sexuelle Identität oder Behinderung beruhende Benachteiligungen sind bei der Begründung, Durchführung und Beendigung sog. Massengeschäfte und gleichgestellter Geschäften sowie Privatversicherungen verboten. Zur Begründung eines Schuldverhältnisses wird im Einzelfall sicher auch die Art und Weise der Präsentation der Ware gehören können. Eine Benachteiligung setzt jedoch voraus, dass ein Kunde gegenüber anderen Kunden nachteilig behandelt wird. Dies dürfte bei den von Ihnen geschilderten Beispielen wohl nicht der Fall sein.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
XXXX
Die Namen wurden von mir jeweils aus Datenrechtlicher Sicherheit durch "XXXX" ersetzt

Dienstag, 14. November 2006

Sammelsorium

Kleine Worte großer Leute mit eigenen Kommentaren

Du sollst deinen Nächsten seines Glaubens wegen nicht braten, zumal du ihn nicht Essen kannst. Georg Christoph Lichtenberg
Weder ihn noch seinen Glauben. Sollten sich einige der Eiferer vielleicht mal stecken

Wahre Religion ist gebaut auf das Wahre das gute in der Menschennatur nicht auf der Sünde Morast. Ludwig Feuerbach

Wohlgemerkt die Religion wird hier angesprochen, also die von den Menschen erstellten Gesetzmäßigkeiten nicht der Glaube an sich.

Je näher wir der Natur sind, desto näher fühlen wir uns der Gottheit.
Johann Wolfgang von Goethe

Hm, ist es also doch kein Zufall das die heidnischen Glaubens ein ganz anderes Gottesverständnis haben als die Buchreligionen?

Menschen die nach Größe streben, sind gewöhnlich böse Menschen.
Friedrich Nietzsche

Strebe danach Teil eines Großem zu sein statt nach Größe, das sagte mal ein anderer weiser Mann

Alle Dinge geschehen aus Notwendigkeit, Es gibt in der Natur kein Gutes und kein Schlechtes.
Baruch de Spinoza

Der Erkenntnis stimme ich zu, aber die These macht mir Probleme

Nacheifern ist Beneiden. Gotthilf Ephraim Lessing

Nicht immer, es gibt auch Gehorsam und Idealisierung.

Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit Heiligenschein. H. G. Wells

Und oft wohl die widerwärtigste Form der Selbstgerechtigkeit und des Spießertums

Extreme Idealisten (Fundamentalisten) sind immer Feiglinge sie nehmen vor der Wirklichkeit Reißaus. Boßhart

Nix mit heldenhaften Märtyrertum

Das Gewissen ist die Stimme der Seele, Die Leidenschaften die Stimme des Körpers.
Jean-Jaques Rousseau

Und wenn beide im Duett singen, dann ist unser leben wirklich gut, sagte mal ein anderer weiser Mann

Eitelkeit ist eher ein Zeichen der Demut als des Stolzes Jonathan Swift

Das begreift nur wer Eitelkeit und Stolz zu unterscheiden vermag
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Mir unverständlich und/oder nicht nachvollziehbar für mich

Es gibt keine Religion die nicht Christentum wäre. Novalis

Ich hoffe er ist nicht so gemeint wie ich ihn zu verstehen glaube denn dann wäre das von unglaublicher Arroganz

Ein Christ ist ein solcher Mensch, der gar kein Haß noch Feindschaft wider jemand weiß, kein Zorn noch Rache in seinem Herzen hat, sondern eitel Liebe, Sanftmut und Wohltat.
Martin Luther

Oha, dann gibt es als gar keine Christen auf diesem Planeten. Tja da hat Luther sich wohl selbst ein Ei an die Schiene genagelt

Der Weg zur Vollkommenheit und zu jedem Fortschritt ist fortwährende Selbstkritik.
Arnold Böcklin

Was für ein Unsinn, kein Wunder das ich den Namen noch nie gelesen oder gehört habe. Wenn ich mich andauernd in Frage stelle. Wie soll ich dann mit einem notwendigen Maß an Selbstvertrauen überhaupt mein Leben meistern?

Was ist Reue? Eine große Trauer darüber, daß wir sind, wie wir sind.
Marie von Ebner-Eschenbach

Also entweder wird hier Reue mit Dekadenz verwechselt oder die Weisheit dieser Worte erschließt sich mir nicht.