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Montag, 29. Oktober 2007

Mein Gott und Ich!



Jeder Mensch so er einen Gottesglauben hat, welchen auch immer, personalisiert diese Beziehung für sich. Soll heißen dieser hat eine persönliche Beziehung zu seinem Gott.
Was ist das eine persönliche Beziehung zu seinem Gott zu haben?



Wenn ich an die Existenz eines Gottes glaube involviere ich auch meine Vorstellungen über diesen Gott in eben meinen Glauben an diesen Gott. Hinzu kommt was ich gehört und gelesen habe über diesen Gott und den Glauben anderer an ihn. Auch das erleben in meinem Glauben, Dinge die ich erlebte und diesem Glauben (Glaubensleben) zurechne. Dies alles prägt mein Gottesbild schafft meine persönliche Beziehung zu meinem Gott.


Ob ich das Erlebte das "Erleben im Glauben" nun als Wirkung eines göttlichen Geistes, als spirituelle Erkenntnis oder durch Bewußtseins erweiternde Drogen (bestimmte Pilze) erfahre mag individuell jeder für sich bestimmen, ändert aber nichts daran das eben dies als wesentlicher Teil meine persönlichen Beziehung zu "meinem" Gott zu werten ist.



ABER: Je mehr ich mein Gottesbild allein auf das Glaubenserleben verlege je mehr besteht die Möglichkeit das ich mich vollkommen isoliere.



Es ist schon fast ein Naturgesetz, das, daß verfolgen einzelner Extreme unter Ausschluß aller anderen zu Verfügung stehenden Möglichkeiten beinahe unweigerlich in den psychologischen Zustand des als landläufig bekannten religiösen Wahns führt.



Sollte eine Grunderkenntnis an welchen Gott auch immer nicht beinhalten.



1. Mein Gott, meine Götter ist/sind größer, stärker, weiser als ich je sein könnte.



2. Ich suche meinen Gott meine Götter. Ich rufe meinen Gott, meine Götter an. Nicht Er oder Sie mich.

3. Gott oder Götter haben Möglichkeiten die ich nicht habe, denn darum ist/sind er/sie Gott/Götter.



4. Ergo warum also sollte/n Gott/Götter so sein wie wir sie gern hätten?



Gott und ich! Das ist keine Beziehung wie wir sie im zwischenmenschlichen Bereich kennen. Die Beziehung die ich zu meinem Gott habe mag sein wie sie will, aber sie ist mit nichts anderem vergleichbar was Menschen sonst für Beziehungen zueinander pflegen.



Was noch dazu kommt ...
Verlangen wir von unseren Partnern das sie so sind wie wir es uns wünschen, oder lieben wir sie weil sie sind wie sie sind?



Warum sollten wir das dann von unserem Gott verlangen?



...............................................



Mein Gott und Ich!
"Mein" Gott. Wer, was, wie ist mein Gott? Welches Bild habe ich von meinem Gott? Die Anworten auf diese beiden Fragen sollte möglichst identisch sein. Ist dem aber auch so? Oft ist zu hören oder zu lesen, Gott/Götter ist/sind soundso. Gott will dies, die Götter wollen jenes.



So mancher erdreistet sich anderen vorschreiben zu müssen nicht nur was dieser oder jener Gott ist, will, bewirkt. Nein, Sie erdreisten sich dir zu sagen wie deine Beziehung zu welchen Gott auch immer, auszusehen hat. Welche Präferenzen du zu setzen hast. Eben wie du deinen Gott sehen MUSST.


........................



Ich und mein Gott? Oh, ich meinte natürlich mein Gott und ich ...



Nun, Ich bevorzuge für mich...



Meine Beziehung zu den Göttern!



Natürlich versuche auch ich meine Götter zu definieren. Über das was ich von ihnen erfahre...
Aber nicht durch Extreme Zwänge. Ich brauche weder meinen Gott oder meinen Glauben anderen zu beweisen, noch muß ich mir etwas beweisen.



Meine Beziehung zu den Göttern ist mein Erleben, dient meiner Erbauung, bei ihnen Suche ich gegebenenfalls Hilfe oder Erklärung für was auch immer. Niemand, kein anderer Mensch kann mir also meine Beziehung zu den Göttern definieren. Und schon gar nicht von der Warte seiner persönlichen Beziehung zu den Göttern und erst recht nicht wenn es ein anderer Gott ist, ein völlig anderer Glaube.



Ich kann mich austauschen über meinen Glauben, auch über die Beziehung zu meinem Gott. Niemals aber kann ich dem Anderen erklären wie er seine Beziehung zu welchem Gott auch immer zu erleben hat.



Ich glaube an mehrere Götter, sogar mehr als ich ihnen an Aufmerksamkeit widme. Ich rufe verschiedene Götter an, je nach Bedarf, nach Zuordnung. Aber ich verehre auch einen bestimmten Gott besonders. Warum? Weil dieser Gott und alles für was er steht ist was mir besonders Wert ist weil das Wesen dieses Gottes für mich als höchstes Ideal steht. Dieser Gott ist Saxnot in der nordischen Mythologie auch Tyr genannt. Seine Rune trage ich als Amulett, die Werte für die er steht sind die Werte die mir die wichtigsten sind.



Meine Beziehung zu diesem Gott ist erfüllt von Erlebnissen von Stärken die mich prägen und die sich auch in meiner Selbstdarstellung widerspiegeln. Das bedeutet nicht das ich perfekt bin oder das mein "Hauptgott" versagt wo ich Schwächen habe. Aber das ist ein anderes Thema.


Ein weiser Mann sagte mal: "Die Beziehung zu deinen Göttern ist deine persönliche Angelegenheit und jeder der sich erdreistet dir sagen zu müssen wie diese Beziehung auszusehen hat will nichts weiter als dich kontrollieren indem er versucht sein Gottesverständnis dir aufzudrängen."




Darstellung des Tyr







Dienstag, 23. Oktober 2007

Eine kleine Geschichte ohne wesentlichen Bezug


Der Morgennebel zog seine Schleier über die Wiesen und den kleinen Fluß. Hüllte die alte Steinbrücke fast völlig ein und benetzte das Gras mit silbern glänzendem Tau. Aus dem nahen Wald der in dieser Morgenstunde so mystisch wirkte erklang der Ruf einer Eule.

Der alte Hund hob leicht den Kopf als die Tür des, ganz aus Holz gebauten, kleinen Hausen sich knarrend öffnete und 2 Raben aufscheuchte die auf dem Geländer der Veranda saßen.

Eine Frau, etwas über 50 Jahre, jedoch recht hübsch, von asiatischem Ansehen, schwarzes langes Haar mit silberfarbenen grauen Strähnen durchzogen in einfacher koreanischer Tracht trat heraus und blinzelte in die Sonne welche sich just über den Horizont hob.

Ihr Blick streifte über den unfertigen Unterstand an dem ihr Mann gestern gearbeitet hatte als ihr Auge an der Jacke ihres Mannes haften blieb, die dieser am Vortag draußen liegen gelassen hatte. Kopfschüttelnd griff sie nach dem guten Stück und rief mit leicht vorwurfsvollem wie auch resignierenden Unterton, den Kopf zum Haus gewandt. "Jobooo! Du hast die Jacke gestern draußen gelassen, nun ist sie ganz klamm, ja regelrecht feucht!"

Von drinnen war nur ein grummlig brummendes Jaaa, hab's vergessen zu vernehmen. Jedoch ließ sich der Mann beim Frühstücken nicht weiter stören. Hatte Er doch gestern den Unterstand allein zu gesägt und aufgerichtet nur eine Seitenwand fehlte noch und der Unterstand war fertig.

Die Frau zog fröstelnd die Schultern hoch und huschte in Anbetracht ihres Alters und der frühen Stunde geschmeidig ins Haus zurück und man hörte ein geschäftiges klappern der Töpfe und Kannen.

Die Tür öffnete sich wieder und ein Mann groß, von kräftiger Statur erschien. Die langen Haare und der Bart rundeten ein Bild das durch den einfachen Leinenkittel und den derben Stiefeln sehr archaisch wirkte. Noch etwas steif wirkend schritt der Mann die zwei Stufen der Veranda hinab und wendete sich der liegen gelassenen Arbeit des Vortags zu.

Der Hund hatte beim Erscheinen des Mannes sich kurz erhoben und sich dann wieder, beinahe könnte man meinen, fallen gelassen und beäugte den Herrn des Hauses mit halben Interesse während er herzhaft gähnte. Er war zwar auch schon ein älterer Hund und seit vielen Jahren bei den Beiden. Doch wenn es drauf ankam, war er wie sein Herr durchaus fähig zu reagieren. Eine Erfahrung die ein paar jugendliche Rabauken aus der Stadt erst vor wenigen Tagen schmerzhaft erfahren mussten.

Die Sonne hatte inzwischen an Kraft gewonnen und es schien als würde dies ein recht sonniger Frühherbsttag. Morgens war es zwar schon recht frisch aber gegen Mittag doch noch angenehm warm auch wenn seine Frau das anders sah. "Naja die Weibsen, die frieren eh' schnell dachte sich der Mann. Da kam plötzlich Bewegung in den Hund. Er richtete sich auf und schaute die Zufahrtsstraße eher eine Art Wanderweg runter und stellte die Ohren nach vorn. Mit einem kehligem Gurgeln. Einer Mischung aus neutralem Knurren und Verdauunggeräuschen machte er den Mann aufmerksam das sich etwas dem Haus näherte. Der Mann sah kurz auf blickte in Richtung Straße und schlug einen weiteren Nagel um das Brett zu befestigen.

Jetzt sah man einen Polizeiwagen die Anhöhe rauf fahren. Der Mann lies sich jedoch nicht stören nahm die Handaxt und spitzte einen Pfahl etwas zu. Endlich erreichte der Streifenwagen das Haus und hielt etwa 15 Meter vor den Haus. Aus dem Wagen stieg der Hauptwachtmeister der für diese Gegend zuständige Kontaktbereichsbeamte und ein anscheinend blutjunger Polizist frisch von der Ausbildung.

Der Mann unterbrach seine Arbeit und schritt, die Axt noch in der Hand auf die Beamten zu. Die Frau des Mannes was inzwischen auch, wissen wollend wer denn da angekommen unter den Türrahmen getreten die Pfanne noch in der Hand schaute sie zu ihrem Mann dann zum Hauptwachtmeister und dann zu dem jungen Kollegen des Polizisten. Seufzend und was von "Männer werden nie erwachsen" murmelnd ging sie wieder ins Haus.

Der Mann kam nun direkt auf den jungen Beamten zu, immer noch die Axt in der Hand. Dieser sichtlich nervös werdend, versuchend Blickkontakt zu dem älteren Kollegen aufnehmen, fing an am Gummiknüppel herum zu nesteln. Der Schweiß Stand ihm trotz des doch kühlen vormittags deutlich sichtbar auf der Stirn, er trat angesichts des auf ihn zu kommenden Mannes sogar einen Schritt zurück und wurde noch unsicherer. Der älter Beamte fixierte mit steinernem Gesichtsausdruck den Mann der dem jungen Beamten nun bis auf knapp dreieinhalb Meter nahe gekommen war. Als der Mann dann ganz plötzlich mit einer ruckartigen Bewegung ......................................................

Tja ich bin ja kein Romanautor, denke dir selbst was aus wie es weiter geht.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Glaube und Angst

Der Glaube und die Angst vor ....


Ja, vor was den eigentlich? ....


Vor dem Tod? Vor dem sterben? Vor dem Leben sogar? Angst den Partner, die Eltern, die eigenen Kinder, einen geliebten Menschen zu verlieren? Angst physisch oder psychisch verletzt zu werden? Angst vor diesem und jenem, Angst vor der Angst?


Jeder Mensch, absolut jeder Mensch kennt Angst. Egal ob Mann oder Frau, von großer kräftiger Statur oder klein und zierlich, ob stark im Charakter im Geist am Körper oder das Gegenteil. Kein Mensch wird aufgrund physischer oder psychischer Stärke vor Angst gefeit sein. Jeder der sagt er habe noch nie Angst kennengelernt bei sich, der lügt.


Auch ein Mensch der sich seines Glaubens sicher weis, auch der kennt Angst. Es spielt auch keine Rolle welchen Glaubens, ob nun Asatru, Buddhist, Christ, Hindu, Moslem oder Shinto oder sonstige religiöse Ausrichtung. Alle kennen Angst.


Es gibt sogar bei nicht wenigen Menschen das Phänomen das, wer einen Glauben hat sogar besonders empfänglich ist für Angst. Ob das nun an der Zuversicht liegt dessen was nach dem Tode kommt, das soll jeder für sich entscheiden. Ich will aber versuchen das zu beleuchten unter Bezug des Glaubens der Christen, Heiden, Buddhisten, Moslems, soweit es mir möglich ist.


1. Der Christliche Glaube und die Angst vor dem Tod


In der christlichen Lehre heißt es ... das allen Menschen das Gericht Gottes droht. Und wer nicht gefunden wird im Buch des Lebens der wird verdammt sein in alle Ewigkeit zu büßen.


Einzelne Abweichungen in der Lehre an sich werde ich hier nicht Rechnung tragen Begriffe wie Allversöhnung, Fegefeuer auf Zeit, usw. findet hier keine Relevanz.


Wenn dies nun mein Glaube ist... dann ist das natürlich ein gefährliches Damaklosschwert das über dem Haupte des Menschen hängt. Wenn ich nicht Gottes Willen tue, tja dann ab in die ewige Verdammnis.


Ohne jetzt den Inhalt zu bewerten ist es durchaus nach zu vollziehen das Menschen wenn sie diesen Glauben haben sehr anfällig sind für Ängste ja für eine regelrechte Panik wenn es denn ans sterben geht. Es sei denn, sie sind sich ihrer absolut sicher das eben sie in diesem Buche stehen. Aber wissen tun sie es nicht, und der Mensch neigt ja gelegentlich zum Irrtum seiner Selbst wie wir alle aus Erfahrung wissen.


Der gläubige Christ muss also darauf vertrauen das er zum einem in diesem Buche des Lebens verzeichnet ist und zum zweiten das er den Willen seines Gottes erfüllt hat und sich dem geist Gottes geöffnet hat. Was nun ein jeder davon hält mag er für sich entscheiden.


2. Der Islam und die Angst vor dem Tod.


Der Moslem hat es da einfacher nach seinem Glauben. Er muss glauben das Allah der einzige Gott ist der Allerbarmer und seine Gebete und Ramadan einhalten, freigiebig zu den Armen sein. Hart zu den Feinden Allahs, den Koran kennen und ein frommes Leben führen. Und auch gegebenfalls den Glauben verteidigen, Was aber nicht bedeutet Unbeteiligte mittels Selbstmord weg zu bomben.


Wenn der Moslem einleben nach den Regeln des Koran führt weiss er sich sicher im Paradiese. Er kann dies also aus eigener Kraft schaffen.


Wer aber eben in seinen Werken nicht ein Gott gefälliges Leben führt, nach den Lehren des Propheten Mohammed. Der wird dann in der ewigen Verdammnis brennen.


Auch hier verzichte ich bewusst auf gewisse Feinheiten der einzelnen Ausrichtungen und Besonderheiten innerhalb der moslimischen Welt


3. Der Buddhist und die Angst vor dem Tod.


Dem Buddhisten ist der Tod ansich nur der nur Abschluß eines Inkarnationslaufes Auch er kann durch seine Lebensführung den Lauf der Inkarnation nur verlassen und ins Nirwanna einziehen durch das eigene Bewusstsein seiner Selbst das zu erreichen es grundsätzlich unzählige Wege gibt.


4. Der Asatru und die Angst vor dem Tod


Im Asatru ist zum einen eine Trennung zwischen der Art wie ich mein Leben lebe und dem eigenen Schicksal in einem gewissen Rahmen. Zugleich ist in einem gleich großen Rahmen beides miteinander verbunden. (das auszuführen füllt Bücher) Hier spricht man nicht von Himmel und Hölle von Gut und Böse von ewiger Glückseligkeit von ewiger Verdammnis.


Der Asatru der alten Zeit lebte seine Individualität nur innerhalb der Sippe. Sein Arbeiten, streben, seine Kraft gehörte dem Dienst an der Sippe so wurde er erzogen so wuchs er auf. Heute wo Sippe und Familie aufgrund der Gesellschaftsform weitgehend ihre Bedeutung als Hort der Sicherheit des Überlebens verloren hat, ist auch der Asatru eher ein Individualist bzw. kann individueller Leben.


So kommt es auch das dem Asatru die Grundlage seiner Werte entzogen worden sind und er nicht mehr so wirklich den Sinn seines Lebens seines Strebens in der Sippe hat. Und eben auch nicht in der Sippe stirbt, sich sicher geborgen fühlt und wissend wofür er stirbt, für das neue Leben. Denn das Alte weicht dem Neuen. Das Neue erwächst aus dem Alten.


Der Asatru glaubt aber wenn seine Zeit hier vorbei ist wird er eine bestimmte Zeit je nachdem in Walhalla, oder bei Hel (einige Besonderheiten wie Volkwang und die Ertrunkenen ausser Acht lassend) verbringen. Dann zu Ragnarök wenn die Götter gegen die Riesen zu Felde ziehen werden alle mit wenigen Ausnahmen den 2. Tod sterben.


Und aus dem alten gefallenen das untergeht, wird eine Neue Welt entstehen. Das Alte wird es nicht mehr geben. Eine gewisse Parallele zum Nirwana des Buddhismus. Der Asatru wird also bis Ragnarök auf eine der anderen Ebene der Existenz weiter existieren bis eben zu Ragnarök wo zwei Menschen überleben und wenige Götter ..... Wie das dann im einzelnen aussieht, keine Ahnung interessiert hier auch nicht.


Schlussfolgerung


Es stehen sich also verschiedene Glauben dessen was das kommt gegenüber und haben bei ihren Anhängern und deren Umfeld entsprechende Wirkungen im Umgang mit der Angst.


Das Bewusstsein das man eines Tages sterben muß ist die Urangst aller Menschen. Der Glaube gibt uns die Hoffnung auf ein, "es geht weiter". Die Inhalte unseres jeweiligen Glaubens das wie. Er beeinflußt auch die Intensität. Dessen was wir in den tiefsten Abgründen unserer glauben das beeinflußt meine Ängste.


Von dieser Urangst, so glaube ich gehen alle andere Ängste aus bis hin zu den diversen Phobien, nicht die Phobie selbst aber eben die Möglichkeit einer Phobie.


Wenn ein Glaube (Entweder du tust Dies– Oder du mußt Das) über das "Danach" zur Grundlage hat. Dann wird dies Angst entsprechend potenziert. Diese Grundlage "Himmel und Hölle", "Herrlichkeit oder Verdammnis" führt dann eben auch zum extremen zum radikalen Glaubensleben das dann wieder die Grundlage ist für Hexenverbrennung, Kreuzzüge, Vernichtung der Andersgläubigen, oder in harmloseren Fällen das verdammen des Glaubens Anderer.


Ich glaube das die Offenbarungsreligionen eine Potenzierung der Ängste in allen Variationen eher ermöglichen, als andere Religionen und Glauben. (Regionale Abweichungen nicht berücksichtigt. Charakterliche und soziale Besonderheiten wurden hier auch nicht berücksichtigt da hier allgemeinen Tendenzen Grundlage der Überlegungen sind.)

Dienstag, 2. Oktober 2007

Zanken um Gott oder Differenzen der Begrifflichkeiten

Wenn der Eine sagt ich glaube an die Götter, dann ist das nicht dasselbe wenn ein Anderer sagt ich glaube an Gott.


Das liegt nicht an den unterschiedlichen Göttern, auch nicht ob es einer oder mehrere Götter sind. Es liegt ganz einfach am Verständnis des Begriffes Glauben.


Wenn der Eine sagt Gott ist in dir und ein Anderer sagt genau den identisch gleichen Satz, meinen Beide noch lange nicht dasselbe.


Das liegt sicher nicht an unterschiedlichen Konfessionen oder an unterschiedlicher Glaubensintensität. Nein, sondern an der unterschiedlichen Begriffsdefinition des Begriffes Gott.
Die völlig abgedrehten Spinner mit irgendwelchen Phantastereien mal außer Acht gelassen, gibt es oft Verständigungschwierigkeiten zwischen den Auffassungen.


Wenn ein Christ sagt:

"Ich glaube an den lebendigen Gott, seinen Sohn Jesus Christus der für meine Sünden starb und auferstanden ist und den heiligen Geist."


Wenn ein Asatru sagt:

"ich bin Asatru!"


Wenn ein Esoteriker sagt:

"ich glaube an die göttliche Energie und ein göttliches Bewusstsein."


...... Dann reden alle drei von völlig verschiedenen Dingen.


Durch mehr als Eintausend Jahre, einst fundamentaler und allen Bereichen durchdringender, und heute noch latent und umgangssprachlich gebrauchter christlicher Vorstellungen von Gott führen andere Sichtweisen zu Mißverständnissen.


Wenn der Christ es so ausdrückt wie oben beschrieben, drückt er mit seinem Bekenntnis weit mehr aus als oberflächlich zu lesen ist. Er, der Christ sagt damit aus.


Mein Gott ist ein lebendiger Gott, alle anderen Götter sind falsche Götter und nur tote Götzen. Er erhebt für sich den Anspruch den einzige Gott zu verehren, schließt jegliche andere Form von Gott Götter, Gott sein grundsätzlich aus. Nur durch das "Opfer" der Kreuzigung "der reinen Unschuld" Jesus kann Vergebung erlangt werden. Und eben nur durch den heiligen Geist Erkenntnis erlangt werden. Alles andere ist hohles Geschwätz.


Wenn der Asatru sagt wie oben beschrieben dann meint er auch nur was er sagt. Ich bin Asatru = den Asen treu. In der modernen Zeit umfasst diese Aussage das Göttergeschlecht der Asen und/oder Vanen eben den im "allgermanischen" vertretenen Götter.


Vergebung der Sünden, die Existenz möglicher andere Götter zu bestätigen oder abzulehnen. Die Überlegung ob es einen wahren oder viele mögliche Wege gibt. Diese Gedanken hat der Asatru vom Glauben her erst gar nicht. Diese Frage stellt sich ihm überhaupt nicht. Er vergleicht seinen Glauben nicht und sieht auch kein Konkurrenzbedarf.


Wenn der Esoteriker mit indischer Ausrichtung von göttlicher Energie des Seins spricht, wenn einige unausgegorene selbst ernannte Übersetzer indischer Weisheiten 1:1 übertragen und vom Gott des Selbst daherreden und sicher auch weise und gute Gedanken indischer und anderer Weiser aus den Völkern der Menschen zusammenwürfeln und daraus ein intellektuelles Tohuwabohu basteln (Bagwhan, und ähnliche sich für Gurus haltende andere und Verführer) dann ist das auch was völlig anderes als was die anderen meinen wenn sie von ihrem Glauben sprechen.


Bevor man sich also auf ein Gespräch über Gott und Glauben einlässt sollte man erst einmal die Begrifflichkeiten klären. Ein Moslem der die Scharia als Rechtsmittel anerkennt und ein Anhänger Ghandis werden nie einige werden über die Gerechigkeit in der Ehe zweier Christen. (etwas überzogenes Beispiel)


Wenn ich mit einem Menschen mich über das Wesen der Götter, Gottes, des göttlichen unterhalten zu gedenke ist es wichtig vorab zu definieren was wie unter Gott verstehen und dann den möglichst besten gemeinsamen Nenner zu finden. Denn wie will ich mich Austauschen über Ansichten wenn die Begriffe anders verstanden werden. Wenn ich einem Lkw – Mechaniker erkläre wie ich mein 50ccm Moped aufgemotzt habe während der über die Zuleitung von Methangas in 30 t Lkws nachdenkt. Das führt mit Sicherheit zu Mißverständnissen denn beide reden über Motoren dennoch haben beide Motoren nichts miteinander zu tun und doch kommen beide Fahrzeuge vorwärts.


Es ist auch ein Fehler, manchmal ein schwerwiegender Fehler der vor allen von den Radikalvertretern einer Glaubensrichtung gemacht wird das alle Menschen das gleiche Ziel haben... bei den radikalen Christen geht man z.B. generell davon aus das jeder Mensch die Vergebung seiner Sünden sucht. Was natürlich eine irrige Annahme ist. Denn selbst die meisten Christen die mir bekannt sind hatten ganz andere Motivationen nach diesem Gott zu fragen.


Andere Radikaler gehen davon aus sie seien der Weisheit letzter Schluß... das gibt es übrigens in allen Religionen Ideologien Philosophien. Eines haben diese radikalen immer gemeinsam. Sie glauben anderen erklären zu müssen wie die Welt funktioniert und welcher der richtige Weg ist. Ich selbst nenne sie Klerikalfaschisten ein durchaus treffendes Wort.


Menschen die fähig sind Begrifflichkeiten zu definieren und den gemeinsamen Nenner zu finden diese werden immer einen Austausch haben auch mit Menschen anderen Glaubens. Sie können einander sogar nützlich sein zu weit aus mehr als nur einer einfachen Horizonterweiterung.

Donnerstag, 27. September 2007

Glauben und Magie

Wie schon in diesem Artikel. erwähnt sehe ich einen zwingenden Zusammenhang zwischen Glauben und Magie.


Wie ist das begründet?


Ich will versuchen das anhand von Begriffsdefinitionen, Thesen, Erkenntnissen, und Beispielen zu verdeutlichen.


Begriffsdefinition
Als Magie, nein besser ist, als magisch bezeichne ich alle Dinge, alle Ereignisse, all das was keine physisch nachweisbare Ursache hat. Magie ist um es noch deutlicher zu formulieren, eine Veränderung, ein Eintreten eines Umstandes, Ereignisses das nachweislich keine chemische oder biologische Ursache hat.


Eine Heilung aufgrund eines Gebets, eines besprechen, eines Handauflegens ist Magie. Nicht könnte sein das es magische Ursachen hat, nein... Es ist Magie


Magie ist alles was eben nicht biochemisch oder sonstwie Naturwissenschaftliche Ursachen hat.


These 1
Glaube versetzt Berge! Wenn ich glaube daß ich geheilt werde wenn mir der Heiler die Hand auflegt. Wenn ich glaube das dieser Heiler von Gott, durch mächtige Geister, durch Nutzung energetischer Ströme heilen kann, mich heilen. Wenn dieser Heiler glaubt mich heilen zu können durch die Kraft seines Gottes, mächtiger Geister, energetischer Ströme. Wenn wir beide daran glauben ds dieses Ritual, diese Hände, diese Steine oder was auch immer mich Heilen. Dann ist es nicht unwahrscheinlich das eine Heilung Eintritt.


These 2
Wenn ich an einen oder mehrere personifizierte Götter glaube, an eine Schöpfung wie auch immer gestaltet. An andere Ebenen der Existenz, ein Weiterleben nach dem organischen Tod auf einer anderen Ebene. Ist dann ein Glauben an Magie nicht eine logische Schlussfolgerung?


Ist denn die Schöpfung selbst nicht Magie? (ausgehend von obiger Definition) Nur eben Magie auf einem höheren Level. Zu glauben, aus einer nicht personifizierten Energie aus Wille und Verstand könne Magie kommen halte ich für unlogisch und nicht möglich. Aus dem Chaos eine sich selbst erschaffende komplexe Struktur, sprich die Urknalltheorie in Verbindung mit der Existenz von Magie zu bringen, da fehlt mir jede Logik, jede Wahrscheinlichkeit, jeder Sinn.


Das hat zu Folge, wer einen personifizierten Glauben hat. Magie aber als nicht existent ablehnt widerspricht sich ebenso wie der, der meint Magie gäbe es, aber eine oder mehrere personifizierte Gottheit/en nicht.


These 3
Magie ist die Natur der spirituellen Ebene.
Wenn ich die Dualität des Lebens aller Ebenen ablehne, dann muss ich zwangsläufig auch jedwede Existenz von Magie ablehnen. Denn Magie hat als Grundlage immer und ohne Ausnahme das Ursache und Folgeprinzip in Variation. Das bedeutet wenn ich Magie ausübe sind unterschiedliche Folgen möglich.


Glaube und Magie bedingen also einander. Wer an Magie glaubt, glaubt also auch zwangsläufig an personifizierte Götter ob nun einen oder mehrere. Und wer an personifizierte Gottheiten glaubt leugnet auch nicht die Existenz von Magie, und wenn dann wider besseren Wissens oder aus Dummheit.


Weiße und schwarze Magie!
Anzunehmen es gäbe weiße, gute und daneben schwarze, böse Magie halte ich für einen schwerwiegenden Irrtum. Ich wage sogar zu behaupten, daß wer sagt: "ich benutze nur weiße Magie!" daß dieser entweder bewusst irre führen will oder selbst keine Ahnung hat was er erzählt.


Gut oder Böse ist eine menschliche Definition mit erheblichen Grauzonen. Magie ist im "Rohzustand" reine Energie. Energie hat kein Selbstbewußtsein, kein: "Ich bin!"- Denken. Und ist deswegen weder Gut noch Böse ja nicht einmal fähig sich für das eine oder andere zu entscheiden. Was Magie tatsächlich gesteuert zu bewirken vermag liegt einzig und allein in der Handhabung des Magie Lenkenden, dessen der die Magie in welche Richtung auch immer lenkt. Gäbe es eine böses Bewußtsein der Magie, würde sie eigenständig den Kampf mit der guten Magie suchen und die "vielen kleinen Magier.- und Hexlein" dürften allenfalls zuguggen. Nein, Die Magie ist das Werkzeug nicht der, der Sie nutzt. Der, der Magie anwendet gibt ihr den Zweck zum Guten oder zum Bösen.


Was ist nun Magie eigentlich?
So ganz vermag das meines Erachtens niemand beantworten zumindest nicht bis in die letzte Konsequenz.


Magie ist meines Erachtens in erster Linie Energie. Eine machtvolle Energie mit Potenzen die auch nur im Millionstel Teil nicht vom Menschen wirklich begreifbar ist.


Für den Christen mag das bedeuten sie ist die Kraft, der Geist, die Liebe Gottes wodurch dieser die Welt erschuf. Und wenn ein christlicher Heiler jemanden Durch den Segen die Hände auflegend, seinen Gott anrufend den anderen tatsächlich heilt. Dann nutzt er diese Magie.


Für den Heiden gibt es da andere Voraussetzungen. In meinem Falle glaube ich fest das die Energie Muspelheims und die Energie Nifelheims gemeinsam die Leere Ginnungagap füllten und durch den Körper Ymirs und die aus ihm geborenen Schöpfung die Magie ist der sich die sich Götter und Menschen zu bedienen vermögen. Natürlich in unterschiedlichen Dimensionen und Ebenen.


Ohne einen Glauben aber als Grundlage glaube ich niemandem der mir erzählen will das er magisch aktiv zu sein vermag und wenn überhaupt dann nur in einem Maße die jedermann zugänglich ist ob er einen Glauben hat oder keinen.


Ich bin vielmehr überzeugt das Menschen die versuchen Magie zu nutzen ohne eine Grundlage des Glaubens zu haben sich ganz gewaltig selber schaden. In einer Comic - Metapher darzustellen als ein Superheld dessen Superkräfte sich unkontrolliert Bahn verschaffen und zerstören wo sie helfen sollen. Desweiteren behaupte ich das Astrologie, Kartenlegerei rein gar nichts mit Magie in irgendeiner Weise zu tun hat.


Die Esoterik, in der diese beiden Wege meines Erachtens ihr Zuhause haben, ist insgesamt eine Zusammenwürfelung der vermeintlich besten Aspekte verschiedener Religionen und Philosophien unter völligem ignorieren der dazugehörigen Konsequenzen. Wer also nun auf der Basis von Esoterik meint mit Magie umgehen zu können der kann von Glück reden wenn unter seinem Wirken niemand zu Schaden kommt, was leider oft genug der Fall ist.


Esoterik und Magie, das ist wie, wenn einer mit Uran rum experimentiert der schon mal einen Besuch in einem Atomreaktor gemacht hat. Zumindest nach meinem Verständnis von Esoterik.
Magie ist wie ich schon erwähnte eine Energieform eine sehr mächtige Energie die grundlegend ist für eine Unendlichkeit an Variationen in der Manifestierung. Oder einfacher ausgedrückt. Die Magie bieten unendlich viel Möglichkeiten der Einflußnahme auf die unterschiedlichsten dinge des Lebens, der Existenz auf allen Ebenen, oder nach meinem Glauben, in allen neun Welten. So gesehen ist die Magie obwohl keine Konstante in sich selbst, die Konstante in allen Welten, allen Ebenen der Existenz.


Gardenstone schreibt in seinem Buch Germanische Magie, erschienen im Arun – Verlag, unter anderem meines Erachtens vieles das Magie in der Sache verständlicher macht. Allerdings nach meinem Empfinden zeigt sich eine Tendenz die zu sehr diverse Techniken und Rituale betont aber eben den Glauben selbst vernachlässigt. (ich möchte betonen das ich das benannte Buch erst zur Hälfte gelesen habe und meine praktischen Kenntnisse in der Magie mehr als dürftig, aber nicht gänzlich ohne eigene Erfahrungen sind)


Was ich als 1. These deklarierte "Glaube versetzt Berge" halte ich für einen maßgeblichen Fakt auch in der Magie. Denn Magie gibt es in allen Religionen ob bei den Ägyptern, den Babyloniern, den Juden, den Ostasiaten, den Griechen, den Kelten, den Germanen, den Schamanen der First Nation oder im tiefsten Afrika. Da allen Magie bekannt ist bleibt nur die Wahrscheinlichkeit das Magie an einen Glauben gebunden sein muss, und ohne einen komplexen Glauben nicht verfügbar ist. Welcher Glaube ist dabei unerheblich.


Als ich meine Tiwaz – Rune weihte hielt ich mich an kein Ritual das irgendwo zu lesen war oder ein Anderer vorgab sondern entwickelte ein eigenes Ritual aus dem Glauben und dem Herzen und meiner Auffassungen des Asatru, meiner Glaubensauffassung. Die Folgen aus dieser Weihe, die Erlebnisse, Gegebenheiten, die sich daraus entwickelten welche ich dem von mir geweihten Amulett zurechne (sicher nicht alles was seitdem passiert, und auch nicht nach positiv und negativ unterteilt) bestätigen dies nach meiner Auffassung und meinem Verständnis.


Es mag in einigen Religionen Klerikalfaschisten geben die behaupten Magie ist vom Teufel und allle die Magie betreiben dienen dem Satan, dem Sheitan, dem Bösen, denen ist eh nicht mehr zu helfen und auch weder meine Aufgabe noch mein Ziel. Doch dem der sich mit Magie in der Theorie auseinandersetzt dem mag dies eine Anregung sein eigene Überlegungen an zu stellen.

Freitag, 21. September 2007

Runen

Geheimnisvolle, magische, mystische und mächtige Zeichen?
Oder primitive Schriftzeichen eines noch unterentwickelten Volkes?
Oder geklaute und angepasste Buchstaben aus einer schon bestehende Schrift höher entwickelter Völker?


143 (5) Runen wirst du finden und Ratstäbe,
Sehr starke Stäbe,
Sehr mächtige Stäbe.
Erzredner ersann sie, Götter schufen sie,
Sie ritzte der hehrste der Herrscher.
(aus Odins Runenlied)


Es gibt auch unzählige Theorien über die Herkunft der Runen von Ableitungen aus dem lateinischen bis zu etruskischen Schriftzeichen.
(Siehe dazu 1. Kapitel - Kurze Geschichte der Runen aus Germanische Magie von Gardenstone erschienen im Arun Verlag)


Runen sind, was immer man über ihre Herkunft auch glauben mag, keine Schrift zur Übermittlung von Anweisungen, Erklärungen, Informationen aller Art so von einem zum anderen Menschen oder Gruppe. Runen sind mystisch, weil an Mystik gebunden. Sie dienen Angelegenheiten die unmißverständlich dem mystischen zu zuordnen sind.


Ich gehe auch davon aus das ausnahmslos jede Form von Mystik respektive natürlich auch Magie gebunden ist an einen Glauben an einen komplexen Glauben.


Frei schwebende Hexen, Magier, Eso,- Kartenleger, -Hellseher, -Heilfühler, -Wahrsager und was es da noch so alles gibt, an deren Fähigkeiten glaube ich sowenig wie daran das der Papst zum Islam übertritt. Aus dem Nichts kommt auch nichts, Mystik und Magie braucht eine Grundlage.


Runen kennen nicht Gut und Böse, sie kennen nicht Recht und Unrecht. Sie unterscheiden nicht in Leben und Tod. Runen geben keine Vorhersagen wie (bis Ende des Jahres wirst du den Mann kennenlernen den du heiratest und mit den du 4 Kinder haben wirst ) oder (du wirst in den nächsten drei Jahren vom Bus überfahren).


Runen sind Werkzeuge, sie zeigen Tendenzen, Chancen, Möglichkeiten. Doch obwohl ich, aufgrund meines Glaubens den Runen große Macht zuordne, glaube ich doch nicht das Runen das Schicksal beeinflussen. Sondern nur verzögern oder beschleunigen können. Aber der, der sie zu deuten vermag und ihre Magie kennt, sie zu aktivieren vermag der kann der betroffenen Person Hinweise geben die betreffende Angelegenheit besser über die Bühne zu bekommen oder zu unterlassen. Das ändert zwar den Aspekt eventuell bestimmte Folgen aber niemals das Schicksal. Aber Runen ist das Thema nicht das Schicksal.


Runen sind keine Tarotkarten mit denen die achso wichtigen menschlichen Problemchen gelöst werden. Die Runen zu befragen ob mir mein neuer Arbeitsplatz denn gefallen wird, oder ob mein Partner noch jemanden hat neben mir und seinem Ehepartner oder ob die Selbständigkeit mit der Imbissbude mich denn reich macht.


Runen sind, meiner Überzeugung aus eigenem Erleben, mächtige Zeichen und Werkzeuge der Magie und der Weisheit sie schaffen Verbindungen zu der Welt der Götter an die ich glaube. Sie können Wegzeichen und auch Wegbereiter sein Warner, Mahner und Unterstützer. Aber niemals wirklich niemals billige Jahrmarktsattraktionen zur Unterhaltung oder Beruhigung spießbürgerlicher Bedürfnisse dafür gibt’s ja den Esokram.

Montag, 17. September 2007

Sipp.- und Seilschaften

Ein in unserer Gesellschaft negativ besetztes Wort. Warum ist das so?

Sippschaft kommt von Sippe, Sippe bedeutet die ganze Familie. Eine Seilschaft ist eine Gruppe von Bergsteigern die einander vertrauend an einem Seil hängen sich gegenseitig sichernd sozusagen eine Wahlsippe.

Warum aber ist beides negativ besetzt? Die Antwort ist ebenso einfach wie kompliziert.

In unserer Gesellschaft ist das höchste Gut die Individualität. Das ich steht über dem Wir. Das Glück des Einzelnen über dem der Gruppe. Das gilt aber in der Praxis nur wenn die Gruppe nicht stärker ist als der Einzelne.

Eine Sippe, ein Leben für die Sippe gilt als Selbstaufgabe, als Verzicht auf Individualität. Ja als Verzicht auf eigene Interessen. Familie an sich ist heute sogar nicht mehr das Ziel der Menschen sondern die Individuelle Selbstverwirklichung.

Wer jedoch seine Ziele in den Vorteil der Sippe legt, Seine Kräfte und Fähigkeiten für die Sippe einsetzt, der gilt als schwächlich unfähig eigenes zu entwickeln. Dem Individualisten ist Gemeinschaft suspekt und Gruppendynamik ein Greuel. Seine größte Angst ist das er untergeht mit seinen Bedürfnissen. Er weis nichts davon das es Menschen gibt die aufgehen in ihrem Tun für die Sippe. Er wird auch nie das tun einer Mutter verstehen schon garnicht wenn sie mehr als 5 Kinder hat und ganz aufgeht in ihrer Mutterrolle. Dies wird dem Individualisten ewig fremd sein.

Es greift in alle Gebiete. Familie, Mutterschaft, Gemeinschaft usw. alle diese Begriffe die einst positiv besetzt, nein sogar Grundlage des Lebens waren, sind Heute negativ besetzt. Ja gelten unter Umständen sogar als Abnorm.

Unsere Ahnen, und einige Völker heute noch setzten die Sippe über die Individualität, denn ohne die Sippe war das Leben des Individum nahezu unmöglich. Zu deutsch, der Einzelne war nichts. Die Sippe alles.

Man kann jetzt argumentieren, heute braucht man die Familie nicht mehr um gut zu leben, der Staat, die Zivilisation, Recht und Freiheit sind auch für das Individium sichernd und man könne nun seine Individuellen Bedürfnisse ausleben. Das individuelle Leben des Einzelnen ist die Weiterentwicklung des Lebens der Gruppe.

IRRTUM!

Eine Vereinsmitgliedschaft (Deutschland ist Weltmeister in Sachen Vereine) ist kein Ersatz für die Sippe. Sicher, die Familie, die Sippe haben heute nicht mehr unbedingt die Aufgabe der physischen Sicherheit. Aber ist eine finanzielle Absicherung der Altersversorgung, Lebensversicherungmodelle und dergleichen wirklich vergleichbar mit der Absicherung die das Sippenleben bietet?

Es geht nicht darum das wie nun sofort angehen Kinder zu zeugen und groß möglichste Sippen schaffen. Obwohl das sicher auch nicht schlecht ist. Nur eben langwieriger. Was man tun kann sind Gemeinschaften bilden ohne diesen Vereinsschmus mit Kassenwart Präsident und was weis ich für Positionen. Wachsende Gemeinschaften. Denn wir müssen wenn wir das wollen selbst erst lernen uns ein zu bringen in eine solche Gemeinschaft. Großfamilien, die den gegebene gesellschaftlichen Vorgaben an Sauberkeit, Indivudualbedürfnissen, Ordnung Eigentum und sonstigem Zusammenleben nicht entsprechen kämpfen selbst um ein Mindestmaß an Toleranz obwohl sie in Wahrheit allerhöchsten Respekt verdienen.

Diese Sippschaften und auch nicht Vereinsmäßig organisierte Seilschaften die auf Vertrauen und Sich einbringen basieren sollten immer den Respekt des Individuum haben. Das vergöttern der Individualität wird die Menschheit ausrotten den der Mensch ist und bleibt ein Herdentier.