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Mittwoch, 25. Mai 2022

Des Menschen Glauben ist sein Himmelreich? echt jetzt?

Das ich kein Freund des Christentums, respektive seiner Inhalte bin, hab ich ja schon hier und da geäußert, begründet und ausgeführt unter Bezug  christlicher und anderer Quellen aber vor allem von eignen Überlegungen, die aber wiederum auf den Aussagen des Christentums selbst beruhen.

 So hab ich auch meine eigene Definition dessen was ein Christ ist. Diese Wertung setzt sich zusammen aus meiner Definition einer Gefolgschaft wie sie die Bibel beschreibt mit all ihren Anforderungen. Des Weiteren den geäußerten Aussagen einzelner Anhänger des Christentums und dem publizierten Selbstverständnis der Kirchen Gemeinden und ihrer Vertreter.

 Der Papst, das Papsttum, der Vatikan, die ganze Struktur der katholischen Kirche von ganz Oben bis in den Gemeindeballtagen hat meines Erachtens bestenfalls mit den Begriffsbezügen des Christentums der Bibel Gemeinsamkeiten, weil sich eben genau darauf berufen wird. Ich sehe die katholische Kirche aber nicht als christlich an, klerikal-faschistisch? Ja, unbedingt, stark erinnernd an die Arroganz pharisäischer Juden. Aber das christliche Selbstverständnis kann ich da wenig ausmachen. Ich sehe in der Gesamtheit christlicher Kirchen christlich-naher Organisation wenig derer die ich als Christen als Christi Nachfolger bezeichnen mag.

Meine Wertung dessen was ein Christ ist, ihn oder sie ausmacht ist die wortnahe Umsetzung der Anforderungen des Textes des NT.

Ein Christ hat die Bibel, respektive das NT als direkten und absoluten Maßstab für sein Denken, Handeln und Sein. Was nach meinem Verständnis das Böse schlechthin ist. Wobei ich im Gegensatz zu den Christen nicht an das absolute Böse glaube, wie auch nicht an das absolut Gute.

Pastor Wilhelm Busch (1897 – 1966) Jesus unser Schicksal (47. Auflage 2017 Neukirchener Verlagsgesellschaft)

Ein Mann der meines Erachtens ein hervorragendes Beispiel des Begriffs Christ ist, in all seiner Arroganz und Boshaftigkeit die er in seiner Selbstwahrnehmung genau gegenteilig sieht. 

Seite 12 Abs. 1: …. sondern es kommt darauf an, dass Sie den richtigen Glauben haben, einen Glauben, mit dem man leben kann, auch wenn's sehr dunkel wird, der Halt gibt auch in großen Versuchungen, einen Glauben, auf den man sterben kann. Das sterben ist eine große Probe auf die Richtigkeit unseres Glaubens. 

Abs. 2: Es gibt nur einen richtigen Glauben, mit dem man richtig leben und richtig sterben kann. Das ist der Glaube an den Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes….

Boahh, ich kann gar nicht so viel kotzen wie mir schlecht wird, bei solcher Aussage.

Eine unverfrorene Arroganz und auch Selbstverherrlichung, eine Selbstüberhebung auf Millionen andere Menschen. Das muss man erst mal fertigkriegen.

.. den richtigen Glauben? Das impliziert per se es gibt einen richtigen und einen falschen Glauben. Allein damit habe ich als Feststellung zumindest Probleme, das der eigne der einzig wahre alle anderen aber den falschen, gleich welchen auch immer haben, das ergibt sich in der fortführenden Argumentation dieses Herrn. Diese Fortführung selbst widerspricht sich dann.

...einen Glauben auf den man sterben kann... das bedeutet, wie ich es verstehe, ein Glaube der sich nicht im Angesicht des Todes verliert. Dem kann ich sogar ein Stück weit folgen. Doch dann stellt er scheinbar allumfassend fest, dass eben nur der Glaube, sein Glaube, der Glaube an Jesus der Einzige ist der in allen Bezügen Stand zu halten vermag. Ähhm ja, nee, oder? Nein... das Urteil ob mein Glaube dem standhält kommt ihm nicht zu. Zum Ersten gehe ich aufgrund seiner vermittelten Ansichten davon aus das ihm meine Götter kaum bekannt sind, von meinem Glauben nicht zu reden und von einem ertragbaren Glaubensverständnis ganz zu schweigen.

Das Sterben ist eine große Probe auf die Richtigkeit unseres Glaubens. Tja das war dann wohl ein Eigentor. Viele die sich Christen nennen erheben ein Geschrei und Gejammer, wenn es ans Sterben geht. Aber ich will nicht die verschweigen die in Frieden gehen auch unter den Christen. Unter Heiden, weiß ich tatsächlich keinen der mit Geschrei ging, wenn er denn gehen musste. Anmerkung es geht hier um den gewaltlosen Tod, nicht um gewaltsame (Folter, Unfall, Katastrophen) die den Tod verursachen 

Ich selbst hatte ein Nahtoderlebnis, ich war sicher das meine Zeit um war und zu keiner Zeit hatte ich mehr Frieden. Ich war komplett im Reinen mit mir, so jedenfalls empfand ich das Erleben. Hatte ich nun den richtigen Glauben? Bestand ich im Sterben doch die Anforderung die dieser Herr Busch stellt. 

Die Nachfolgende Argumentation dieses ersten Kapitels ist dann Wiederholungen... bis kurz vor Abschluss des Kapitels

Ich möchte sie geradezu überreden – um Ihretwillen! -, dass Sie Jesus aufnehmen und ihm Ihr Leben geben. Denn: ohne ihn ist es doch ein jämmerliches Leben 

Der Satz, diese Aussage komplettiert die Boshaftigkeit, die Überheblichkeit seiner Denkweise. 

  1. Glaube ist keine Sache der Überredung, ein Glaube der auf Überredung basiert ist wertlos ganz und vollständig.
  1. Ein Glaube sollte nicht, kann nicht ein jämmerlich geführtes Leben zu einem wertvollen Leben führen. Vielleicht Augenscheinlich aber niemals von Herz und Geist.
  1. Glaube ist nicht Überredung, sondern deine persönliche Beziehung zu dem wen oder was du Gott, Götter, göttlich nennst Alles andere ist Religion

Ich finde es zutiefst als Böse sich und seinen Glauben wertend über andere und ihren Glauben zu erheben. Ja, ich glaube das mein Glaube der richtige ist – der richtige für mich! Ja ich bin überzeugt das mein Glaube mein Leben aufgewertet hat (Intensität, Wahrnehmung, Erfahrungen, Erlebnisse, Entscheidungsfindung, Spirituelles) aber das alles erleben auch der Nigerianer in seinem Glauben, der Schamane in Peru, der Angehörige der First Nation in Kanada und der Maori in Neuseeland oder der sibirische Schamane in den Weiten der Mongolischen Welt. Und viele andere die überall auf dieser Welt in ihren Glauben verankert sind. Über keinen dieser mag ich mich erheben in meinem Glauben, die Idee das zu tun scheint mir schon pervers.

Heil erfahre jeder in seinem Glauben. Frage nicht ob einer an Gott glaubt, Frage welchen Göttern er opfert. An seiner Antwort erkennst du seinen Glauben

Donnerstag, 9. September 2021

Glaubst du an Gott?

 

Der Glaube des Christentums.

 Christen die ihren Glauben bewusst leben wollen führen gerne das Argument: Der christliche Glaube sei eben keine Religion, sondern der lebendige Glaube an einen, an den einzig lebendigen Gott.

Ist das so?

Aus atheistischer Sicht wird das mehrfach abgelehnt, weil schon die Existenz eines Gottes, besonders eines allmächtigen Gottes abgelehnt wird. Und somit alle damit zusammenhängenden Ansichten Fundamente und Argumentationen. 

Doch wie ist das aus der Sicht Anderer, aus der Sicht glaubender Menschen die eine andere Glaubensvorstellung haben, andere Götter anbeten oder eben ihnen opfern?

Heiden und Christen, der Glaube

Ich frage niemals jemanden, An was glaubst du? Ich finde diese Fragestellung zum ersten zu ungenau und zweitens beantwortet es keinesfalls was ich wissen will.

Wenn mir jemand diese Frage so stellt, antworte ich das Ernährung nur ausgewogen sein sollte, man könne essen was man will, es muss nur ausgewogen sein. Sex mit Frauen find ich immer besser als mit Männern, nun ja ich bin heterosexuell, da ist das wohl fast zwangsläufig so. Ich glaube das Hipp-hopp nichts mit Musik und Rap nicht wirklich mit Gesang zu tun hat. Und wenn ich Lust habe und es auf die Spitze treiben will, sag ich noch, Ich glaube an eine Existenz des Göttlichen.

Habe ich gelogen? Nein, ich sprach komplett die Wahrheit. Ist dem Frager geholfen? Nein überhaupt nicht. Er hätte auch fragen können glaubst du an Gott?

Würde ich ja sagen wäre das ebenso gelogen wie auch die Wahrheit, hätte ich gesagt Nein, wäre es ebenso eine Lüge und die Wahrheit.

Als Heide oder Paganer glaube ich an Gott, nicht nur an einen an mehrere sogar.

Als Heide oder Paganer glaube ich nicht an einen einzigen wahren, allmächtigen Gott als den Gott Abrahams.

Wie ich auch antworte ist es ebenso falsch wie richtig? Nein es ist irreführend weil der Frager einfach die Frage falsch stellt. Er fragt aus seiner christlich geprägten Vorstellung. Diese besagt es gibt nur einen Gott der allwissend, vollkommen und allseiend ist, der Schöpfer des Himmels und der Erden und alles was ist. Also muss das jeder auch so sehen. Alles andere ist auszuschließen 

Das sehe ich als Anhänger des germanischen Heidentums ein wenig anders, das sieht auch der indische Hindi anders, der peruanische Azteken Anhänger siehst das anders, selbst viele die sich dem Christentum zugewandt haben sehen das anders.

Was wäre also die richtige Frage?

Glaubst du an den Gott Abrahams, an Jesus Christus als unseren Rette und den Heiligen Geist? Klingt ein wenige Klerikal-katholisch oder? Nun, tatsächlich fragen einige sehr konservative Christen so, oder sehr ähnlich.

Natürlich gibt es hier, für mich, nur ein deutliches Nein!

Doch ist die Frage, sofern sie nicht um des Fragers Willen und des Fragers Glauben geht, nicht gänzlich beantwortet. Wohl genügt sie dem Christen, denn für ihn gilt es nun den Befragten zu missionieren. Damit er den einzig wahren glauben folgt. Ebenso halten es die Muslime. Beide glauben nun das du ohne Gott lebst. 

Ich halte es anders, ich glaube in dieser Frage einfach tatsächlich ein besserer Mensch zu sein. Meine Frage ist anders formuliert. Welchen Göttern opferst du?

Der Hindi antwortet wahrscheinlich ich opfere (frei einsetzbar 1 - unendlich viele indische Götternamen), der Anhänger der Azteken gibt eine ähnliche Antwort, ein jeder Gläubige, der nicht dem abrahamitischen Gott folgt eine entsprechend kompatible Antwort.

Interessant ist die Antwort der Christen im allgemeinen Tenor. Im günstigsten Falle antworten sie: Ich diene dem Gott Abrahams und Israels und meinem Herrn Jesus Christus der für meine Sünden starb.

Meistens aber lügen sie in ihrer Antwort und das nicht mal bewusst. Sie wissen es einfach nicht besser 

Die häufigste Antwort aber ist.

Ich opfere nicht, ich glaube an Gott und Jesus Christus als meinem Herrn, der sich aller Menschen Sünden opferte damit wir in Gemeinschaft mit Gott sein können.

Was für eine arrogante bigotte und dummdreiste Antwort!

Warum ich so reagiere?

Nun tatsächlich, denke ich das nur, denn ich weiß nun was derjenige glaubt, und wie wenig er seinen eignen Glauben versteht und eben nur einer Religion folgt.

Er opfert nicht? Nennt diesen Jesus aber seinen Herrn. Wenn er nach seiner eigenen Auslassung nun Jesus dient und will das dieser durch ihn wirkt, hat er dann nicht sich selbst zum Opfer gemacht, zum Nutzen eben dieses Jesus? Und nennt er ihn nicht seinen Herrn? Wenn das kein Opfer ist, dann was?

Apropos Opfer! Jesus, der angebliche Sohn Gottes, geboren durch eine Menschenfrau

gezeugt durch den heiligen Geist etc. etc. Tatsächlich wäre Jesus dann ein Halbgott gewesen, zumindest solange er auf Erden wandelte.

Doch nehmen wir mal die christliche Lehre als Grundlage. 

  1. Jesus ist der Sohn Gottes
  2. Jesus ist auch das Wort, Johannes 1.1 – ff
  3. Jesus wusste also ebenso viel wie der Vater
  4. In wieweit brachte Gott dann ein Opfer wenn er selbst wusste wie es ausgeht und das ihm keiner Zeit Gefahr drohte.
  5. Wenn das Opfer also kein echtes Opfer war, was war es dann? Eine Symbolik?
  6. Ist die angebliche Ursünde dann auch nur Symbolik?

Christen glauben dass ihr Gott sich selbst in Jesus geopfert hat. Für ihre Sünden für ihre Ferne von ihm die durch Adam begründet wurde mit dem Rauswurf aus dem Paradies.

Ist diese Ursünde denn nicht schon mit der Flut bei Noah weggespült worden? Wo angeblich alles Leben das nicht auf jener Arche war, hinweggefegt wurde? Ich empfinde diesen Gott, dessen angebliche Macht ich eh bezweifle als hochgradig Eigensinnig wie Loki dem Gott de Schabernacks, ein Titel den ich letztendlich auch für fragwürdig halte, aber das ist ein anderes Thema. Die Egozentrik der sich auch in der Selbstdarstellung behauptet wie Christen sie verstehen und der Eigenanspruch des Absoluten wie auch Einzigartigkeit ist im Vergleich zu allen anderen Göttermythen geradezu lächerlich. So jedenfalls empfinde ich das. Und da dürfte ich nicht der Einzige sein.

Dieses Ursünden-Geschwafel dient keinem Gott, sehr wohl aber einer damit arbeitenden Priesterschaft. 

Ein allmächtiger, all seiender, allwissender Gott bestraft seine Geschöpfe immerwährend weil sie ihm nicht dienen wollen? In meinem eignen Götterverständnis reicht das bestenfalls einen drittklassigen Gott eher noch für einen kleinen fiesen Troll.  Aber nicht für Götter wie ich sie verehre.

Allein der Anforderungskatalog um als Kinder Gottes zu gelten ist enorm. Es geht darum eine Art Kadavergehorsam an den Tag zu legen, sich ihm zu unterwerfen. Alles an zunehmen wie er es dir “serviert“ absolutes unzweifelhaftes Vertrauen und Dankbarkeit Was soll das für ein Leben sein? Was ist das für ein Gott der mein Leben komplett einfordert und dem ich dann auch noch Dank schulde für alles was mir geschenkt und auch widerfährt. Übrigens ist nirgendwo der Gotteszweifel größer als bei den Christen.

Nee, nee auf einen solchen Gott kann ich verzichten. Weder bin ich der Sklave noch der Spielball eines Anderen, auch nicht eines Gottes. An einem Gott zu wenden bedeutet entweder um Beistand zu bitten oder Dank zu sagen für einem, diesem Gott eben zugeschriebenen Umstand. Aber sicher nicht per se für Alles. Wie kommen die Christen nur darauf? Eine Antwort hab ich nie wirklich erhalten, oder wenn, dann eine lächerliche pseudo- Antwort. Der Mensch könne Gottes Wege nicht verstehen. Und der Nicht-Christ schon gleich gar nicht, weil er nicht beseelt ist vom Geiste Gottes. Diese Antwort erhält man für alles und jedes was man nicht so versteht, wie es eben Christen tun. Ich finde das arrogant überheblich und vor allem sich selbst erhöhend und soweit ich weiß ist das eine der schlimmsten Sünden. Das mangelnde Selbstverständnis für das Leben, die Natur. Dem Respekt dafür ist den Christen zu Eigen.

Wem das Irdische nichts Wert der ist des Himmlischen auch nicht Wert. Doch wie sollte ein Christ das verstehen wenn er glaubt dass ihm die Erde von Gott untertan gemacht wurde?

So gibt es noch unzählige Behauptungen des Christentums die sie ihrem Gott zurechnen die völlig unsinnig gegen alles verstößt was man natürlich nennen mag. Meines Erachtens die widersprüchlichste und dem Leben feindlichste Religion überhaupt. Aber die anderen abrahamitischen Religionen Judentum und Islam kommen gleich dahinter. Mit all ihren Sekten Abspaltungen und sonstigen Varianten. Es gibt in Deutschland allein mehr diverse  christliche Abspaltungen als heidnische Gruppierungen des weltweiten Heidentum.

Von der Gewalt der christlichen Kirchen und ihren Beauftragten der letzten 1800 Jahre ist dabei noch nicht mal gesprochen.

Sonntag, 21. Juli 2019

Die Anstrengung ein Heide zu sein.


Die Anstrengung ein Heide zu sein - Ein Aufruf

Gemeint ist hier speziell die Heiden, die sich dem Asatru oder besser dem germanischen Heidentum zurechnen. Gemeint sind nicht Esoteriker mit einem katholisch/heidnischen Neuheidentum der sich am germanischen Glauben der Ahnen anlehnt, auch nicht neokeltische oder Wicca - interessierte. Sondern gemeint sind jene die dem germanischen Heidentum anhängen inklusive eines Glaubens an die Existenz der Götter als sich selbst bewusste Wesenheiten.

Mit Beginn der vorletzten Jahrhundertwende 18/19 bekam durch die Aufklärung und nationalen Bewusstseins, wenn auch weitergehend sehr kranke Vorgaben annehmend, eine Hinwendung zu Germanischen Heidentum. Diese wurde dann von den deutschen Nationalsozialisten und ihrem esoterischem Standpunkt dem Rassenwahn und Faschismus angepasst und zweckentfremdet.

Nach dem II. Weltkrieg war dann alles, wirklich Alles was irgendwie auch nur Ansatzweise nach NS riecht ein No Go Runen waren per se Nazisymbole vom Hakenkreuz gar nicht erst zu reden. Heiden gelten teilweise noch heute als zumindest Nazi-verdächtig. Die Schuld dran ist sehr genau zu identifizieren. Zur Hälfte liegt das an einem allgemeinen Unwissen und Handhabung der damaligen Besatzungsmächte und Bundesdeutscher Verantwortlicher der Nachkriegsjahrzehnte. Zum anderen an bestimmten Personen und Personenkreise. Hierbei sei genannt die Artgemeinschaft des ehemaligen Neonazianwalts. Deren Bedeutung und öffentliche Aktivitäten gleich Null geworden sind seit ihr Anführer eben jener Rieger vor Jahren starb. Der Armannenorden, wohl weniger extrem aber der Neonaziszene zumindest in starker Annäherung zurechenbar. Und eines ungarisch stämmigen Pseudo-adligen mit diffuser Vergangenheit der sich die Presse zunutze machend wirklich krude Lehren und Thesen verbreitete und dem in Deutschland langsam erwachenden  germanischen Heidentum schweren Schaden zufügte. In den letzten Jahren wurde es aber zum Glück Aller ruhig um ihn. Seit dem erfährt das germanische Heidentum auch wesentlich weniger Widerstand in der allgemeinen Öffentlichkeit. 

Beigetragen dazu haben. Der Verein für germanisches Heidentum VfgH, der Eldaring, Die Bücher unter anderem von Thomas Vömel, seine Veranstaltungen rund um die Internetorganisation Heiden für Toleranz, und sein YT- Kanal HeidenTV. Auch die Publikationen diverser anderer Personen, Andreas Mang und Gardenstone, Duke Mayer bis hin zu Autoren heidnisch orientierter Romane trugen wesentlichen Anteil daran, dass das germanische Heidentum insgesamt in der Gesellschaft weitgehend angekommen ist ohne allgegenwärtig sich aus einem Nazisumpf kämpfen zu müssen in den man sie warf.

Wo also liegt denn nun die Anstrengung ein Heide zu sein?

Die Wahrnehmung des Heidentums im Alltag durch die Öffentlichkeit ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Zum einen spielt das regionale, allgemeine  Glaubensverständnis der Menschen eine Rolle, dann die regionale Dichte aktiver Heiden, und nicht zuletzt deren Auftreten in der Öffentlichkeit entsprechend dieser Faktoren, da sind sicher noch mehr, aber für hier reichten diese wenigen Faktoren. In einer streng katholischen Region oder einer evangelikalen Region wo nur 2-3 Personen sich überhaupt zu einer Art des Heidentum rechnen ist die Wahrnehmung des Heidentums sicher anders als in einer Großstadt wie Berlin.

Diese Wahrnehmung wird immer abhängig sein auch von denen die sich an die Öffentlichkeit trauen. Oder auch nur in ihrem Umfeld sich zum Heidentum bekennend agieren. Die Medien haben gerade erst angefangen sich mit dem Heidentum, oder erstmal mit anderen Glaubensströmungen als der Staatskirche und anverwandte Sekten zu beschäftigen.

Meiner Wahrnehmung entsprechend, sind das hauptsächliche der Deutschlandfunk und der Spiegel, die immer wieder mal aus heidnischen und über heidnische Begebenheiten berichten. Zwischen 1995 und 2010 drängte sich hauptsächlich der oben schon erwähnte  pseudoadlige und selbsternannte Heidenpapst an die Öffentlichkeit und zeigte so ein Bild des Heidentums welches großen Schaden anrichtete das näher zu beschreiben genug gemacht wurde. Zu unser aller Glück ist er wieder in der Versenkung verschwunden. Stattdessen sind etliche andere von der Gesellschaft ernst genommene Menschen aufgetreten die eben nicht eines Heidenpapstes zweifelhaften Ruf genießen.

Das Bild hat sich auf nationaler Ebene insoweit gebessert das eben die Anhänger des Heidentum so ziemlich aus der Ecke esoterischer Spinner herausgelöst ist. Und auch nicht allgemein mehr in der Naziecke klebt. Auch wenn beide, Esoteriker und Neonazis, noch immer versuchen bestimmte Bestandteile des germanischen Heidentums für sich zu beanspruchen. Dennoch muss von Heidenseite immer noch sehr viel getan werden diese Tendenz, denn mehr ist es im Moment noch nicht, dieses zu verstärken und ihn in der Gesellschaft Wurzeln zu geben.

Der einzelne Heide nun sieht sich sein Umfeld an, und passt sich dem so gut als möglich an. Leider scheuen sich viele auch einfach mal aus der gesellschaftlich vorgegebene Rolle zu springen und Stellung zu beziehen. Das hat Auswirkungen die nicht immer positive Folgen haben. Nicht selten verkapselt der betroffene sein Heidentum und versucht völlig unauffällig zu sein oder meint, es sei dann hilfreich sich über ein Gesellschafterrechte Gutmenschentum zu etablieren. Ich weiß sogar von einigen wenigen Fällen wo es bei Heiden so weit geht das sie ihre Kinder taufen lassen. Etwas was Atheisten oder auch bestimmte Christengruppen im eigenen Umfeld nicht mal tun. Es geht sicher nicht darum eines dieser unsäglichen und für mich unerträglichen, T-Shirts zu tragen mit der Aufschrift Odin statt Jesus. Und durch die eigene Ortschaft rennend zu brüllen: huhu, seht mal ich bin Heide und wenn ihr gegen mich seid dann bin ich ein Märtyrer, egal ob ich ein feiner Mensch oder ein Vollpfosten bin. Das ist christliche Missionarstechnik. Heiden sollten sich das nicht aneignen, denn es ist erbärmlich.

Doch ziehe ich in Zweifel dass eine totale Abschottung des eigenen Glaubens vor dem sozialen Umfeld tatsächlich nötig ist um bloß ja keine Benachteiligung zu erfahren. Zwischen dem rumlaufen mit besagtem Shirt und der totalen Abschottung liegt ein weites Feld. In diesem ist eine portionierte Öffnung durchaus möglich und angebracht. Wenn homosexuelle, transsexuelle sich outen, warum Heiden dann nicht?

Wie das im Einzelnen zu bewerkstelligen ist vermag ich niemanden zu sagen, zu empfehlen, schon gar nicht vor zu schreiben. Das klärt mit euch Selbst und denen aus eurem Freundeskreis. Da ich nie und nirgends je Probleme hatte mich zum germanischen Heidentum zu bekennen und daraus meines Wissens nie Nachteile erfuhr. Bin ich völlig ungeeignet hier Bewertungen ab zu geben und will in meinem Text auch nicht so verstanden werden.

Wo ich wirklich Kritik ansetzen möchte ist das fehlende Interesse sich ein zu bringen. Im weitesten Sinne auch mal ein nur kleines Opfer zu bringen für die Sache. Was ist die Sache? Das verbreiten des Heidentums? Mitglieder Gewinnung? Staatliche Anerkennung als Religionsgemeinschaft? Nein, das ist nicht die Sache. Die Sache ist, die auch zu unterstützen die sich eben engagieren, die Aktionen, Veranstaltungen, Projekte aller Art hochziehen. Nicht um Anhänger zu gewinnen sondern zu lehren zu berichten oder einfach nur Gemeinschaftspflege betreiben. Obwohl selbst nicht Mitglied des VfgH war ich entsetzt als mir bekannt wurde dass ein großes Jahrestreffen mangels Beteiligung abgesetzt wurde.
Ich reagiere mit Enttäuschung wenn hunderte ja bis in den vierstelligen Bereich gehend Zugriffe auf HeidenTV gehen aber nicht ein müder Euro Unterstützung einläuft. Ich mache jetzt etwas was mir selbst völlig zuwider ist. Ich scheine bis jetzt der einzige zu sein der HeidenTV mit jährlich 200,-€ ca. unterstützt. Angemerkt sei ich war bis April diesen Jahren H4 Empfänger, sparte mir diese 200,-€ wortwörtlich vom Munde ab. Für mich eine Selbstverständlichkeit. Natürlich sollte man die Filmbeiträge loben und verbreiten das sind 2 bis 3 Klicks, zur Verlinkung. Doch warum schafft es niemand auch nur einmalig 10 Euro zu überweisen? Wenn das 30 Personen von den über 1000 Nutznießern des Kanals HeidenTV sind das mal locker 300 Euro. Der Betreiber trägt die kompletten Kosten allein. Habt ihr eine Ahnung was das Kosten mit sich bringt, allein für das Equipment? Zeit die da drinne steckt Schnitt, Ton und jede Menge Bearbeitung mittels Technologien die alle Geld kosten. Bis dann die uns allen so toll empfunden Videos veröffentlicht werden.

Angemerkt sei hier ich schreibe hier weder im Auftrag des Betreibers noch bin ich in irgendeiner Form Nutznießer des HeidenTV als nur ein Filme Anschauer. Wie alle anderen auch.

Leute unterstützt eure heidnischen Vereine, unterstützt Projekte zum einen durch Anwesenheit und auch finanziell, es geht hier nicht um Spenden von einigen hundert Euro, auch 10 Euro selbst nur einmal im Jahr ein Projekt unterstützt das allein schon schafft Luft für die, die sich hier einbringen. Es gibt ca. 10.000 Heiden in Deutschland und so wenig Unterstützung finanzieller persönlichen Einsatzes Besuch von Jahreskreisfesten zusammengenommen das sie kaum erwähnenswert sind.

2014 waren in Fritzlar wegen der Bonifatius Aktion ca. 200 Leute zusammen gekommen schon toll aber immer noch zu wenig doch ein Anfang. Aus vielen Ecken gab man der Hoffnung Ausdruck dass beim nächsten Mal schon 1000 und dann bald viele Tausend sich beteiligen. By the Way - Die, die das am lautesten propagierten waren beim nächsten Mal 2016 nicht mehr dabei. Die Teilnehmerzahl war deutlich gesunken. Für mich war es auch ein großes Fremdschämen obwohl ich den Enthusiasmus zwei Jahre zuvor weit weniger Bedeutung beimaß und so nicht wirklich Enttäuschung empfand. Ich selbst lud mehrfach in Hannover zu den Jahreskreisfesten. Es kamen im höchsten Fall mit mir zusammen nicht mehr als vier Personen. Traurig, traurig der gewählte Ort deckte en gebiet von Hannover und Randgebiete ab die mit Bahn und Bus nicht mal eine Fahrtzeit von einer Stunde beinhaltete Uhrzeit und Wetter waren bis auf einmal völlig vertretbar.

Wie soll die Öffentlichkeit das Heidentum wahrnehmen wenn nicht mal die sogenannten Großstadtheiden es fertig kriegen gemeinsame Jahresfeste zu gestalten. Wie sollen Projekte wie HeidenTV als YouTube-Kanal der Öffentlichkeit bekannt werden wenn die Qualität der Beiträge, eventuell wegen der nicht machbaren Finanzierung, nachlassen oder ganz verschwinden. Vom persönlichen Erfolgserlebnis des Initiators mal abgesehen das es auch braucht.

Es ist nicht schwer sein Heidentum zu leben und zu unterstützen. Natürlich gibt es immer Ausnahmen die bestimmte Aktionen einfach utopisch machen. Ich kann auch nicht 2 -3 Mal im Jahr Veranstaltungen besuchen die 200 km oder gar 600 km entfernt sind. Die Nebenkosten, Übernachtung, Fahrgeld essen trinken wären dann nicht mehr zu leisten. Dafür versuchte ich hier in Hannover was zu organisieren. Oder eben unterstütze, in meinen Möglichkeiten, HeidenTV.

Jeder kann ein wenig oder mehr in seinem Umfeld tun. Und ich meine nicht damit Fälle wo der jeweilige am absoluten Existenzminimum lebt und am 20. schon überlegt ob die noch verfügbare Kohle für das Essen, bis zum 30. reicht. Auch nicht die, die durch Behinderung oder sonstige Gebrechen oder Krankheiten gehindert sind. Veranstaltungen zu besuchen. Nein ich spreche die an, die eben zu den entsprechenden Leistungen in der Lage sind. Und ich weiß sehr wohl dass dies nicht wenige sind.

Ebenso rufe ich euch zu zeigt Mut zum Bekenntnis auch wenn ihr tatsächlich schräg angesehen werdet, die Menschen sind weit toleranter wenn sie sich nicht bedroht fühlen.
So werden wir, als Heiden ein akzeptierter Teil, ebenso eine wahrgenommene Ecke der allgemeinen Gesellschaft.

Versteht euer Heidentum nicht als Anstrengung, versteht es als Geschenk des Lebens.

Montag, 25. Dezember 2017

Der gemeine Heide und die Politik



Der gemeine Heide und die hohe Politik – klingt witzig? Ist aber oft traurig


Hier geht es um Menschen mit heidnischem Glauben und ihren politischen Denkweisen. Menschen im Bereich der Bundesrepublik Deutschland respektive deutschsprachigen Raum.

Wenn ich von Heiden spreche meine ich jene die dem germanischen Heidentum sich zuwenden aber auch den diversen Strömungen des Neuheidentums in seinen Variationen die dem germanischen oder auch keltischen Heidentum nur noch in Teilen zugewandt sind. Nicht gemeint sind reine Esoteriker, Hindus Jesiden Bahai oder sonstige dem germanischen und/oder keltisch gänzlich fremden Glauben die nicht den abrahamitischen Religionen entsprechend auch heidnisch genannt werden.

Der Heide im Allgemeinen hat eine starke Affinität zur Natur. Durch seinen Glauben ist er verwurzelt in der Schöpfung der Götter. Wie immer auch diese Schöpfung geglaubt wird. So doch immer mit Einfluss der Götter darum ist dem Heiden Mutter Erde auch heilig. 

Sind Heiden nun automatisch den Grünen zugewandt? 

Der Heide im Allgemeinen hat eine starke Affinität zum Sozialen, zur Familie und Sippe, Achtung der Alten, Geschwister ob Blutsverwandt oder Glaubensgeschwister. Das soziale Umfeld. Insbesondere die Familie ist ihm heilig.

Sind Heiden nun automatisch den Rechten zugewandt?

Viele Attribute sind dem gemeinen Heiden zu Eigen die sich von Rechtsaußen bis Linksaußen zuordnen lassen. Die Gründe das dem so ist liegt nicht zuletzt daran, dass die klassischen linken und rechten Themen aufgeweicht, manchmal von beiden Extremen vertreten werden und dadurch jede Menge Spielraum dazwischen zulässt. 

So wirst du Heiden finden bei Demos gegen Atomkraftwerke oder bei den Demos gegen RWE und für den Hambacher Forst auf eben den Demos wo sich gerne Linke profilieren. 

Genauso aber oft wirst du Heiden hören die massive strafrechtliches Vorgehen fordern bei Sexualdelikten gegen Kinder oder strafrechtlich relevanten Verstößen im Asylrecht. Wo du die Linken eher auf der Gegenseite stehen aber plötzlich Rechte Nationalisten neben dir.

Ich bin einer dieser gemeinen Heiden ich habe gegen Atomkraftwerke demonstriert, gegen Lizenzhandel gegen TIPP gegen Nato aber auch mich ausgesprochen gegen die EU in seiner jetzigen Eigenverständlichkeit. Ich bin massiv gegen die Abholzung des Hambacher Forst. Aber auch gegen unserer herrschendes System 

Ich bin Anarchist und Demokrat ich bin für die persönliche Freiheit des Einzelnen aber auch der Gruppen Ich bin gegen Sex mit Kindern aber auch staatliche Einmischung dein einvernehmlichen Sex mit nichtabhängigen Individuen. Abschaffung des Kirchenrechts, ein anderes Wahlrecht und andere Machtverteilung, gegen Kommunismus Nationalismus und wohl allen Ismen gleich welcher Art. Sogar gegen Germanismus als politisches Gesellschaftliches Ideal aber auch gegen den Multikulti Unsinn.

Meine politischen Ansichten ziehen sich von rechts nach links, ich bin liberal, konservativ, sozialistisch, national und anarchistisch. Ich bin politisch nicht festlegbar Außer das ich mich zum einen verändere zum anderen stets das suche was auf die Situation meines Erachtens eine mögliche Lösung ist. Nutzt aber jemand eine Problematik um für seinen Verein Punkte zu sammeln der Ansicht von der Problematik unabhängig oder sogar gegenteilig agiert dann wird ich ganz schnell komisch, Beispiel Cem Özdemir  der sich versuchte auf Demos der Roten Linie zu profilieren. Als ach so grüner Politiker einer Partei die den Abbau genauso mitträgt wie die anderen von CDU und SPD.

Als Mensch, als Heide, als Deutscher, Als Anarchist, Als Alles was mich ausmacht ist mir dieser Typ Mensch einfach zuwider. Weil ich ihm einfach nicht abnehme was er meint zu vertreten.

Dem gemeinen Roten, Grünen, Schwarzen, ja sogar dem gemeinen Braunen der auf politische öffentlichkeitswirksame zur Schaustellung anderer Themen verzichtet seine Parteifahne im Schrank lässt. Und keine themenfremden Parolen skandiert. Mit dem steh ich da gerne Zusammen sofern ich dabei sein kann. Auf einer Demo gegen REW ((ich pack das aus vielen Gründen nicht (gesundheitlich aufwandstechnisch und mehr)) im Hambacher Forst kann ich mit einem Roten linke Hand und einem Rechten rechte Hand gemeinsam skandieren: “Bis hier und nicht weiter!“ Erst wenn der Rote sagt: “Nieder mit dem Kapitalismus!“ oder der Rechte skandiert: “Deutschland den Deutschen!“ Dann geh ich weg von Beiden

Ich kann auch auf dem Wall stehen mit dem Christen dem Moslem dem Hindi und zusammen beten, Beten für den Wald. (Während ich das hier schreibe hab ich Augenpipi ob der Wut der Ereignisse) Ich gehe aber weg von Ihnen wenn der Christ mir sagt meine Gebete sind an Götzen und nix wert, oder der Moslem sagt ich soll der wahren Religion folgen. 

Nicht alle Paganen stehen immer und andauernd für dasselbe auch wenn Tendenzen in bestimmten Themen erkennbar sein mögen, doch du siehst nur den aktiven Teil nicht aber jene die dahinter stehen mit Geld, Sachspenden und Bekenntnissen wo immer ihnen sich Gelegenheit bietet. 

So ist auch nicht jeder Pagane dem gleichen Glauben verbunden. Der gemeine Heide so er denn politisch aktiv wird oder gesellschaftskritisch oder im Sozialen tut was immer er tut, der tut das auch meist aus seinem Glauben. Selten ausschließlich, noch seltener gerade deswegen. Darum ist ein begrenztes Ideologisches Handeln und Vertreten z. B, Rassismus oder Faschismus ebenso nicht vertretbar wie Kapitalismus und Sklaverei in welcher Form auch immer. Dass die Wikinger auch Sklaven hatten zieht hier nicht als Argument da es sich erstens um Kriegsgefangene handelte und zweitens die teilweise besser lebten als der Arbeitnehmer in der heutigen Billiglohngesellschaft. Außerdem bin ich kein Wikinger nur weil ich dieselben Götter anbete, Christen werden ja auch nicht zu Juden und Muslime zu Arabern nur weil sie den Glauben folgen aus oder durch deren Ursprüngen.

Ich bin heidnischer Glauben und ich bin politisch. Ich bin nicht heidnisch weil ich politisch bin. Ich bin nicht politisch weil ich heidnischen Glaubens bin. Ich bin heidnisch weil mir unteranderem es als vernünftig erscheint diesen Glauben zu leben. Ich bin politisch weil es mir vernünftig erscheint für diese politische Ansicht zu stehen für die ich eben stehe.

Ich bin Befürworter eines demokratisch gestalteten Anarchismus, wie der tatsächlich aussehen soll? Ich hab keine Ahnung. Da aber der in diesem Lande zu dieser Zeit als Alternative zum existierenden System nicht umsetzbar ist, (das zu definieren wäre hier zu umfangreich) mach ich mir da auch keinen Kopp über Einzelheiten. Ich kann/muss aber auch in einem System leben das eben nicht meiner Sicht von Freiheit Recht und was auch immer entspricht. Sonst würde wohl jeder in seinem eignen Staatleben. so wie die Spacken von den Reichsbürgern und entsprechenden linksanarchistischen Versuchsanordnungen, das geht immer schief.

Was bleibt also mir, dem gemeinen Heiden mich politischen Aktivitäten zu widmen?

Es spiel keine Rolle, keine Rolle ob du dich im oder für den Hambacher Wald einbringst. Es ist nicht entscheidend ob du gegen die >Endlagerpolitik unserer Regierung dich einbringst. Ob du für eine tatsächliche Verbesserung des Pflegenotstands einsetzt.

Auch im Tierschutz in der Kindernothilfe. Ob du dem Obdachlosen eine Decke gibst oder ein Brot. Entscheidend ist allein das Du ….

Es nicht machst, um gesellschaftlich gut da aus zu sehen

Es nicht machst um eventuelle Partner zu beeindrucken

Es nicht machst um Steuern ab zu setzen

Wenn das deine Gründe sind - ok, tu es, aber deinen Ruf wird es nicht bessern, dein Ruhm sich nicht mehren und deine Ehre bleibt unberührt, zum Guten.

Tust du es aber aus Herzensgüte aus Gasfreundschaft, aus menschlichen Erwägungen zum Guten. Tust du es im Stillen wenn möglich (Demonstrationen im Stillen wären wohl deplatziert) dann aber, Dann mehrst du Ruhm und Ehre und sorgst für ein Gutes Wyrd und bist ein Zeugnis deiner selbst und wofür du stehst. 

UND du achtest die Prinzipien deines Glaubens, des gemeinen Heiden

Darum höre meine Rat, bring dich ein wo deine Hilfe dein Beistand nützlich ist… bringe dich ein nach deinen Möglichkeiten mit deiner Zeit deiner kraft deinem Vermögen. (Vermögen steht hier nicht allein für Geld sondern für alle deine Fähigkeiten und Grundlagen.) Dein Wirken muss nicht spektakulär sein aber es sollte von deinem Innersten kommen. Du kannst auch indirekt wirken indem du zum Beispiel die Leute unterstützt die an vorderster Front stehen. Oder Leute die regelmäßig von heidnischer Seite darüber berichten damit auch du gute Informationen erhältst, (So Kameraausrüstung und entsprechen Schneide Programme kosten Zeit und Geld auch diese kann man unterstützen.)

Macht was draus