Kontaktformular

Name

E-Mail *

Nachricht *

Samstag, 20. März 2010

Die Verhältnismässigkeit von Glauben und Esoterik

Glauben und Esoterik
Eine Konkurrenz? Eine Erweiterung? Schließen einander aus?

Grundsätze des Glaubens:

1. Ein Glaube hat im allgemeinen eine oder mehrere sich selbst bewusst seiende, relativ
definierbare Götter.

2. eine komplexe Vorstellung von Schöpfung Götter Geburt Leben Tod und Neuwerdung

3. eine relativ in sich geschlossene Glaubenswelt in Themen der Magie der Natur und der
Seele

Grundsätze der Esoterik:

1. keine personifizierte sich selbst bewusste Gottheit. Sondern eine tendenziell alles
durchdringende positive = göttliche Energie

2. eine persönlich angepasste variable immer veränderbare Glaubenswelt in der Götter
allenfalls aufgestiegene Meister sein können denen ein historisch spirituelles
Verhalten durch völlig aus dem Zusammenhang gezogenes Verhalten angedichtet wird.

3. immer variabel nach persönlichen Bedürfnissen ausgerichtete Vorstellungen die auf drei
ebenso variablen Definitionen fußen

A) Der Gott in mir

B) Alles ist Gott

C) Alles ist mögliche und das Unmögliche erst recht

Glauben und Esoterik stehen also nicht wirklich in Konkurrenz zu einander denn...

*Glauben ist wie oben beschrieben eine komplexe in sich geschlossene Welt von der Schöpfung
bis zur Neuwerdung!

*Esoterik ist nach allen Seiten offen und aus esoterischer Sicht mit allem kompatibel..

-------------------------------------------------------------------------------------------------

Ist Esoterik also eine Erweiterung des Glaubens? Eine Entwicklung zum Höheren?

Dazu müsste die Esoterik auf mindesten einem Glauben beruhen. Tut sie aber nicht. Je nach dem persönlichen Bedürfnis stellt sich der Esoteriker seine Glaubenswelt zusammen und bedient sich dabei anderer Glauben und religiöser Dogmen die ihm angemessen erscheinen.

Das bedeutet NICHT das ein Mensch in der Esoterik Impulse finden kann die seinen Glauben auf neue Wege bringt aber die Esoterik an sich ist weder Ersatz noch Verbesserung noch Konkurrenz zu einem komplexen Glauben.

Es gibt einige die sich esoterischer Mittel bedienen um eben neue Wege im Glauben zu gehen das mag in den einem oder anderem Fall tatsächlich Nutzen bringen. Insgesamt aber liegt eher Nahe das man sich verzettelt. Jeder lebendige Glaube hat in sich alle Weiterentwicklungen deren der Glaubende Bedarf. Ansonsten ist der Glaube tot und nur noch Gewohnheit.

Esoterik wie sie landläufig praktiziert wird ist meist nur bestehend aus Astrologischen TV- Sendungen, irgendwelche Teilaspekte diverser Religionen bevorzugt Ost- und südasiatischer Natur und schwülstig vorgetragenen sog, Hausfrauenerkenntnissen . So sieht es bei 90% aller sich Esoterik schimpfender Menschen ist. 5% sind die die mit dem Esoquark den sie verscherbeln (“Magische“ Steine, ebensolcher billiger Modeschmuck und Luft in Flaschen).

Glauben so er gelebt wird war ist und wird immer das bleiben was Esoterik niemals ist, eine komplexe Weltanschauung, Ein Weg zu leben und auch zu sterben, Eine Gewissensgrundlage, und eine Anleitung für Begrifflichkeiten wie Gut und Böse, Richtig und Falsch, Gerecht und Ungerecht und allem was dazwischen liegt.

Die Esoterik bietet nichts von alledem. Sie relativiert alles und jedes als Gleich, gleichwertig gleichartig alles zum selben Ziel führend wie schon in vorherigen Artikeln umschrieben. Und genau aus dieser schwammigen Einstellung zur Relativierung von Allem was ist sucht die Esoterik ihre Berechtigung zu ziehen.

Der wesentlichste Irrtum in der Esoterik ist die Annahme das man sich aus jeder beliebigen Religion, jeder Glaubenswelt der Dinge bedienen kann die einem Zusagen und sie dann dem Rest seiner Vorstellungen an zu passen. Da werden Engel aus dem christlich / jüdischen Glauben mit den Alben (Elfen) aus dem germanisch/keltischem Heidentum vermischt und dann neu gedeutet in ihrem Zweck und ihren Aufgaben. So entsteht ein aus vielen Glauben, Religionen und teilweisen Sience Fiktion Romanen zusammen geschustertes Glaubensbild. Das darum als höher weiser spiritueller angesehen wird da es eben alle Konsequenzen einer Glaubenswelt ignorierend angesehen wird.

Esoteriker, mit vielleicht geringfügigen Ausnahmen sind aber nichts weiter als Menschen die sich vor den Konsequenzen einer Glaubenswelt fürchten und diese deshalb insoweit ablehnen wie es ihren Ängsten entspricht. Dies ist natürlich nur eine von unzähligen Gründen das Menschen sich der Esoterik so sehr zuwenden. Aber eine sehr häufige auch wenn sie naturgemäß geleugnet wird.

Tatsache aber ist: Wer seinen Glauben lebendig hält, ihn lebt und sich mit ihm beschäftigt dem ist Esoterik nicht mehr Wert als eine alberne Spinnerei.
.
Und damit soll das Thema Esoterik abgeschlossen sein, zumindest mittelfristig

Samstag, 20. Februar 2010

Erkenne den Gott in dir!

Erkenne den Gott in dir! - Was, bei allen Göttern, soll das heißen?

Unsere "lieben" Freunde der Esoterik und anverwandter Philosophien und Ideologien haben dieses Satz nahezu ständig auf den Lippen.

Er ist fast eine Heilsbotschaft, aber auch Rundumschlag wenn man selbst in eine Sackgasse gerät und eben keine Antworten mehr findet im Gespräch mit anderen. Dieser Satz ist das Evangelium der Esoterik. Zusammenfassung aller Fragestellungen in der Esoterik.

Wie kommt es denn nun zu dieser Aussage? Was beinhaltet sie? Was ist ihr Ziel?

Der Ursprung dieser Aussage liegt wohl in der Annahme das ausnahmslos in jedem Menschen der sog. Göttliche Funke liegt, welcher erst, auf welche Art auch immer wahr genommen, dazu führt Gott als (Alles ist Gott) in sich zu entdecken.

Alles ist Gott ist ebenso eine Phrase wie entdecke den Gott in dir aber auch zugleich der Ausgangspunkt als Fakt für entdecke den Gott in dir. Begeben wir uns also in diese Aussage

Alles ist Gott ist die esoterische Formulierung für eine Aussage die allen absolutistischen Religionen gemein ist. Der Glaube an einen allmächtigen, unfehlbaren und vollkommenen Gott, aber unter Ausschluss der Ansicht eines auch strafenden oder gar willkürlichen handelnden Gottes.

Aber auch Nicht-absolutistische Religionen haben, in esoterische Sichtweisen interpretierbare, Aspekte

Ursache hier ist zum einen das jeweilige Gottesverständnis, zum anderen die begrifflichen Gemeinsamkeiten aber eben nicht die philosophischen Verwandtschaften.

"Alles ist Gott", "Gott ist Alles", "Alles ist in Gott", "durch Gott ist alles Gott", "Alles ist in Allem", "Alles ist Gott". Diese eher sinnfreie Phrasendrescherei ist der Versuch aus einer These eine sich selbst bestätigende Art Ur-Wahrheit zu kreieren.

Das gibt es auch in der Bibel. "Ich bin der ich bin", diese Aussage, die eben dem Gott der Bibel zugeschrieben wird lässt sich genauso variieren wie die Phrasen "Alles ist Gott" und "Entdecke den Gott in dir".

Wenn man Phrasen wie "Entdecke den Gott in dir" und "Alles ist Gott" im Zusammenhang mit den anderen Pseudo-Weisheiten in ihrem eigenen Kontext sieht –

Wenn man die christliche Lehren wie "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als durch mich" in seinem Kontext sieht –

Wenn man sonstige Religionen dieser Welt, ob an einen oder viele Götter in ihrem Kontext betrachtet kommt am Ende immer dasselbe raus...
.
Erkenne dich selbst, lerne das was du erkennst zu akzeptieren und schliesslich ändere was du glaubst ändern zu müssen und liebe dich selbst damit du andere auch lieben kannst.
.
Diese simplen Erkenntnisse ist all den ach so hochtrabenden Weisheiten enthalten.

Es gibt keinen inneren Gott in dir? Der göttliche Funke, oder ganz simpel deine Seele ist von den Göttern gegeben das ist alle Erkenntnis die dabei rumkommt. Nicht mehr und auch nicht weniger.



Mittwoch, 10. Februar 2010

Grundlagen der Moral - Ein Zeitungsbericht

.
DER 100. Artikel (hätte ich selber nicht gedacht oder erwarte. Von Sept. 2006 - Feb. 2010)
.

Wie kam die Moral in die Welt?
Von Ch. Weber 09.02.2010, 09:26

Wissenschaftler bezweifeln, dass Religion das Gerüst für die Moral bildet. Einige halten den Glauben eher für ein schädliches Nebenprodukt der Evolution.

Bereits hier kommt einem, jedenfalls mir, doch schon so ein Juckreiz, der mich immer befällt wenn ich ein wirklich saublödes Argument, nein saublöde und unhaltbare These höre oder lese. Aber gut wir wollen fair sein und weiter lesen.

Zu den unsterblichen Gerüchten der menschlichen Geistesgeschichte gehört, dass man Kirche und Religion zumindest für die Moral brauche. Kein Kapitel aus der Gewaltgeschichte des Christentums - von den Kreuzzügen bis zu den aktuellen Missbrauchs-Fällen - konnte daran etwas ändern.

Ja was denn nun? Geht’s darum der Glauben ansich ein schädliches Nebenprodukt der Evolution ist. Sowie die Religion eben kein Gerüst ist für die Moral. Oder geht’s hier um die junge nicht mal 2000 Jahre alte Religion des Christentums? So als gab es zuvor nie irgendwelche moralischen Werte oder eben Religionen die auf diesen basieren.

Selbst knochentrockene Atheisten und Soziobiologen erklären den Fortbestand des Glaubens mit der Tatsache, dass erst die gemeinsam geteilte Religion eine Kooperation unter den Menschen erzwungen habe, aus der Angst nämlich vor dem allmächtigen und allwissenden Bestrafer dort oben im Himmel, der regelwidriges Verhalten ahndet - und sei es auch erst in einem Leben nach dem Tode. Demnach sei Religion nur deshalb so erfolgreich geworden, weil die von ihr bewirkte Kooperationsbereitschaft sich zu einem adaptiven Selektionsmerkmal entwickelt habe, welches das Überleben von Mensch und Gemeinschaft befördert habe. Kurz: ohne Religion keine Moral.

Was für eine wirklich abstruse Argumentation: Gut wenn ich das allein auf das Christentum beziehe dann mag das unter Umständen zutreffen, was allerdings auch stark in Zweifel ziehe wegen zu starker Verallgemeinerung eines spezifischen Themas

Diese Haltung wird schon länger von verschiedenen Seiten ergänzt und kritisiert. Vor allem der französischstämmige Anthropologe Pascal Boyer vertritt die Ansicht, dass Religion nur ein Nebenprodukt der Evolution sei: Menschen seien eben seit Urzeiten darauf geeicht, hinter jedem Rascheln einen Angreifer zu vermuten. Das habe die Überlebenswahrscheinlichkeit in der Savanne erhöht. Wegen solcher kognitiven Grundeinstellungen neige Homo Sapiens dazu, hinter allen nicht sofort erklärlichen Vorfällen übernatürliche Agenten und Götter zu vermuten statt die simple Kontingenz der Natur.

Au Backe, das wird immer abenteuerlicher die Argumentation. Wenn ich mir nicht erklärbare Ereignisse den Göttern (welchen auch immer) zu ordne dann muss ich ja bereits an Götter glauben. Nicht ein Ereignis schafft einen Glauben an Götter und schon gar keine Religion sondern die Erfahrungen vieler Ereignisse und deren Beurteilung können einen Glauben schaffen. Damals wie heute das ist nicht viel anders.

Ähnlich argumentiert der publizistisch führende Atheist Richard Dawkins: Er sagt, dass Kinder im Laufe der Evolution gelernt hätten, dass es prinzipiell hilfreich ist, den nächsten Autoritätspersonen - vulgo: Eltern - zu folgen. Diese Haltung führe dazu, dass sie intuitiv auch an einen Gott zu glauben bereit seien. Anders als die Adaptionstheoretiker behaupten also Boyer und Dawkins, dass Religion nicht unbedingt Kooperation und Moral hervorbringe, sondern eher ein schädliches Nebenprodukt sei.

Ahhh. Der Autor der diesen Artikel verbrochen hat, hat dann letztendlich doch ein ganz klein wenig recherchiert. Wenn auch nicht sehr erfolgreich. Denn die Ausgangssituation ist hier die Voraussetzung der Nicht-Existenz des individuellen sich selbst bewussten Göttlichen und somit nicht mehr im bereich einer neutralen Analyse der Umstände. Und doch, natürlich bringt eine kooperative Religiöse Moralwerte hervor, denn eine Religion ist ein Kooperative verschiedener Gläubiger die in eine Kooperative gehen.

Tatsächlich suchen Forscher schon seit langem nach außerreligiösen Erklärungen für das Entstehen von Moral. Bekannt wurde damit vor allem der niederländische Primatologe Frans de Waal, der mit zahlreichen Studien nachzuweisen versucht hat, dass auch nichtmenschliche Primaten moralische Intuitionen haben. So ließ er etwa Schimpansen dabei zusehen, wie Versuchspersonen vergeblich versuchen, an einen Stock zu gelangen. In den meisten Fällen standen die Tiere auf und brachten den Stock dem Menschen, selbst dann, wenn sie keine Belohnung erhielten.

Das find ich fast schon witzig aus einer instinktiven Moralität, die ich sicher nicht abstreiten will, die aber aufgrund der Lebensumstände der Versuchsaffen eher fraglich ist. Daraus eine Begründung menschlicher Moralwerte zu ziehen das ist schon sehr mutig, um es mal freundlich zu umschreiben.

De Waal zieht von solchen Experimenten eine direkte Linie zu den Moralgesetzen der Menschen - und wurde dafür von Philosophen gescholten: Reichen solche ersten, entwicklungsgeschichtlichen Ansätze von Mitgefühl tatsächlich, um moralische Urteile zu erklären, die auf dem Gebrauch eines reflektierenden Verstandes beruhen?

Eben nicht.

An dieser Stelle setzen Überlegungen ein, die von dem finnischen Religionswissenschaftler Ilkka Pyysiäinen und dem Psychologen Marc Hauser von der Havard University soeben im Fachmagazin Trends in Cognitive Science (online) veröffentlicht wurden. Hauser ist ein wichtiger Vertreter der sogenannten experimentellen Moralpsychologie, die belegt hat, dass die meisten Menschen klassische moralische Dilemmata intuitiv anders beurteilen als Fachphilosophen.

Ein Beispiel: Ein Zug ist außer Kontrolle geraten und eine Person muss handeln. Fall 1: Die Person steht an einer Weiche und rettet eine Gruppe von fünf Menschen, indem sie den Zug umlenkt, so dass dieser nur einen Menschen umfährt und tötet. Fall 2: Die Person rettet wiederum eine Gruppe von fünf Menschen, diesmal aber, indem sie einen Menschen vor den Zug wirft. Die meisten Befragten hielten nur das Verhalten in Fall 1 für moralisch. Logisch ist das nicht.

Die beiden Forscher haben nun eine Handvoll Studien durchforstet, in denen Tausende Menschen mit ähnlich konstruierten Entscheidungssituationen konfrontiert wurden, wo die Religionen keine Standardantworten haben. Dabei zeigten sich kaum Unterschiede in den Ansichten atheistischer und gläubiger Studienteilnehmer. Die Forscher vermuten daher, dass der Mensch mit einer Art moralischer Grammatik geboren wird, vergleichbar dem Sprachinstinkt: Die groben Regeln der moralischen Entscheidungsfindung sind vorgegeben, nur Feinheiten kulturell und religiös geprägt.

Oh weh, oh weh was für atemberaubende Rückschlüsse auf ein bestimmtes Verhalten. Wo bin ich hier ? in der 1: Klasse einer Grundschule? (Wenn ich zwei zahlen habe 1 und 2. Und nun ausrechnen soll was 1+1 = ? und weiss das 1 falsch ist .... und so rückschliesse das die richtige antwort 2 sein muss) Das mag in der ersten Klasse funktionieren nicht aber in einem Bereich wie diesen hier.

Das hat nun Konsequenzen für die Debatte in der evolutionären Religionstheorie: "Der Befund unterstützt die Annahme, dass Religion ursprünglich nicht als biologische Adaption für Kooperation entstanden ist, sondern als separates Nebenprodukt von früher existierenden kognitiven Funktionen evolviert ist, die nicht-religiöse Aufgaben hatten", erläutert Pyysiäinen. Allerdings könne "Religion die Kooperation zwischen Gruppen stabilisieren und erleichtern."
Das ist ja auch schon etwas.

Das ist gar nichts überhaupt nichts, der ganze Artikel ist nichtmal für den Papierkorb geeignet so schlecht ist er zusammengeschustert. Einem Volontär hätte ein Chefredakteur nach so einem Artikel empfohlen es mal als Autor für leckere Backrezepte zu versuchen.

Doch nun mal ernsthaft zu dem Thema: Natürlich ist die Moral der Spezies Mensch von vielerlei Komponenten geprägt. Und ihre Quellen überschneiden und kreuzen sich allenthalben.
Insgesamt aber sind die Quellen menschlicher Moralwerte.

1. Natürliche aber nicht erklärbare Ereignisse

2. Soziale Gegebenheiten innerhalb der Gemeinschaft

3. Soziale Begegnungen mit anderen Gemeinschaften

4. Der Selbsterhaltungstrieb

5. Das Bedürfnis nach Gemeinschaft

6. Erziehung

Diese sechs ausgewählten Komponenten sind in variabler Kreuzung zueinander die Grundlagen jedweder Moral der gesamten Menschheit zu allen Zeiten. Unabhängig ob der Mensch nur einer Schöpfung oder der Evolution oder einem Gen-Projekt Ausserirdischer entspringt.

Die Religion als Organisation. Als Kooperative des Glaubens Einzelner baut natürlich auf dieser Grundmoral auf und formt daraus seine moralischen Gesetzmässigkeiten. Ob die dann so umsetzbar sind ist wieder eine andere Thematik. Auch die Veränderung der Moral im gesellschaftlichen Kontext ist ein anderes Thema. Fakt aber ist, Ohne das große Forschungen herangezogen werden müssen, Die Religion als kooperative bastelt sehr wohl die Moralischen Grundsätze der Menschheit und tat dies über viele Jahrtausende.

Unser Grundgesetz, die amerikanische Verfassung, auch die franz. Revolution baute genau auf diesen Grundsätzen auf. Darum hat man ja das pervertierte Pfaffentum im damaligen Frankreich gleich mit auf die Goullitine ß (Rechtschreibfehler dürfen belächelt aber hier nicht angemahnt werden) geschickt

Meine Moralischen Werte, so wie ich sie mir verinnerlicht habe finden sich hauptsächlich in meinem Glauben wider. Ihre Anpassung an unser Gesellschaftssystem entsprechen mindestens vier der oben sechs genannten Punkte.

Womit der Artikel gänzlich widerlegt sein dürfte in seinen Ausführungen.

Sonntag, 7. Februar 2010

Spiritualität /Spirituelles Leben

Ein Begriff, mehr noch eine nicht allen Menschen gleichermaßen zugängliche Lebensart bestehend aus zwei Worten, Spiritualität und Leben, wurde zusammen gesetzt zu Spirituelles Leben, zu einem Modebegriff degradiert.

Die Grundbedeutung wurde zerpflückt, individualisiert, zur subjektiven Erkenntnis umgemodelt bis sie eben in die eigene Weltanschauung als "DAS" Nonplusultra und Beweis der eigener Erkenntnisstufe genügte.

Spiritualität ist nicht das Rücken von Gläsern, Spiritualität ist auch nicht Handlesen, Kartenlegen, mit irgendwelchen Geistern reden, mit Engeln reden, auch nicht Zauberei oder Magie, Hexerei. Spiritualität ist auch nicht die Sichtung von Elfen oder Feen oder was sonst auch immer es an Grenzwissenschaftliche Bereiche so gibt oder geben soll.

Was aber ist denn Spiritualität?

Wie so oft gibt es auch hier keine absolute und in klaren Grenzen auf Quellen basierende Definition für den Begriff Spiritualität für alle geltend ist. Wenn man versucht eine mehrheitlich annehmbare Definition auf den kleinstmöglichen gemeinsamen Nenner zu bringen. Ist eine Definition möglich die wie folgt:

Spiritualität damit ist das höhere geistige auch geistliche gemeint welches über den mehr oder weniger logischen Verstand hinausgehend, ihm sogar teilweise widersprechende, auf nicht materielle Erfahrung beruhende Erleben und Wissen sich begründet. In die Spiritualität können aber auch andere Aspekte wie Emotion und Verstand, Bauch Kopf Herz in harmonischer Ganzheit hinein wirken.

Spirituelles Leben bedeutet dann alles wo das Leben, das alltägliche Leben, der Tagesablauf dem Spirituellen, den spirituellen Erkenntnissen und Wissen unterworfen ist. Ergo führt jeder Mönch, jeder Priester, jeder Eremit, und viele Andere in Glaubensgemeinschaften lebende oder auch Einzelpersonen wie Eremiten eben, unabhängig ob Er oder Sie Christ, Buddhist, Hindi, Moslem, Heide ist ein spirituelles Leben.

Ein Mensch der aber ein überwiegend *bürgerliches Leben* lebt (hier ist nicht irgendein Spießbürgertum gemeint) also täglich sich in beruflichen Dingen und Familie, Sport und Unterhaltung integriert. In dem auch spirituelle Aspekt gelegentlich, meist durch Rituale, Einzug finden. Der führt im eigentlichen Sinne kein spirituelles Leben. Sondern da spricht man von einem mehr oder weniger starken spirituellen Einfluss innerhalb des materiellen Lebens. Reine Spiritualität, rein spirituelles Leben ist sogar kaum umsetzbar auch Personen wie der Papst, der Dalai Lama, muslimische Mystiker und was es sonst noch so gibt, leben kein rein spirituelles leben.

Es mag einige sehr zurückgezogene Stammesdörfer kleiner im Wald lebender Völker geben bei denen ein Schamane oder Schamanin noch rein spirituell lebt. Aber diese werden dann von der dazu gehörigen Gemeinschaft auch rundRum versorgt und geschützt vom alltäglichen Unbill gesellschaftlicher und politischer Querelen.

Spiritualität ist also kein Zeugnis geistiger Reife und Beweis einem allgöttlichen Sein nahe zu sein wie es einige esoterisch angehauchte Gutmenschen gerne glauben machen würden. Sondern,

Spiritualität ist etwas das wie erfahrend lernen können uns selbst und dem göttlichen, ob in individueller, realer Existenz oder geistigem Bewusstsein, erfahrend erleben können. Völlig unabhängig davon ob es sich um eine reale Gottheit oder um uns Selbst handelt. Denn alles was wir erfahrend erleben und lernen innerhalb des Spirituellen fällt ja irgendwie wieder auf uns zurück. Wird zum Teil von uns.

Weder Intellekt, noch körperliche Leistungen, noch äussere Schönheitsmerkmale oder hohe moralische Werte sind Bedingung um Spiritualität zu erfahren. Das einzige was dies braucht ist der Wille es zu tun, es erleben zu wollen. Aber weder kann es indoktriert werden, noch logisch-verstandsbezogen erfasst werden.

Spirituelles ER-Leben kann sein, in der Meditation, im Gebet, im rezitieren geistlicher Verse oder Mantras beim singen oder in Predigten. Aber auch bei den Unterschiedlichsten religiösen Ritualen und Feierlichkeiten. Was nicht bedeutet das dem auch immer so sein muss oder das jeder dasselbe spirituelle Erlebnis hat, Spirituelles Erleben ist immer und bei allen ein individuelles Erleben.

Eines aber bin ich mir zutiefst sicher, in einem Chatraum, oder in einem Internet-Forum, oder am Fernseher herrscht weder ein spirituelles Erleben noch kann man da einen spirituellen Fluss verspüren. Solche angeblichen Fähigkeiten sind schlichtweg Blödsinn und gehören in die Eso-Abzock-Ecke für (einsame Hausfrauen die enttäuscht das ihnen der Mann weglief und sie mit 3 Kindern sitzen ließ) <--überzeichnetes Bild eines mehr oder weniger häufigen Bildes über die esoterischen Firlefanz Abzock Methoden meinen ihre wahre Glückseligkeit zu finden.

Montag, 1. Februar 2010

Demut

Der Ausdruck Demut kommt aus dem mittelhochdeutschen Begriff diomuoti und bedeutet dem Sinne nach sich dienstwillig, dienen wollend zu erweisen. es beschreibt die Ausrichtung die Gesinnung des Dienenden.

Durch Martin Luther wurde es im Zusammenhang mit der Bibelübersetzung aus dem griechischen tapeinophrosyne <---(Übersetzung übernommen nicht gesichert) als Anerkennung des unzulänglichen Menschen zum allmächtigen Schöpfer interpretiert. Unterwerfung vor der Allmacht Gottes.

Demut im klassischen Altertum reichte von einer Art Sklavengesinnung Unterwerfung des Niedren vor dem Höheren im Sinne eines Knechtschaftsverhältnisses.
Demut setzt fast immer Achtung voraus oder aber Gewalt Achtung ist etwas das man gewinnt und dem man sich "hingibt" sie kommt von innen nach Außen, Demut durch Gewalt kommt immer von Außen nach innen. Muss aber trotzdem nicht "Böse" sein.

Die rein religiöse Demut ist immer Unterwerfung, freiwillig oder durch Zwang ...Sich Gott unterwerfen ist gleich demütig vor Gott, dasselbe gilt für den Islam hier sogar noch wesentlich ausgeprägter im Erscheinungsbild nach außen.

Demut in "Perfektion" ist die totale Selbstaufgabe wobei hier Perfektion nicht gerade erstrebenswert ist sonder eine Art Verneinung des Ichs beinhaltet
Demut im heutigen säkularem nicht zwingend religiösem Denken ist die freiwillige Akzeptanz und Anerkennung vor etwas Höherem Besserem indem man selbst allenfalls ein Teil des Ganzen ist.

Beispiel: Die Natur als Ganzes als universelles Ganzes einheitliches geschlossenes betrachtend von einem Berg über die weiten Landschaftlichen Niederungen sehend. Ohne Straßen, Paläste und sonstiger vordergründig erkennbarer menschlicher Eingriffe. dabei seine eigne Geringfügigkeit erkennend und sich dessen bewusst werdend das sehende zu empfinden als schön und vollkommen, das ist "moderne" Demut.

By the Way, diese moderne Demut ist allen Menschen seid vielen Jahrtausenden weltweit zu Eigen die in der Natur eben das sehen wie es oben beschrieben ist.
Auch ein Gebäude, ein Kunstwerk, ein Mensch kann diese Demut empfinden lassen.
Wenn Menschen vor Stonhenge stehen, vor der Sphinx, vor den Fresken des Michelangelo in der sixtinischen Kapelle, wenn sie vor den Häuserschluchten New Yorks stehen und dann loslassen allen Alltag alle Sorgen sich frei dem hingeben was sie sehen. dann werden sie auch demütig in fast allen Fällen.Demut ist heute oftmals die Bewunderung vor etwa Großem das uns selbst unerreichbar erscheint

Und doch, muss Demut gelernt werden, Gelernt werden im Sinne von ....
mit dem Großen angemessen umgehend
mit dem Willen das Einzigartige zu bewahren ohne ihm seiner Würde zu beraubenmit der Bereitschaft sich dem Ganzem, dem Großen, dem Natürlichem einzufügen als Teil des Ganzen
Nicht der dienstbeflissene gute Bürger der nach Vorsätzen lebt wie...

Ruhe ist die erste Bürgerpflicht

Frage nicht was der Staat für dich tun ´kann, sondern was du für den Staat tun kannst

Du bist Deutschland

und all diesen schwachsinnigen machterhalten dem Geschwätz der Inhaber staatlicher Macht.
Sondern dem wirklichem dem Echten der ganzen Schöpfung dem natürlichen in sich Vollkommenen. Angefangen vom Teil der Familie über die Sippe und den freunden bis hin über die Natur bis zum winzigsten Rädchen das man im Universum ist.

Du brauchst nicht das Universum um Demut zu finden um deine Demut zu findengeh einfach mal in den nächsten Wald, auf das nächste Feld ja auch in den nächsten Park und dann schweig still und höre zu. So kannst du Demut erfahren.
Meine, individuelle, subjektive Ansicht...

Demut ist nicht sich auf die Knie werfend einen fernen ungreifbaren vollkommenen unendlichen ewigen allwissenden Gott zu huldigen, weil er ist, wie er ist.... und mich vor diesem Gott selbst zu negieren. Nein das ist ein sich bist zur Selbstaufgabe reichendes UnterwerfenDemut ist die Götter unter den Seinen in die Gemeinschaft einladend das mit ihnen zu teilen an Gaben an Früchten und Fleisch und an Brot was sie uns gaben. Und die zu ehren mit dem ersten Toast (Trinkspruch)

Samstag, 14. November 2009

Persönlicher Eintrag

Meine Gedanken - Zum Tod von Robert Enke

Wie wir zu einem Menschen standen, das erzeigt sich oft erst wenn dieser nicht mehr unter uns ist.

Manchmal ist es eignes Versäumnis, manchmal nicht vorhandende Gelegenheit, manchmal ist es technisch garnicht möglich diesem unsere Zuneigung, Achtung, Bewunderung, unseren Respekt für das was er tut was er denkt was er beabsichtigt oder auch erreicht hat, nahe zu bringen.

Und doch! Er ist da, der Respekt die Bewunderung, die Achtung, die Zuneigung. Auch und gerade über den Tod hinaus.

Das Vieh stirbt, die Freunde sterben,Endlich stirbt man selbst;Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,Welcher sich guten gewann.
Havamal 75, Edda

Wenn Robert Enke gewusst hätte wie groß die Achtung, der Respekt, die Zuneigung der Menschen ist zudem was er war, tat. leistete propagierte, für was er stand, wie die Menschen ihn sahen. Ob dann genau so gehandelt hätte? Ich weiß es nicht, es ist auch viel zu hypothetisch um diese Frage realistisch beantworten zu können.

Ich vermag auch nicht wirklich zu sagen ob und wie sein Leben zu bewerten ist, wie das dannach für ihn aussieht. Ich weiß weder woran er glaubte noch ob, oder wie die Götter ihm lohnen

Ich weiß aber das über seinen Tod hinaus sein Andenken bewahrt werden wird im Herzen vieler und auch das der Grund und das Wie seines Fortgangs Folgen haben wird die Anderen eine Hilfestellung eröffnen, eben diesen Weg, den Robert Enke wählte, nicht zu folgen.

Ich mochte Robert Enke, ein Gespräch vor vier Jahren in den letzten Spieltagen der BL-Session 2005/2006 einige Wochen, vor der WM in Beutschland, ist mir immer noch fast wortwörtlich in Erinnerung
dies werde ich immer im Herzen behalten.

Danke Robert für das was ich in dir sah und für Gut befand und das war eine Menge

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Verfolgung um des Glaubens Willen?

Warum werden Menschen verachtet weil sie Glauben? Warum gibt es Verfolgung um des Glauben Willens? Wie entsteht so was? Was sind die Ursachen?

Erstmal vorweg: einige Passagen dieses Artikels können von der Neonaziszene falsch ausgelegt als Begründung für ihre beknackte Rassenideologie verwendet werden. Das ist hier aber nicht der Fall. Sondern es geht lediglich um religiöse Inhalte und deren richtigem oder falschem Verständnis der Handhabung.

Religionen gibt es seit nachweislich seit der Mensch sesshaft geworden ist. Einige Indizien weisen auch bei Nomaden auf religiöse Praktiken hin. Glauben an diverse Götter ist also vermutlich so alt wie die Menschheit selber.

Ebenso ist wohl auch mit der Verfolgung von Menschen aufgrund ihrer Religion oder ihres Glaubens. Ich sehe einem wesentlichen Unterschied zwischen einer Verfolgung wegen des Glaubens oder aber einer Verfolgung wegen der Religion. Was ist nun der Unterschied?

Unter Glauben verstehe ich erstmal nicht das Ausüben bestimmter religiöser Rituale oder das leben von religiösen Vorschriften Gesetzen oder Äußerlichkeiten. Sondern Glaube ist die persönliche Beziehung zu dem was man Gott, Götter, göttlich heißt.

Wer also nun Menschen verfolgt wegen Ihrer Beziehung zu dem was sie Gott heißen, der ist so ziemlich das übelste an menschlichem Leben was man sich vorstellen kann. Das hatten wir ja einst massiv und in der gesamten heute christlich genannten Welt. in der Zeit so etwa von 600 – 1600 der Zeitrechnung durch die kath. Kirche und ihre Würdenträger und Beauftragten. Ebenso geschieht das heute nicht selten in islamischen Ländern und Regionen besonders wo strenggläubige oder radikale Islamisten das Zepter schwingen. Bemerkt sei aber auch das dies nicht überall so ist in allen islamisch geprägten Ländern.

Verfolgung allein um des Glaubens Willen ist nichts anderes als Rassismus auf spiritueller Ebene.

Verfolgungen wegen der Zugehörigkeit einer Religion ist wesentlich differenzierter in der Theorie wie auch in der Praxis und die Ursachen umso komplizierter und verworrener und mannigfaltiger als bei einer Verfolgung um des Glaubens Willen.

Religionen, so wie ich sie verstehe, dienen zuerst einmal einer Ordnung der Rituale für eine gemeinsame Praktizierung des Glaubens. Daraus jedoch entwickelt sich in einigen Religionen erst ein noch durchaus nach vollziehbares Regelwerk, doch eben oft auch starre Dogmen die auch auf alle anderen übertragen wird. Ob diese nun diesen Glauben teilen oder nicht. Und in diesem Moment ist der Konflikt unausweichlich und wird zur machtpolitischen Agitation.

Wenn nun eine solche Dogmatisierte Religion auf Menschen anderen Glaubens trifft oder gar einer ähnlich dogmatisierten Religion ist der Religionkrieg unausweichlich und ist doch in Wahrheit nichts anderes als machtpolitisches Kalkül der herrschenden Oberschicht.

Verfolgung an sich kann sehr subtil als auch extrem gewalttätig auftreten. Sie kann eine Reihe kleiner Einzelfälle sein, ja sogar nur als eine Diskreditierung bemerkbar machen. Jedoch ist eine Verfolgung aus Religiösen Gründen, nicht aus Glaubensgründen meist im großen Rahmen angelegt und nicht auf den einzelnen bezogen sondern auf die Gruppe.

Wenn eine Religion andere Menschen, Menschen anderen Glaubens anderer Rasse, anderer Zugehörigkeit auf welcher Ebene auch immer diese als minderwertig betrachtet. Dann ist das übelster Rassismus ob nun auf genetischer, ideologischer oder religiöser Basis.

Ich kann glauben, das ich auf Grund meiner Zugehörigkeit zu einem Volk zu einer Religion zu einem Ideal etwas besonderes bin. Das ist an sich nicht verwerflich. Aber das was daraus folgt in vielen Fällen ist durchaus verwerflich.

Es gibt Religiöse Bücher deren Inhalte für jene, die dieser Religion nicht Zugehörig sind doch befremdlich erscheinen. Aber auch das ist erstmal Papier. Doch wenn man das dann auch gegenüber den anderen praktisch umsetzt, dann ist das nicht mehr praktizierter Glaube sondern das Aufzwingen einer Religion. Ob man dieser Glauben schenkt oder nicht. Und das bringt dann natürlich auch Konflikte.

Beispiele haben wir in unserer Geschichte mehr als Ausreichend. Dies kann sich ausdrücken durch, wie wir es weltweit erlebten ‚’’Mission durch das Schwert’’ (Verfolgung um der Nicht-Zugehörigkeit Willen. Oder eben auch durch das Gegenteil der Verfolgung um der Zugehörigkeit willen.

In der Geschichte der Menschheit kommen diese zwei Varianten hauptsächlich ja fast ausschließlich im Zusammenhang mit den Buchreligionen vor. Die Juden wurden solange sie in der Weltgeschichte auftauchen verfolgt und das weltweit. Und über die Jahrtausende. Nicht nur die 13 Jahre Nationalsozialistischer Zeit in Deutschland nein auch in Italien Frankreich Spanien, In Europa in Asien und auch in Afrika gab es immer wieder Pogrome aller Art gegen das Volk der Juden gegen das Volk Israel oder wie immer man es ‚’’political corectness’’ , benennt.

Ich glaube nicht das dies geschah weil sie so rein so unschuldig an allem so fleißig und ohne Tadel sind. Nein ich glaube das dies auch zum Teil an ihrem Selbstverständnis und dem Umgang damit liegt... Ihre Religion besagt das Sie, und nur Sie allein das auserwählte Volk des einen Gottes sind... und alle anderen eben Gojim, was Gojim bedeutet mag jeder selbst raus finden. Dies und andere Bestandteile der mosaischen Religion riefen viele Völker gegen dieses auf den Plan. Es spielen sicherlich noch andere Faktoren eine entscheidende Rolle, dennoch gehe ich davon aus das dies einer der wesentlichen Punkte ist warum Juden in anderen Völkern verfolgt wurden Angefangen von Babylon über Ägypten bis nach Europa.

Bei den Christen ist das nicht viel anders. Auch sie wurden verfolgt wegen den lehren ihres Glaubens. Damals in Rom sprich durch das römische Reich, doch dann war das Christentum Staatsreligion und verfolgte seinerseits alle die nicht dieser Religion zugehörig waren oder sein wollten. Dann sogar im Konkurrenzkampf mit den Muslimen. Aber alle drei Religionen haben dieselbe Ursprungsreligion die Abrahamitische.... die ursprünglich eine von vielen war und erst mit dem Auserwähltenstatus sich von den anderen distanzierte.

Sicher nicht alle Menschen die wegen ihrer Religion verfolgt wurden und werden haben immer mit den Buchreligionen zu tun aber im weltweiten Bereich der Verfolgung um der Religion willen sind die Buchreligion fast immer involviert und das selten oder nie auf der puren Unschuldsseite.

Insgesamt glaube ich das Verfolgung um des Glaubens willen immer ein Unrecht wider des einzelnen Menschen ist. Verfolgung um der Religion willen aber durchaus nach vollziehbare Ursachen haben kann. Und somit ist nicht jeder der um der Religion willen stirbt auch ein Märtyrer. Also Vorsicht mit der Aussage vom unschuldigen Märtyrer der um seines Glaubens willen verfolgt wird... er kann durchaus ein Mensch gewesen sein der das Gastrecht missbrauchte um andere zu verleiten sich gegen seine eigene Art zustellen. Oder der seine Begriffe von Recht und Unrecht von Falsch und Richtig von Wahrheit und Lüge und zu guter letzt vom ‚’’wahren’’ Glauben ohne Achtung oder Rücksicht auf Andere überträgt.