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Donnerstag, 6. April 2023

Gedanken zur Bibel und den abrahamitischen Gott

 

Teil I

Die Bibel

Seit vielen Jahren beobachte ich immer wieder Streits über die Bibel und zwar über alle, wirklich alle Glaubenswelten hinweg. Da streiten Christen mit Juden, Muslime mit Christen, Atheisten mit Christen und Juden, Christen mit Heiden und einfach Jeder mit Jedem.

Warum?

Ich glaube nicht, dass diese unzähligen und völlig sinnlosen Streitführungen über einzelne Inhalte, aus Historischer oder Religioser Sicht, die dazu thematisch immer wiederkehrend sind, irgend ein nutzbares Ziel verfolgen. Die Lösung dieser Streitereien, liegen auch nicht in fachlichem Wissen, weder aus Historischer, oder linguistischer Sicht auch nicht aus Wissen um Religion, und auch nicht aus und in einem noch so tiefen Glauben, Nicht in Forschung und Wissenschaft. Die Lösung dieses Streits liegt allein in der Herangehendweise, des eigentlichen Problems, des Gewinnen Wollens. Wenn ich diesen Streit gewinne, dann hab ich Recht und glaube das richtige alle anderen sind falsch…. Tja das kann dann so nochmal fast 2000 Jahre so weiter gehen und man kommt keinen Zentimeter wirklich voran abertausende werden dadurch ihres Lebens nicht mehr froh.

Wie also ist das Problem zu lösen?

Das zweite Problem ist dem ersten nicht untergeordnet es begründet sich nur in einer völlig anderen Ausgangslage.

Die Bibel hat eine Vielzahl von Autoren über einige Jahrhunderte sogar Jahrtausende hinweg. Manche Autoren sind nicht mal historisch nachweisbar. Sie behandelt den Ursprung der Welt, wo ja nachweislich noch keine menschlichen Zeugnisse entstanden sein können. Sie macht chronologische Erbfolgen, die enthält Mythen, Lieder, Gleichnisse, Weisheiten und Gesetze die göttlichen oder menschlichen Quellen zugeordnet werden. Der Koran geht auf einen Einzelnen Mann zurück seiner Zeit, dem kann ich glauben oder nicht, fertig! Problem gelöst.

Wie ist das nun bei der Bibel seinen unzähligen Autoren? Aber hier ist die Lösung nicht einfach in einer Person, sondern in der Sache selbst. Und dass bis ins Detail. Das wieder führt uns zum ersten Problem. Wie glaubwürdig ist die Bibel?

Was ist die Bibel?  Ganz irdisch gesehen, ohne dass wir den christlichen Glauben bemühen müssen.

Eine Sammlung von Büchern die in einem Zeitraum von etwa 1500 Jahren geschrieben wurden (100-200 Jahre mehr oder weniger sind dabei unerheblich) Diese Bücher berichten über einen Zeitraum von etwa 6000 – 8.000 Jahren (Grundlage sind hier eigene Inhalte der Bücher) Zusammengestellt wurden diese so wie wir sie heute kennen um 300 nach der Zeitrechnung.

Das sind die Fakten soweit ich sie kenne.

Erst ab dann und später wurden sie zusammengenommen, zum Wort Gottes. Und die katholische Kirche unter Konstantin und dem nacheifernden Papsttum, zur allumfassenden heiligen Instanz eben dieser Zusammenstellung, der Auslegung und Verantwortung.

Dies haben die sogenannten streng Gläubigen, oder nach dem Wort lebenden 1:1 bis heute übernommen. Nur das sie eben nicht die römische Kirche, den Vatikan etc. als verantwortlich sehen, sondern den Geist Gottes, Gott himself.

Wenn ich aber nun glaube das die Inhalte der Bibel heilig sind und direkt von Gott, den jeweiligen Protagonisten eigegeben sind, wenn ich dabei davon ausgehe, dass dieser Gott allumfassend ist, allwissend, allseiend in allem innerhalb und außerhalb von Zeit und Raum. Unfehlbar in Wort und Tat. Dann muss auch sein Wort immer heilig. unfehlbar und absolut sein. Und erkennen tun sie Gottes Willen mit dem ihnen von Gott eingegeben Geist den eben die “Anderen“ Die nicht Jesus als ihren Herren nennen, und darum nicht das Wort Gottes verstehen, wie sie es verstehen , erkennen *inhalieren*

Da können 100 hochklassige Wissenschaftler jedweden Beweis fundiert vorlegen. Querverweise zu anderen Beweisen oder gar Indizien vorlegen anhand von Mathematik, Logik und Philosophischen Ausführungen argumentieren. Wenn sie nicht nach des Zuhörers Auffassung den Geist Gottes haben, ist alles Unsinn. Eine strikte Verweigerung jedweder Akzeptanz, noch so wissenschaftlicher aber Erkenntnis. Nur wenn sich dabei auf Gott selbst berufen wird kann die Erkenntnis stimmen, überhaupt einen Wert haben.

Also, entweder ist die Bibel das reine heilige unfehlbare Wort Gottes und unmöglich kritisierbar. Oder eben das was es ist, ein Buch der Mythen Lieder und Mähren. Das eine ist, von dem einen Gott, das andere, über irgendeinen Gott!

Das ist wie mit einem Igel streiten ob seine Stacheln Waffen sind oder Fell.

Teil II

Gedanken über den Gott der Christen

Warum ich glaube, dass Christen sich ihren Gott zusammen phantasieren. Warum ich überzeugt bin das es den christlichen Gott nicht mal annähernd so geben kann, wie eben die Christen glauben das er so ist.

Die christlichen Thesen über ihren Gott

1.     Gott ist ewig, von Ewigkeit zu Ewigkeit, Er war immer, Er ist immer, Er wird immer sein.

2.     Gott ist allseiend, er ist überall, zur gleichen Zeit, in alle Ewigkeit, allumfassend.

3.     Gott ist allwissend, nichts ist ihm fremd, innerhalb und außerhalb des Universums.

4.     Gott vermag alles zu tun zu jeder Zeit an jedem Ort, Nichts ist ohne sein Zutun, aktiv oder passiv.

Was genau sagt Pkt. 1 aus?

Gott ist ewig! Hat die Ewigkeit einen Anfang? Hat die Ewigkeit ein Ende? Hat die Ewigkeit einen Zeitverlauf?

In meiner Vorstellung, würde die Ewigkeit tatsächlich weder Anfang noch Ende haben auch keinen Zeitverlauf. Keine Bewegung, kein Werden, kein Sein, kein Vergehen. Doch sehe ich im Universum (soweit bekannt) alles im Werden, im Sein, im Vergehen manches in Millisekunden, anderes in Jahrmilliarden. Aber nirgends Ewiges.

In dem uns bekannten Universum gibt es unseres Wissens nichts Ewiges. Warum also sollte ein ewiges Wesen etwas Endliches schaffen? Aus Langeweile? Zum Zeitvertreib? Muss das Ewige sich Zeitvertreiben? Ich glaub das können wir fallen lassen das ist so unsinnig in sich selbst, das erklärt sich von Allein.

Aus, von Christen und Bibel immer wieder zitierter, göttlicher Liebe? = Agape?

Ein ewiger unendlicher allseiender allwissender alles umfassender Gott erschafft aus seiner göttlichen Liebe ein ganzes Universum mit unzähligen Galaxien, und noch mehr Sonnensystem mit unzählbaren Planeten Monden Kometen, Nebel und was sonst noch alles um in einem dieser Sonnensysteme, ein recht kleines am Rande seiner Galaxie liegend, einen Planeten zu formen und zu gestalten konzentriert in einem paradiesischen Garten für ein paar endliche Geschöpfe und 2 Menschen? Und die auch noch nacheinander und auseinander?  Aus Liebe? Echt jetzt? Was für eine unglaubliche Verschwendung. Also das scheint dann doch eher unwahrscheinlich.

Wenn dieser Gott nun so ewig ist wie die Bibel es umschreibt und die Christenwelt behauptet, Warum sollte er das Endliche erschaffen? Also eine endliche Blase (das uns bekannte Universum plus ein paar Millionen Lichtjahre in der absoluten Ewigkeit? Ist dann die Ewigkeit durch die Endlichkeit nicht sozusagen kompromittiert? Ergo eben nicht mehr allumfassend Ewig. Ein Widerspruch in sich selbst denke ich.

Damit steht für mich klar Ewigkeit kann es nicht geben. Besser formuliert: Das Endliche wird nicht aus der Ewigkeit geboren. Nicht willentlich und auch nicht unwillentlich.

Damit wackelt auch schon Pkt. 2 

Ein allseiender Gott, der zu allen Zeiten zugleich an allen Orten ist. Wenn ein Wesen nun nicht ewig ist, dann ist er auch nicht allmächtig, wie mächtig er auch immer sein mag, allmächtig ist er nicht. Eine unfassbare Macht ist noch keine Allmacht. Auch ein Schöpfer der innerhalb des gesamten Universums ganze Galaxien schaffen kann ist noch nicht allmächtig und wird es nie sein. Denn dazu muss dieses Wesen sich außerhalb von Raum und Zeit, also in der Ewigkeit bewegen. Das schließen wir aber aus. Es gibt also lineare Gesetze denen Es unterworfen ist. Es mag sich zu jedem Ort des Universums bewegen. Im Makrokosmos, im Mikrokosmos, in der Vergangenheit, In der Gegenwart, in der Zukunft. Aber dieses Wesen kann nicht zu allen Zeiten an allen Orten in allen Dimensionen sein. Denn nichts im endlichen Universum ist auf dieser Eben unendlich. Zeitreisen sind theoretisch möglich. Alle Orte des Universum sind theoretisch erreichbar. Aber eben nicht zeitgleich. Es mag Göttern vorbehalten sein zeitgleich an ein zwei drei… meinetwegen 12 Orten zu agieren, letztendlich aber immer begrenzt durch die eigenen Möglichkeiten. Nichts in einem endlichen Universum ist unendlich also kann auch nichts allseiend sein.

Das bringt auch Pkt. drei zum Einsturz.

Ein allwissender, oder besser Alles wissender Gott. Der alles weiß aus allen Dimensionen von Zeit und Raum. Er weiß also, ist ihm bewusst was der kleine Klaus geboren erst im April des Jahres 2032 für einen Gedanken hat am 17. August 2065 um 15:37 Uhr als er im Schutt eines Hauses eine Bibel findet. Genauso weiß dieses göttliche Wesen das Choi das Waisenkind etwa 4 Jahre alt, geboren um 2800 vor Chr. 300 Jahre später einen Nachfahren haben wird Namens Konfuzius, und dass dieser kleine Choi gerade weint, weil er sich den Zeh angestoßen hat. Dieses Wesen weiß also Alles aus allen Zeiten und Orten? Auch das eine Art Raupe auf dem 2. Planeten, der bei Alpha Proximal, einen Berg runterrollte?

Ein endliches Wesen kann nicht allwissend sein. Weil es nicht allseiend ist, weil es nicht ewig ist.

Das führt uns wiederum zur Unhaltbarkeit von Pkt. 4

Alles zu können, zu allem befähigt sein, *Gott vermag alles zu tun* löst sich ja schon durch die vorherige Argumentation auf. Aber sei es drum.

Wenn nun ein göttliches Wesen, ein Schöpfer-Gott ist. Galaxien, Sonnensysteme, Planeten, ja selbst bis in die Tiefen des Mikrokosmos Leben erschafft, natürlich intelligentes Leben nur auf der Erde. Mensch = Krone der Schöpfung. Aber selbst das, durch alle Zeiten an allen Orten. Von den ersten Jägern vor mindestens 20.000 Jahren bis zum letzten Menschen sagen wir mal im ungünstigsten Fall heute Nacht 24 Uhr. Dann sind das wie viele Billionen? Geburt Leben Sterben alles was jeder dieser Menschen dachte, leistete, sei es Gutes oder Schlechtes. Vor allem ist so vieles davon einfach unnützes Wissen. Erwin Kucholzki ß (fiktive Person) aus Danzig Lebenszeit 1920 – 1945 trat drei Tage nach seinem 15. Geburtstag auf dem Weg zur Schule auf den Schwanz seiner Katze die kurz aber jämmerlich klingend aufjaulte. Sonst aber geschah gar nichts an diesem Ort zu dieser Zeit. Aber Gott weiß es! ß unnützes Wissen.

Von keinem Gott sonst ist bekannt das Er oder sie wirklich ALL- Wissend ist. Einigen Göttern wird eine relative Allwissenheit nachgesagt aber keine Absolute.

Auch der Absolutheitsanspruch bezüglich dieses Wesens ist meines Wissens nur den abrahamitischen Religionen zu Eigen.

Die vier Thesen hauen also nicht mal ansatzweise hin. Abschließend stellt sich also selbst fest. Es gibt nicht das Ewige. Alles Sein ist endlich. Es ist ein Werden ein Sein ein Sterben.

Es mag sein, dass Nichts was ist, wirklich verloren geht, und eben in einem Anderen, einem Neuen wieder kommt. Es mag auch sein das, da Alles endlich ist auch manches Verloren geht, Doch nichts ist Ewig. Wo das Endliche ist, kann das Unendliche nicht sein. Wo das ewige ist, ist kein Platz für das Endliche.

Wenn es das Ewige gibt, dann muss das Ewige auch absolut sein und somit perfekt. Perfekt gleich bar jeden Fehlers. Endlichkeit aber hat Fehler, beziehungsweise kann Fehler haben, Fehler zulassen, Das Ewige, das Absolute das Vollkommene aber nicht. Warum ist das so?

Nehmen wir die Frage: Kann Gott einen Stein schaffen, der so groß und schwer ist, das er ihn selber nicht tragen könnte? Oder auch: Kann Gott sich eine Frage stellen, die er selbst nicht beantworten kann?

Dies ist eine philosophische Frage im Erstsemester des Philosophiestudiums und tatsächlich Kinderleicht zu beantworten. Im Gegensatz zum halb vollen / halb leeren Glas wo die richtige Antwort abhängig vom Standpunkt ist. Ist hier die Antwort eindeutig gesetzt.

Um diese Frage stellen zu können muss ich davon ausgehen es gibt einen allmächtigen Gott den mit der Fragestellung initiiere ich die Möglichkeit das es etwas gibt das über der Endlichkeit steht. Dann aber ist es, diese Frage zu stellen, einfach unsinnig.

Gehe ich also davon aus das es einen absoluten, ewigen, allseienden, allumfassenden, allwissenden, alles durchdringenden Gott gibt. Dann ist jede Frage, selbst die nach der Uhrzeit sinnlos. Denn alle Zeit ist Gottes Zeit, und aller Raum ist Gott. Und diese Annahme lässt einfach keinen Platz für das Endliche über, neben, unter, innerhalb und außerhalb des Ewigen, Ein Teil des Ewigen ist das Endliche? Das ist einfach Humbug.

Es mag nun Einige geben die, die These vertreten in einem unendlichen Raum kann es eine endliche Zahl ab Universen geben.

Davon abgesehen das wir jetzt anfangen in Dimensionen zu diskutieren die wir uns nicht mal vorstellen geschweige denn berechnen können. Wäre das dann trotzdem nicht möglich. Denn Vollkommenheit liegt eben nicht in der Veränderung, sondern In einem einzigen wahrhaftigen unveränderbaren Zustand. Eine perfekte Kugel wird nicht perfekter mit ihrer Größe sei sie nun ein milliardstel eines Millimeters oder aber hat sie einen Innenraum von Milliarden von Lichtjahren ihre Oberfläche wäre immer gleich. Immer gleich dick, stark schöner Druckwiderstand unendlich. Usw. usw.

Kehren wir zurück zum wenigsten in etwa Vorstellbaren, Aber wirklich nur in Etwa. Denn wir Menschen sind Endlich. Das Unendliche in Raum und Zeit und darüber hinaus ist uns nur in wenigen Bereichen als Vorstellung möglich.

Wenn wir uns versuchen ein solches Wesen vor zu stellen. Als eben der Herr der Ewigkeit allen Seins… etc. Dann muss zwangsläufig auch alles was gut ist und was Böse ist von diesem Wesen abhängen. Das bedeutet die sogenannte Erbsünde ist von Gott abhängig. Er also ist der die Schuld trägt. Er schuf den Menschen mit freiem Willen oder? Wie kann ein Wesen etwas so unvollkommenes Schaffen von dem er ja schon immer wusste das das voll in die sprichwörtlichen Hosen geht? Und das ganze Theater drum rum? Der erste Brudermord, Turmbau zu Babel, Noahs Sintflut (von der wir heute wissen das es die so nie gab) und zu einer anderen Zeit lange vor Noah) Jesus und sein Leidensweg und die draus resultierende Geschichte von über 1500 Jahren grausame Religionsgeschichte die etlichen Völkern und Kulturen den Garaus machte.

Das ließe sich jetzt bis in die Unendlichkeit von Raum und Zeit, sofern man daran glaubt fortführen. Sicher auch das eine oder andere wissenschaftlich auf unzähligen (Unzählig ist nicht geleichbedeutend mit Unendlich) Ebenen bestätigen und widerlegen. Dennoch bleibt mir eines unzweifelhaft gewiss. Der allmächtige Gott der Bibel und explizit der Christenheit, wie auch der Muslime, ist eine reine Phantasievorstellung.

Mein persönlicher Favorit dabei ist die Wandelbarkeit dieses Gottes.

Mal ist er ein vor Eifersucht kochender Rachegott, kleinlicher im Verlauf seiner Religionsgeschichte als ein vierjähriges Kind dem jemand seine Buddelform geklaut hat. Der seine Rache ins unermessliche treibt im Verhältnis zur Ursache. Erst beraubt er seiner Schöpfung (Adam du Eva) aller Vergütungen Edens und bestraft gleich alle anderen Tiere mit weil eines seiner ex-Engel, in Schlangenform involviert war. Sippenhaft bis ins siebente Glied taucht ja in der Bibel mehrfach auf. Andersrum gibt es die „Gnade der Vergebung“ nur im direkten Ersuchen und ist nicht übertragbar. Ja klar voll die Gerechtigkeit.

Dann wieder ist dieser Gott die Liebe selbst, aufopfernd lässt er seinen Sohn von seinen Geschöpfen ans Kreuz nageln zu einer Art General-Gnadenerlass mit schwerwiegenden Einschränkungen, also doch kein Generalerlass? Und Gnade muss sich verdient werden nicht durch Taten, wäre ja noch nachvollziehbar, nein durch Überzeugung die auch wieder von einem freien Willen abhängt. Haken und Ösen bei der ach so selbstlosen Gottesliebe. Das stinkt hinten und vorn und ist weder rein noch gnädige noch liebe, sondern eine simple schmutzige Erpressung, Denn folgst du dem nicht, Tja dann erwartet die ewige Pein und Ferne von Gott. Liebe? Unabdingbare Liebe des gnädigen Gottes zu seinen Geschöpfen? Wären die Götter, denen ich opfere, so in ihrem Wesen? Ich würde ihre Haine verrotten lassen und niederbrennen.

Ich sehe in dem Gott der Bibel weder einen Schöpfergott, noch einen liebenden Gott. Nein in meiner Göttervorstellung reicht das kaum zu einem drittklassigen Hirtengott eines möglicherweise neidzerfressenen Bergstammes die anderen das Leben in den Städten der Frühzeit neiden. Ups - Das war ja ein Vorgriff auf die, wahrscheinlich historische Realität, Das war jetzt ein Versehen. Das war nicht gewollt – ach watt, ich kann so schlecht lügen.

In meiner Welt der Götter, da ist das kein Schöpfer-Gott, wie der Allvater, da reicht es bestenfalls für den Erfüllungsgehilfen eines Gottes oder eben ein Gott des Schabernacks.

 

Donnerstag, 2. Februar 2023

Die Bibel und der Streit über ihre Wahrhaftigkeit

Die Bibel - und der Streit über ihre Wahrhaftigkeit

Seit vielen Jahren beobachte ich immer wieder Streits über die Bibel und zwar über alle, wirklich alle Glaubenswelten hinweg. Da streiten Christen mit Juden, Muslime mit Christen, Atheisten mit Christen und Juden, Christen mit Heiden und einfach Jeder mit Jedem.

Warum?

Ich glaube nicht das diese unzähligen und völlig sinnlosen Streits über einzelne Inhalte aus Historischer oder Religioser Sicht, die dazu thematisch immer wiederkehrend sind, irgend ein nutzbares Ziel verfolgen. Die Lösung dieser Streits liegen auch nicht in fachlichem Wissen, weder aus Historischer, oder linguistischer Sicht auch nicht aus Wissen um Religion, und auch nicht aus und in einem noch so tiefen Glauben, Nicht in Forschung und Wissenschaft. Die Lösung dieses Streits liegt allein in der Herangehendweise des eigentlichen Problems des Gewinnen Wollens. Wenn ich diesen Streit gewinne, dann hab ich Recht und glaube das richtige alle anderen sind falsch…. Tja das kann dann so nochmal fast 2000 Jahre so weiter gehen und man kommt keinen Zentimeter wirklich voran aber tausende werden dadurch ihres Lebens nicht mehr froh.

Wie also ist das Problem zu lösen?

Das zweite Problem ist dem ersten nicht untergeordnet es begründet sich nur in einer völlig anderen Ausgangslage.

Die Bibel hat eine Vielzahl von Autoren über einige Jahrhunderte sogar Jahrtausende hinweg. Manche Autoren sind nicht mal historisch nachweisbar. Sie behandelt den Ursprung der Welt, wo ja nachweislich noch keine menschlichen Zeugnisse entstanden sein können. Sie macht chronologische Erbfolgen, die enthält Mythen, Lieder, Gleichnisse, Weisheiten und Gesetze die göttlichen oder menschlichen Quellen zugeordnet werden. Der Koran geht auf einen Einzelnen Mann zurück seiner Zeit, dem kann ich glauben oder nicht, fertig! Problem gelöst.

Wie ist das nun bei der Bibel seinen unzähligen Autoren? Aber hier ist die Lösung nicht einfach in einer Person, sondern in der Sache selbst. Und dass bis ins Detail. Das wieder führt uns zum ersten Problem. Wie glaubwürdig ist die Bibel?

Was ist die Bibel?  Ganz irdisch gesehen, ohne dass wir den christlichen Glauben bemühen müssen.

Eine Sammlung von Büchern die in einem Zeitraum von etwa 1500 Jahren geschrieben wurden (100-200 Jahre mehr oder weniger sind dabei unerheblich) Diese Bücher berichten über einen Zeitraum von etwa 6000 – 8.000 Jahren (Grundlage sind hier eigene Inhalte der Bücher) Zusammengestellt wurden diese so wie wir sie heute kennen um 300 nach der Zeitrechnung.

Das sind die Fakten soweit ich sie kenne.

Erst ab dann und später wurden sie zusammengenommen, zum Wort Gottes. Und die katholische Kirche unter Konstantin und dem nacheifernden Papsttum, zur allumfassenden heiligen Instanz eben dieser Zusammenstellung, der Auslegung und Verantwortung.

Dies haben die sogenannten streng Gläubigen, oder nach dem Wort lebenden 1:1 bis heute übernommen. Nur das sie eben nicht die römische Kirche, den Vatikan etc. als verantwortlich sehen, sondern den Geist Gottes, Gott himself.

Wenn ich aber nun glaube das die Inhalte der Bibel heilig sind und direkt von Gott den jeweiligen Protagonisten eigegeben sind, wenn ich dabei davon ausgehe das dieser Gott allumfassend ist, allwissend, allseiend in allem innerhalb und außerhalb von Zeit und Raum. Unfehlbar in Wort und Tat. Dann muss auch sein Wort immer heilig unfehlbar und absolut sein. Und erkennen tun sie Gottes Willen mit dem ihnen von Gott eingegeben Geist den eben die “Anderen“ Die nicht Jesus als ihren Herren nennen, und darum nicht das Wort Gottes verstehen, wie sie es verstehen, erkennen *inhalieren*

Da können 100 hochklassige Wissenschaftler jedweden Beweis fundiert vorlegen. Querverweise zu anderen Beweisen oder gar Indizien vorlegen anhand von Mathematik, Logik und Philosophischen Ausführungen argumentieren. Wenn sie nicht nach des Zuhörers Auffassung den Geist Gottes haben, ist alles Unsinn,

Nochmal zusammengefasst

Die Bibel ist Gottes Wort, sie ist unfehlbar, unwiderlegbar. Sie ist die reine unverfälschte Wahrheit Gottes und durch den heiligen Geist im Wort beseelt. Wie willst du mit einem Menschen der dies so glaubt, wie willst du mit dem auch nur einen Millimeter diskutieren, wenn du nicht punktgenau derselben Meinung bist? Es ist sinnlos Für ihn ist die Bibel im Einzelnen wie im Gesamten Gottes Wort – und Ende

Nun gibt es Christen, deren Christsein, bei Glaubensgenossen, teilweise vehement bestritten wird. Diese sehen die Bibel als bestenfalls von Gott inspiriert, nicht direkt wörtlich eingegeben, thematisch inspiriert ähnlich inspiriert, wie bei einer Muse. Eine Inspiration lässt kleine Fehler problemlos zu. Die fallen unter die Toleranz menschlicher Fehlbarkeit. Bei, als grundsätzlicher Fehler geltenden Behauptungen wird dann gegebenenfalls argumentiert und meist wird sich geeinigt , nicht überein zu stimmen.

Dann gibt es jene Christen die die Bibel nur als menschliche allgemeine Anleitung der Menschheit sieht. Und so gar keine Problem hat Widersprüche oder als offensichtliche Fehler charakterisierte Bibelstellen an zu erkennen. Nun mit denen brauch man auch nicht zu diskutieren die sind meist schön auf deiner Seite…. Doch täusch dich nicht, die sind es oft nur aus zwei Gründen, entweder lass mich in ruhe ich will nicht streiten. Oder … rede du mal, ich weiß es eh besser!

Grundsätzlich kann es erbaulich sein sich über bestimmte Teste aus zu tauschen, zu streiten aber wer denn Recht hat und versuchen den anderen zu überzeugen zu missionieren für welche Seite auch immer über die Wahrhaftigkeit der Bibel…  da ist es eher sinnvoller eine Zwergmaus zu melken weil man Durst hat, oder wenn man es spannend will einen Stier

Mittwoch, 25. Mai 2022

Des Menschen Glauben ist sein Himmelreich? echt jetzt?

Das ich kein Freund des Christentums, respektive seiner Inhalte bin, hab ich ja schon hier und da geäußert, begründet und ausgeführt unter Bezug  christlicher und anderer Quellen aber vor allem von eignen Überlegungen, die aber wiederum auf den Aussagen des Christentums selbst beruhen.

 So hab ich auch meine eigene Definition dessen was ein Christ ist. Diese Wertung setzt sich zusammen aus meiner Definition einer Gefolgschaft wie sie die Bibel beschreibt mit all ihren Anforderungen. Des Weiteren den geäußerten Aussagen einzelner Anhänger des Christentums und dem publizierten Selbstverständnis der Kirchen Gemeinden und ihrer Vertreter.

 Der Papst, das Papsttum, der Vatikan, die ganze Struktur der katholischen Kirche von ganz Oben bis in den Gemeindeballtagen hat meines Erachtens bestenfalls mit den Begriffsbezügen des Christentums der Bibel Gemeinsamkeiten, weil sich eben genau darauf berufen wird. Ich sehe die katholische Kirche aber nicht als christlich an, klerikal-faschistisch? Ja, unbedingt, stark erinnernd an die Arroganz pharisäischer Juden. Aber das christliche Selbstverständnis kann ich da wenig ausmachen. Ich sehe in der Gesamtheit christlicher Kirchen christlich-naher Organisation wenig derer die ich als Christen als Christi Nachfolger bezeichnen mag.

Meine Wertung dessen was ein Christ ist, ihn oder sie ausmacht ist die wortnahe Umsetzung der Anforderungen des Textes des NT.

Ein Christ hat die Bibel, respektive das NT als direkten und absoluten Maßstab für sein Denken, Handeln und Sein. Was nach meinem Verständnis das Böse schlechthin ist. Wobei ich im Gegensatz zu den Christen nicht an das absolute Böse glaube, wie auch nicht an das absolut Gute.

Pastor Wilhelm Busch (1897 – 1966) Jesus unser Schicksal (47. Auflage 2017 Neukirchener Verlagsgesellschaft)

Ein Mann der meines Erachtens ein hervorragendes Beispiel des Begriffs Christ ist, in all seiner Arroganz und Boshaftigkeit die er in seiner Selbstwahrnehmung genau gegenteilig sieht. 

Seite 12 Abs. 1: …. sondern es kommt darauf an, dass Sie den richtigen Glauben haben, einen Glauben, mit dem man leben kann, auch wenn's sehr dunkel wird, der Halt gibt auch in großen Versuchungen, einen Glauben, auf den man sterben kann. Das sterben ist eine große Probe auf die Richtigkeit unseres Glaubens. 

Abs. 2: Es gibt nur einen richtigen Glauben, mit dem man richtig leben und richtig sterben kann. Das ist der Glaube an den Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes….

Boahh, ich kann gar nicht so viel kotzen wie mir schlecht wird, bei solcher Aussage.

Eine unverfrorene Arroganz und auch Selbstverherrlichung, eine Selbstüberhebung auf Millionen andere Menschen. Das muss man erst mal fertigkriegen.

.. den richtigen Glauben? Das impliziert per se es gibt einen richtigen und einen falschen Glauben. Allein damit habe ich als Feststellung zumindest Probleme, das der eigne der einzig wahre alle anderen aber den falschen, gleich welchen auch immer haben, das ergibt sich in der fortführenden Argumentation dieses Herrn. Diese Fortführung selbst widerspricht sich dann.

...einen Glauben auf den man sterben kann... das bedeutet, wie ich es verstehe, ein Glaube der sich nicht im Angesicht des Todes verliert. Dem kann ich sogar ein Stück weit folgen. Doch dann stellt er scheinbar allumfassend fest, dass eben nur der Glaube, sein Glaube, der Glaube an Jesus der Einzige ist der in allen Bezügen Stand zu halten vermag. Ähhm ja, nee, oder? Nein... das Urteil ob mein Glaube dem standhält kommt ihm nicht zu. Zum Ersten gehe ich aufgrund seiner vermittelten Ansichten davon aus das ihm meine Götter kaum bekannt sind, von meinem Glauben nicht zu reden und von einem ertragbaren Glaubensverständnis ganz zu schweigen.

Das Sterben ist eine große Probe auf die Richtigkeit unseres Glaubens. Tja das war dann wohl ein Eigentor. Viele die sich Christen nennen erheben ein Geschrei und Gejammer, wenn es ans Sterben geht. Aber ich will nicht die verschweigen die in Frieden gehen auch unter den Christen. Unter Heiden, weiß ich tatsächlich keinen der mit Geschrei ging, wenn er denn gehen musste. Anmerkung es geht hier um den gewaltlosen Tod, nicht um gewaltsame (Folter, Unfall, Katastrophen) die den Tod verursachen 

Ich selbst hatte ein Nahtoderlebnis, ich war sicher das meine Zeit um war und zu keiner Zeit hatte ich mehr Frieden. Ich war komplett im Reinen mit mir, so jedenfalls empfand ich das Erleben. Hatte ich nun den richtigen Glauben? Bestand ich im Sterben doch die Anforderung die dieser Herr Busch stellt. 

Die Nachfolgende Argumentation dieses ersten Kapitels ist dann Wiederholungen... bis kurz vor Abschluss des Kapitels

Ich möchte sie geradezu überreden – um Ihretwillen! -, dass Sie Jesus aufnehmen und ihm Ihr Leben geben. Denn: ohne ihn ist es doch ein jämmerliches Leben 

Der Satz, diese Aussage komplettiert die Boshaftigkeit, die Überheblichkeit seiner Denkweise. 

  1. Glaube ist keine Sache der Überredung, ein Glaube der auf Überredung basiert ist wertlos ganz und vollständig.
  1. Ein Glaube sollte nicht, kann nicht ein jämmerlich geführtes Leben zu einem wertvollen Leben führen. Vielleicht Augenscheinlich aber niemals von Herz und Geist.
  1. Glaube ist nicht Überredung, sondern deine persönliche Beziehung zu dem wen oder was du Gott, Götter, göttlich nennst Alles andere ist Religion

Ich finde es zutiefst als Böse sich und seinen Glauben wertend über andere und ihren Glauben zu erheben. Ja, ich glaube das mein Glaube der richtige ist – der richtige für mich! Ja ich bin überzeugt das mein Glaube mein Leben aufgewertet hat (Intensität, Wahrnehmung, Erfahrungen, Erlebnisse, Entscheidungsfindung, Spirituelles) aber das alles erleben auch der Nigerianer in seinem Glauben, der Schamane in Peru, der Angehörige der First Nation in Kanada und der Maori in Neuseeland oder der sibirische Schamane in den Weiten der Mongolischen Welt. Und viele andere die überall auf dieser Welt in ihren Glauben verankert sind. Über keinen dieser mag ich mich erheben in meinem Glauben, die Idee das zu tun scheint mir schon pervers.

Heil erfahre jeder in seinem Glauben. Frage nicht ob einer an Gott glaubt, Frage welchen Göttern er opfert. An seiner Antwort erkennst du seinen Glauben

Samstag, 12. Februar 2022

Das Gottesopfer oder wenn Götter sich opfern und wofür?

 

Das Gottesopfer

 Gemeint ist hier nicht was ein Gläubiger, gleich welchen Glaubens. Gott, Göttern, dem Göttlichen als Opfergabe darbringt. Sondern das Opfer das Gott, Götter erbringen.

 Christen sprechen in unterschiedlicher Nuancierung vom Opfer Jesu für die Schuld der Menschen, um eben Gott mit dem Menschen zu vereinen, der Kreuzestod (Bibel: Hebräer 10, 1-18)  Verstehen kann ich dieses Gottesopfer nicht wirklich weil

  1. Zweck und Erfolg so eklatante Differenzen aufweisen.
  2. Ich nicht wirklich das Opfer erkennen kann
  3. Ich die Notwendigkeit nicht erkenne

 Ein angeblicher unsterblicher allwissender all seiender, all umfassender Gott stirbt? Eher unwahrscheinlich, liegt für drei Tage im Grab? Noch unwahrscheinlicher es macht einfach keinen Sinn das ein solches Wesen kann doch nicht sterben. Und wenn Jesus nur ein Facette ist, dann wusste er im Voraus, Er würde wieder auferstehen. Und das Opfer war nur ein zeitliches Opfer und dadurch wert gemindert in seinem eigenen gegenteiligen Anspruch.

 Der Anspruch ist also das Gott sich in Yeshuda ben Joseph = Jesus von Nazareth den Menschen selbst geopfert hat um die, in Sünde gefallenen Menschen wieder mit sich, dem reinen guten Gott zu verbinden. Von jetzt an und in Zukunft. Nun wenn man alle Menschen die je gelebt haben von heute an bis etwa 2000 Jahre rückwärtig und daraus die nimmt die sich wirklich Nachfolger nennen können, sind das Prozentwerte im 0,- Tausendstel Bereich. Selbst nach menschlichen Maßvorstellungen ein sehr minderwertiges Ergebnis. Waren die paar Leute (im Verhältnis der Größenordnung zu der Zahl geborener Menschen) ein Gottesopfer wert?

 Hinzu kommt noch das unglaubliche Leid das die Vertreter und Anhänger dieser Religion über die Menschen brachten, soviel, dass ein Dschingis Khan, ein Adolf Hitler, ein Joseph Stalin zusammen dagegen wirken wie ein Knabenchor.

 Dieses Gottesopfer war in meinem Verständnis kein solches, sondern eine zusammen geschusterte Geschichte historischer Ereignisse um die Verführten dieser Religion ein, zuvor nicht vorhandenes, Schuldbewusstsein zu implantieren. Ein Schuldbewusstsein nicht nur für einen selbst, sondern für alle Ahnen die zuvor ihren Weg gegangen sind. Alle waren schuldig vor dem einem Gott den sie nicht mal kannten. Jeder Mensch der irgendwann in der Geschichte der Menschheit jemals ein Opfer dar brachte für welchen Gott auch immer, aus welchen Grund auch immer, ob ein paar Münzen, ein Huhn oder gar sich selbst, wird von diesem angeblichen Opfer ad absurdum geführt, der absoluten   Lächerlichkeit Preis gegeben. Ich will gar nicht weiter ausführen wie ich das empfinde. 

Eine weitere Kuriosität ist, dass der Auswertung der Bibel nach hier die Priesterschaft eines besiegten Volkes die Besatzungsmacht zu ihrem Zwecke manipulierte den verhassten Prediger und Gotteslästerer zu beseitigen. Das ist noch mal extra armselig. Armselig für die Römer, das Volk der Israeliten und aus heutiger Sicht für jeden glaubenden Menschen gleich welchen Glaubens. Einem solchen Gott soll ich anbeten? Ähhm eher nicht. 

Wenn ich blote = den Göttern opfere dann verstehe ich das nicht als Schuldausgleich, sondern als Bitt,- respektive Dankopfer an die Götter von denen ich glaube das sie wohlwollend sind. Einem Gott der mich als schuldbeladen des Mangels meiner Aufmerksamkeit und bösen Tat meiner Ahnen. (vergl. Erbsünde) ansieht , dem opfere ich nicht. Und lehne das angebliche Selbstopfer das er nie wirklich brachte, ab. 

Das Opfer Odins 

Edda: Odins Runenwerbung...

''Ich weiß, das ich hing am windigen Baum neun Nächte lang, mit dem Ger verwundet,

geweiht dem Odin, ich selbst mir selbst, an jenem Baum, da jedem fremd aus welcher Wurzel er wächst.''

Odin opferte sich, sich selbst, der Gott dem Gott. Warum? Zur Sühne seiner Geschöpfe? Denn auch Odin der Allvater hat den Mythos mit seinen Brüdern die ersten beiden Menschen geschaffen zu haben. Aber das ist ein anderes Thema.

Odin opferte sich selbst, wozu? Um Wissen und Weisheit zu erlangen. Sich weiter zu entwickeln. Alles zu verstehen ist die Triebfeder. Zusammen gesehen, die schamanischen Grundlagen. Ganz nebenbei hing er neun Tage im Baum und nicht nur ein paar Stunden und er starb nicht, eben weil er ein Gott ist. Obwohl die körperliche Leidensphase ungleich länger war. Die Art wie Jesus starb erlitten über Jahrhunderte viele tausend Menschen und das viel schlimmer. Selbst Petrus dem Jünger traf es härter.

Das Opfer Odins ist durch nichts wirklich vergleichbar, als bestenfalls mit einem Zweiten Opfer das Odin auf sich nahm. Es ging auch um Wissen. Doch dies Opfer war mehr ein aktives er musste sich selbst verstümmeln, sich selbst ein Auge ausreißen, Ja, das schaffen auch Menschen, aber nur wenige haben vergleichbares tatsächlich gemacht ohne Zwang.

Resümee:

Ich habe nicht geprüft ob es noch andere Gottesopfer gibt, in anderen Völkern und /oder Religionen, die nicht Abwandelungen dieser beiden Beschriebenen sind. Das ist auch nicht von Bedeutung. Jede der beiden spricht für sich und nur danach sind sie zu beurteilen. Auch muss jeder für sich beurteilen was ihm das sagt, Ob und was davon er glaubt und wie er es versteht. 

Ich kann kein sinnerfülltes Opfer eines Gottes in dem Kreuzestod des Yeshuda ben Joseph sehen. Was ich sehe ist der Ablauf einer Schande, Schuldbeladen für die Beteiligten Ein bestenfalls minderwertiger Erfolg eines Experiments das gründlich daneben ging.

Diese Ausführungen ließen sich sicherlich noch umfangreicher darstellen, führten aber letztendlich zu den selben Ergebnissen. Entweder ich glaube an das Opfer des Kreuzestodes als ein Opfer Gottes oder eben nicht.

 

Dienstag, 30. November 2021

Eine religiöse Nebenfrage

 Der Anfang: Angefangen hat es mit etwa 20/21 als ich mir die Frage stellte, Fressen, Saufen, Sex – Ist denn da sonst nichts? Von diesem Punkt aus ging ich viele, viele Wege. Einer war die Frage nach Gott, Götter, dem Göttlichen überhaupt.

 Mit nicht ganz vierzig Jahren hatte ich meinen Glauben gefunden. Und ich hab es mir sicher nicht leicht gemacht. Auch habe ich kein Problem immer mal wieder zu hinterfragen mich, den Glauben und auch die Götter denen ich opfere, der Einfachheit halber, denen ich mich zugewandt habe. Glaube will gelebt sein, erfahren werden, und bedarf keines Kadavergehorsams.

 Meinen Glauben hatte ich also gefunden. Es gab auch keine Zweifel trotz der selbst auferlegten Überprüfungen. Dies geschah nicht, weil da vielleicht doch Zweifel waren oder sind. Nein dies geschieht um nicht Gefahr zu laufen mich irgendwo zu verrennen.  Und, ich tue das genauso in möglichst in allen Dingen.

Das Werden:

Aus einem reichlichen Hinterfragen und Prüfen was es denn so zu Glauben gäbe aus der Vielzahl göttlicher Angebote, bildeten sich natürlich auch Fragen, Fragen die sich irgendwann beantworteten, manche mit dem Erwerb von Wissen. Andere durch gewonnene Überzeugungen, wieder andere durch das Verhalten der jeweiligen Anhänger. Einige wenige Antworten aber ließen sich nicht lösen. Doch waren diese zumeist nur kleine Nebenfragen ohne wirkliche Relevanz für mein Glaubensleben. Aus diesem ganzen Wust von Religionen, Fragen nach dem Göttlichen, eigenen Erkenntnissen sowie erfahrenen Zeugnissen und Bekenntnissen, da blieb eine Frage übrig. Weit über 10 Jahre blieb diese Frage unbeantwortet. Jetzt endlich ist es mir vor einigen Tagen gelungen die Antwort zu finden, zu überprüfen und mehrwegig zu hinterfragen um dann zu einem Ergebnis zu kommen. Die Frage für mich zufriedenstellend zu beantworten.

Die Frage: Warum glauben Christen, was sie glauben?

Der Abschluss:

Diese Frage war jahrelang gegenwärtig, doch eine Antwort die mir echt erschien, die fand ich nie. Ich weiß wohl warum Buddhisten glauben was sie glauben. Ich weiß wohl warum Muslime glauben was sie glauben. Doch keine der gewonnen Erkenntnisse von A – Z war eine Antwort, auf die Frage die immer noch unbeantwortet war. 

Es ist auch immer schwierig bei Millionen unterschiedlicher Menschen eines Glaubens eine allgemeine Antwort zu finden die eben mehrheitlich anwendbar ist. Natürlich wird es immer einige geben auf die, diese Antwort so gar nicht zutrifft. Ich will das auch nicht im Einzelfall in Frage stellen. Der Einzelne spiel hier eher eine untergeordnete Rolle. Es ging mir immer nur um den Christen an sich, unterteilt in zwei Gruppen, die entschiedenen Christen (Freikirchler, Baptisten, Herrenhuther, Pfingstler) und die Organisationsgebundenen z.B. strengen Katholiken, wobei ich die Katholiken genau genommen nicht mal Christen nenne.

Jedenfalls stand immer die Frage im Raum: warum sie glauben, was sie eben glauben.

Man könnte jetzt natürlich fragen: warum konzentriert sich jemand gut zehn Jahre auf eine Frage deren Antwort für den eigenen Glauben völlig unerheblich ist? Die Antwort ist erschreckend einfach. Ich wollte es wissen! Aufgeben war nie eine Option. In solchen Dingen ist Aufgeben nur dann eine Option, wenn ich mir sicher bin keine Lösung zu finden, das geht bei Fragen der Religion und besonders des Glaubens sehr schwierig, jedenfalls bei mir. Auch bin ich mir bewusst das solche Antworten nicht in Stein gemeißelt sind, das kennen eh nur die abrahamitischen Religionen.

Die Antwort die ich fand ist mir nicht einfach so, mal eben eingefallen und dann so akzeptiert. Die Antwort kommt aus Überlegungen, Erfahrungen und Eindrücken, soll heißen die gefundene Antwort ist Kopf, Bauch, Herz geprüft.

Die Antwort:

Es gibt zwei Formulierungen der Antwort, die erste ist die Einfache, die unreflektierte, schnelle Antwort. Die aber eigentlich die zweite ist, weil sie aus der zweiten Antwort der komplexeren zusammengefasst wurde.

Der Christ glaubt was er glaubt, weil er fürchtet es käme, was ihm Angst macht.

Mindestens 1200 Jahre lang zogen die Hölle und Schwefelprediger Landauf und Landab, quer durch Europa und predigten Angst und Schrecken wovor nur das christliche Bekenntnis, die Hinwendung zu diesem Christus bewahren würde. So was bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Das brennt sich irgendwann ein. Es ist eine propagandistische Glanzleistung könnte man meinen, Ja könnte man, wäre solch Gebaren nicht zutiefst böse. Und das funktioniert noch heute gut. Siehe das Hinweisen der Regierung und ihrer Versallen das die Schuld an Corona Welle allein durch die Ungeimpften zu verantworten ist. Diese dürfen dann die Anfeindungen der Geimpften aushalten.

Genauso arbeiteten die Missionare in Europa. Bestes Beispiel Radegast König der Friesen, und das sächsische Taufgelöbnis. Angst und Schrecken, Horrorszenarien wurden gebildet. Dazu kam eine, zugegebenermaßen geschickte Politik und das Fehlen jeglichen Unrechtsbewusstseins, war man doch im göttlichen Auftrag unterwegs. Natürlich hatte das auch rückwärtsgewandte Folgen. Der Missionar fing an den Mist, den er verzapfte, selbst zu glauben. Siehe das Mittelalter und seine Auswüchse. Die Angst vor dem was kommen sollte wurde allumfassend.

Und so ist die Antwort dann: der Christ glaubt was er glaubt, weil er fürchtet es käme was ihm Angst macht.

Zu dieser Antwort die ich fand gehören noch viele weitere Erkenntnisse und Erfahrungen, die ich aber aus persönlichen und Datenschutzgründen für mich behalte, jedoch bestätigen sie ausnahmslos meine hier beschriebene Antwort.

Montag, 29. November 2021

Meine Edda

 

Meine Edda

Die Eddas eine Sammlung von Götterdichtung, Liedern, Sprüchen Epen.Vom Anbeginn bis zum Ende und ein Stück weit darüber hinaus.Ohnewirklichen Anfang und ohne wirkliches Ende. Beides ist offen.

 Meine Edda, aus allen Eddas,- was kann ich lernen, was erfahren, was bringt mich weiter? Das ist meine Edda.

Die Eddas stellen nicht wie Talmud, Bibel und Koran den Anspruch der direkten göttlichen Zuweisung. Die Eddas erheben keinen absolutistischen Anspruch ultimativer Wahrheit.

 Darum aber sind die Eddas heilig, darum das sie dienen wollen, die drei anderen weisen wie wer zu herrschen hat und sind darum Böse. Auch wenn sie nützliche Worte enthalten mögen.

Wenn nun die Eddas nicht absolut sind, wenn sie nicht den Anspruch der ultimativen Wahrheit innehaben, wie erklären sie mir dann die Götter? Und deren Willen. Nun das liegt, nach meinem Verständnis, auch nicht in ihrer Absicht.

Was die Eddas sind, was die wollen, die sie einst aufgeschrieben ist nach zu lesen, zum Beispiel im Vorwort der Edda Übersetzung nach Felix Genzmer 4. Auflage 1997 Eugen Diederichs Verlag ISBN 3-424-01115-0

Was mir aber die Edda ist, das steht hier im folgenden.

Da ich nicht jeden Satz der Edda kommentieren, subtrahieren dividieren will nach geisteswissenschaftlichen, naturwissenschaftlichen – religiösen, philosophischen psychologischen oder sonstigen Grundlagen, sonst würde dieses ein Buch 10 x dicker als die bebilderteste Kirchen Bibel. Deshalb werde ich nur einzelne Texte ansprechen.

 

Der Seherin Gesicht -         Gehör heisch ich

                                               heilger Sippen

                                               hoher und niedrer

                                               Heimdallssöhne:

                                               du willst, Walvater,

                                               daß wohl ich künde

                                               was alter Mären

                                               der Menschen ich weiß.

 

Wer ist hier angesprochen? Heimdalls Söhne? Wer ist das?

Es sind dies die Nachfahren Heimdalls eines der Götter aus dem Geschlecht der Asen. Walvater, also Odin beauftragte Heimdall in Midgard viele Nachfahren zu zeugen.Diese als Heldenhaft vermutet, in Schlachten bewährt und gefallen als Helden werden nach ihrem Ableben nach Walhall geführt und dort zu leben bis zu Ragnarök wo sie an der Seite der Götter kämpfen. Allerdings werden hier alle Kinder Heimdals angesprochen auch jene die den Strohtod, an Altersschwäche gestorben, erlitten. An alle Menschen will ich meinen, seien sie nun direkte Nachfahren Heimdalls oder Nachfahren von Askr und Embla. Das bedeutet das es mehr als ein Rasse Menschen gibt wobei sich Rasse hier als Geschlechter versteht. So wie es zwei Geschlechter Götter gibt nicht Mann und Frau das ist unerheblich, sondern 2 Geschlechter bezieht sich auf Asen und Wanen. Und da geht es nicht um Schlechter und Besser. Es gibt nicht das bessere Götter Geschlecht und ebenso nicht das bessere oder minderwertigere Menschengeschlecht, sondern nur das andere. Jeder Art Rassenwahn ist hier unangebracht und völlig deplatziert. 

Die Seherin beruft sich auf Odin als Auftraggeber, eben zu künden was sie gesehen. Dann kommt die Erzählung. 

Ich übergreife hier mal um eine lineare Linie zu zeichnen

In Muspelheim der Welt des Feuers schlug Surtr mit seinem Schwert das Funken stoben nach Niflheim der Welt des Eises. Die schmolzen das Eis und aus den Tautropfen erwuchs Ymir jener Riese der Urvater von allen Riesen wurde (Wafthrudnir 31) 

Ich habe keine Ahnung wie genau es sich mit diesem Mythos verhält was wie wahr genau ist. Die Ursachen und Zutaten. Das Wie was wann wo und warum? Ich habe keine Ahnung. Doch was ziehe ich dann daraus?

Ohne Bewegung kein Leben, ohne zusammenarbeitende Komponenten wird nichts entstehen, nicht s geboren nicht s entsteht nichts geschaffen, nichts sein. 

Die Bibel beginnt mit der Schöpfung aus dem Nichts... Die Edda mit den Komponenten zu einer Schöpfung. 1:0 Edda, diese Aufzählung wird nicht weitergeführt.

Mit Ymir entstand auf ähnliche Weise auch ein Gegenstück Audhumbla die Kuh. Von ihren Milchströmen ernährte sich Ymir während Audhumbla salzige Felsen leckte und so Buri aus dem Eise  leckte, erst ein Haar dann den Kopf dann den ganzen Buri. Der Riese mir gebar Kinder aus seinen Achseln und seinen Fersen die gegeneinander rieben. Auch Buri gebar einen Sohn aus sich selbst. Dieser nahme eine Riesin, eine Nachfahrin Ymirs zur Frau. Dies alles geschah vor der Schöpfung unsere Sonnensystems möglicherweise vor der Schöpfung unserer Galaxie. Die Zeit gab es noch nicht. Der Sohn Buris Bor und seine Frau Betsla, sie zeugte und gebaren Odin Vil und We. Die ersten Götter.

Der Seherin Gesicht 3 -

 

                                    Urzeit war es,

                                    da Ymir hauste:

                                    nicht war Sand noch See

                                    noch Salzwogen

                                    nicht Erde unten

                                    noch oben Himmel

                                    Gähnung grundlos,

                                    doch Gras nirgend.

Vor der Erde, vor dem Himmel, vor der Zeit  und zumindest unserem Sonnensystem gab es schon reges Leben. Der Mensch ist als weder Krönung noch die Mitte der Schöpfung sondern ein Teil des Ganzen. Nicht unwichtig aber auch nicht für das Sein zwingend, noch Rechtfertigung für alles was geschieht. wie in anderen Büchern.

Es geht dann weiter um diese Schöpfung, wie ich meine unseres Sonnensystems, Asgards und Midgards sind sogar namentlich aufgeführt. Abs. 4 – 12 Allerdings fehlen her Passagen die durchaus wichtig und selbsterklärend sind. Dies ist in Wafthrudnir 20 ff aufgeführt. Was aber sagt uns das?

So ist Midgard, also die Erde aber auch die anderen Planeten sowie Sonne und Mond nicht aus dem Nichts, oder allein aus Willen und Wort geboren sondern eben aus Ymirs Körper. Im Gegensatz zu anderen bekannten Schöpfungsgeschichten spielt es keine Rolle woraus genau Die Welt gemacht wurde, Sie wurde geschaffen das zählt. Auch wissen wir nicht was Ymir genau war, und doch erfahren wir das er Ursache und Schöpfung aller Riesen nach ihm ist und eben auch Midgards. Und obwohl die Götter die Menschen schufen und auch Midgard, so schufen sie, die Götter alles aus Ymir, die selbst Ursache Ymirs sind, hätte Ymir nicht Audhumblas Milch getrunken. Hätte Sie Buri vielleicht nicht aus dem Eise geleckt und Die Götter hätte es nie gegeben. Die Hauptlehre die wir hier ziehen können ist das Prinzip von Ursache, Grundlage und Ergebnis. Aus Nichts kommt nichts. Jede Schöpfung brauch Grundlage. Den Willen die Tat und Material. Das ist für mich die enthaltene Botschaft. Wille ohne Tat ist gar nichts, Die Tat aber braucht Material um entwickelt zu werden, zu was auch immer.

Die Folgeverse beschreiben viel der Göttergeschichten in kurzen Erwähnungen die umfangreich andernorts niedergelegt sind. Bis hin zu Ragnarök

Ragnarök, Der Seherin Gesicht 35 – 49 umschreibt grob was passieren wird. Was bringt uns dieses Wissen? Alles was geboren wird muss auch sterben. Nichts ist ewig als die Veränderung. Was einen Anfang hat muss auch irgendwann Enden, Platz zu schaffen für das Neue. In Verbindung mit den Mythen Walhalls, Folkwang den Orten denen den Menschen geboten sind nach ihrem leiblichen Tod ist das neue, dass nach Ragnarök kommt ein Trost. Nichts was in die Welt kommt geht gänzlich verloren, es findet sich wieder in neuer Form. Der Tod ist nicht das Ende er ist der Anfang, wenn dann ist der 2. Tod das Ende. Aber meines Erachtens ein bedingtes Ende. Aus den Seelen des 2. Todes erwächst die neue Erde. Das neue Leben. Aber das ist nur meine Vorstellung, für mich sehr beruhigend, ein ewiges Leben dagegen extrem gruselig. 

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Das Hávamál – die Spruchweisheiten

Natürlich weiß ich das gerade die Spruchweisheiten der Edda oft auch ganz  oder teilweise christliche Werte widerspiegeln. Nur ist die Weisheit der Völker kein christlicher Verdienst sondern Deckungen sind jedem Volke der Menschen zu eigen. Viele Erfahrungen der Menschen ob in er norddeutschen Tiefebene, in der mongolischen Savanne, in der arabischen Wüstenei und im afrikanischen Dschungel, im kalten Norden Skandinaviens im brasilianischen Regenwald, oder sonst wo auf der Welt lassen sich nahtlos aneinander knüpfen oder überschneiden sich. Es werden sich immer gleich klingende Weisheiten finden lassen, denn wir alle sind Menschen. Der Glaube ist dabei selten vorrangig. Er findet sich meist in der Ausformulierung wieder. Der Befund aber ist kompatibel und oft sogar identisch. Es   ist nicht Glaube was Volksweisheit vermitteln will sondern Erfahrungen der Ahnen. Also unser Erbe und sollten entsprechend ehrenvoll behandelt werden.

Einige der Sprüche haben einen Bezug in den Mythen der Götter und Menschen, andere im Alltag der Menschen, geboren aus Ethik, Moral und Erfahrungen. Auf Tradition und Erbe.

Das Havamal beginnt mit einer Vorsichtswarnung im Bezug auf das betreten eines fremden Hauses, geht dann direkt weiter mit der rechten Begrüßung des Hauseigners und Gastgebers. Mit einer Vermittlung gastgeberischem Verhalten. Vers 1 – 4!

Ein direkter Bezug findet sich im Waftherrudnirlied in der Edda, Vers 2+6

Im Havamal geht es von Vers 5 und ff um diverse Verhaltensempfehlungen allesamt dem Menschen nützlich. Ohne Gottesbezug wie in der Bibel in den Sprüchen Salomons, wo es fast immer nur mit Gottesbezug geht. Selten um den Menschen. Manche beziehen sich auf das Gastrecht, andere auf das Reisen, bei manchen geht es um das halten von Freundschaften aber auch Selbstschutzempfehlungen die einfach dem Hörer oder Leser nützlich sin d und vor mancherlei Unbill bewahren.

Einige Empfehlungen sind auch tatsächlich mit den Sprüchen Salomons vergleichbar und denen Sinnverwandt. Das liegt aber nicht daran, wie einige Anhänger dieses Wüstengottes behaupten, weil aller Weisheit nur von (ihrem) Gott kommt. Sondern weil die Erfahrungen des Alltags in vielen Völkern, wenn nicht unbedingt identisch, doch aber vergleichbar sind.

Im zweiten Teil des Sittengedichts Die lehren an Loddfafnir ändert sich die Tonart. Sine wird eindringlicher fast fordernd und der Bezug zu biblischen Lehren häuft sich. Es lässt sich bei einigen Aussagen ein Bezug zu den 10 Geboten durchaus herstellen. Nun sind für  die Gläubigen dieser 10 Gebote diese, ihres Gottes Weisung. Für den aber der diesem Gott nicht anhängt sind es weitgehendst Volksweisheiten.

Loddfafnir 9, ….. zum Liebesumgang verleite nie des Anderen Ehefrau. Ein klarer Bezug zum Gebot „du sollst nicht ehebrechen“, Doch dazu braucht es kein Gebot eines Gottes, das dies zu Ärger führt, ja selbst zu Krieg, wissen alle Völker

Natürlich ist zu beachten das diese Weisheiten der damaligen Zeit angepasst waren. Was im Altertum galt, das galt im Mittelalter nicht immer, oder nicht mehr genau so, heute? Heute nun ist einiges ohne eine entsprechende Anpassung so gar nicht mehr Umsetzbar das gilt für die Edda, wo das auch nicht als Problem gesehen wird, ebenso auch für die Bibel wo das zum massiven Problem, ja zu Glaubensfrage selbst. Eben der Unterschied zwischen einer dogmatischen und toten abrahamitischen Religion und einem lebendigen heidnischen Glauben.

Das dritte Sittengedicht ist eindeutig christlich motiviert, durchaus nützlich, wie auch die Sprüche Salomons, nur weil es christlich oder biblisch ist, ist es ja nicht gleich schlecht. Aber eben auch nicht immer nützlich oder wertvoll.

Die Mythologische Bedeutung der Nornen aus meiner Sicht.

 Die drei Nornen Urd, Verdandi und Skuld haben einen, meines Erachtens, viel zu wenig beachteten Wert in der germanischen Mythologie. Oder nein, werden zu wenig wahrgenommen, erst recht im Alltag. Ihrer Bedeutung nicht genug Anerkennung gezollt.

 Die Nornen, drei an der Zahl werden auch als die Schicksalsgöttinnen bezeichnet obwohl sie nicht zu den bekannten Göttergeschlechtern Asen und Wanen gerechnet werden. Ja auch überhaupt nicht als Götter. Es gibt verschiedene Zuordnungen zu den Riesinnen aber auch zu den Alben und Diesen. Ihre Existenz ist mythologisch seit Urzeiten begründet.

 Urd, das Gewordene Dieser Name, einer der Drei symbolisiert eben die Vergangenheit, Sie nimmt unseren Faden auf. Nicht nur dass der Menschen auch das der Götter und der Riesen, eines jeden Leben wahrscheinlich auch der Zwerge Alben ja selbst Tiere möglicherweise auch der Pflanzen und fügen eines Jeden Faden in das Schicksalsgewebe ein. Eine solche (eine der häufigsten Zurechnungen) bedingt aber die Wahrscheinlichkeit das diese drei älter sind als die Götter und Riesen, möglicherweise sogar älter als Surtr oder sogar Niflheim und Muspelheim. So alt wie Yggdrasil? Wer weiß das schon? Ist das wichtig? Für mich nicht.

Verdandi ist die Seiende, die Gegenwart Sie führt den Faden weiter durch das Gewebe unseres Schicksals. Verknüpfend mit unzähligen anderen Schicksalen direkt und indirekt.

Sie führt in weiter bis Skuld ihn aufnimmt und dann schneidet und verknotet. 

In diesem Bewusstsein fragt niemand nach Schuld niemand nach Gut und Böse wie stark dein Faden im Netz ist, dass hängt von dir ab, ist es ein Faden der schnell und unbemerkt raus fault oder hat er viele andere Fäden mit sich verknotet so das ein Stück starkes Gewebe entstanden ist.

Ob wir gut sind oder böse das ist unser Entscheid und unsere Verantwortung doch ist es weder eine Beschränkung noch eine Pflicht für das Tun der Nornen. Sie schulden auch keinem Gott Rechenschaft. Sie tun was sie tun bestenfalls zum Nutzen des Netzgewebes.

Irgendwann meinen sie fertig zu sein und dann kommt Ragnaröck, das danach ist ein neues Gewebe. So jedenfalls verstehe ich es. Das neue Schicksalsgewebe braucht Material, woraus soll es sein was bleibt nach Ragnaröck? Die Prophezeiung sagt Lif und Liftharsir zwei Menschen überleben Ragnaröck auch einige der Götter und so werden aus wenigen alten Fäden ein neues Gewebe entstehen. Ich finde das sehr tröstlich. Aus der Asche des alten formen Menschen Götter und Nornen ein Neues und Besseres. Das ist nicht nur tröstlich, das ist wunderbar das ich Teil der Grundlage des neuen bin. Mehr für sich zu erwarten ist Infam.

Allein darum sind die Nornen mir wichtig und aller Ehren wert.

Sie, die Nornen, werden auch die Vielwissenden genannt, wer das Gewebe des Schicksals baut und pflegt der weiß eben Viel, wirklich viel. Frigg die Gemahlin Odins wird auch oft mit einem Spinnrad dargestellt. In einigen Mythen gilt sie gar als nahezu allwissend, zumindest aber ihrem Gatten an Wissen übertreffend. Viel versteht Odin doch manches noch ist ihm fremd. Würde er sich sonst mit Mimir beraten und hätte der Brunnen, für den er sogar ein Auge gab, sonst eine Bedeutung.

Frigg wird als Trägerin der drei Wesensarten der Nornen in Verbindung gebracht. Eben wegen einer bestimmten mythologischen Symbolik. Ich weiß nicht was da dran ist. Aber auch das ist nicht wichtig hat es doch keinen Einfluss für mich. 

Die Nornen haben auch die Verantwortung die eine Wurzel unter der sie wohnen zu schützen zu pflegen zu gießen. Sie schaffen also den Ausgleich zu Nidhöggr der an der anderen Wurzel nagt und ao den Baum zu Schaden sucht. Wenn sie damit aufhören wird Ragnarök eingeleitet. Das tun oder nicht tun der Nornen ist also gebunden an den Baum Yggdrasil und Allem was War, Ist und Sein wird.

Welch eine Heiligkeit diese Nornen umgibt – So jedenfalls sehe ich das.

In vielen Mythologischen Welten gibt es vergleichbare Gegebenheiten bei den Griechen die Moiren bei den Römern die Parzen, selbst in der Indischen reichhaltigen Mythologie git es Querverweise. Sogar in der Bibel durch die Dreifaltigkeit allerdings geht das schon in die Tiefen diverser Mythen.

Ich sehe in den Nornen aber nicht allein die Weberinnen oder Göttinnen des Schicksals allen Lebens was an sich schon von hoher Heiligkeit ist. Ich sehe sie in allen täglichen Entscheidungen die wir treffen. In Allem was die drei impliziert Tag Nacht und Zwielicht Gut Böse und ohne diesen Beiden. Richtig, Falsch und Neutral.

Die meisten Menschen nehmen nur die Vorder- und die Rückseite einer Münze wahr. kaum einer beachtet den Rand der Münze. Umso mehr wird auf das Für und Wider einer Sache beachtet, kaum oder gar nicht wird eine Dazwischen Beachtung finden. Den Einen ist die Vergangenheit wichtig und die Gegenwart, dem anderen Die Gegenwart und die Zukunft anderen sogar nur das Jetzt und hier allein

Doch wer die Vergangenheit kennt der versteht die Gegenwart und erahnt die Zukunft, und der weiß auch um die Heiligkeit der Nornen.

 Yggdrasil

 Yggdrasil, der Weltenbaum. Soviel Mystik, soviel Mythologie, soviel Magie. Alles durchfließend und Grundlage der Welten.

 Ich bin mir fast sicher das viele, sehr viele Anhänger des Asatru ihre eigene Vorstellung des Weltenbaumes haben. Einige mögen sich decken andere nicht, einige mögen grundverschieden sein. Aber wohl für Alle ist er wohl vermutlich, ausnahmslos von Bedeutung.

Meine Deutung von Yggdrasil 

Ich sehe Yggdrasil nicht wie einen Baum linear von oben nach unten oder rein dreidimensional, Ich sehe ihn eher 5 dimensional lang, breit, tief, zeit , und mystisch/magisch. Nun vermag ich als Mensch nicht wirklich 5-dimensional zu denken. Oder gar zu schauen. Doch vermag diese Einstellung mir das unbegreifbare zu akzeptieren.

Doch ohne Yggdrasil ist Alles nichts, die neun Welten, die Götter, die Nornen. Alles Nichts

Die erste Erwähnung in der bekannten Edda findet sich in der 2. Strophe der Völuspa, also ganz am Anfang

 

…. weis neun Heime,

neun Weltreiche

des hehren Weltenbaums

Wurzeltiefen

 Hier lässt sich als die Quelle finden das alle neun Welten eine direkte Verbindung zum Weltenbaum, zu Yggdrasil. Wenn also alle neun Welten an Yggdrasil hängen dann gehören dazu auch Muspelheim und Niflheim. Beide Welten waren schon vor den ersten Göttern vor allem was kam. Ihr Ursprung ist gänzlich unbekannt.

 Ygg ist aber auch Odin, drasil steht für Sleipnir, das Pferd Odins, Daraus ergibt sich Odin reitet den Weltenbaum. Es lässt sich also im mythologischen Sinne eine Übertragung formulieren. Odin ist der Nornen Spindel, die über den Webstuhl des Weltenbaumes läuft und die Fäden miteinander Verbindet. Und so verbinden sich alle Dinge miteinander. Der menschen und der Götter und der Riesen Schicksal als webendes Werk der Nornen mit den Aktivitäten der Götter Menschen und Riesen in den neun Welten. Alles bedingt einander durch den Weltenbaum.

Wenn ich nun bedenke was Yggdrasil noch alles beinhaltet.

Da sind die drei Wurzeln unter einer die in Asgard liegt steht der Urdbrunnen, von dort pflegen die Nornen den Baum, und dort sitzen die Götter zu Rate. Die zweite hat Mimirs Brunnen welcher mit die Weisheit Odins begründet und die dritte liegt in Helheim. Dort nagt Nidhöggr an der Wurzel und vergiftet den Baum, wären da nicht die Nornen.

Yggdrasil beherbergt noch so einige Tiere, Hirsche , Adler, Eichhorn, Falke und manch anderen niederer und höherer mythologischer und Mystischer Bedeutung. Alles führt am Ende aber zu der Erkenntnis das meines Erachtens Yggdrasil die Grundlage der Vergangenheit Gegenwart und Zukunft, des Seins des Lebens des Todes und der Veränderung ist, war und bleibt. Yggdrasil ist vielleicht auch das Webstück der Nornen?

Nur so ein Gedankengang. 

Ich schließe hier, fürs Erste, ob und wann es weitergeht mit dem Thema Edda wird sich finden. Die Eddas sind nicht die Bibel und nicht der Koran sie sind nicht das Wort der oder der Götter oder des Gottes. Sie sind eine Sammlung von Götterliedern Mythen und Weisheiten. Und sie erdreisten sich nicht des absolutistischen oder der ultimativen Glaubensvorgabe. Der heidnische Glaube ist ein gelebter Glaube der solcher Dinge nicht bedarf.

 

 

Donnerstag, 9. September 2021

Glaubst du an Gott?

 

Der Glaube des Christentums.

 Christen die ihren Glauben bewusst leben wollen führen gerne das Argument: Der christliche Glaube sei eben keine Religion, sondern der lebendige Glaube an einen, an den einzig lebendigen Gott.

Ist das so?

Aus atheistischer Sicht wird das mehrfach abgelehnt, weil schon die Existenz eines Gottes, besonders eines allmächtigen Gottes abgelehnt wird. Und somit alle damit zusammenhängenden Ansichten Fundamente und Argumentationen. 

Doch wie ist das aus der Sicht Anderer, aus der Sicht glaubender Menschen die eine andere Glaubensvorstellung haben, andere Götter anbeten oder eben ihnen opfern?

Heiden und Christen, der Glaube

Ich frage niemals jemanden, An was glaubst du? Ich finde diese Fragestellung zum ersten zu ungenau und zweitens beantwortet es keinesfalls was ich wissen will.

Wenn mir jemand diese Frage so stellt, antworte ich das Ernährung nur ausgewogen sein sollte, man könne essen was man will, es muss nur ausgewogen sein. Sex mit Frauen find ich immer besser als mit Männern, nun ja ich bin heterosexuell, da ist das wohl fast zwangsläufig so. Ich glaube das Hipp-hopp nichts mit Musik und Rap nicht wirklich mit Gesang zu tun hat. Und wenn ich Lust habe und es auf die Spitze treiben will, sag ich noch, Ich glaube an eine Existenz des Göttlichen.

Habe ich gelogen? Nein, ich sprach komplett die Wahrheit. Ist dem Frager geholfen? Nein überhaupt nicht. Er hätte auch fragen können glaubst du an Gott?

Würde ich ja sagen wäre das ebenso gelogen wie auch die Wahrheit, hätte ich gesagt Nein, wäre es ebenso eine Lüge und die Wahrheit.

Als Heide oder Paganer glaube ich an Gott, nicht nur an einen an mehrere sogar.

Als Heide oder Paganer glaube ich nicht an einen einzigen wahren, allmächtigen Gott als den Gott Abrahams.

Wie ich auch antworte ist es ebenso falsch wie richtig? Nein es ist irreführend weil der Frager einfach die Frage falsch stellt. Er fragt aus seiner christlich geprägten Vorstellung. Diese besagt es gibt nur einen Gott der allwissend, vollkommen und allseiend ist, der Schöpfer des Himmels und der Erden und alles was ist. Also muss das jeder auch so sehen. Alles andere ist auszuschließen 

Das sehe ich als Anhänger des germanischen Heidentums ein wenig anders, das sieht auch der indische Hindi anders, der peruanische Azteken Anhänger siehst das anders, selbst viele die sich dem Christentum zugewandt haben sehen das anders.

Was wäre also die richtige Frage?

Glaubst du an den Gott Abrahams, an Jesus Christus als unseren Rette und den Heiligen Geist? Klingt ein wenige Klerikal-katholisch oder? Nun, tatsächlich fragen einige sehr konservative Christen so, oder sehr ähnlich.

Natürlich gibt es hier, für mich, nur ein deutliches Nein!

Doch ist die Frage, sofern sie nicht um des Fragers Willen und des Fragers Glauben geht, nicht gänzlich beantwortet. Wohl genügt sie dem Christen, denn für ihn gilt es nun den Befragten zu missionieren. Damit er den einzig wahren glauben folgt. Ebenso halten es die Muslime. Beide glauben nun das du ohne Gott lebst. 

Ich halte es anders, ich glaube in dieser Frage einfach tatsächlich ein besserer Mensch zu sein. Meine Frage ist anders formuliert. Welchen Göttern opferst du?

Der Hindi antwortet wahrscheinlich ich opfere (frei einsetzbar 1 - unendlich viele indische Götternamen), der Anhänger der Azteken gibt eine ähnliche Antwort, ein jeder Gläubige, der nicht dem abrahamitischen Gott folgt eine entsprechend kompatible Antwort.

Interessant ist die Antwort der Christen im allgemeinen Tenor. Im günstigsten Falle antworten sie: Ich diene dem Gott Abrahams und Israels und meinem Herrn Jesus Christus der für meine Sünden starb.

Meistens aber lügen sie in ihrer Antwort und das nicht mal bewusst. Sie wissen es einfach nicht besser 

Die häufigste Antwort aber ist.

Ich opfere nicht, ich glaube an Gott und Jesus Christus als meinem Herrn, der sich aller Menschen Sünden opferte damit wir in Gemeinschaft mit Gott sein können.

Was für eine arrogante bigotte und dummdreiste Antwort!

Warum ich so reagiere?

Nun tatsächlich, denke ich das nur, denn ich weiß nun was derjenige glaubt, und wie wenig er seinen eignen Glauben versteht und eben nur einer Religion folgt.

Er opfert nicht? Nennt diesen Jesus aber seinen Herrn. Wenn er nach seiner eigenen Auslassung nun Jesus dient und will das dieser durch ihn wirkt, hat er dann nicht sich selbst zum Opfer gemacht, zum Nutzen eben dieses Jesus? Und nennt er ihn nicht seinen Herrn? Wenn das kein Opfer ist, dann was?

Apropos Opfer! Jesus, der angebliche Sohn Gottes, geboren durch eine Menschenfrau

gezeugt durch den heiligen Geist etc. etc. Tatsächlich wäre Jesus dann ein Halbgott gewesen, zumindest solange er auf Erden wandelte.

Doch nehmen wir mal die christliche Lehre als Grundlage. 

  1. Jesus ist der Sohn Gottes
  2. Jesus ist auch das Wort, Johannes 1.1 – ff
  3. Jesus wusste also ebenso viel wie der Vater
  4. In wieweit brachte Gott dann ein Opfer wenn er selbst wusste wie es ausgeht und das ihm keiner Zeit Gefahr drohte.
  5. Wenn das Opfer also kein echtes Opfer war, was war es dann? Eine Symbolik?
  6. Ist die angebliche Ursünde dann auch nur Symbolik?

Christen glauben dass ihr Gott sich selbst in Jesus geopfert hat. Für ihre Sünden für ihre Ferne von ihm die durch Adam begründet wurde mit dem Rauswurf aus dem Paradies.

Ist diese Ursünde denn nicht schon mit der Flut bei Noah weggespült worden? Wo angeblich alles Leben das nicht auf jener Arche war, hinweggefegt wurde? Ich empfinde diesen Gott, dessen angebliche Macht ich eh bezweifle als hochgradig Eigensinnig wie Loki dem Gott de Schabernacks, ein Titel den ich letztendlich auch für fragwürdig halte, aber das ist ein anderes Thema. Die Egozentrik der sich auch in der Selbstdarstellung behauptet wie Christen sie verstehen und der Eigenanspruch des Absoluten wie auch Einzigartigkeit ist im Vergleich zu allen anderen Göttermythen geradezu lächerlich. So jedenfalls empfinde ich das. Und da dürfte ich nicht der Einzige sein.

Dieses Ursünden-Geschwafel dient keinem Gott, sehr wohl aber einer damit arbeitenden Priesterschaft. 

Ein allmächtiger, all seiender, allwissender Gott bestraft seine Geschöpfe immerwährend weil sie ihm nicht dienen wollen? In meinem eignen Götterverständnis reicht das bestenfalls einen drittklassigen Gott eher noch für einen kleinen fiesen Troll.  Aber nicht für Götter wie ich sie verehre.

Allein der Anforderungskatalog um als Kinder Gottes zu gelten ist enorm. Es geht darum eine Art Kadavergehorsam an den Tag zu legen, sich ihm zu unterwerfen. Alles an zunehmen wie er es dir “serviert“ absolutes unzweifelhaftes Vertrauen und Dankbarkeit Was soll das für ein Leben sein? Was ist das für ein Gott der mein Leben komplett einfordert und dem ich dann auch noch Dank schulde für alles was mir geschenkt und auch widerfährt. Übrigens ist nirgendwo der Gotteszweifel größer als bei den Christen.

Nee, nee auf einen solchen Gott kann ich verzichten. Weder bin ich der Sklave noch der Spielball eines Anderen, auch nicht eines Gottes. An einem Gott zu wenden bedeutet entweder um Beistand zu bitten oder Dank zu sagen für einem, diesem Gott eben zugeschriebenen Umstand. Aber sicher nicht per se für Alles. Wie kommen die Christen nur darauf? Eine Antwort hab ich nie wirklich erhalten, oder wenn, dann eine lächerliche pseudo- Antwort. Der Mensch könne Gottes Wege nicht verstehen. Und der Nicht-Christ schon gleich gar nicht, weil er nicht beseelt ist vom Geiste Gottes. Diese Antwort erhält man für alles und jedes was man nicht so versteht, wie es eben Christen tun. Ich finde das arrogant überheblich und vor allem sich selbst erhöhend und soweit ich weiß ist das eine der schlimmsten Sünden. Das mangelnde Selbstverständnis für das Leben, die Natur. Dem Respekt dafür ist den Christen zu Eigen.

Wem das Irdische nichts Wert der ist des Himmlischen auch nicht Wert. Doch wie sollte ein Christ das verstehen wenn er glaubt dass ihm die Erde von Gott untertan gemacht wurde?

So gibt es noch unzählige Behauptungen des Christentums die sie ihrem Gott zurechnen die völlig unsinnig gegen alles verstößt was man natürlich nennen mag. Meines Erachtens die widersprüchlichste und dem Leben feindlichste Religion überhaupt. Aber die anderen abrahamitischen Religionen Judentum und Islam kommen gleich dahinter. Mit all ihren Sekten Abspaltungen und sonstigen Varianten. Es gibt in Deutschland allein mehr diverse  christliche Abspaltungen als heidnische Gruppierungen des weltweiten Heidentum.

Von der Gewalt der christlichen Kirchen und ihren Beauftragten der letzten 1800 Jahre ist dabei noch nicht mal gesprochen.